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cplace
Projektmanagement auf-anfrage 🇪🇺 EU

cplace

PPM-Plattform der collaboration Factory GmbH aus München für Projekt- und Portfoliomanagement in großen Unternehmen. Gemeinsames Datenmodell, Lösungsbaukasten, No-Code, Low-Code, Pro-Code und AI Builder. Zwei Editionen, Betrieb in der cplace Cloud, Private Cloud oder On-Premises.

Übersicht zu cplace: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 21.10.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.

Was ist cplace?

cplace ist eine Plattform für Projekt- und Portfoliomanagement, kurz PPM. Der Hersteller beschreibt sie als “adaptive Plattform für Projekt- und Portfoliomanagement in großen Unternehmen. Modular konzipiert, mit nativ integrierter KI.” Hinter der Marke steht die collaboration Factory GmbH mit Sitz in der Arnulfstraße 34 in München. Das Organisation-Markup der eigenen Website nennt als Gründungsdatum den 25. März 2014 und 51 bis 200 Mitarbeitende.

Der Kern ist ein geteiltes Datenmodell. Jede cplace Lösung läuft auf derselben Plattform und teilt dieses Modell, sodass Pläne, Ressourcen, Risiken und Budgets über das Portfolio hinweg verbunden bleiben, statt in Silos zu zerfallen. Darüber liegt ein Baukasten aus Premium Applications, Solution Templates und Connectors. Angepasst wird auf vier Wegen: No-Code in einer visuellen Drag-and-Drop-Umgebung, Low-Code mit einfachen Skripten, Pro-Code mit vollem SDK-Zugriff und der AI Builder, der aus einer Excel-Datei, einem PDF oder Workshop-Notizen das Datenmodell, die Layouts und die Anwendungsstruktur erstellt.

Lizenziert wird in zwei Stufen. Unternehmen haben laut Anbieter die Wahl zwischen der Professional- und der Enterprise-Edition und können Lösungsbausteine nach Bedarf ergänzen. Die Premium Applications sind dabei zusätzlich zu diesen beiden Editionen erhältlich, kosten also extra. Einen Preis für die Plattform selbst nennt cplace nicht.

Für wen eignet sich cplace?

Der Anbieter zieht die Grenze selbst: cplace ist auf Organisationen mit großen, vernetzten Projektlandschaften ausgelegt, etwa in der Automobilindustrie, der Pharma- und Life-Sciences-Branche, der Luft- und Raumfahrt sowie der Fertigung. Typisch seien Matrixstrukturen, in denen mehrere Bereiche dieselben Ressourcen beanspruchen, und regulierte Umfelder, in denen Entscheidungen nachvollziehbar dokumentiert sein müssen. Zur Skalierung heißt es: von Hunderten bis zu Zehntausenden Nutzern.

Die Website beschreibt die Zielgruppe allerdings nicht einheitlich. In der FAQ der Startseite steht “entwickelt für mittlere und große Unternehmen”, weiter oben auf derselben Seite dagegen “Konzipiert für große Unternehmen. Einsatzbereit ab dem ersten Tag”, und die Seite zur Enterprise Governance formuliert: “cplace ist die KI-Plattform für Projekt- und Portfoliomanagement in großen Unternehmen.”

Wer einen Selbstservice-Einstieg sucht, findet ihn hier nicht. Jeder Handlungsaufruf auf der Website endet bei “Demo anfragen”, “Mit einem Experten sprechen” oder dem Kontaktformular: “Haben Sie noch Fragen? Füllen Sie einfach unser Kontaktformular aus und wir melden uns umgehend bei Ihnen.” Wer die Software vorab eigenständig ausprobieren möchte, kommt auf diesem Weg nicht weiter. Wer dagegen vor einer Systemauswahl steht und sie strukturiert angehen will, findet in unserer Beratung & Betreuung einen Gesprächspartner.

cplace im Arbeitsalltag

Der vom Hersteller dokumentierte Ablauf beginnt bei den Bestandssystemen. cplace bindet sie über vorkonfigurierte Konnektoren, eine REST-Schnittstelle oder das Generic Interface an; letzteres übernimmt für große Datenmengen und Altsysteme den dateibasierten Austausch, also Import und Export von Excel, CSV, JSON und XML oder den direkten Schreibzugriff auf eine Datenbank. Kunden binden nach Anbieterangabe unter anderem Microsoft 365, SAP, Jira, ServiceNow sowie PLM- und ALM-Lösungen an.

