SEORCH
Sammlung kostenloser SEO-Werkzeuge im Browser: OnPage-Check, Crawler, Live-Ranking-Abfrage, Suchvolumen-, Keyword- und Suggest-Tool, Content Briefing und Core Web Vitals. Kostenpflichtig sind der Keyword Monitor als Prepaid-Guthaben, Whitelabel-Versionen für Agenturen und SEO-APIs.
Übersicht zu SEORCH: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 22.10.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.
Was ist SEORCH?
SEORCH ist eine Sammlung von SEO-Werkzeugen, die du direkt auf der Website im Browser nutzt. Im Mittelpunkt steht der kostenlose SEO Check. Du gibst eine URL ein, optional ein Keyword, und bekommst eine OnPage-Analyse mit laut Anbieter „weit über einhundert Faktoren“: Title und Meta Description, Überschriften, Bilder ohne ALT-Tag, Canonical und Hreflang, robots.txt, Ladezeit, mobile Darstellung und externe Faktoren wie Backlinks. Jede URL lässt sich beliebig oft prüfen, das Ergebnis gibt es als PDF oder als speicherbare URL.
Um den Check herum stehen weitere Werkzeuge: ein Crawler für ganze Domains, eine Live-Abfrage der Google-Rankings, Suchvolumen-Abfrage, Keyword Tool, Ultrasuggest für Eingabevorschläge, ein Content Briefing und eine Abfrage der Core Web Vitals aus dem Chrome UX Report. Mit einem Update prüft der SEO Check zusätzlich, ob eine Website KI-Crawler wie GPTBot oder ClaudeBot aussperrt, ob sie in den Common-Crawl-Daten vorkommt und wie wahrscheinlich ihr Text von einer KI stammt. Der Anbieter spricht von 22 neuen Checks.
Kostenpflichtig sind drei Angebote: der Keyword Monitor für die laufende Ranking-Überwachung, Whitelabel-Versionen der Werkzeuge für Agenturen und SEO-APIs für Entwickler. Eine englische Fassung verlinkt die Fußzeile unter seorch.net.
Das Impressum liegt nicht auf seorch.de. Der Link in der Fußzeile führt zu 42blue.com, dort steht als Verantwortlicher Matthias Hotz mit Anschrift in Marxzell und deutscher Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. Hinter SEORCH steht damit ein Einzelunternehmer, keine Gesellschaft.
Für wen eignet sich SEORCH?
Die kostenlosen Werkzeuge passen zu Webmastern, Bloggern und kleineren Projekten, die technische SEO-Fehler finden wollen, ohne ein Abo abzuschließen. Die Crawler-Seite zieht diese Grenze selbst: Bei anderen Crawlern müsse man ein Abo abschließen oder ein Kontingent kaufen, und das liege „oft außerhalb des Budgets von kleineren Projekten“. Für die Keyword-Recherche gibt es Suchvolumen-Abfrage, Keyword Tool und Ultrasuggest, für die Arbeit an einzelnen Seiten den Check und das Content Briefing.
Die zweite Zielgruppe sind Agenturen. Die Whitelabel-Seite richtet sich ausdrücklich an sie: Jedes Werkzeug lässt sich mit eigenem Layout per iFrame oder unter einer eigenen Domain einbinden, die Software läuft auf SEORCH-Servern, ein eigenes Hosting brauchst du nicht. Entwickler bekommen dieselben Daten per API, die Antworten kommen im JSON-Format.
Weniger passend ist SEORCH, wenn du deine Crawl-Daten über lange Zeit vergleichen willst. Die Crawler-Seite sagt offen, dass die Daten wegen des kostenlosen Ansatzes nicht für immer gespeichert werden, ein alter Crawl muss dann neu laufen. Für die Ranking-Überwachung deckt der Keyword Monitor 32 Google-Versionen ab, von Deutschland, Österreich und der Schweiz bis Katar. Wer einen benannten Vertragspartner auf der Website selbst sucht, findet in der Fußzeile einen Impressum-Link auf 42blue.com. Ansprechpartner für Whitelabel und API ist laut beiden Seiten Matthias Hotz.
