visTable
Desktop-Software der plavis GmbH aus Chemnitz für Fabrik- und Layoutplanung, Materialfluss- und Wertstromanalyse in einem 2D/3D-Fabrikmodell. Floating-Lizenz je Seat: 249 € im Monat bei Jahreszahlung, 399 € bei monatlicher Abrechnung, netto. 14 Tage Test.
Übersicht zu visTable: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 28.10.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.
Was ist visTable?
visTable ist eine Software für die digitale Fabrikplanung. Hersteller ist die plavis GmbH aus Chemnitz, eingetragen beim Amtsgericht Chemnitz unter HRB 22942. Du baust darin ein Fabrikmodell, das Layout, Materialfluss und Planungsvarianten zusammenführt, in 2D und in 3D. Die Softwareseite grenzt das Produkt selbst ab: visTable sei kein Werkzeug für Detailkonstruktion und keine Simulationssoftware, sondern soll Planungsentscheidungen vorbereiten. CAD-Kenntnisse setzt plavis nicht voraus.
Die Software läuft als Desktop-Anwendung. Projekte liegen laut Preisseite auf deinem Rechner oder im Firmennetz, als Betriebssystem nennt die Softwareseite Windows. Einzelne Module gibt es nicht, jede Lizenz enthält alle Funktionen. Auf den Produktseiten tauchen trotzdem Bausteinnamen auf: visTable touch für die 2D-Layoutplanung, visTable logix für Prozess- und Materialflussmodelle, visTable 3D für die Visualisierung. Dazu kommen ein kostenloser Viewer und ein VR-Add-on.
plavis nennt 2006 als Jahr der Gründung und der ersten Version. Die Über-uns-Seite spricht von 1.300+ Kunden und 3000+ aktiven Anwendern pro Monat. In den strukturierten Daten der deutschen Seiten steht dagegen, visTable sei „bei mehr als 1000 Unternehmen im Einsatz“.
Für wen eignet sich visTable?
Die Preisseite ordnet ihre Pakete selbst zu. Einzelplanung richtet sich an einzelne Planer, an Produktionen bis 100 Mitarbeitende und an Beratungen mit 1 bis 3 Layout-Projekten im Jahr. Team zielt auf 3 bis 5 Nutzer und mittelständische Fertiger. Das Paket für mehrere Standorte nennt Produktion mit mehreren Werken und spezialisierte Planungsbüros. Unter den Fallstudien des Herstellers finden sich SAMSON, DEHN, KRONE, Jungheinrich und Schmitz Cargobull.
Weniger passend ist visTable, wenn du Maschinen konstruieren oder Abläufe dynamisch simulieren willst. Für den Materialfluss spricht plavis selbst von statischen Simulationen. Transportzeiten berechnet die Software laut Materialfluss-FAQ nicht direkt, plavis verweist dafür auf Systeme wie MTM-Logistics. Im Wertstrom gibt es eine zweite Grenze: Informationsflüsse lassen sich laut FAQ nicht erfassen, und die Symbole sind nicht anpassbar. Hochschulen und Studierende bekommen eigene, kostenlose Lizenzen.
Zum Datenschutz: Die deutsche Preisseite schreibt „Nichts wandert ungefragt in die Cloud“, die englische „Nothing is transferred to the cloud“. Die Lizenz bindet sich an eine E-Mail-Anmeldung, über die Nutzer einen Seat belegen und wieder freigeben. Die englische Datenschutzerklärung beschreibt die Website und nennt dort Google Analytics, YouTube und HubSpot mit Sitz in den USA sowie Usercentrics aus München. Verbindlich ist laut dieser Fassung nur das deutsche Original.
visTable im Arbeitsalltag
Den Ablauf beschreibt plavis so: Du startest mit vorhandenen Plänen. 2D-Pläne kommen als DWG, DXF oder vektorisiertes PDF ins Modell, 3D-Gebäudemodelle als IFC aus der Architekturplanung. Für die Grobplanung erzeugt visTable Blocklayouts aus Flächenberechnungen im xlsx-Format, für Bestandswerke wie für Neubauten. Prozess- und Materialdaten holst du über die Excel-Schnittstelle, etwa als Flussmatrix oder Transporttabelle, mit einer Plausibilitätsprüfung beim Import.
