SyncForce
SyncForce Circular PIM ist ein Produktdatensystem, das eigens für Hersteller von Verpackungsgütern gebaut ist. Golden Hierarchy, Sales Unit aus Produkt und Verpackung, GS1-GDSN-Ausleitung mit Preflight-Prüfung.
Übersicht zu SyncForce: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Die Angaben sind noch nicht einzeln gegen die Herstellerseite geprüft. Maßgeblich ist immer die Seite des Anbieters.
Was ist SyncForce?
SyncForce ist eine Software für Produktdaten aus Eindhoven. Der Anbieter nennt sein Produkt „Circular PIM” und beschreibt es als Betriebssystem für die Markteinführung von Verpackungsgütern. Die Kontaktangaben führen nach Strijp-T, Achtseweg Zuid 159N, 5651 GW Eindhoven in den Niederlanden.
Der Ansatz weicht bewusst vom üblichen PIM ab. Statt eines „Golden Record” arbeitet SyncForce mit einer „Golden Hierarchy”: das Kernprodukt, also Rezeptur oder Inhalt, wird von den Verkaufseinheiten und den Transporteinheiten getrennt geführt. Die Grundregel des Anbieters lautet Sales Unit = Product + Packaging. Dazu kommt der „Triple Life Cycle”, der Supply-, Trade- und Data-Lebenszyklus je Artikel unabhängig voneinander steuert. Ändert sich die Rezeptur des Kernprodukts, weiß das System, welche Verkaufseinheiten davon betroffen sind.
Die Firmengeschichte beginnt laut Unternehmensseite 1999: Drei Markenhersteller wollten ihre Archive online verfügbar machen, Gründer Hans de Gier entwickelte dafür eine cloudbasierte Lösung. 2001 landete SyncForce nach eigener Darstellung auf Platz drei der Deloitte Fast 50 in den Niederlanden, 2014 vergab Gartner den Titel „Cool Vendor for Consumer Goods Manufacturers”. Das Unternehmen gibt an, nach ISO 27001 zertifiziert zu sein.
Für wen eignet sich SyncForce?
Der Anbieter zieht die Grenzen selbst sehr eng. Zielgruppe sind Hersteller von Verpackungsgütern aus CPG und FMCG, konkret genannt werden Food & Beverage, Pet Food, Personal & Home Care sowie Building & DIY. Passend sei die Software für mittelgroße und große Hersteller ab 100 Millionen Euro Umsatz, die dutzende bis hunderte Marken führen und deren Portfolio sich je Land unterscheidet. Die meisten Kunden seien international und über mehrere Kanäle unterwegs.
Kleinere Unternehmen unter dieser Umsatzgrenze schließt SyncForce in der FAQ ausdrücklich aus. Die Branchen Mode, Automotive, Großhandel und Einzelhandel verfolgt das Unternehmen nach eigener Aussage nicht. Optimiert ist das System auf eine Make-to-Stock-Fertigung; wer Engineer-to-Order produziert, ist hier laut Anbieter falsch.
SyncForce im Arbeitsalltag
Produktdaten entstehen entweder direkt in den Workflow-Modulen für Neuprodukt-Entwicklung, Produktänderungen und Private-Label-Ausschreibungen, oder sie kommen aus den Vorsystemen. Der Anbieter nennt ERP-Systeme wie SAP, Dynamics, Infor und Oracle sowie PLM-Systeme wie Bestmix, Eclarion, Specpage und Siemens OP Center. Angereichert werden die Daten anschließend von den Fachbereichen: Supply Chain liefert Palettenmuster, das Spezifikationsmanagement die Zertifikate, dazu kommen Marketing, Vertrieb, Recht und Finanzen.
Die Eingabe stützt sich auf vordefinierte Werte, Standardwerte, abgeleitete und berechnete Felder. Vor der Freigabe prüft das System, ob alle Pflichtfelder gefüllt sind. Anschließend validiert die Syndication-Engine die Daten je Markt, Kanal oder sogar Kunde. Heraus geht die Publikation über den integrierten GS1-GDSN-Connector inklusive Preflight-Prüfung, ohne dass jemand sich in der GS1-Weboberfläche anmelden muss. Weitere Ziele sind Datenpools wie SIM/ImpactBuying, PS in Foodservice und 2BA, über 200 Marktplätze via ChannelEngine-Connector, Shopsysteme und Web-CMS. Aus derselben Datenbank erzeugt das System Prospekte, Preislisten, Präsentationen, Etiketten und Kataloge. Die länderspezifischen GS1-Datenmodelle pflegt der Anbieter zentral im Data Distribution Center.
Als Referenz veröffentlicht SyncForce unter anderem die Zwanenberg Food Group, ein Hersteller von Fleisch- und Konservenprodukten mit nach eigener Darstellung rund 3.000 Produkten in über 100 Ländern. Das Team dort beschreibt, dass Daten nicht mehr manuell zwischen Systemen kopiert werden müssten. Die Angaben stammen vom Anbieter und sind nicht unabhängig geprüft.
