DTAD
DTAD ist eine deutsche Ausschreibungsrecherche-Plattform für öffentliche Aufträge und Projekte.
Übersicht zu DTAD: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Die Angaben sind noch nicht einzeln gegen die Herstellerseite geprüft. Maßgeblich ist immer die Seite des Anbieters.
Was ist DTAD?
DTAD ist eine Plattform für die Recherche von Ausschreibungen und Auftragschancen im öffentlichen Sektor. Betreiber ist die DTAD GmbH mit Sitz in der Greifswalder Straße 156 in Berlin. Der Anbieter ist seit rund 25 Jahren am Markt und beschreibt sich als Schnittstelle zwischen Unternehmen und der öffentlichen Hand. Nach eigenen Angaben nutzen mehr als 5.500 Unternehmen die Plattform, das Team umfasst rund 120 Personen.
Der Kern ist eine zentrale Inbox. Ausschreibungen werden über unzählige Vergabeportale und regionale Websites verteilt veröffentlicht, DTAD sammelt sie ein und bringt sie in ein einheitliches Format. Als Zahlen nennt der Anbieter über 450.000 Ausschreibungen pro Jahr von mehr als 40.000 Vergabestellen aus über 250 Branchen. Die Abdeckung gibt DTAD mit 99,99 Prozent aller öffentlich publizierten Ausschreibungen aus Deutschland an, dazu europaweite Verfahren aus der EU und nationale Ausschreibungen aus dem gesamten DACH-Raum. Die Anzahl der ausgewerteten Quellen wird auf der Website unterschiedlich beziffert: die Startseite spricht von über 12.000, die Ausschreibungsseite von mehr als 7.000.
Neben der reinen Suche steht ein zweiter Baustein: Informationen, die es vor der Ausschreibung gibt. Das Redaktionsteam recherchiert geplante Bauvorhaben in frühen Projektphasen und Ansprechpartner dazu. Der Anbieter betont, dass KI-Technologie und manuelle Datenveredlung durch dieses Redaktionsteam zusammenkommen.
Für wen eignet sich DTAD?
Die Lösungsseiten sind nach Anbietertypen sortiert: Dienstleister aller Art, Händler und Großhändler, Hersteller und Produzenten, Baudienstleister sowie Subunternehmer. Nach Zielsetzung gliedert DTAD in Akquise optimieren, Markt beobachten, Lead Management, neue Aufträge sichern und Vertriebseffizienz steigern. Die Branchenseiten reichen von Arbeitssicherheit über Coaching und Energie bis Sicherheitsdienst und Filmproduktion. Wer öffentliche Auftraggeber als Zielgruppe hat, findet hier den passenden Zuschnitt.
Wo es nicht passt: DTAD veröffentlicht keine Preisliste. Verträge über kostenpflichtige Leistungen laufen laut AGB standardmäßig ein Jahr und verlängern sich um jeweils weitere zwölf Monate, wenn nicht drei Monate vor Ende gekündigt wird. Wer monatlich flexibel bleiben will, findet das im Standardvertrag nicht. Ein Testzugang ist möglich, aber ausdrücklich freiwillig: Laut AGB besteht auch nach der Registrierung kein Anspruch darauf. Und der Blick ist auf den Vergabemarkt gerichtet; wer klassische B2B-Kaltakquise ohne öffentliche Auftraggeber betreibt, holt aus der Datenbasis wenig heraus.
DTAD im Arbeitsalltag
Am Anfang steht dein Suchprofil. Die Plattform bietet eine KI-Suche mit semantischem Verständnis, dazu einen Expertenmodus für komplexe Keyword-Abfragen und Filter, mit denen sich etwa eigene Vertriebsgebiete abbilden lassen. Suchen laufen automatisch, die Benachrichtigung kommt täglich. Auf der Startseite gibt es zusätzlich einen Einstieg, der auf Basis deiner Website passende Ausschreibungen vorschlägt.
