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Sally

KI-Meeting-Assistent der Aliru GmbH aus Mannheim. Sally nimmt Online-Meetings, Präsenztermine und hochgeladene Dateien auf, transkribiert in 103 Sprachen und erstellt Zusammenfassung und Aufgaben. Hosting bei Hetzner in Deutschland, 30 Tage Test, danach ab 8 € netto je Nutzer und Monat.

Übersicht zu Sally: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 28.10.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.

Was ist Sally?

Sally ist ein KI-Meeting-Assistent der Aliru GmbH aus Mannheim, eingetragen beim Amtsgericht Mannheim unter HRB 739079, Geschäftsführer ist Julian Kissel. Die Software tritt Online-Meetings in Zoom, Microsoft Teams, Google Meet und Webex als Teilnehmer bei, zeichnet das Gespräch als Video und Audio auf und macht daraus Transkript und Zusammenfassung. Präsenztermine nimmt die Smartphone-App für iOS und Android auf, Telefonate und Calls ohne Bot die Desktop-App für Windows und macOS. Vorhandene Aufnahmen lassen sich hochladen.

Die Zusammenfassung hebt Themen, Entscheidungen und Aufgaben hervor, Aufgaben erscheinen mit Verantwortlichem und Fälligkeit. Die Preisseite nennt Transkription in 103 Sprachen, Menü und Startseite sprechen von 99+ Sprachen. Je Meeting lässt sich das Transkriptionsmodell wählen oder die Wahl Sally überlassen. Über einen KI-Chat fragst du ein einzelnes Meeting, einen Ordner oder den ganzen Bestand ab. Laut Über-uns-Seite nutzen über 50.000 Fachleute in mehr als 1.000 Unternehmen das Produkt, die HR-Seite nennt dagegen HR-Teams in über 2.000 Unternehmen. Beides sind Anbieterangaben, und sie decken sich nicht.

Die Firma entwickelt nach eigener Darstellung seit 2015 in Mannheim Software und nennt über 30 Mitarbeiter. Sally 1.0 kam im November 2018 als Chatbot für Vertriebsmitarbeiter, im Mai 2023 wurde daraus ein Transkriptionswerkzeug. Beim Datenschutz stellt der Anbieter den Standort nach vorn. Für Meeting-Inhalte ist das einsetzende Unternehmen Verantwortlicher, Aliru verarbeitet als Auftragsverarbeiter nach Art. 28 DSGVO. Meeting-Inhalte, Transkripte und Metadaten liegen laut Help-Center ausschließlich in deutschen Rechenzentren bei Hetzner, ohne Drittlandtransfer und ohne andere EU-Regionen. Die Unterauftragsverarbeiter für Meeting-Daten sind Hetzner für Infrastruktur und Backups, DeepL für die Übersetzung von Zusammenfassungen und Aufgabenbeschreibungen und Strato für einzelne Webdienste, alle mit Verarbeitung in Deutschland. Die KI-gestützte Verarbeitung läuft laut SaaS-Datenschutzerklärung (Stand 7. September 2026) auf einem eigenen Sprachmodell auf Servern in Deutschland, externe Sprachmodell-Anbieter kommen dafür nicht zum Einsatz. Die verbindliche deutsche AGB-Fassung schließt aus, dass Kundeninhalte für Training oder Weiterentwicklung dieses Modells genutzt werden.

Für wen eignet sich Sally?

Der Anbieter hat eigene Seiten für Vertrieb, Marketing, HR und Management. Im Vertrieb erkennt Sally laut Preisseite Kundeneinwände, Kaufsignale und Follow-ups und schreibt in CRM-Systeme wie HubSpot, Salesforce, Pipedrive oder Microsoft Dynamics 365. Im Management trennt die Zusammenfassung Diskussion, Entscheidung und Aufgabe. Für Anwälte, Ärzte, Steuerberater und andere Berufsgeheimnisträger nach § 203 StGB gibt es in Enterprise einen getrennten Server, auf dem nur Daten dieser Berufsgruppen liegen.