Danach arbeiten alle Rollen auf demselben Datenstand, aber in unterschiedlichen Ansichten: Führungskräfte bekommen Portfolio-Dashboards, PMO-Verantwortliche den projektübergreifenden Überblick über Ressourcen und Abhängigkeiten, Projektteams fokussierte Aufgabenansichten. Änderungen an der Konfiguration gehen laut Anbieter sofort live, ohne Deployment. Fragen an die Projektdaten lassen sich in natürlicher Sprache stellen, und über den cplace MCP Server greifen auch externe KI-Agenten wie Claude oder ChatGPT kontrolliert auf den aktuellen Stand zu. Für wiederkehrende Abläufe lassen sich Freigaben, Status-Updates und Benachrichtigungen ohne eine Zeile Code automatisieren, was dem Gedanken der Automation & Prozessoptimierung entspricht.

Wie das in der Praxis aussieht, zeigt cplace an eigenen, namentlich benannten Kundenlösungen. Bei BMW entstand unter dem Titel Fast Development “in nur 10 Tagen eine cplace-Lösung für das integrierte Maßnahmen- und Reifegradmanagement”. Die Hamburger Hochbahn plant ihr Portfolio mit einem neu entwickelten Planungsprozess und Masterplan-Tool. Bei Continental Reifen entstand eine integrierte Lösung zur Projektzeiterfassung, und für die Stadt München hat die 4Soft GmbH auf cplace einen Tiefbau-Kostenrechner gebaut. MTU Aero Engines habe sein Projektmanagement “in Rekordzeit” unternehmensweit modernisiert.

Zu den Ergebnissen nennt der Anbieter Zahlen: bis zu 50 Prozent weniger Projektmanagement-Kosten bei Kundenprojekten, einen positiven ROI innerhalb von 12 Monaten, rund 70 Prozent Zeitersparnis bei Meeting-Zusammenfassungen und Reportings mit cplace AI sowie 25 Prozent weniger Zeitaufwand für Reportings und Freigaben. Dazu 93 Prozent Weiterempfehlungsrate auf Gartner Peer Insights und über 200.000 Nutzer weltweit. Alle diese Werte sind Angaben des Anbieters und nicht unabhängig geprüft.

Preise und Pläne

Für die Plattform veröffentlicht cplace keine Preise. Die Navigation führt keinen Punkt “Preise”. Die Seite zum Lösungsbaukasten verweist für die Editionen auf eine Lizenztabelle, und zu den Premium Applications heißt es dort nur “Melden Sie sich einfach bei uns”, denn “unsere Experten beraten Sie jederzeit gerne”. Belegt ist damit die Struktur, nicht der Betrag: zwei Editionen, Professional und Enterprise, dazu Lösungsbausteine nach Bedarf, wobei die Premium Applications zusätzlich zu den beiden Editionen erhältlich sind.

Einen öffentlichen Preis gibt es an genau einer Stelle, und zwar für Dienstleistung statt für Software. Für die drei KI-Workshops nennt cplace Festpreise, jeweils als Gesamtpreis für das Paket und nicht pro Nutzer:

  • AI-Exploration für Einsteiger, Gesamtdauer 1 Woche, 6.000 €. Enthalten sind laut Tabelle ein AI-Readiness-Check, eine temporäre Umgebung mit Citizen AI für einen Monat, ein Explorations-Workshop über zwei bis drei Stunden samt Vor- und Nachbereitung, eine schlanke PoC-Umsetzung und ein Review-Workshop.
  • AI-Enablement für Teams, Gesamtdauer 1 bis 2 Monate, 9.000 €. Enthalten sind ein Kick-Off, zwei Workshops über je drei bis vier Stunden mit Vor- und Nachbereitung, sechs bis zehn Coaching-Termine über je 30 Minuten und eine Debriefing-Session.
  • AI-Umsetzung für sofortige Ergebnisse, Gesamtdauer 1 bis 2 Monate, 25.000 €. Hier implementiert cplace einen Citizen AI Use Case direkt in der Infrastruktur des Kunden, ausdrücklich beschränkt auf “die Umsetzung eines Use Cases der Komplexität M”.