SEORCH im Arbeitsalltag
Der dokumentierte Ablauf des SEO Checks hat wenige Schritte: Website eingeben, optional ein Keyword dazu, Analyse starten, Fehler beheben und die Seite noch einmal prüfen. Für JavaScript-lastige Seiten schaltest du die Ausführung im Headless Chrome zu und wählst einen User Agent, etwa den Google Bot oder einen Safari-Browser. Für Seiten hinter einem .htaccess-Schutz nimmt das Formular Benutzername und Passwort an. Gespeichert werden sie laut Anbieter nicht.
Der Crawler läuft im Hintergrund. Du gibst URL, E-Mail-Adresse und die Zahl der Seiten an, schränkst bei Bedarf Verzeichnisse oder GET-Parameter ein und setzt die Geschwindigkeit auf 2 oder 10 gleichzeitig abgerufene URLs. Die Seite warnt selbst, dass ein zu hohes Tempo zu einer Sperre durch den Server führen kann. Ist der Crawl fertig, kommt eine E-Mail, und je nach Antwortzeit der Website „kann das auch mal ein paar Stunden dauern“. Die Ergebnisse siehst du online und lädst sie als CSV oder Excel herunter.
Im Keyword Monitor legst du nach der Registrierung eine Domain und eine Google-Version an, dann die Keywords. Erste Rankingdaten gibt es laut FAQ nach etwa einer Stunde, die regulären Updates starten jede Nacht um 22 Uhr. Je Domain stellst du ein, ob täglich oder wöchentlich geprüft wird. Dazu kommen laut Funktionsliste die Rankings deiner Wettbewerber, die rankende URL je Keyword, Google Trends und die Integration der Daten aus der Search Console. Für die laufende SEO-Arbeit heißt das: Der Check prüft einzelne Seiten nach einer Änderung, der Crawler die ganze Domain, der Monitor die Wirkung in den Rankings. Wer Texte auf Basis des Content Briefings beauftragt, gibt das Briefing direkt an die Content-Erstellung weiter.
Preise und Pläne
Die Browser-Werkzeuge kosten nichts. Für den Crawler nennt die Seite „keine Einschränkungen und keine Limits“, die Ranking-Seite verspricht einen Check „ohne Limit“. Beim Keyword Tool heißt es dagegen, für „unbegrenzte Abfragen, API-Zugang oder erweiterte Funktionen“ gebe es kostenpflichtige Optionen. Eine konkrete Grenze der Gratisnutzung nennt die Seite nicht.
Keyword Monitor. Prepaid, kein Abo, keine Vertragslaufzeit: Du lädst Guthaben auf und nutzt alle Funktionen, bis es aufgebraucht ist. Die Preise beginnen laut Produktseite bei „€/$10 pro Monat für 100 Keywords“. Die Schreibweise lässt offen, ob in Euro oder Dollar abgerechnet wird. Überwacht werden bis zu 300 Keywords und bis zu 10 Domains, beides auf Wunsch mehr, zusätzliche Domains laut FAQ sogar kostenlos. Für die Paketstufen verlinkt das Menü eine eigene Preisseite. Ein Wechsel in ein größeres oder kleineres Paket kostet nichts und geht einmal im Monat. Der Test läuft 14 Tage mit allen Funktionen und ohne Zahlungsdaten, und wer unzufrieden ist, bekommt laut FAQ sein Geld zurück.
Whitelabel. Die Tabelle auf der Whitelabel-Seite nennt Einstiegspreise je Werkzeug:
| Werkzeug | Preis laut Tabelle |
|---|---|
| SEO Check und SEO Check PRO | ab 75 € |
| Texter Briefing / Content Briefing | ab 75 € |
| SEO Crawler, bis zu 20.000 Seiten | ab 100 € |
| Suggest Tool und W-Fragen Tool | ab 50 € |
| Google Ranking Tool und Local Ranking Tool | ab 75 € |
| Suchvolumen-Abfrage, bis zu 1.000 Keywords | ab 75 € |
| Keyword Tool | ab 75 € |
Einen Abrechnungszeitraum nennt die Tabelle nicht. Die FAQ darunter sagt „Unsere Tools starten bei 50 Euro pro Monat“ und nimmt Anpassungswünsche, Hosting und Pflege mit hinein.