Hast du einen Betriebsrat, empfiehlt der Anbieter selbst, vor dem Rollout eine Betriebsvereinbarung abzuschließen. Die AGB verpflichten den Kunden, Teilnehmer vor der Verarbeitung zu informieren und Sally nicht zur unzulässigen Verhaltens- oder Leistungskontrolle einzusetzen. Mit jedem Kunden schließt Aliru einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO.

Nicht passend ist Sally, wenn du einen dauerhaft kostenlosen Zugang suchst. Nach 30 Tagen Test wird das Konto ohne Kauf deaktiviert. Vorsicht gilt für Agenturen und Dienstleister, die Sally ihren eigenen Kunden als Dienst anbieten wollen. Die AGB verbieten, Sally unter eigener Marke anzubieten, über Schnittstellen in eigene Produkte für Dritte einzubauen oder Aliru ohne eigene Vereinbarung als Unterauftragsverarbeiter zu benennen, und setzen dafür eine Vertragsstrafe von 5.000 Euro je Fall an. Transkripte und Zusammenfassungen an die eigenen Kunden weiterzugeben, bleibt erlaubt. Gegenüber Verbrauchern, die laut AGB ebenfalls Kunden sein können und ein Widerrufsrecht haben, gilt die Vertragsstrafe nicht. Wenn du vor genau dieser Abgrenzung stehst, lohnt ein Blick auf die eigenen Abläufe vor dem Toolkauf, und das ist der Kern unserer Beratung & Betreuung.

Sally im Arbeitsalltag

Der dokumentierte Ablauf beginnt im Kalender. Du verbindest Outlook, Google Kalender, Apple Kalender, Calendly, Zoom Calendar oder einen CalDAV-Kalender und legst fest, ob Sally allen kommenden Meetings beitritt, nur internen oder ausgewählten. Alternativ trägst du invite@sally.io in die Einladung ein. Zu Beginn weist Sally im Chat auf ihre Teilnahme hin. Jeder Teilnehmer kann mit „opt out“ widersprechen, dann verlässt Sally das Meeting und löscht alles bis dahin Erfasste. Wer die Zustimmung vorher einholen will, schaltet das Opt-in per E-Mail ein.

Nach dem Termin entsteht die Zusammenfassung nach einem von 40 fertigen Meetingtemplates, etwa für Vertriebsgespräch, Bewerbungsgespräch oder Vorstandssitzung. Ab Pro baust du eigene Templates und schreibst für jeden Abschnitt einen Prompt. In Microsoft Teams postet Sally Zusammenfassung und Aufgaben zurück in den gewählten Kanal oder Chat, Aufgaben landen in Planner und To Do. Über MCP hängst du Claude, Cursor oder andere MCP-Clients an den Meeting-Bestand, in ChatGPT ist Sally laut Integrationsseite eine native App. Webhooks schicken neue Meetingdaten an eigene Systeme. Wer solche Ketten im eigenen Betrieb bauen will, findet den Rahmen unter Automation & Prozessoptimierung.

Für Präsenzaufnahmen per App und für hochgeladene Dateien gibt es weder den Chat-Hinweis noch den Opt-out-Befehl. Dann muss der Kunde laut AGB alle Gesprächsteilnehmer vor der Aufnahme informieren und einen Widerspruch beachten.

Zur Speicherung beschreibt die SaaS-Datenschutzerklärung drei Stufen. Temporäre Rohdaten für Transkription und Analyse werden nach der Verarbeitung automatisch gelöscht, sofern keine Speicherung eingestellt ist. Wie lange Transkripte und Zusammenfassungen bleiben, legt das einsetzende Unternehmen über feste Aufbewahrungsstufen fest, und berechtigte Nutzer können Inhalte jederzeit selbst löschen. Löschanfragen setzt Aliru binnen fünf Werktagen um, nach Vertragsende werden die Daten spätestens nach 30 Tagen gelöscht oder auf Wunsch herausgegeben. Ein Opt-out im Meeting löscht Audio, Video, Transkript und Metadaten und wird vom System protokolliert.

