Ayunis Core
KI-Arbeitsplatz für Kommunen, Landkreise und Behörden von der Locaboo GmbH aus München. Open Source, Hosting in Deutschland, frei wählbare Modelle von GPT bis Qwen. Zwei Varianten: kostenfreies Self-Hosting oder Cloud mit Support und Schulungen, deren Preis nur auf Anfrage genannt wird.
Übersicht zu Ayunis Core: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 20.10.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.
Was ist Ayunis Core?
Ayunis Core ist ein KI-Arbeitsplatz für die öffentliche Verwaltung. Der Hersteller nennt das Produkt „Das VerwaltungsGPT für den kommunalen Arbeitsplatz” und beschreibt es als Arbeitsumgebung für den souveränen Einsatz von KI in der Verwaltung, kontrollierbar, datensicher und unabhängig von einzelnen Anbietern einsetzbar. Im Zentrum steht ein Chat. Dazu kommen eigene KI-Agenten, eine Wissensbasis aus internen Dokumenten und Schnittstellen in bestehende Fachverfahren.
Hinter der Marke steht die Locaboo GmbH in München, geführt von Michael Loy und Andreas Michel, eingetragen beim Registergericht München unter HRB 268346. Die strukturierten Daten der Website führen Ayunis als Namen und die Locaboo GmbH als Rechtsträger. Das Unternehmen ist 2021 mit Locaboo gestartet, einer Software für kommunale Flächen und Räume, und hat seitdem zwei Produkte unter einer Marke: Ayunis Core für KI und Ayunis Locaboo für Belegungsplanung, Buchung und Abrechnung. Der Markenname leitet sich laut dem eigenen Lexikon vom spanischen Ayuntamiento für Rathaus ab.
Zwei Dinge trennen Ayunis Core von geschlossenen KI-Plattformen. Der Quellcode liegt offen im Repository github.com/ayunis-core/ayunis-core, Quellcode und Datenflüsse sind nach Angabe des Herstellers vollständig einsehbar. Und das Sprachmodell bleibt wählbar: GPT, Claude, Mistral oder Qwen, eigene Modelle ebenfalls, laut Hersteller über deutsche Serverinfrastruktur.
Für wen eignet sich Ayunis Core?
Die FAQ des Herstellers nennt Kommunen, Landkreise und Behörden. Die Kontaktseite hält fest, dass sich die Leistungen an Einrichtungen aus dem öffentlichen Sektor richten, und die Startseite formuliert es noch klarer: Ayunis entwickelt und betreibt seine Lösungen nach eigener Aussage nur für Verwaltungen. Privatwirtschaftliche Unternehmen gehören damit nicht zur Zielgruppe.
Passend wird es dort, wo wiederkehrende Schreib- und Prüfarbeit anfällt und die KI anschließend an bestehende Fachverfahren soll. Das fällt in den Bereich Automation & Prozessoptimierung, hier mit einer Verwaltungsoberfläche davor. Technisches Fachwissen für die Nutzung setzt der Hersteller nicht voraus: Auf die FAQ-Frage danach antwortet er mit Nein und verweist auf eine intuitive Oberfläche.
Innerhalb des öffentlichen Sektors trennt vor allem die Betriebsform. Wer Serverkapazität und IT-Personal hat, kann die Open-Source-Variante selbst betreiben. Wer beides nicht hat, braucht die Cloud-Variante, und für die steht kein Betrag auf der Seite. Eine Verwaltung, die vor dem ersten Gespräch eine Zahl für den Haushaltsansatz braucht, bekommt sie hier nicht.
Ayunis Core im Arbeitsalltag
So beschreibt der Hersteller den Ablauf. Der Einstieg ist der Chat: Entwürfe, Vorlagen und Gliederungen entstehen dort, Tonalität und Struktur lassen sich für die Bürgerkommunikation anpassen. Antwortentwürfe für E-Mails baut das System aus vorhandenen Inhalten und verschickt sie unmittelbar aus der Anwendung heraus. Interne Dokumente, Richtlinien und Fachinformationen lassen sich hinterlegen und stehen dann für die laufende Arbeit zur Verfügung. Für Recherchen bindet Ayunis Core aktuelle Online-Quellen ein und liefert zitierfähige Zusammenfassungen. Besprechungen werden transkribiert und zusammengefasst, Aufgaben und Entscheidungen stehen danach zur Bearbeitung bereit.
Über dem Chat liegen zwei weitere Bausteine. Fähigkeiten sind KI-Agenten für wiederkehrende Aufgaben; sie lassen sich selbst erstellen, verwalten oder aus der Community übernehmen und weiterentwickeln. Der Marketplace sammelt diese Agenten und die möglichen Integrationen. Fachverfahren können dort angebunden und Agenten organisationsweit oder kommunalübergreifend bereitgestellt werden. Den Marketplace macht der Hersteller ausdrücklich auch ohne Kundenstatus zugänglich. Dort stehen laut Anbieter von Städten und Kommunen erstellte KI-Fähigkeiten und eine Übersicht der möglichen Integrationen.