SEO-APIs. Einen öffentlichen Preis gibt es nicht. Du testest die APIs kostenlos, danach wird ein Preis auf Basis deiner geschätzten Anfragen vereinbart, wahlweise je Anfrage oder als Flatrate. Mehr Anfragen als vereinbart führen laut Anbieter weder zur Sperre noch zu Zusatzkosten. Liegt die Nutzung dauerhaft darüber, „sprechen wir noch einmal miteinander“. Stand: Oktober 2026.
Stärken und Schwächen
Stärken
- Alle Browser-Werkzeuge vom SEO Check bis zum Chrome UX Report sind kostenlos, für den Crawler nennt die Seite keine Limits
- Keyword Monitor ohne Abo und ohne Vertragslaufzeit, abgerechnet über aufgeladenes Guthaben
- 14 Tage Test mit allen Funktionen, ohne Zahlungsdaten, dazu eine Geld-zurück-Zusage
- Whitelabel-Preise stehen öffentlich in einer Tabelle, Hosting und Pflege laut FAQ inklusive
- APIs ohne Credit-System, wer das vereinbarte Volumen überschreitet, wird nicht gesperrt
- Der SEO Check prüft auch, ob KI-Crawler wie GPTBot oder ClaudeBot ausgesperrt sind
Schwächen
- Die Crawler-Seite nennt im Titel 10.000 Seiten, im Text 20.000 URLs
- Crawls werden nicht dauerhaft gespeichert, ältere Ergebnisse muss man neu erzeugen
- Der Einstiegspreis „€/$10“ legt die Währung nicht fest
- Die Suchvolumen-Seite schreibt erst „Kein Tool liefert exakte Zahlen“ und führt das eigene Tool in der Vergleichstabelle mit „Exakte Volumenwerte Ja“
- Die Live-Rankings beruhen laut Anbieter auf Abfragen, bei denen Google-Captchas umgangen werden
Alternativen zu SEORCH
Für den Crawler nennt SEORCH selbst Screaming Frog SEO Spider, Audisto, Deepcrawl und Sitebulb als Wettbewerber. Im Verzeichnis stehen davon Screaming Frog SEO Spider, Audisto und Sitebulb. Aus derselben Kategorie führt das Verzeichnis zudem Seobility und Wincher. Funktionsumfang, Preise und Firmensitz stehen jeweils in den eigenen Einträgen.
SEORCH im Vergleich
Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst: SEORCH steht in einer Kategorie mit 133 Werkzeugen.
SEORCH nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 85 von 133 Werkzeugen (64 Prozent).
Anbieter mit Sitz in Deutschland: 23 von 133 in dieser Kategorie. Aus der EU insgesamt 58.
Überblick
SEORCH ist ein Werkzeugkasten, kein Projektwerkzeug. Für den schnellen technischen Blick auf eine Seite oder eine Domain halten wir das Angebot für stark: Check, Crawler und Ranking-Abfrage kosten nichts, sind ohne große Einrichtung nutzbar und gehen technisch weiter, als man es bei einem Gratis-Tool erwartet, bis hin zu Headless-Crawls und der Prüfung auf ausgesperrte KI-Crawler.
Interessant finden wir das Bezahlmodell des Keyword Monitors. Prepaid ohne Abo passt zu Projekten, die nur phasenweise beobachtet werden müssen, etwa nach einem Relaunch. Vor dem Kauf würden wir zwei Dinge klären: in welcher Währung abgerechnet wird und wie die Paketstufen über 100 Keywords aussehen. Beides lässt die Produktseite offen.