Veröffentlichte Referenzen nennt der Anbieter mit Namen. Malte Zander, CEO von Virtualbadge.io, sagt, er könne sich im Meeting voll auf den Kunden konzentrieren und spare sich aufwändige Follow-up-Mails. Thomas Albrecht, Projektmanager bei Wittur Austria, lobt die Transkriptionsqualität. Die Firmenchronik nennt einen frühen Einsatz bei Freudenberg, bei dem sich laut Anbieter das CRM-Nutzerverhalten deutlich verbesserte. Das sind Darstellungen auf der Herstellerseite, nicht unabhängig geprüft.

Preise und Pläne

Drei Tarife, abgerechnet je Nutzer und Monat, alle Beträge netto ohne Mehrwertsteuer. Die deutsche Preisseite nennt Euro, die englische US-Dollar mit teils anderen Beträgen. Einen dauerhaft kostenlosen Plan gibt es nicht.

  • Starter, 8 € bei jährlicher oder 12 € bei monatlicher Abrechnung: 1.200 Transkriptionsminuten im Monat, Genauigkeit laut Anbieter bis 90,3 %, Upload bis 1 GB je Datei, bis zu 10 Fachvokabeln, 30 Fragen im Monat an den KI-Chat. Integrationen, Mobile- und Desktop-App sind enthalten.
  • Pro, 34 € jährlich oder 39 € monatlich: unlimitierte Transkriptionsminuten, bis 94,1 %, Upload bis 4 GB, eigene Meetingtemplates, Ordner, Qualitätsbenchmarks, eigene CI in PDF und Word, SSO und SCIM.
  • Enterprise, 68 € jährlich oder 90 € monatlich: bis 98,8 %, Upload bis 5 GB, getrennter Server für Berufsgeheimnisträger, On-Premise-Betrieb auf Wunsch, priorisierter Support mit Rückmeldung binnen 24 Stunden an Werktagen.

Der Umschalter auf der Preisseite wirbt mit „bis zu 50% günstiger“. Ausgewiesen sind bei Jahreszahlung Ersparnisse von 48 € (Starter), 60 € (Pro) und 264 € (Enterprise) im Jahr. Die englische Seite nennt 8 und 12 USD für Starter, 40 und 45 USD für Pro sowie 79 und 99 USD für Enterprise.

Unlimitiert heißt in den AGB nicht grenzenlos. Pro deckt im Schnitt 8 Stunden Meetings je Nutzer und Tag ab, Enterprise 12 Stunden, gerechnet über die Tage Montag bis Freitag eines Kalendermonats. Wer darüber liegt, darf gedrosselt werden. Speicherplatz ist in allen drei Tarifen unbegrenzt.

Die Testphase läuft 30 Tage ohne Kreditkarte mit allen Funktionen, einschließlich der Enterprise-Genauigkeit von 98,8 %. Ohne Kauf wird das Konto danach deaktiviert, Kosten entstehen keine. Monatsabos haben keine Mindestlaufzeit, Jahresabos laufen ein Jahr. Laut AGB verlängert sich der Vertrag um eine weitere Laufzeit, wenn nicht mit 30 Tagen Frist gekündigt wird. Lizenztypen lassen sich in einem Firmenkonto mischen. Preisänderungen kündigt Aliru mit mindestens drei Monaten Vorlauf an; widersprichst du nicht, gelten sie als genehmigt. Eine Preisänderung ist laut AGB zugleich ein wichtiger Grund, aus dem du fristlos kündigen kannst.

Stand: Oktober 2026.