Preise und Pläne
Es gibt drei Lizenzpläne: Essential, Professional und Ultimate. Alle drei bieten laut Anbieter unbegrenzt viele Nutzer, Produkte und Digital Assets. Unterschiede liegen bei Modulen und Speicher: Essential umfasst 500 GB, Professional 1 TB, Ultimate 1,5 TB. Professional ergänzt unter anderem Import Processor, GS1-GDSN-Connector, DataPool-Connector, DataPorts, Digital Catalog Sender, Content Hub mit 500 GB und/oder 1.000.000 Anfragen pro Monat, kommerzielle Dokumentautomatisierung, Portal-Add-ons, Single Sign-on und eine Umgebung für Training und Test. Ultimate legt PPWR Compliance Manager, ereignisgesteuerte APIs, Risikomanagement, Business Case Manager, Knowledge Base, Jahresplanung, Budgetverfolgung und Kapazitätsplanung obendrauf.
Beträge nennt der Anbieter nicht. Die Preisgestaltung richtet sich laut Lizenzseite nach Größe und Umsatz des Unternehmens, den Rest klärt ein Gespräch. Stand: März 2026.
Stärken und Schwächen
Stärken:
- Unbegrenzte Nutzer, Produkte und Digital Assets in allen drei Plänen
- Integrierter GS1-GDSN-Connector mit Preflight-Prüfung, Publikation ohne Umweg über die GS1-Weboberfläche
- Länderspezifische GS1-Datenmodelle werden zentral vom Anbieter gepflegt
- Vorkonfigurierte Module für regulierte Daten samt PPWR-Unterstützung und automatischer Konformitätserklärung
- Zertifizierung nach ISO 27001 laut eigener Angabe
Schwächen:
- Keine öffentlichen Preise, die Kalkulation hängt von Unternehmensgröße und Umsatz ab
- Der Anbieter schließt Unternehmen unter 100 Millionen Euro Umsatz selbst aus
- Kein Gratis- oder Testplan auf der Lizenzseite
- Speicher ist je Plan gedeckelt, zwischen 500 GB und 1,5 TB
- Engineer-to-Order-Fertigung deckt das System laut FAQ nicht ab
Alternativen zu SyncForce
Aus derselben Kategorie im Verzeichnis lassen sich CSB ERP, GUS-OS Suite und Exact danebenlegen. Prüfe in den jeweiligen Einträgen, ob der Funktionszuschnitt zu deinem Produktportfolio passt.
SyncForce im Vergleich
Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst: SyncForce steht in der Kategorie mit 13 weiteren Werkzeugen.
Anbieter aus der EU: 12 von 13 in dieser Kategorie.
SyncForce nennt keine Beträge. Damit steht das Werkzeug in dieser Kategorie nicht allein: 11 von 13 Anbietern geben ihre Preise erst im Gespräch heraus.
Einen kostenlosen Einstieg bietet SyncForce nicht. In der Kategorie haben 0 von 13 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.
Überblick
SyncForce ist kein Allzweck-PIM, sondern ein Spezialsystem für Hersteller von Verpackungsgütern. Wer Produkt, Verkaufseinheit und Verpackung getrennt modellieren muss, weil Regularien wie PPWR und die GS1-Datenmodelle der einzelnen Länder das verlangen, findet hier eine Antwort, die weiter reicht als eine Attributliste. Der Einstieg ist allerdings hart begrenzt: unter 100 Millionen Euro Umsatz winkt der Anbieter ab, und ohne Vertriebsgespräch bekommst du keine Zahl. Bei der Auswahl und Anbindung von Produktdaten- und Warenwirtschaftssystemen unterstützen wir mit ERP & Warenwirtschaft.
Überblick
- ✓ Circular PIM mit Golden Hierarchy statt Golden Record: Kernprodukt, Verkaufseinheiten und Transporteinheiten werden getrennt geführt
- ✓ Grundmodell Sales Unit = Product + Packaging, zugeschnitten auf Hersteller von Verpackungsgütern
- ✓ Triple Life Cycle, der Supply-, Trade- und Data-Lebenszyklus je Artikel unabhängig voneinander steuert
- ✓ Integrierter GS1-GDSN-Connector mit Preflight-Prüfung, die Publikation läuft ohne Umweg über die GS1-Weboberfläche
- ✓ Länderspezifische GS1-Datenmodelle pflegt der Anbieter zentral im Data Distribution Center
- ✓ Syndication-Engine validiert die Daten je Markt, Kanal oder einzelnem Kunden vor der Ausspielung
- ✓ Anbindung an Datenpools sowie über 200 Marktplätze über den ChannelEngine-Connector
- ✓ Prospekte, Preislisten, Präsentationen, Etiketten und Kataloge entstehen aus derselben Datenbasis
Vorteile
- + ISO-27001-zertifiziert, alle Mitarbeitenden werden in Informationssicherheit geschult
- + Im Gartner Market Guide für Product Information Management genannt
- + Content Hub mit 500 GB Speicher und/oder 1.000.000 Abrufen pro Monat
- + Kostenloses 30-minütiges Demo-Gespräch mit einem Produktdaten-Spezialisten
- + Drei Lizenzstufen von Essential über Professional bis zur vollen Suite
Nachteile
- - Kein öffentliches Preismodell, die Lizenzseite nennt keine Beträge
- - Der Anbieter erklärt das Produkt ausdrücklich als ungeeignet für Unternehmen unter 100 Mio. Euro Umsatz
- - Zuschnitt auf Hersteller von Verpackungsgütern, kein Retail-PIM
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