Was hereinkommt, landet in der Inbox. Neben den offiziellen Bekanntmachungen stehen dort exklusiv recherchierte Informationen des Redaktionsteams, etwa Ansprechpartner bei Bauvorhaben. Ein eigener Baustein überwacht auslaufende Zeitverträge, damit du dich vor der Neuausschreibung in Stellung bringen kannst. Über die Wettbewerbsansicht siehst du, welche Aufträge Mitbewerber zuletzt gewonnen haben, mit welchen Vergabestellen sie arbeiten und wo sie ihre Position ausbauen. Zu den Vergabestellen selbst liefert DTAD historische Zuschlagsdaten und Anbieterbeziehungen.
Für die Bewertung gibt es Frank, den chatbasierten KI-Assistenten. Er liest Ausschreibungsunterlagen, zieht Eignungs- und Zuschlagskriterien heraus und liefert damit die Grundlage für die Entscheidung, ob sich eine Teilnahme lohnt. Ergänzend nennen die AGB den Vergabeunterlagenservice: DTAD fordert die Unterlagen im Auftrag des Kunden bei der Vergabestelle an, setzt ihn auf die Bieterliste und verauslagt die Schutzgebühr. Eine Garantie auf erfolgreiche Beschaffung der Unterlagen oder auf einen Zuschlag gibt der Anbieter dafür nicht.
Am Ende steht die Übergabe in deine Prozesse. Ausschreibungen lassen sich über geteilte Listen im Team bearbeiten, Daten exportieren oder per API direkt in vorhandene Systeme wie das CRM übernehmen. Als Referenz führt DTAD unter anderem die Schaffrath Unternehmensgruppe mit rund 220 Mitarbeitenden auf, die die Plattform seit 2021 nutzt; solche Darstellungen stammen vom Anbieter und sind nicht unabhängig geprüft. Wenn du die Übergabe der Treffer in dein CRM und die nachgelagerte Bearbeitung automatisieren willst, hilft Automation & Prozessoptimierung.
Preise und Pläne
Öffentliche Beträge gibt es nicht. Die AGB verweisen für Abonnements, Zusatzguthaben und Einzelabrufe auf die jeweils bei Vertragsschluss gültige Preisliste, alle Preise netto zuzüglich Umsatzsteuer. Eine eigene Preisseite führt der Anbieter nicht.
Erkennbar ist die Struktur. Die Registrierung selbst ist kostenlos, Auftragsinformationen sind danach zunächst nur in begrenztem Umfang einsehbar; die vollständige Einsicht ist kostenpflichtig. Für Auftraggeber, die selbst ausschreiben, ist die Nutzung laut AGB grundsätzlich kostenlos. Abgerechnet wird auf drei Wegen: als Abonnement für einen bestimmten Zeitraum, über zusätzliches Guthaben oder als Einzelabruf außerhalb eines Abos, der sofort fällig wird und über ein Micropayment-System läuft. Kostenpflichtige Dienste sind im Voraus für die vereinbarte Laufzeit fällig, Teilzahlungen sind monatlich, vierteljährlich, halbjährlich oder jährlich möglich.
Die Vertragsbedingungen stehen ausdrücklich in den AGB. Standardlaufzeit ein Jahr, Kündigungsfrist drei Monate zum Laufzeitende, sonst Verlängerung um weitere zwölf Monate. DTAD behält sich vor, wiederkehrende Entgelte nach billigem Ermessen anzupassen; steigt die Vergütung um mehr als 10 Prozent, kann der Kunde mit einer Frist von einem Monat zum Monatsende kündigen. Die Systemverfügbarkeit gibt DTAD mit mindestens 99 Prozent im Jahresmittel an. Für Rücklastschriften, die der Anbieter nicht zu vertreten hat, werden netto 7,50 Euro berechnet. Einen kostenlosen Dauertarif gibt es nicht, wohl aber einen zeitlich begrenzten Testzugang ohne Rechtsanspruch. Stand: April 2026.