Stärken und Schwächen

Stärken:

  • Rechtsträger, Register, Geschäftsführung und ein benannter Datenschutzbeauftragter stehen offen im Impressum und auf der Sicherheitsseite.
  • Meeting-Inhalte, Transkripte und Metadaten liegen laut Help-Center ausschließlich bei Hetzner in Deutschland. Die Unterauftragsverarbeiter für Meeting-Daten, Hetzner, DeepL und Strato, verarbeiten laut Datenschutzerklärung nur in Deutschland.
  • Die KI-Verarbeitung läuft laut Anbieter auf einem eigenen Sprachmodell in eigener Infrastruktur, KI-Training mit Kundeninhalten schließen AGB und Datenschutzerklärung aus.
  • Änderungen an den Unterauftragsverarbeitern kündigt der Anbieter vorab an, Kunden können widersprechen.
  • Opt-out per Chatbefehl mit Löschung, alternativ Opt-in per E-Mail vor dem Meeting.
  • ISO 27001, 9001 und 14001 sind mit Registernummer und Gültigkeit bis 26. Mai 2028 ausgewiesen.
  • Euro-Preise netto veröffentlicht, Monatsabo ohne Mindestlaufzeit, Integrationen und Apps schon im Starter-Tarif.
  • Die AGB sagen 99 Prozent Verfügbarkeit pro Quartal zu und nennen maximale Reaktionszeiten von 4 Stunden bei Totalausfall, 12 Stunden bei schweren Einschränkungen und 1 Werktag bei geringfügigen.
  • Bei einer Preisänderung darf der Kunde laut AGB fristlos kündigen.

Schwächen:

  • Kein dauerhaft kostenloser Plan, nur 30 Tage Test.
  • Starter ist auf 1.200 Minuten im Monat, 10 Fachvokabeln und 30 KI-Chat-Fragen begrenzt.
  • Die unlimitierten Transkriptionsminuten stehen laut AGB unter Fair Use von 8 Stunden (Pro) und 12 Stunden (Enterprise) je Nutzer und Tag.
  • Teilnehmerhinweis („No external AI providers are used“) und Help-Center („without external AI providers“) führen in derselben Liste DeepL für KI-gestützte Übersetzung. Die SaaS-Datenschutzerklärung formuliert enger: Für die KI-Verarbeitung kommen keine externen Sprachmodell-Anbieter zum Einsatz, DeepL übersetzt Zusammenfassungen und Aufgabenbeschreibungen. Die AGB behalten sich vor, KI-Modelle und KI-Subdienste auszutauschen, ohne Anspruch des Kunden auf einen bestimmten Subdienstleister.
  • Die Sicherheitsseite sagt, alle Komponenten liefen in deutschen Rechenzentren und Daten verließen Deutschland nicht; auf derselben Seite heißt es, die Daten blieben „sicher in Europa“. Für das Vertragsverhältnis nennt die Datenschutzerklärung Stripe und Microsoft Dynamics 365 mit Verarbeitung in der EU, das Help-Center Stripe in Irland.
  • Die Listen der Dienstleister weichen voneinander ab. Das Help-Center, laut Anbieter maßgeblich für technische und vertragliche Details, nennt fürs Vertragsverhältnis nur Stripe, die SaaS-Datenschutzerklärung und der Teilnehmerhinweis zusätzlich Microsoft Dynamics 365. Die fortlaufend gepflegte vollständige Liste steht laut Help-Center in Anlage 3 des AVV.
  • Die Preis-FAQ verspricht Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die technischen Maßnahmen nennen AES-256 im Ruhezustand und TLS 1.3 bei der Übertragung. SOC 2 erscheint nur als „aligned“.
  • ISO 42001 nennt nur die Preisseite. Sicherheitsseite und SaaS-Datenschutzerklärung führen unter der Registernummer 260526 14 IMS ISO 27001, 9001 und 14001.
  • Die SaaS-Datenschutzerklärung schließt eine Bewertung von Leistung oder Verhalten einzelner Personen aus. Die Preisseite bietet eine Redezeit-Analyse, die zeigt, wie lange jede Person im Meeting gesprochen hat.
  • Der Teilnehmerhinweis spricht von vorheriger ausdrücklicher Einwilligung der Teilnehmer, beschreibt im selben Dokument aber Sally als standardmäßig aktiviert mit Opt-out. Wird Sally anders als per „opt out“ entfernt, bleiben die bis dahin aufgenommenen Daten erhalten.
  • Laut AGB darf Aliru das Firmenlogo des Kunden als Referenz nutzen und Kontaktdaten an zertifizierte Sally-Partner weitergeben, jeweils mit Widerspruchsrecht.
  • Die Website bindet Google Analytics, Microsoft Clarity und das OpenAI Ads Measurement Pixel ein, laut Datenschutzerklärung mit möglicher Übermittlung in die USA.
  • DATEV steht im Menü bei den Buchhaltungsintegrationen, auf der Integrationsseite aber mit „Coming Soon“.