Den Materialfluss zeigt visTable direkt im Layout, als Sankey- oder Spaghetti-Diagramm. Den Transportaufwand berechnet die Software als Kosten in Euro oder als Strecke in Kilometern, Wegeabschnitte bewertet sie per ABC-Analyse. Die Flächenbilanz trennt wertschöpfende von nicht wertschöpfender Fläche. Am Ende gibst du das Ergebnis als DWG, DXF oder 2D- und 3D-PDF weiter, Kollegen ohne Lizenz öffnen es im kostenlosen Viewer.
Eine veröffentlichte Referenz liefert die Fallstudie zu DEHN vom 7. Juli 2026 auf der Herstellerseite. DEHN setzt visTable laut Anbieter seit 2018 ein und plante damit die Verlagerung der Elektronikfertigung an einen neuen Standort. Lehrreich ist ein Detail, das die Fallstudie selbst nennt: Ein Vergleich von Ist- und Planzustand aus ERP-Daten hätte unverhältnismäßigen Aufwand bedeutet, weil im ERP Angaben zu Transportintensitäten und Transportlosgrößen fehlten. DEHN verwarf die Ist-Analyse und plante gleich die neuen Strukturen. Die fehlenden Daten sammelten die Fachabteilungen in Excel-Vorlagen, die wieder in visTable logix eingelesen wurden. Beim Umzug diente der Viewer laut Fallstudie als Kommunikationsmittel. Das sind Angaben des Herstellers, nicht unabhängig geprüft. Wer Stammdaten aus dem ERP für solche Planungen aufbereiten will, findet Unterstützung bei ERP & Warenwirtschaft.
Preise und Pläne
Stand: Oktober 2026. visTable wird als Abo je Seat verkauft. Ein Seat ist laut Preisseite das Nutzungsrecht für einen ggf. wechselnden User. Nutzer melden sich mit ihrer E-Mail-Adresse an, um einen Seat zu belegen, und geben ihn beim Abmelden frei. Installieren lässt sich die Software auf beliebig vielen Rechnern. plavis plant mit 2 bis 3 Nutzern pro Seat, das ist eine Erfahrungsangabe des Anbieters.
- Jährliche Abrechnung: 249 € je Seat und Monat, 2.988 € im Jahr. Diese Abrechnung ist auf der Preisseite vorausgewählt.
- Monatliche Abrechnung: 399 € je Seat und Monat, monatlich kündbar. Der Betrag steht im Skript des Preisrechners, nicht im ausgelieferten Seitentext. Die Seite selbst wirbt mit 38 % Ersparnis bei Jahreszahlung.
- Pakete: Einzelplanung mit 1 Seat für 249 €, Team mit 3 Seats für 747 €, Mehrere Standorte mit 5 Seats für 1.245 €, jeweils im Monat bei jährlicher Abrechnung. Der Rechner multipliziert die Seat-Zahl mit dem Seat-Preis und reicht bis 20 Seats.
- Onboarding, optional: Das Basistraining kostet 1.199 € einmalig und umfasst einen Kick-off plus 3 Online-Sessions zu je 2 Stunden für eine unbegrenzte Teilnehmerzahl. Zusätzliche Sessions kosten 429 € je Session, für höchstens 5 Teilnehmende. Der Rechner hat das Basistraining vorausgewählt und zeigt deshalb für einen Seat „Gesamt im 1. Jahr 4.187 €“.
Alle Preise sind netto. Gekauft wird online, der Checkout läuft laut Seitenskript über Stripe. Die Software kommt per E-Mail, für ein formales Angebot an den Einkauf gibt es den Vertrieb. Testen kannst du 14 Tage lang mit vollem Funktionsumfang und ohne Kreditkarte, die Arbeit aus dem Test lässt sich nach dem Kauf fortsetzen.
