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mpmX
Automation kostenpflichtig 🇪🇺 EU

mpmX

Process-Intelligence-Plattform der MPMX GmbH aus Karlsruhe. Findet Engpässe und Ursachen in Prozessdaten, KI-Agenten mit menschlicher Freigabe beheben sie. Läuft nativ auf Snowflake, Databricks oder Qlik oder mit eigener Infrastruktur. Testphase ab 3.900 € im Monat.

Übersicht zu mpmX: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 29.10.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.

Was ist mpmX?

mpmX ist eine Process-Intelligence-Plattform der MPMX GmbH aus Karlsruhe. Sie baut aus Daten von ERP, CRM und weiteren Quellsystemen einen digitalen Zwilling deiner Prozesse und zeigt, wo Working Capital, Zeit und Marge verloren gehen. Object-Centric Process Mining ist laut Produktbeschreibung Standard. Den Schwerpunkt legt der Anbieter auf KI-Agenten, die das Gefundene beheben sollen, mit menschlicher Freigabe. Die Startseite stellt das unter den Satz „Knowing what’s broken is the easy part.“

Kern des Angebots ist das Betriebsmodell. mpmX läuft auf der Infrastruktur, die du schon hast, also Snowflake, Databricks oder Qlik, in der Cloud oder vor Ort. Laut Plattformseite rechnet mpmX direkt in der Transformationsschicht deiner Datenplattform, legt die Prozessdatenmodelle neben deine Daten und verarbeitet keine Daten außerhalb: „No data is processed off-site.“ Zugriff, Sicherheit und Verteilung laufen über deine bestehende Plattform. Hast du keine solche Plattform, bringt mpmX als Standalone-Variante eine eigene Infrastruktur mit. Als SaaS kann der Dienst laut Hosting-Bedingungen auch auf Qlik Cloud oder anderer Drittinfrastruktur laufen.

Das Unternehmen ist nach eigener Aussage aus Business-Intelligence- und SAP-Arbeit im deutschen Mittelstand entstanden und wirbt mit „17 years of process expertise“. Geschäftsführer ist Constantin Wehmschulte. Auf der About-Seite nennt mpmX drei Analystenberichte, in denen es als Leader geführt wird: die Forrester Wave für Process Intelligence Software aus dem dritten Quartal 2023, den Gartner Magic Quadrant für Process Mining Platforms 2025 und ein PEAK Matrix Assessment 2026 für Process Mining Products.

Für wen eignet sich mpmX?

mpmX spricht laut Startseite Unternehmen „From mid-sized companies to big multinationals“ an. Fertige Lösungen gibt es für Working-Capital-Optimierung, Einkauf und Versicherungen. Passend ist das Werkzeug vor allem, wenn deine Prozessdaten schon in Snowflake, Databricks oder Qlik liegen und du dort analysieren willst, statt die Daten in ein weiteres System zu kopieren.

Die Terms of Service richten sich an Unternehmen, die gewerblich handeln. Kleine Betriebe nennt die Website in ihrer Zielgruppenspanne nicht. Eine Software mit Listenpreis und Selbstbuchung findest du hier nicht: Veröffentlicht ist nur der Preis der Testphase, die Jahreslizenz läuft über ein individuelles Bestellformular.

mpmX im Arbeitsalltag

Den Ablauf beschreibt der Anbieter in drei Schritten. Unter „Analyze“ findet mpmX Engpässe und ihre Ursachen, also wo und warum ein Prozess bricht. Unter „Decide“ siehst du Optionen zur Behebung und entscheidest, ob und welcher Agent handeln soll. Unter „Optimize“ übernehmen Agenten die Routinen, und du steuerst sie in einer fortlaufenden Verbesserungsschleife. Neue Agenten kannst du laut Produktbeschreibung in einer Agent Workbench vorher auf echten Prozessdaten probelaufen lassen, und ein geschlossener Kreislauf misst, ob sich die KPIs tatsächlich verbessert haben.

Wie das konkret aussieht, zeigt die Einkaufslösung: mpmX analysiert die Transaktionsdaten in Echtzeit, erkennt verfrühte Rechnungen, Maverick Buying und verspätete Bestellungen, sperrt Zahlungen bei Abweichungen und benachrichtigt den zuständigen Einkäufer. Bei Versicherern markiert die Software hängende Schadenfälle, leitet sie automatisch an den richtigen Sachbearbeiter weiter und zeigt, welche Dienstleister liefern. In der Testphase für Working Capital sollen die Agenten Lagerbestände senken (DIO), Zahlungsziele optimieren (DPO), Skonti nutzen und Forderungen schneller eintreiben (DSO).