Alternativen zu Sally

In derselben Kategorie des Verzeichnisses stehen MeetGeek, Bliro und Fireflies.ai. Was dort zu Funktionen, Preisen und Herkunft belegt ist, steht in den jeweiligen Einträgen. Sally selbst veröffentlicht Vergleichsseiten gegen otter.ai, read.ai, Fireflies und Copilot; das sind Darstellungen des Anbieters.

Auf Sally-Seite sind für den Vergleich drei Punkte belegt: ein deutscher Rechtsträger, die Speicherung der Meeting-Daten in Deutschland laut Teilnehmerhinweis und veröffentlichte Euro-Preise je Nutzer.

Sally im Vergleich

Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst.

Sally nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 232 von 450 Werkzeugen (52 Prozent).

Anbieter mit Sitz in Deutschland: 80 von 450 in dieser Kategorie. Aus der EU insgesamt 158.

Einen dauerhaft kostenlosen Plan bietet Sally nicht. In der Kategorie haben 216 von 450 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.

Überblick

Wir halten Sally für eine ernsthafte Option, wenn ein deutscher Vertragspartner und deutsche Server für die Meeting-Daten Pflicht sind. Rechtsträger, Datenschutzbeauftragter, AVV-Prozess und Unterauftragsliste sind offen ausgewiesen, und der Ausschluss von KI-Training steht in den AGB, nicht nur auf der Werbeseite. Der getrennte Server für Berufsgeheimnisträger ist für Kanzleien und Praxen ein echtes Argument.

Die Werbesprache geht allerdings mehrfach über die eigenen Rechtstexte hinaus. „Ende-zu-Ende“ passt aus unserer Sicht nicht zu einem Dienst, der Gespräche serverseitig transkribiert und zusammenfasst; gemeint ist offenbar Transport- und Ruheverschlüsselung. „Keine externen KI-Anbieter“ steht im Teilnehmerhinweis und im Help-Center neben DeepL, erst die Datenschutzerklärung grenzt das sauber auf Sprachmodelle ein. „Unlimitiert“ hat in den AGB eine Stundengrenze, und die Dienstleisterlisten stimmen beim Vertragsverhältnis nicht überein. Keiner dieser Punkte ist für sich ein Ausschlussgrund. Wir würden sie aber vor der Unterschrift klären und Anlage 3 des AVV mit der vollständigen Unterauftragsliste anfordern, denn auf die verweist das Help-Center selbst. Den Weg über MCP zu externen KI-Assistenten wie Claude oder ChatGPT, für den das Help-Center eine eigene Rubrik führt, würden wir gesondert prüfen: Die Standortzusagen beziehen sich aus unserer Sicht auf Sallys eigene Verarbeitung, nicht auf Dienste, die du selbst anbindest.

Für Agenturen ist die AGB-Klausel zur Weitergabe der wichtigste Punkt. Wer Kundenmeetings mit Sally protokolliert und Aliru gegenüber dem eigenen Kunden als Unterauftragsverarbeiter führen müsste, braucht dafür eine eigene Vereinbarung, sonst steht die Vertragsstrafe im Raum. Wer Präsenzgespräche per App aufnimmt, trägt die Information der Teilnehmer selbst. Wenn du Sally in bestehende CRM- und Projektabläufe einbinden willst, ist die Schnittstelle meist schneller gelöst als die Frage, wer welche Daten sehen darf. Genau dort setzen wir als KI-Agentur an.