Hochschulen erhalten einen kostenfreien Lizenzpool mit 25 Seats je Einrichtung. Er läuft 2 Jahre ab der ersten Kursteilnahme und verlängert sich um 2 Jahre, wenn Lehrende erneut erfolgreich am kostenfreien Zertifikatskurs teilnehmen. Studierende bekommen für Abschlussarbeiten eine kostenlose persönliche Lizenz. Die kommerzielle Nachnutzung der damit erstellten Dateien schließt plavis aus. Ältere Kauflizenzen mit Produktschlüssel gibt es noch, heutige Abos kommen ohne Schlüssel aus.
Die französische Preisseite beschreibt ein anderes Modell. Sie nennt keine Preise, sondern verweist an den Vertrieb. Dort ist die Lizenz nominativ, also an eine Person gebunden, nutzbar auf 2 Geräten je Nutzer. Die Laufzeit ist fest auf 1 oder 3 Jahre angelegt, verlängert sich ohne Kündigung automatisch und wird zu Beginn jeder Periode für die gesamte Laufzeit in Rechnung gestellt.
Stärken und Schwächen
Stärken:
- Öffentliche Preise mit Preisrechner und Online-Kauf
- Floating-Lizenz, ein Seat lässt sich im Team teilen
- Alle Funktionen in jeder Lizenz, keine Zusatzmodule
- 14 Tage Test ohne Kreditkarte, Arbeit lässt sich nach dem Kauf fortsetzen
- Kostenloser Viewer mit Lesezugriff ohne weitere Lizenz
- Projekte liegen lokal oder im Firmennetz
- Kostenlose Lizenzen für Hochschulen und Abschlussarbeiten
Schwächen:
- Monatliche Abrechnung mit 399 € je Seat teurer und nur im Skript der Preisseite beziffert
- Französische Preisseite mit abweichendem Lizenzmodell, fester Laufzeit und automatischer Verlängerung
- Keine Detailkonstruktion, keine Simulation, keine direkte Berechnung von Transportzeiten
- Informationsflüsse im Wertstrom laut FAQ nicht erfassbar, obwohl dieselbe Seite damit wirbt
- Basistraining im Preisrechner vorausgewählt
- Datenschutzaussage zur Cloud je Sprache verschieden
- Kundenzahl auf der Website uneinheitlich
Alternativen zu visTable
In dieser Kategorie führt das Verzeichnis keine zweite Software für Fabriklayout und Materialfluss. Am nächsten kommt Polaris (iFAKT), das wir unter ERP einordnen. Funktionsumfang und Konditionen stehen im jeweiligen Eintrag.
visTable im Vergleich
visTable nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 160 von 284 Werkzeugen (56 Prozent).
Anbieter mit Sitz in Deutschland: 89 von 284 in dieser Kategorie. Aus der EU insgesamt 135.
Einen dauerhaft kostenlosen Plan bietet visTable nicht. In der Kategorie haben 93 von 284 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.
Überblick
visTable ist ein Spezialwerkzeug und will auch eins sein. Wer Hallen, Linien und Lager umplant und Varianten mit Kennzahlen gegeneinander stellen muss, bekommt ein Modell, in dem Layout und Materialfluss zusammenhängen. Für Planungsteams im Mittelstand halten wir das für einen vernünftigen Mittelweg zwischen Excel mit Hallenplan und schwerer CAD- oder Simulationssoftware. Die Floating-Lizenz passt gut zu Teams, in denen nicht alle gleichzeitig planen.
Drei Punkte würden wir vor dem Kauf klären. Erstens die Abrechnung: Der sichtbare Preis von 249 € gilt nur bei Jahreszahlung, monatlich sind es 399 €, und die französische Seite spricht von festen Laufzeiten mit automatischer Verlängerung. Lass dir die Vertragsbedingungen für deinen Markt schriftlich geben. Zweitens die Daten: Die Fallstudie von DEHN zeigt offen, dass ERP-Daten für die Materialflussplanung oft nicht reichen. Plane Zeit für die Datenaufbereitung ein, sonst bleibt das Modell leer. Drittens der Datenschutz: Die beiden Sprachfassungen der Cloud-Aussage unterscheiden sich, und die englische Datenschutzerklärung beschreibt die Website. Frag nach, welche Daten die Lizenzanmeldung überträgt. Bei der Einordnung solcher Werkzeuge in deine Prozesslandschaft hilft Beratung & Betreuung.