Vor der Verarbeitung greift die Anonymisierung: Personenbezogene Informationen werden automatisch erkannt und datenschutzkonform anonymisiert, der Vorgang bleibt nach Herstellerangabe für die Organisation nachvollziehbar. Technisch ist die Lösung modular aufgebaut, API-fähig und mit bestehenden DMS, Fachverfahren und Identitätslösungen verbindbar. Für den Betrieb gibt es Einführungsschulungen, begleitete Onboarding-Formate, eine Academy mit Lerninhalten und persönliche Ansprechpersonen im Customer-Success-Team.
Zur Modellwahl veröffentlicht der Hersteller ein Kundenzitat. Marco Diethelm, Bürgermeister der Gemeinde Herzebrock-Clarholz, sagt auf der Produktseite: „Dass verschiedene Modelle genutzt werden können, ist ein wichtiger Vorteil. So können wir je nach Aufgabe abwägen, welche Lösung fachlich sinnvoll, datenschutzrechtlich vertretbar und organisatorisch praktikabel ist.” Das Zitat stammt von der Anbieterseite und ist nicht unabhängig geprüft.
Preise und Pläne
Ayunis veröffentlicht keine Beträge. Die Preissektion der Produktseite stellt zwei Modelle nebeneinander und überlässt die Zahl dem Gespräch. Stand: Oktober 2026.
Self-Service. Du hostest auf eigener Infrastruktur. Aufgeführt sind Open Source, kostenlose Updates und volle Kontrolle, dazu der Verweis auf das Repository. Diese Variante nennt der Hersteller selbst kostenfrei: Ayunis Core ist als kostenfreie Open-Source-Lösung verfügbar.
Cloud. Ayunis übernimmt Hosting und Betrieb. Aufgeführt sind Open Source, kostenlose Updates, Hosting in deutschen Rechenzentren, persönlicher Support und KI-Schulungen. Darunter steht der Hinweis Preis anfragen, die Spalte ist als häufig gewählt markiert.
Was dazukommt. Die Modellnutzung rechnet Ayunis verursachungsgerecht ab und berücksichtigt dabei unterschiedliche Modellkosten. Integrierte Dashboards für IT und Compliance zeigen Modellnutzung und Kosten in der Übersicht.
Was nicht dasteht. Eine Abrechnungseinheit nennt die Seite nicht: kein Preis pro Nutzer, kein Preis pro Verwaltung, keine Staffel nach Größe. Persönlicher Support und KI-Schulungen erscheinen nur in der Cloud-Spalte, in der Aufzählung zum Self-Service fehlen sie.
Stärken und Schwächen
Stärken:
- Quellcode und Datenflüsse laut Hersteller vollständig einsehbar, Repository offen auf GitHub
- Self-Hosting als kostenfreie Open-Source-Lösung auf eigener Infrastruktur
- ISO-27001-zertifizierte Server in Deutschland, Rechtsträger ist die Locaboo GmbH in München
- Modellwahl offen: GPT, Claude, Mistral, Qwen oder eigene Modelle
- Anonymisierung personenbezogener Daten vor der Verarbeitung eingebaut
- Cloud-Variante mit persönlichem Support und KI-Schulungen
- Marketplace mit Agenten und Integrationen auch ohne Kundenstatus einsehbar
- Compliance-Angaben: DSGVO, ISO 27001, OZG Reifegrad 3, Cyber Resilience Act ready
Schwächen:
- Kein Betrag auf der Produktseite, die Cloud-Variante läuft über Preis anfragen
- Keine Abrechnungseinheit genannt, weder pro Nutzer noch pro Verwaltung
- Modellnutzung wird zusätzlich verursachungsgerecht abgerechnet
- Support und KI-Schulungen stehen nur in der Cloud-Spalte
- Die Zahl von über 900 Verwaltungen gilt für Ayunis Core und Ayunis Locaboo zusammen
- Die Referenzseite kündigt Praxisbeispiele an und zeigt noch keine
- Die verlinkte Bewertung auf der Startseite führt zum ProvenExpert-Profil von Ayunis Locaboo
- Das Angebot ist auf Einrichtungen des öffentlichen Sektors zugeschnitten
Alternativen zu Ayunis Core
Aus derselben Kategorie stehen Langdock, Privatemode AI, Mistral AI und OpenAI ChatGPT im Verzeichnis. Ayunis stellt sich selbst gegen die geschlossenen Plattformen: Als Alternative zu geschlossenen KI-Plattformen ermögliche Core einen DSGVO-konformen, modellunabhängigen und transparenten KI-Einsatz auf Open-Source-Basis, heißt es auf der Startseite, und ein eigener Blogbeitrag trägt den Titel „Die sichere ChatGPT Alternative für den öffentlichen Sektor”. Beim Vergleich lohnt der Blick auf drei Punkte: wo die Server stehen, wer das Modell vorgibt und ob es eine selbst betreibbare Variante gibt.
Ayunis Core im Vergleich
Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst: Ayunis Core steht in der Kategorie mit 409 weiteren Werkzeugen.