Überblick

Preismodell
kostenpflichtig
Kein kostenloser Plan, 30 Tage Test ohne Kreditkarte mit allen Funktionen. Preise je Nutzer und Monat, netto: Starter 8 € bei jährlicher oder 12 € bei monatlicher Abrechnung mit 1.200 Transkriptionsminuten im Monat. Pro 34 € oder 39 €, Enterprise 68 € oder 90 €, beide mit unlimitierten Minuten unter Fair Use (laut AGB im Schnitt 8 bzw. 12 Stunden Meetings je Nutzer und Werktag). Monatsabo ohne Mindestlaufzeit, Jahresabo ein Jahr. Stand: Oktober 2026.
Herkunft
🇪🇺 Deutschland EU
Anbieter mit Sitz in der EU — die DSGVO gilt unmittelbar.
Features
  • ✓ Tritt Zoom, Microsoft Teams, Google Meet und Webex als Teilnehmer bei, automatisch über den verbundenen Kalender oder per Einladung an invite@sally.io, und nimmt das Gespräch als Video und Audio auf
  • ✓ Mobile App für iOS und Android nimmt Präsenztermine auf, Desktop-App für Windows und macOS nimmt Telefonate und Calls ohne Bot auf; beide ohne Aufpreis
  • ✓ Upload eigener Audio- und Videodateien bis 1 GB (Starter), 4 GB (Pro) oder 5 GB (Enterprise) je Datei
  • ✓ Transkription in 103 Sprachen mit Dialektverständnis, wählbarem Transkriptionsmodell und eigenem Fachvokabular (Starter bis 10 Begriffe, ab Pro unlimitiert)
  • ✓ KI-Zusammenfassung mit Themen, Entscheidungen und Aufgaben nach 40 fertigen Meetingtemplates, ab Pro eigene Templates mit einem Prompt je Abschnitt
  • ✓ Aufgabenerkennung mit Verantwortlichem und Fälligkeit, Aufgabenverwaltung im Team direkt in Sally, Redezeit-Analyse je Person
  • ✓ KI-Chat über ein Meeting, einen Ordner oder alle Meetings, mit eigenen Dateien wie einer Agenda; Starter 30 Fragen im Monat, ab Pro unlimitiert
  • ✓ Integrationen in CRM (HubSpot, Salesforce, Pipedrive, Dynamics 365, Zoho, Odoo, Bitrix24, CAS), Projektmanagement (Planner, Asana, Trello, Jira, monday.com, Notion, ClickUp, Confluence, Azure DevOps) und HR-Tools, laut Anbieter 8.000+ Tools schon ab Starter
  • ✓ MCP-Anbindung für Claude, Cursor und andere MCP-Clients, native App in ChatGPT, dazu API und Webhooks für eigene Systeme
  • ✓ In Microsoft Teams postet Sally Zusammenfassung und Aufgaben zurück in Kanal oder Chat, Aufgaben landen in Planner und To Do
  • ✓ Export von Transkripten und Zusammenfassungen als DOCX, ODT, PDF, TXT und Markdown, ab Pro mit eigenem Logo und Unternehmensfarben
  • ✓ SSO und SCIM ab Pro, Anmeldung mit Microsoft-, Google- oder Apple-Konto
  • ✓ Enterprise: getrennter Server für Berufsgeheimnisträger nach § 203 StGB, On-Premise-Betrieb auf Wunsch, priorisierter Support mit Rückmeldung binnen 24 Stunden an Werktagen
  • ✓ Für hohe Anforderungen an Datenhoheit: Speicherung in der eigenen MS-SQL-Datenbank des Kunden vor Ort oder Betrieb ausschließlich mit einem eigenen Sprachmodell des Kunden

