QlikView
QlikView ist Qliks erstes Business-Intelligence-Tool und die Basis des Qlik-Ökosystems. Der entwicklergesteuerte, skriptbasierte Ansatz mit In-Memory-Technologie ermöglicht geführte Analytics und individuell angepasste Dashboards. QlikView befindet sich im Long-Term-Support-Modus, Qlik empfiehlt Qlik Sense für Neuimplementierungen.
Übersicht zu QlikView: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Die Angaben sind noch nicht einzeln gegen die Herstellerseite geprüft. Maßgeblich ist immer die Seite des Anbieters.
Was ist QlikView?
QlikView ist das ursprüngliche Business-Intelligence-Produkt von Qlik (ehemals QlikTech), einem US-amerikanischen Softwareunternehmen mit Hauptsitz in King of Prussia, Pennsylvania. QlikView begründete das Konzept der assoziativen Datenanalyse mit In-Memory-Engine und war in den 2000er- und frühen 2010er-Jahren eine der führenden BI-Plattformen weltweit.
Der Ansatz von QlikView unterscheidet sich grundlegend von modernen Self-Service-BI-Tools: Dashboards werden von Entwicklern und BI-Spezialisten mit QlikView-Skripten vorab definiert und dann als geführte Analysen an Endnutzer verteilt. Die In-Memory-Technologie ermöglicht schnelle assoziative Datenexploration über alle geladenen Daten. Der QlikView Publisher verteilt Reports und Dashboards unternehmens weit an definierte Nutzergruppen.
Seit der Einführung von Qlik Sense als moderne Nachfolgeplattform hat Qlik QlikView in den Long-Term-Support-Modus überführt. Neue Kunden erhalten keine QlikView-Lizenzen mehr. Qlik empfiehlt bestehenden Kunden, in Richtung Qlik Sense oder Qlik Cloud zu migrieren.
Für wen eignet sich QlikView?
QlikView ist heute ausschließlich für bestehende Kunden mit aktiven QlikView-Installationen relevant, die ihre Umgebung stabilisieren und langfristig betreiben wollen. Für alle neuen Implementierungen empfiehlt Qlik den Wechsel zu Qlik Sense oder Qlik Cloud Analytics.
Für neue Projekte ohne bestehende QlikView-Investitionen sind Qlik Sense, Power BI oder Tableau die richtigen Startpunkte.
QlikView im Arbeitsalltag
Ein Produktionsunternehmen betreibt seit Jahren eine QlikView-Umgebung mit individuell entwickelten Supply-Chain-Dashboards. Für den Tagesbetrieb sind die Dashboards stabil und liefern verlässliche Berichte. Das IT-Team plant mittelfristig die Migration nach Qlik Cloud, da QlikView keine neuen Features erhält und neue Use Cases mit dem alten Tool schwerer umzusetzen sind.
Preise und Pläne
Für QlikView selbst nennt Qlik keine Zahlen. Das Produkt läuft im Long-Term-Support, Neukunden bekommen keine Lizenzen mehr, und was Bestandskunden für Wartung und Verlängerung zahlen, klärt der Vertrieb im Einzelfall.
Öffentlich bepreist ist nur der Nachfolger, Qlik Cloud Analytics, und zwar kapazitätsbasiert statt nach Nutzern. Starter beginnt bei 300 USD/Monat bei jährlicher Abrechnung und umfasst 10 Nutzer und fest 10 GB Analysedaten; zusätzliche Nutzer lassen sich kaufen, zusätzliche Kapazität nicht. Standard beginnt bei 825 USD/Monat für 25 GB, dort kosten weitere Nutzer nichts extra und die Kapazität lässt sich in Schritten von 25 GB aufstocken.
Premium beginnt bei 2.750 USD/Monat für 50 GB und ergänzt Predictive Analytics über automatisiertes maschinelles Lernen, mehr GenAI-Kapazität, öffentlichen Zugriff und SAP-Datenextraktion. Enterprise startet bei 250 GB und wird über ein Angebot kalkuliert.
Wer QlikView heute noch produktiv betreibt, sollte diese Beträge als Richtgröße für die Migration lesen, nicht als Preis für das Altprodukt.
Stärken und Schwächen
QlikView überzeugte historisch durch die leistungsfähige In-Memory-Technologie, die vollständige Kontrolle über Datenmodell und Dashboard-Design sowie den zuverlässigen Betrieb in Enterprise-Umgebungen. Die große Nutzerbasis hat über die Jahre umfangreiches Community-Wissen aufgebaut.
Der Long-Term-Support-Status bedeutet keine Weiterentwicklung. Neue KI-Features, Self-Service-Fähigkeiten und Cloud-native Funktionen stehen in QlikView nicht zur Verfügung. Eine Migration nach Qlik Sense oder Qlik Cloud ist für Bestandskunden der empfohlene Pfad.
Alternativen zu QlikView
Qlik Sense / Qlik Cloud ist der direkte Nachfolger von Qlik mit modernem Self-Service-Ansatz und KI-Features. Microsoft Power BI ist die führende Self-Service-BI-Alternative für Microsoft-Ökosystem-Nutzer. Tableau bietet starke visuelle Analytics mit breiter Marktakzeptanz.
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QlikView im Vergleich
Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst: QlikView steht in der Kategorie mit 141 weiteren Werkzeugen.
Der Anbieter sitzt außerhalb der EU. In dieser Kategorie führt das Verzeichnis 39 Alternativen mit EU-Sitz, davon 27 aus Deutschland.
QlikView nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 58 von 141 Werkzeugen (41 Prozent).
Einen kostenlosen Einstieg bietet QlikView nicht. In der Kategorie haben 33 von 141 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.
Überblick
QlikView ist ein bewährtes Werkzeug für bestehende Installationen, aber kein sinnvoller Startpunkt für neue Projekte. Wer noch mit QlikView arbeitet, sollte den Migrationspfad zu Qlik Sense oder Qlik Cloud aktiv planen. Für Neuimplementierungen ist QlikView keine Option.
Überblick
- ✓ In-Memory-Technologie für schnellen Datenzugriff und assoziative Exploration
- ✓ Geführte Analytics mit entwicklergesteuerten, vorab definierten Dashboards
- ✓ Skriptbasiertes ETL für vollständige Kontrolle über Datenaufbereitung
- ✓ Reichhaltige Dashboard-Anpassung und individuelles Layout-Design
- ✓ Integration mit QlikView Publisher für unternehmensweite Verteilung
- ✓ Bestehende QlikView-Apps bleiben im Long-Term-Support funktionsfähig
Vorteile
- + Bewährte In-Memory-Technologie mit schneller Datenverarbeitung
- + Vollständige Kontrolle über Dashboard-Design und Datenmodell
- + Große bestehende Nutzerbasis mit umfangreichem Community-Wissen
Nachteile
- - Keine Neulizenzen für neue Kunden verfügbar
- - Kein aktiver Produktentwicklungspfad, nur Long-Term-Support
- - Qlik empfiehlt Migration zu Qlik Sense oder Qlik Cloud
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QlikView im Einsatz
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