prodress
prodress ist eine deutsche ERP-Software für die Modebranche und den Textilhandel. Die Lösung bietet Warenwirtschaft, Auftragsabwicklung und Kollektionsplanung.
Übersicht zu prodress: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Die Angaben sind noch nicht einzeln gegen die Herstellerseite geprüft. Maßgeblich ist immer die Seite des Anbieters.
Was ist prodress?
prodress ist ein modulares Warenwirtschafts- und ERP-System für Mode, Fashion und Textil. Hinter dem Produkt steht die prodress Software GmbH mit Standorten in Rottach-Egern (Reiffenstuelweg 7) und Bielefeld (Gütersloher Straße 52), eingetragen beim Amtsgericht München unter HRB 236949. Geschäftsführung sind Laura Bischoff und Michael Merkl.
Das System ist in Bausteine zerlegt, die alle denselben Datenstamm nutzen: die Warenwirtschaft als Kern, dazu proShop für B2B- und B2C-Onlineshops, proPOS als Kassensystem, proEDI als Konverter für den elektronischen Datenaustausch, proDMS für Dokumente, proApp als iPad-Anwendung für die Ordererfassung und die prodress Cloud für den ortsunabhängigen Zugriff. Der Anbieter betont, dass nur die tatsächlich genutzten Module bezahlt werden und das System mitwachsen kann.
Betrieben wird prodress wahlweise als Cloud-Lösung oder im eigenen Haus (On-Premise), und zwar sowohl unter macOS als auch unter Windows.
Für wen eignet sich prodress?
Der Anbieter benennt seine Branchen präzise: Fashion, Trachtenmode, Kinderbekleidung, Accessoires, Schuhe und Berufsbekleidung. Adressiert werden Hersteller, Großhändler und Einzelhändler gleichermaßen, im B2B wie im B2C. Der Zuschnitt zeigt sich an Details, die in einer allgemeinen Warenwirtschaft fehlen: Vororder, Kollektionslogik, Ordererfassung auf Messen und im Showroom, “Shop the Look” im Onlineshop.
Weniger passend ist prodress für Unternehmen außerhalb dieser Branchen: Die gesamte Produktlogik ist auf Textil und Mode ausgerichtet. Auch wer sofort loslegen will, findet keinen Self-Service-Weg. Es gibt keine Preisliste, keinen kostenlosen Plan und keine Testversion; der einzige ausgewiesene Einstieg ist “Demo vereinbaren”. Der Support ist montags bis freitags von 8:00 bis 17:00 Uhr erreichbar.
prodress im Arbeitsalltag
Der Weg beginnt bei den Stammdaten und läuft über die Vororder. Aufträge entstehen entweder im Innendienst oder direkt vor Ort: Mit proApp auf dem iPad erfasst der Außendienst Orders auf Messen, im Showroom oder beim Kunden, ohne die Daten anschließend abtippen zu müssen.
Im Kern übernimmt die Warenwirtschaft Auftragsbearbeitung, Bestellwesen, Lager, Versand und Fakturierung, dazu Provisionsabrechnung, Verwaltung offener Posten und Inventurabwicklung. Für Unternehmen, die selbst fertigen lassen, kommen Stücklisten, Materialdisposition und Einkauf, Produktionsplanung und Fertigungssteuerung dazu. Auftragsstatus und Bestellvorgänge sind laufend einsehbar, Analysen gibt es zu Kunden, Lieferanten und Produkten.
Nach außen läuft der Verkauf über zwei Kanäle. Der Onlineshop hängt ohne zusätzliche Schnittstelle an der Warenwirtschaft, Layout und Design lassen sich anpassen, gängige Zahlarten wie PayPal, Kreditkarte, Vorkasse und Rechnung sind einbindbar. Am Point of Sale zieht proPOS Lagerbestände, Preise und Verkaufszahlen automatisch aus demselben System; die Bedienung ist laut Anbieter bewusst einfach gehalten, damit sich auch Aushilfen schnell zurechtfinden.
Für den Datenaustausch mit Partnern sorgt der vollintegrierte EDI-Konverter: Artikelstammdaten, Bestellungen, Lieferscheine, Rechnungen und Abverkaufszahlen gehen direkt an Kunden, Lieferanten, Marktplätze oder Logistikpartner. An Anbindungen nennt prodress die Shopsysteme Shopify, WooCommerce und Shopware, die Plattformen Fashion.cloud und JOOR sowie DATEV für die Buchhaltung. Belege und Unterlagen sammelt proDMS an einem Ort und macht sie über Filter und Suche auffindbar.
Als veröffentlichte Referenz zitiert der Anbieter Caroline Herrmann-Lauenstein, Geschäftsführerin der Rockmacherin, die die schnittstellenlose Verbindung von Warenwirtschaft und Onlineshop hervorhebt. Die Aussage stammt vom Anbieter und ist nicht unabhängig geprüft.
Preise und Pläne
prodress veröffentlicht keine Preise. Auf den erfassten Seiten gibt es weder Pakete noch Beträge, keinen kostenlosen Plan und keine Testversion. Der einzige ausgewiesene Einstieg ist ein Demo-Termin.