Als Referenzen nennt der Anbieter unter anderem E.ON mit einer Analyse von Einkauf und Kreditorenbuchhaltung, die AOK mit fortlaufender Analyse komplexer Prozesse im Kundenservice und Siemens Healthineers mit Ereignisanalysen gegen lange Durchlaufzeiten. Die UDI in Norwegen überwacht mit mpmX die Antragsverfahren von Asylsuchenden. Ergebniszahlen stehen auf der Startseite zu keiner dieser Fallstudien.

Preise und Pläne

Öffentlich ist der Preis der Testphase für Working-Capital-Optimierung. Sie kostet ab 3.900 € im Monat, durchgestrichen daneben stehen 5.000 € im Monat. Die Testphase dauert bis zu drei Monate. Enthalten sind die mpmX-KI-Lizenz mit vollem Zugriff, zwei Tage Customer Success pro Monat, bis zu 50 GB Datenvolumen und ein Prozessdatenmodell. Gehostet wird in der mpmX Cloud, der Datenzugriff läuft über einen Connector. Einmalig kommen Einrichtung und Integration hinzu, typischerweise 5 bis 12 Beratungstage je nach Komplexität; einen Tagessatz nennt die Seite nicht.

Nach der Testphase folgt eine Jahreslizenz („Transition to annual license“), deren Preis die Seite nicht nennt. Das Legal Center führt dafür ein Muster-Bestellformular. Laut Terms of Service sind alle Gebühren Nettopreise, mpmX rechnet sie, wenn nicht anders vereinbart, jährlich im Voraus ab, fällig innerhalb von 14 Tagen. Wiederkehrende Leistungen verlängern sich automatisch, wenn keine Seite drei Monate vor Laufzeitende kündigt. Preiserhöhungen kann mpmX mit 90 Tagen Vorlauf zur nächsten Verlängerung ankündigen. Nutzung über die vereinbarten Kontingente hinaus und separat lizenzierte Funktionen wie KI, Machine Learning oder Automatisierung kosten laut SaaS Hosting Terms extra. Stand: Oktober 2026.

Stärken und Schwächen

Belegt sind ein deutscher Vertragspartner mit deutschem Recht und Gerichtsstand Karlsruhe und ein offenes Betriebsmodell: Snowflake, Databricks, Qlik oder eigenständig, in der Cloud oder vor Ort. Das Informationssicherheits-Managementsystem ist laut About-Seite durch Kiwa International Cert nach ISO/IEC 27001:2022 zertifiziert. Das Legal Center stellt Bedingungen zur Auftragsverarbeitung, technische und organisatorische Maßnahmen und eine Liste der Unterauftragsverarbeiter zum Download bereit. Die Terms räumen ein Kündigungsrecht nach dem EU Data Act ein, samt Hilfe beim Wechsel und Datenexport in einem maschinenlesbaren Format. Für die Testphase nennt mpmX einen Preis.

Auf der Schwächenseite steht zuerst ein Widerspruch zum eigenen Versprechen: Die Plattformseite betont, dass keine Daten außerhalb deiner Plattform verarbeitet werden, die Testphase läuft aber in der mpmX Cloud. Die Liste der Unterauftragsverarbeiter nennt Namen und Zweck, aber keine Verarbeitungsorte, darunter AWS, Google Cloud, Snowflake Inc., Databricks Inc., MongoDB Inc., HubSpot und Microsoft. Für Nebenleistungen darf mpmX weitere einsetzen. Bei Hosting auf Drittinfrastruktur richten sich Standort und Datenresidenz nach dem Standardmodell des jeweiligen Anbieters, sofern nichts anderes vereinbart ist. Die Terms erlauben mpmX außerdem, dich mit Name und Logo als Referenz zu nennen, solange du nicht schriftlich widersprichst. Und bei der Kundenzahl widerspricht sich die Startseite selbst: weiter oben „Dozens of companies use mpmX“, weiter unten „trusted by >100 of Enterprises“.

Alternativen zu mpmX

Im Verzeichnis findest du weitere Process-Mining-Werkzeuge aus derselben Kategorie: QPR ProcessAnalyzer, IBM Process Mining und UiPath Process Mining. Welche davon zu deiner Datenplattform passt, klärst du am besten direkt mit den Herstellerangaben auf den jeweiligen Seiten.

mpmX im Vergleich

Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst.

mpmX nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 144 von 351 Werkzeugen (41 Prozent).

Anbieter mit Sitz in Deutschland: 135 von 351 in dieser Kategorie. Aus der EU insgesamt 169.