Ob diese Beträge netto oder brutto gemeint sind, steht nicht dabei. Eine Angabe zur Umsatzsteuer fehlt, ebenso ein kostenloser Plan oder eine Testphase. Preisstand: Oktober 2026.

Stärken und Schwächen

Die collaboration Factory GmbH hält ISO/IEC 27001 für Informationssicherheit einschließlich Softwareentwicklung und Dienstleistungen, ISO 9001 für Qualitätsmanagement und für die Automobilindustrie zusätzlich ein TISAX-Label. Dazu kommen regelmäßige Penetrationstests nach dem OWASP-Standard. Beim Betrieb hat der Kunde die Wahl zwischen cplace Cloud, eigener Private Cloud und On-Premises im eigenen Rechenzentrum. Für die cplace Cloud sagt der Anbieter zu, dass Daten von EU-Kunden in der EU gespeichert und verarbeitet werden, und dass Kundendaten nicht zum Training von KI-Modellen genutzt werden; per Bring Your Own Key entscheidet der Kunde über die eingesetzten Modelle. Datensätze werden versioniert, jede KI-Interaktion wird protokolliert. Für die Barrierefreiheit gilt WCAG 2.2 Level AA als Richtwert für das Frontend, das Design-System gibt es als Figma UI Kit für Kunden und Partner.

Auf der anderen Seite: Es gibt keinen veröffentlichten Lizenzpreis, keinen kostenlosen Plan und keine Testphase, und die Premium Applications sind ausdrücklich zusätzlich zu Professional und Enterprise Edition erhältlich. Die drei ISO-27001-zertifizierten Standorte der cplace Cloud werden nicht benannt. Das Bauen ohne IT hat Grenzen, die der Anbieter selbst beziffert: 70 Prozent der typischen Anforderungen an Enterprise-Software lassen sich nach seiner Angabe allein mit No-Code umsetzen, 90 Prozent erst mit No-Code und Low-Code zusammen. Low-Code heißt dabei Skripte, für die JavaScript-Grundkenntnisse nötig sind. Der Rest braucht Pro-Code und damit SDK-Zugriff, also Entwickler. Beim Tempo widerspricht sich die Website: Auf der Startseite macht der AI Builder “aus einer Excel-Tabelle in wenigen Stunden eine vollständige cplace Anwendung”, in der FAQ zu No-Code dauert dasselbe “nur noch ein paar Tage”.

Alternativen zu cplace

Drei Einträge aus derselben Kategorie Projektmanagement gehören auf eine Vergleichsliste: Planview, Meisterplan und Can Do.

Was diese drei im Detail leisten und kosten, steht jeweils in ihrem eigenen Eintrag, belegt an den Angaben des jeweiligen Herstellers.

cplace im Vergleich

Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst: cplace steht in der Kategorie mit 284 weiteren Werkzeugen.

cplace nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 160 von 284 Werkzeugen (56 Prozent). Diese Einordnung zählt die drei Workshop-Festpreise mit; für die Plattformlizenz selbst gibt es weiterhin keine Zahl.

Anbieter mit Sitz in Deutschland: 89 von 284 in dieser Kategorie. Aus der EU insgesamt 135.

Einen kostenlosen Einstieg bietet cplace nicht. In der Kategorie haben 93 von 284 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.

Überblick

Wir halten cplace für die richtige Wahl, wenn drei Dinge zusammenkommen: viele verzahnte Projekte, eine Matrixorganisation mit Streit um dieselben Ressourcen und eine IT, die Anpassungen nicht im Wochenrhythmus liefern kann. Genau dort spielt das Baukastenprinzip seine Stärke aus, weil Fachbereiche selbst bauen dürfen, ohne dass die Governance verloren geht. Die Zertifizierungs- und Hosting-Lage ist für deutsche Konzerne und für regulierte Branchen ein echtes Argument, und zwar eines, das viele US-Wettbewerber nicht liefern können.