Für Agenturen ist die Whitelabel-Tabelle der eigentliche Fund. Öffentliche Einstiegspreise für eingebettete SEO-Werkzeuge sehen wir selten, und wer seinen Kunden einen SEO Check auf der eigenen Website anbieten will, kann damit kalkulieren. Bei den Live-Rankings bleibt ein Restrisiko, weil sie nach eigener Aussage des Anbieters auf dem Umgehen von Google-Captchas beruhen. Ändert Google dort etwas, dürfte das nach unserer Einschätzung auch den Keyword Monitor und die Ranking-API treffen, denn alle drei liefern Ranking-Daten aus der Google-Suche. Für eine laufende, dokumentierte SEO-Betreuung mit langer Datenhistorie würden wir SEORCH deshalb als Ergänzung einsetzen, nicht als einziges Werkzeug.
Überblick
- ✓ SEO Check für einzelne URLs mit laut Anbieter weit über hundert Prüfpunkten, wahlweise mit ausgeführtem JavaScript im Headless Chrome und frei wählbarem User Agent
- ✓ KI-Prüfungen im SEO Check: Sperren für KI-Crawler wie GPTBot und ClaudeBot per robots.txt oder CDN, Abgleich mit Common Crawl und eine Schätzung, ob ein Text von einer KI stammt
- ✓ SEO Crawler für ganze Domains mit Headless-Modus, hreflang-, Duplicate-Content- und Bildgrößen-Prüfung, Ergebnis als CSV oder Excel
- ✓ Live-Abfrage der Google-Rankings für über 100 Google-Versionen, Desktop oder Mobile, lokal an fast 200.000 Orten
- ✓ Suchvolumen, CPC und Wettbewerb für bis zu 500 Keywords je Abfrage, mit Verlauf der letzten 12 Monate und Gebotsspanne
- ✓ Keyword Tool mit bis zu 10 Seed-Keywords oder einer URL als Ausgangspunkt, Daten laut FAQ aus der Google Ads API
- ✓ Ultrasuggest sammelt Eingabevorschläge aus Google, Bing, Amazon, YouTube, eBay, Wikipedia, Yahoo, Yandex, Google Shopping und Google News samt Buchstaben- und Zahlenvarianten
- ✓ Content Briefing auf Basis der Google-Wettbewerber zu einem Keyword, für Deutschland, Österreich, Schweiz, UK, USA und Spanien
- ✓ Core Web Vitals aus dem Chrome UX Report der letzten sechs Monate für bis zu 10 URLs, auf Domain- oder Seitenebene
- ✓ Keyword Monitor: tägliches oder wöchentliches Rank Tracking mit Wettbewerbervergleich, Search-Console-Anbindung, E-Mail-Reports und Export als CSV, PDF oder nach Google Drive
- ✓ Alle Werkzeuge auch als Whitelabel-Version auf SEORCH-Servern oder als API mit JSON-Ausgabe
Vorteile
- + SEO Check, Crawler, Ranking Check, Suchvolumen-, Keyword- und Suggest-Tool sind kostenlos nutzbar
- + Keyword Monitor ohne Abo und ohne Vertragslaufzeit: Guthaben aufladen, aufbrauchen, bei Bedarf wieder aufladen
- + 14 Tage Test des Keyword Monitors mit allen Funktionen und ohne Angabe von Zahlungsdaten
- + Paketwechsel im Keyword Monitor kostenlos, einmal im Monat, dazu eine Geld-zurück-Zusage
- + Whitelabel-Preise öffentlich ab 50 Euro im Monat, Anpassungen, Hosting und Pflege laut FAQ inklusive
- + SEO-APIs ohne Credit-System, mehr Anfragen als vereinbart führen laut Anbieter nicht zur Sperre
Nachteile
- - Widersprüchliche Crawl-Grenze: Der Seitentitel nennt 10.000 Seiten, der Text derselben Seite 20.000 URLs
- - Crawl-Ergebnisse werden laut Anbieter wegen des kostenlosen Ansatzes nicht dauerhaft gespeichert
- - Der Einstiegspreis „€/$10“ lässt offen, ob in Euro oder Dollar abgerechnet wird
- - Die Suchvolumen-Seite verspricht im Vergleich exakte Volumenwerte und schreibt weiter oben, kein Tool liefere exakte Zahlen
- - Die Live-Rankings beruhen laut Anbieter auf Abfragen, bei denen Google-Captchas umgangen werden müssen
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