Überblick
- ✓ 2D- und 3D-Layoutplanung in einem gemeinsamen Fabrikmodell, Maschinen und Arbeitsplätze maßstabsgetreu
- ✓ Import von 2D-Plänen als DWG, DXF oder PDF und von 3D-Gebäudemodellen als IFC, CAD-Objekte etwa als STEP
- ✓ Export als DWG, DXF sowie 2D- und 3D-PDF
- ✓ Materialflussanalyse im Layout mit Sankey- und Spaghetti-Diagrammen
- ✓ Transportaufwand wahlweise als Kosten in Euro oder als Strecke in Kilometern, ABC-Analyse der Wegeabschnitte
- ✓ Blocklayouts aus Flächenberechnungen im xlsx-Format, Flächenbilanz nach wertschöpfender und nicht wertschöpfender Fläche
- ✓ Digitale Wertstromanalyse, die Durchlaufzeit aus Prozessbeschreibung, Taktzeit und Beständen berechnet
- ✓ Excel-Schnittstelle für Import und Export im xlsx-Format mit Plausibilitätsprüfung beim Import
- ✓ Modellbibliothek mit über 3.200 anpassbaren Objekten
- ✓ Kostenloser visTable viewer für Lesezugriff ohne zusätzliche Lizenz
- ✓ VR-Add-on für virtuelle Begehungen mit VR-Brille
- ✓ Touch-Bedienung für die 2D-Layoutplanung
Vorteile
- + Preise öffentlich, Kauf direkt online über einen Preisrechner, Lieferung per E-Mail
- + Floating-Lizenz: Ein Seat lässt sich im Team teilen, installieren darfst du die Software auf beliebig vielen Rechnern
- + Jede Lizenz enthält alle Funktionen, Module musst du nicht zukaufen
- + 14 Tage Test mit vollem Funktionsumfang ohne Kreditkarte, die Arbeit lässt sich nach dem Kauf fortsetzen
- + Kostenloser Viewer für Kollegen und Partner mit Lesezugriff
- + Desktop-Anwendung, Projekte liegen auf dem eigenen Rechner oder im Firmennetz
- + Kostenlose Lizenzpools für Hochschulen mit 25 Seats je Einrichtung und kostenlose Lizenzen für studentische Abschlussarbeiten
- + Monatliche Abrechnung laut Preisrechner monatlich kündbar
Nachteile
- - Monatliche Abrechnung kostet laut Preisrechner 399 € statt 249 € je Seat und Monat, der Betrag steht nur im Skript der Preisseite
- - Die französische Preisseite beschreibt ein anderes Lizenzmodell: nominative Lizenz für 2 Geräte je Nutzer, feste Laufzeit von 1 oder 3 Jahren mit automatischer Verlängerung, keine Preise
- - Laut Hersteller kein Werkzeug für Detailkonstruktion oder Simulation, Transportzeiten berechnet die Software nicht direkt
- - Informationsflüsse lassen sich in der Wertstromanalyse laut FAQ nicht erfassen, obwohl dieselbe Seite mit der Optimierung von Material- und Informationsfluss wirbt
- - Der Preisrechner hat das Basistraining für 1.199 € vorausgewählt, die angezeigte Summe für das erste Jahr enthält es
- - Datenschutzaussage je Sprache verschieden: deutsch „Nichts wandert ungefragt in die Cloud“, englisch „Nothing is transferred to the cloud“
- - Abweichende Kundenzahlen: 1.300+ Kunden auf der Über-uns-Seite, „mehr als 1000 Unternehmen“ in den strukturierten Daten der deutschen Seiten
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