Wogegen wir warnen würden: cplace mit der Erwartung eines Werkzeugs zu kaufen, das man einfach einschaltet. Nach den Zahlen des Anbieters selbst reichen No-Code und Low-Code für neun von zehn Anforderungen, und Low-Code heißt Skripte. Wer intern niemanden hat, der das übernimmt, kauft die Plattform plus dauerhafte externe Unterstützung, und das gehört in die Kalkulation. Dasselbe gilt für die KI-Workshops: 6.000 bis 25.000 € sind kein Beiwerk, sondern ein eigener Projektposten. Für Teams unter etwa fünfzig Projekten und ohne PMO ist der Aufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen; da passt klassische Projektsoftware besser. Und ein Hinweis aus eigener Erfahrung bei Systemwechseln: Vor der Entscheidung lohnt es, die Lizenztabelle und die Zuordnung der Premium Applications schriftlich zu klären, denn der Unterschied zwischen “in der Edition enthalten” und “zusätzlich erhältlich” entscheidet hier über den Preis. Wer die KI-Bausteine danach wirklich nutzen will, sollte sich dafür Kapazität sichern, intern oder über eine KI-Agentur.

Überblick

Preismodell
auf-anfrage
Lizenzpreise nicht veröffentlicht. Zwei Editionen: Professional und Enterprise. Premium Applications kommen zusätzlich dazu. Öffentlich beziffert sind nur die drei KI-Workshops: 6.000 €, 9.000 € und 25.000 € als Gesamtpreis. Stand: Oktober 2026.
Herkunft
🇪🇺 Deutschland EU
Anbieter mit Sitz in der EU — die DSGVO gilt unmittelbar.
Features
  • ✓ Gemeinsames Datenmodell für alle Lösungen, vom Anbieter Single Source of Truth genannt
  • ✓ No-Code für Dashboards, Datenmodelle, Workflows und rollenspezifische Ansichten per Drag-and-Drop
  • ✓ Low-Code für Business-Logik, Automatisierungen und eigene Reportings mit JavaScript-Grundkenntnissen
  • ✓ Pro-Code mit vollem SDK-Zugriff für eigene Lösungsbausteine und UI-Komponenten
  • ✓ AI Builder erzeugt aus Excel-Datei, PDF oder Workshop-Notizen Datenmodell, Layouts und Anwendungsstruktur
  • ✓ cplace Citizen AI für selbst konfigurierte KI-Assistenten und Chat-Oberflächen in eigenen Workflows
  • ✓ Lösungsbaukasten aus Premium Applications, Solution Templates und Connectors
  • ✓ Out-of-the-box-Konnektoren für Jira, Codebeamer, Kafka Analytics und CCP
  • ✓ REST-Schnittstelle wahlweise als Server oder Client, dazu Generic Interface für Excel, CSV, JSON, XML und direkten Datenbankzugriff
  • ✓ MCP-Server, über den KI-Agenten wie Claude oder ChatGPT auf Projektdaten zugreifen
  • ✓ Single Sign-on, Anbindung an LDAP und Active Directory, Benutzerverwaltung per SCIM
  • ✓ Betrieb in der cplace Cloud, in der eigenen Private Cloud oder On-Premises

Vorteile

  • + Rechtsträger ist die collaboration Factory GmbH in München, eingetragen beim Registergericht München unter HRB 299416
  • + ISO/IEC 27001 und ISO 9001 zertifiziert, für die Automobilindustrie zusätzlich mit TISAX-Label
  • + Daten von EU-Kunden werden in der cplace Cloud laut Anbieter in der EU gespeichert und verarbeitet
  • + Kundendaten werden nach Angabe des Anbieters nicht zum Training von KI-Modellen genutzt, die Modellwahl liegt per Bring Your Own Key beim Kunden
  • + Datensätze werden versioniert, damit Revisionen und Audits auf einer sauberen Grundlage stehen
  • + Richtwert für das Frontend ist WCAG 2.2 Level AA, das Design-System gibt es als Figma UI Kit für Kunden und Partner

Nachteile

  • - Keine veröffentlichten Lizenzpreise, der Einstieg läuft über Demo-Anfrage oder Kontaktformular
  • - Premium Applications sind zusätzlich zur Professional Edition und zur Enterprise Edition erhältlich
  • - Die drei ISO-27001-zertifizierten Standorte der cplace Cloud werden nicht benannt
  • - Low-Code setzt JavaScript-Grundkenntnisse voraus, komplexe Lösungsbausteine brauchen Pro-Code mit SDK
  • - Der Anbieter beziffert die Zeit bis zur fertigen Lösung unterschiedlich: an einer Stelle wenige Stunden, an anderer ein paar Tage

Tags

projektmanagement ppm portfoliomanagement no-code enterprise

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