Zur Abrechnungslogik gibt der Anbieter immerhin ein Prinzip an: Die Warenwirtschaft ist modular aufgebaut, und du zahlst nach seiner Aussage nur für die Module, die du tatsächlich brauchst. Weitere Bausteine lassen sich später ergänzen. Ob zusätzlich nach Nutzern, Standorten oder Umsatz gestaffelt wird, geht aus den erfassten Seiten nicht hervor. Ebenso wenig ist belegt, ob Cloud- und On-Premise-Betrieb unterschiedlich berechnet werden. Stand: August 2026.
Stärken und Schwächen
Stärken:
- Anbieter mit Sitz in Deutschland, vollständiges Impressum, benannter Datenschutzbeauftragter
- Durchgehende Spezialisierung auf Mode, Fashion und Textil statt allgemeiner Warenwirtschaft
- Modularer Aufbau, laut Anbieter zahlst du nur für genutzte Module
- Betrieb wahlweise in der Cloud oder im eigenen Haus, unter macOS und Windows
- Onlineshop und Kassensystem hängen direkt am selben Datenbestand, ohne zusätzliche Schnittstelle
- Vollintegrierter EDI-Konverter für Stammdaten, Bestellungen, Lieferscheine, Rechnungen und Abverkaufszahlen
- Anbindung an Shopify, WooCommerce, Shopware, Fashion.cloud, JOOR und DATEV
- Fertigungsnahe Funktionen wie Stücklisten, Materialdisposition, Produktionsplanung und Fertigungssteuerung
- iPad-App für die Ordererfassung auf Messen und im Showroom
Schwächen:
- Keine veröffentlichten Preise, keine Angabe zur Abrechnungseinheit über die Module hinaus
- Kein kostenloser Plan, keine Testversion, kein Self-Service-Einstieg
- Der Einstieg führt ausschließlich über einen Demo-Termin
- Support nur werktags von 8:00 bis 17:00 Uhr
- Der Zuschnitt auf Mode und Textil schließt andere Branchen praktisch aus
- Ob Cloud- und On-Premise-Betrieb unterschiedlich abgerechnet werden, ist nicht ausgewiesen
Alternativen zu prodress
In derselben Kategorie führt das Verzeichnis Solyp, unitop ERP und netix ERP-Suite.
Bevor prodress produktiv geht, klären wir mit dir ERP-Einführung und Prozessdigitalisierung.
prodress im Vergleich
Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst: prodress steht in der Kategorie mit 208 weiteren Werkzeugen.
Anbieter mit Sitz in Deutschland: 138 von 208 in dieser Kategorie. Aus der EU insgesamt 159.
prodress nennt keine Beträge. Damit steht das Werkzeug in dieser Kategorie nicht allein: 143 von 208 Anbietern geben ihre Preise erst im Gespräch heraus.
Einen kostenlosen Einstieg bietet prodress nicht. In der Kategorie haben 17 von 208 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.
Überblick
prodress ist eine Branchenlösung im besten Sinn: Warenwirtschaft, Shop, Kasse, EDI, DMS und Ordererfassung auf dem iPad, alles auf Mode und Textil zugeschnitten und aus einem Datenbestand gespeist. Für Modeunternehmen, die heute mit Excel, Insellösungen und doppelter Datenpflege arbeiten, ist das ein sehr passender Zuschnitt, dazu ein deutscher Anbieter mit zwei Standorten und Wahlfreiheit zwischen Cloud und eigenem Server. Was du vorher nicht erfährst, ist der Preis: Ohne Demo-Termin gibt es keine Zahl.
Überblick
- ✓ Warenwirtschaft mit Farb- und Größenlogik für Mode und Textil
- ✓ Prozesskette von der Vororder über die Fertigung bis zur Auslieferung in einem System
- ✓ Order-App für die Auftragserfassung
- ✓ B2B- und B2C-Onlineshops schnittstellenlos direkt aus der Warenwirtschaft heraus
- ✓ Onlineshop im individuellen Look-and-feel der eigenen Marke
- ✓ proDMS als Dokumentenmanagement für Mode- und Textilunternehmen mit Filterung und Austausch mit anderen Systemen
- ✓ Zuschnitt auf Großhandel und Fertigung statt auf den Einzelhandel
Vorteile
- + Wahlweise Cloud-Betrieb oder Installation auf eigenem Server, unter Windows wie macOS
- + Modularer Aufbau: nur die tatsächlich genutzten Bausteine werden eingesetzt
- + Vorhandene Anbindungen an DHL, DPD, UPS, GLS, Tradebyte, otto.de, Zalando, aboutyou sowie Shopify, WooCommerce und Shopware
- + Anbieter seit 1983 auf Mode und Textil spezialisiert, nach eigenen Angaben 170 Kunden und 1.000 täglich aktive Anwender
Nachteile
- - Kein öffentliches Preismodell, der einzige ausgewiesene Einstieg ist ein Demo-Termin
- - Keine Testversion und kein Self-Service-Zugang
- - Produktlogik vollständig auf Mode, Textil und Bekleidung zugeschnitten
- - Support nur werktags von 08:00 bis 17:00 Uhr
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