Beantwortet von der Redaktion von Business.Digital Stand
Datenmigration ist einer der aufwendigsten und unterschätztesten Schritte bei der ERP-Einführung. Rechne mit 20 bis 40 Prozent des gesamten Projektaufwands, der allein auf die Daten entfällt.
Warum Datenmigration so aufwendig ist
Das liegt meistens nicht am neuen System, sondern am Altsystem. Daten wachsen über Jahre und werden unstrukturiert. Duplikate entstehen, Formate sind inkonsistent, veraltete Einträge wurden nie bereinigt. All das muss vor der Migration aufgeräumt werden.
Die Schritte einer erfolgreichen Migration
Bestandsaufnahme: Welche Daten sollen übertragen werden? Kundenstammdaten, Produktdaten, Preislisten, offene Bestellungen, Lagerbestände, historische Daten. Priorisiere: Was muss am Go-Live-Tag vorliegen, was kann nachgepflegt werden?
Datenbereinigung: Duplikate entfernen, fehlende Pflichtfelder befüllen, Formate vereinheitlichen. Das ist mühsam, aber unverzichtbar. Ein schmutziger Datenbestand im alten System wird ein schmutziger Datenbestand im neuen System.
Testmigration: Führe eine vollständige Testmigration in das neue System durch, bevor du live gehst. Prüfe, ob alle Daten korrekt ankommen, ob Relationen stimmen und ob Sonderfälle korrekt abgebildet werden.
Korrekturen und finale Migration: Nach der Testmigration werden Fehler korrigiert, Skripte angepasst und eine erneute Testmigration durchgeführt. Erst wenn alles stimmt, erfolgt die finale Migration.
Was du einplanen solltest
Zeit: Datenmigration ist ein iterativer Prozess. Plane mehrere Runden Bereinigung und Testing ein. Ressourcen: Deine Mitarbeiter kennen die Daten und müssen bei der Bereinigung mithelfen. Das ist keine rein technische Aufgabe.
Wenn du eine ERP-Migration planst, begleiten wir den Prozess von der Analyse bis zum Go-Live: ERP & Warenwirtschaft.