Vorteile

  • + Rechtsträger offen ausgewiesen: Aliru GmbH, Julius-Hatry-Straße 1 in Mannheim, HRB 739079 beim Amtsgericht Mannheim, Geschäftsführer Julian Kissel, dazu ein benannter Datenschutzbeauftragter
  • + Meeting-Inhalte, Transkripte und Metadaten liegen laut Help-Center ausschließlich bei Hetzner in deutschen Rechenzentren; die Unterauftragsverarbeiter für Meeting-Daten (Hetzner, DeepL, Strato) verarbeiten laut Datenschutzerklärung nur in Deutschland
  • + KI-Training und Weiterentwicklung des Modells mit Kundeninhalten schließen die verbindlichen deutschen AGB ausdrücklich aus, die SaaS-Datenschutzerklärung ebenso
  • + Vorabinformation und Widerspruchsrecht bei jeder Änderung der Unterauftragsverarbeiter, Löschanfragen laut Datenschutzerklärung binnen fünf Werktagen
  • + Jeder Teilnehmer kann per Chatbefehl „opt out“ widersprechen, die bis dahin erfassten Daten werden gelöscht; alternativ Opt-in per E-Mail vor dem Meeting
  • + ISO 27001, 9001 und 14001 mit Registernummer der Zertifizierungsstelle DICIS und Gültigkeit bis 26. Mai 2028 ausgewiesen
  • + Euro-Preise netto veröffentlicht, Monatsabo ohne Mindestlaufzeit, Integrationen sowie Mobile- und Desktop-App schon im Starter-Tarif
  • + AGB sagen 99 Prozent Verfügbarkeit pro Quartal und maximale Reaktionszeiten zu: 4 Stunden bei Totalausfall, 12 Stunden bei schweren Einschränkungen, 1 Werktag bei geringfügigen
  • + Ändert Aliru die Preise, hat der Kunde laut AGB ein Recht zur fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund

Nachteile

  • - Kein dauerhaft kostenloser Plan, nur 30 Tage Test
  • - Starter ist auf 1.200 Transkriptionsminuten im Monat, 10 Fachvokabeln und 30 KI-Chat-Fragen begrenzt
  • - Die unlimitierten Minuten in Pro und Enterprise stehen laut AGB unter Fair Use: im Schnitt 8 bzw. 12 Stunden Meetings je Nutzer und Werktag, darüber darf gedrosselt werden
  • - Teilnehmerhinweis und Help-Center versprechen Verarbeitung ohne externe KI-Anbieter und führen in derselben Liste DeepL für KI-gestützte Übersetzung; die SaaS-Datenschutzerklärung schließt enger nur externe Sprachmodell-Anbieter aus, und die AGB behalten den Austausch von KI-Subdiensten vor
  • - Die Sicherheitsseite sagt, alle Komponenten liefen in deutschen Rechenzentren; für Vertragsdaten nennen Datenschutzerklärung und Teilnehmerhinweis Stripe in Irland und Microsoft Dynamics 365 in der EU
  • - Die Unterauftragsliste im Help-Center, die der Anbieter für maßgeblich erklärt, nennt fürs Vertragsverhältnis nur Stripe; Microsoft Dynamics 365 aus der Datenschutzerklärung fehlt dort, die vollständige Liste steht laut Help-Center in Anlage 3 des AVV
  • - Die Preis-FAQ verspricht Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die technischen Maßnahmen nennen AES-256 im Ruhezustand und TLS 1.3 bei der Übertragung; SOC 2 erscheint nur als „aligned“
  • - ISO 42001 nennt nur die Preisseite; Sicherheitsseite und SaaS-Datenschutzerklärung führen unter derselben Registernummer ISO 27001, 9001 und 14001
  • - Laut AGB darf Aliru das Firmenlogo des Kunden als Referenz nutzen und Kontaktdaten an zertifizierte Partner weitergeben, jeweils mit Widerspruchsrecht; Preisänderungen gelten ohne Widerspruch als genehmigt
  • - Die SaaS-Datenschutzerklärung schließt eine Bewertung von Leistung oder Verhalten einzelner Personen aus, die Preisseite bietet eine Redezeit-Analyse je Person
  • - Die Website selbst bindet Google Analytics, Microsoft Clarity und das OpenAI Ads Measurement Pixel ein, laut Datenschutzerklärung mit möglicher Übermittlung in die USA

Tags

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