Stärken und Schwächen
Stärken:
- Anbieter mit Sitz in Deutschland, DTAD GmbH in Berlin, deutschsprachige Oberfläche und AGB
- Nach Anbieterangabe über 450.000 Ausschreibungen jährlich von mehr als 40.000 Vergabestellen aus über 250 Branchen, mit Kontaktdaten der Vergabestellen
- Informationen zu geplanten Bauvorhaben vor der offiziellen Ausschreibung sowie Überwachung auslaufender Zeitverträge
- Historische Zuschlagsdaten und Wettbewerbsbeobachtung, sichtbar nach Vergabestelle und Segment
- KI-Assistent Frank liest Vergabeunterlagen und extrahiert Eignungs- und Zuschlagskriterien
- Export und API-Anbindung an vorhandene Systeme, geteilte Listen für die Bearbeitung im Team
- AGB nennen Verfügbarkeit, Kündigungsfristen und ein Sonderkündigungsrecht bei Preiserhöhungen über 10 Prozent
Schwächen:
- Keine öffentliche Preisliste, die AGB verweisen auf die bei Vertragsschluss gültige Preisliste
- Standardlaufzeit ein Jahr mit drei Monaten Kündigungsfrist und automatischer Verlängerung um zwölf Monate
- Auf einen Testzugang besteht laut AGB kein Anspruch, auch nicht nach Registrierung
- Die Anzeige vollständiger Dokumente kann der Anbieter laut AGB monatlich begrenzen
- Der Anbieter kann wiederkehrende Entgelte einseitig nach billigem Ermessen anpassen
- Zwei Oberflächen parallel im Umlauf: Die Website verlinkt neben der neuen Plattform durchgehend auch eine Vorgängerversion
- Die Zahl der ausgewerteten Quellen wird auf der Website widersprüchlich angegeben
Alternativen zu DTAD
Aus derselben Kategorie lohnt der Blick auf ausschreibungen.io, Company.info und Cognism. Die Auswahl hängt daran, ob du Vergabeverfahren verfolgen oder klassische Firmen- und Kontaktdaten anreichern willst; das sind zwei verschiedene Datenwelten. Wer beides braucht, endet meist bei zwei Werkzeugen. Beim Aufbau der Akquise drumherum unterstützt SEO & Online-Marketing.
DTAD im Vergleich
Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst: DTAD steht in der Kategorie mit 516 weiteren Werkzeugen.
Anbieter mit Sitz in Deutschland: 134 von 516 in dieser Kategorie. Aus der EU insgesamt 226.
DTAD nennt keine Beträge. Damit steht das Werkzeug in dieser Kategorie nicht allein: 301 von 516 Anbietern geben ihre Preise erst im Gespräch heraus.
Einen kostenlosen Einstieg bietet DTAD nicht. In der Kategorie haben 85 von 516 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.
Überblick
DTAD ist ein etablierter deutscher Anbieter mit klarem Fokus: der Vergabemarkt und alles, was davor passiert. Stark ist die Kombination aus Breite der Quellen, redaktioneller Nacharbeit und den Daten vor der offiziellen Bekanntmachung, also geplante Bauvorhaben und auslaufende Zeitverträge. Kritisch sind die Vertragsbedingungen: keine öffentlichen Preise, ein Jahr Laufzeit, drei Monate Kündigungsfrist und automatische Verlängerung. Wer regelmäßig an Vergaben teilnimmt, wird die Bindung verkraften. Wer nur ausprobieren will, sollte den Testzugang nutzen, bevor er unterschreibt.
Überblick
- ✓ Recherche öffentlicher Ausschreibungen
- ✓ Projektmonitoring mit Alerts
- ✓ Filter nach Branche und Region
- ✓ Historische Vergabedaten
- ✓ Export und CRM-Integration
- ✓ DACH-Spezialisierung
Vorteile
- + Umfangreiche DACH-Datenbank
- + Automatische Alerts
- + Historische Daten
Nachteile
- - Nur öffentliche Ausschreibungen
- - Preise nicht öffentlich
- - Kein Free-Trial
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