Ayunis Core nennt keine Beträge. Damit steht das Werkzeug in dieser Kategorie nicht allein: 192 von 409 Anbietern geben ihre Preise erst im Gespräch heraus.
Anbieter mit Sitz in Deutschland: 93 von 409 in dieser Kategorie. Aus der EU insgesamt 128.
Überblick
Für Kommunen und Behörden halten wir Ayunis Core für einen der ernsthafteren Kandidaten, und das hat weniger mit dem Chat zu tun als mit der Betriebsform. Die Kombination aus offenem Repository, Server in Deutschland und freier Modellwahl nimmt der Vergabe genau die Diskussionen ab, die KI-Projekte in der Verwaltung sonst über Monate blockieren. Wer eine eigene IT hat, kann die Open-Source-Variante aufsetzen und ohne Vertriebsgespräch prüfen, ob das Werkzeug überhaupt trägt. Das ist mehr, als die meisten Anbieter in diesem Feld zulassen.
Drei Dinge würden wir vor einer Entscheidung klären. Erstens den Preis der Cloud-Variante: Ohne Abrechnungseinheit lässt sich nichts überschlagen, und die verursachungsgerecht abgerechnete Modellnutzung macht die Rechnung von der Nutzung abhängig statt von der Kopfzahl. Zweitens den Betriebsaufwand beim Self-Hosting. Kostenfrei heißt kostenlos in der Lizenz, nicht im Betrieb, und Support steht in der Aufzählung nur bei der Cloud. Drittens die Erwartung an den Start: Produktiv ab dem ersten Tag ist eine Anbieteraussage, der in der Praxis Schulung, Freigabeprozesse und ein paar klare Anwendungsfälle vorausgehen. Genau dort, zwischen Werkzeugauswahl und Beratung & Betreuung, entscheidet sich, ob so eine Einführung läuft. Wer KI im Haus erst aufbaut, sollte mit zwei oder drei engen Fällen anfangen, statt den Marketplace leer zu räumen; wie wir das angehen, steht unter KI-Agentur.
Überblick
- ✓ KI-Chat als Arbeitsumgebung für den täglichen Verwaltungseinsatz
- ✓ Frei wählbare Modelle: GPT, Claude, Mistral, Qwen und eigene Modelle über deutsche Serverinfrastruktur
- ✓ Fähigkeiten: KI-Agenten selbst erstellen, verwalten oder aus der Community übernehmen
- ✓ Integrierter Marketplace für Fachverfahren, Integrationen und kommunalübergreifend geteilte Agenten
- ✓ Automatische Erkennung und Anonymisierung personenbezogener Daten vor der Verarbeitung
- ✓ Interne Dokumente, Richtlinien und Fachinformationen als hinterlegte Wissensbasis
- ✓ Recherche in aktuellen Online-Quellen mit zitierfähigen Zusammenfassungen
- ✓ Antwortentwürfe für E-Mails, direkt aus der Anwendung versendbar
- ✓ Transkription und Zusammenfassung von Besprechungen samt Aufgaben und Entscheidungen
- ✓ Diagramme und Analysen aus vorhandenen Datenquellen
- ✓ Dashboards für IT und Compliance mit Modellnutzung und Kosten
- ✓ Modularer, API-fähiger Aufbau für DMS, Fachverfahren und Identitätslösungen
- ✓ Quellcode öffentlich im Repository github.com/ayunis-core/ayunis-core
Vorteile
- + Quellcode und Datenflüsse sind laut Hersteller vollständig einsehbar, das Repository liegt offen auf GitHub
- + Self-Hosting auf eigener Infrastruktur ist als kostenfreie Open-Source-Lösung vorgesehen
- + ISO-27001-zertifizierte Server in Deutschland, Rechtsträger ist die Locaboo GmbH in München
- + Die Modellwahl bleibt offen, einschließlich eigener Modelle
- + Anonymisierung personenbezogener Daten läuft vor der Verarbeitung automatisch
- + Die Cloud-Variante enthält persönlichen Support und KI-Schulungen
- + Der Marketplace mit Agenten und Integrationen ist auch ohne Kundenstatus einsehbar
- + Compliance-Angaben der Unternehmensseite: DSGVO, ISO 27001, OZG Reifegrad 3, Cyber Resilience Act ready
Nachteile
- - Die Produktseite nennt keinen Betrag, die Cloud-Variante führt über den Hinweis Preis anfragen
- - Eine Abrechnungseinheit steht nicht dabei, weder pro Nutzer noch pro Verwaltung
- - Die Modellnutzung wird zusätzlich verursachungsgerecht abgerechnet
- - Persönlicher Support und KI-Schulungen sind nur in der Cloud-Spalte aufgeführt, nicht beim Self-Service
- - Die Zahl von über 900 Verwaltungen gilt für beide Produkte des Anbieters zusammen
- - Die Referenzseite kündigt Praxisbeispiele an und zeigt noch keine
- - Die auf der Startseite verlinkte Bewertung führt zum ProvenExpert-Profil von Ayunis Locaboo
- - Der Anbieter entwickelt und betreibt seine Lösungen nach eigener Aussage nur für Verwaltungen
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