Beantwortet von der Redaktion von Business.Digital Stand
Make (früher Integromat) ist eines der leistungsfähigsten No-Code-Automatisierungstools. Die Kosten für die Erstellung eines Szenarios variieren stark je nach Komplexität.
Einfache Szenarien
Ein einfaches Szenario verbindet zwei bis drei Systeme mit einem klaren, linearen Ablauf. Beispiel: Wenn ein neues Formular ausgefüllt wird, lege einen Kontakt im CRM an und sende eine Bestätigungs-E-Mail.
Erstellungskosten: 500 bis 1.500 Euro. Das deckt Analyse, Entwicklung, Testing und eine kurze Einführung ab.
Komplexe Szenarien
Komplexe Szenarien haben Verzweigungen (wenn/dann Logik), mehrere mögliche Fehlerszenarien, Datenverarbeitungsschritte und Anbindungen an vier oder mehr Systeme.
Beispiel: Eine Bestellung aus verschiedenen Kanälen (Shop, Amazon, manuell) wird je nach Herkunft unterschiedlich verarbeitet, in mehreren Systemen angelegt, der Lagerbestand aktualisiert und eine kundengruppenspezifische Bestätigung versendet.
Erstellungskosten: 1.500 bis 4.000 Euro, manchmal mehr.
Laufende Kosten für Make selbst
Make berechnet Kosten nach der Anzahl der Operationen pro Monat. Eine Operation ist ein Schritt in einem Szenario. Für kleine Automatisierungen mit wenigen tausend Operationen monatlich startet Make bei ca. 10 bis 20 Euro pro Monat. Für intensivere Nutzung mit hunderttausenden Operationen sind es 50 bis 150 Euro.
ROI im Blick behalten
Der wichtigste Punkt: Automatisierungen amortisieren sich schnell. Ein Szenario für 1.500 Euro, das 3 Stunden Arbeit pro Woche einspart, hat sich bei einem internen Stundensatz von 40 Euro nach weniger als drei Monaten gerechnet.
Was die laufenden Kosten treiben
Nicht der Bau, sondern die Ausführung. Make rechnet in Operationen ab: Jeder Schritt in einem Szenario, der ausgeführt wird, zählt. Ein Szenario mit zehn Modulen, das alle fünf Minuten läuft, verbraucht ein Vielfaches eines Szenarios, das einmal täglich startet.
Die zwei häufigsten Kostenfallen: Szenarien, die im kurzen Takt pollen, statt auf einen Webhook zu warten. Und Schleifen über große Datenmengen, bei denen jeder Datensatz mehrere Operationen kostet.
Beides lässt sich beim Bau vermeiden, im Nachhinein ist es Umbau.
Wann sich ein eigener Ausbau statt einer Plattform lohnt
Ab einer bestimmten Ausführungsmenge wird das Abo teurer als ein selbst betriebener Automationsserver, etwa mit n8n. Die Grenze liegt erfahrungsgemäß dort, wo Szenarien im Minutentakt oder über sehr große Datenmengen laufen.
Der Preis dafür ist Betriebsverantwortung: Updates, Backups, Monitoring. Für einen Betrieb ohne eigene IT ist die gehostete Plattform trotz höherer Gebühr meist die günstigere Rechnung.
Was ein Szenario nach dem Bau noch braucht
Fehlerbehandlung für den Fall, dass eine angebundene Schnittstelle nicht antwortet. Eine Benachrichtigung, wenn ein Lauf scheitert. Und eine kurze Dokumentation, damit das Szenario in einem Jahr nicht als Blackbox dasteht.
Wenn du wissen willst, welche Automatisierungen sich für dein Unternehmen rechnen, starten wir mit einer Analyse: Automation & Prozessoptimierung. Was Make gegenüber Alternativen leistet, steht in Workflow-Automatisierung mit Make.