Einen dauerhaft kostenlosen Plan bietet mpmX nicht. In der Kategorie haben 86 von 351 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.

Überblick

Wir halten mpmX für einen ernsthaften Kandidaten, wenn deine Prozessdaten schon in Snowflake, Databricks oder Qlik liegen und du Process Mining nicht als weitere Datenkopie aufbauen willst. Der deutsche Vertragspartner, deutsches Recht und das offen verlinkte Vertragswerk sind für Mittelständler mit Datenschutzfragen ein echter Pluspunkt. Die Testphase ist mit ab 3.900 € im Monat plus Beratungstagen kein Schnuppern, sondern ein kleines Projekt. Kläre vorab, welche KPIs erreicht sein müssen, damit sich die Jahreslizenz lohnt. Beachte, dass die Testphase in der mpmX Cloud läuft: Wenn gerade die native Architektur dein Argument ist, frag nach einer Testphase auf deiner eigenen Plattform. Den Agenten-Teil würden wir nüchtern prüfen, denn ob ein Agent Zahlungen sperren darf, ist eine Frage der Freigaberegeln in deinem Haus, nicht der Software. Bei der Vorbereitung helfen wir dir im Rahmen von Automation & Prozessoptimierung und beim Einsatz von KI-Agenten über unsere KI-Agentur.

Überblick

Preismodell
kostenpflichtig
Testphase bis zu 3 Monate ab 3.900 € pro Monat (vorher 5.000 €), mit voller KI-Lizenz, 2 Tagen Customer Success pro Monat und bis zu 50 GB Datenvolumen, gehostet in der mpmX Cloud. Dazu einmalig Einrichtung und Integration, typisch 5 bis 12 Beratungstage. Danach Jahreslizenz, deren Preis die Seite nicht nennt. Laut Terms Nettopreise, Rechnung jährlich im Voraus. Stand: Oktober 2026.
Herkunft
🇪🇺 Deutschland EU
Anbieter mit Sitz in der EU — die DSGVO gilt unmittelbar.
Features
  • ✓ Digitaler Prozesszwilling aus ERP, CRM und weiteren Quellsystemen
  • ✓ Object-Centric Process Mining als Standard
  • ✓ Ursachenanalyse und Conformance Checking, bewertet in Euro
  • ✓ Vorhersagen und Simulation
  • ✓ Analyse per Chat in natürlicher Sprache, Workspaces aus Daten, Analysen, Chat und KI-Agenten
  • ✓ Vordefinierte KI-Agenten mit menschlicher Freigabe, Agent Workbench mit Probeläufen auf echten Prozessdaten
  • ✓ Geschlossener Kreislauf, der misst, ob sich die KPIs tatsächlich verbessert haben
  • ✓ Context Layer, der KI-Agenten Geschäfts- und Prozesskontext liefert, dazu Vorlagen für einen schnellen Start
  • ✓ Native Bereitstellung auf Snowflake, Databricks oder Qlik: Berechnung in der Transformationsschicht deiner Plattform, Prozessdatenmodelle liegen neben deinen Daten
  • ✓ Ohne Datenplattform als mpmX Standalone, vor Ort oder in der Cloud, als SaaS auch auf Qlik Cloud
  • ✓ Fertige Lösungen für Working Capital, Einkauf und Versicherungen
  • ✓ Dokumentation (mpmX Docs), Kundenservice-Portal und Webinare

Vorteile

  • + Vertragspartner ist die MPMX GmbH in Karlsruhe (HRB 735780, Registergericht Mannheim), mit deutschem Recht und Gerichtsstand Karlsruhe
  • + Im nativen Betrieb verarbeitet mpmX laut Anbieter keine Daten außerhalb deiner Plattform, Zugriff und Sicherheit regelt deine bestehende Datenplattform
  • + Snowflake, Databricks, Qlik oder eigenständig, in der Cloud oder vor Ort
  • + Informationssicherheits-Managementsystem nach ISO/IEC 27001:2022, zertifiziert durch Kiwa International Cert
  • + Veröffentlichter Preis für die Testphase: ab 3.900 € im Monat für bis zu drei Monate, inklusive Lizenz, 50 GB Datenvolumen und Customer Success
  • + Bedingungen zur Auftragsverarbeitung, TOMs und Liste der Unterauftragsverarbeiter öffentlich zum Download
  • + Kündigungsrecht nach EU Data Act mit Hilfe beim Anbieterwechsel und Datenexport in maschinenlesbarem Format
  • + Analystenauszeichnungen laut Anbieter: Forrester Wave Process Intelligence Software Q3 2023, Gartner Magic Quadrant für Process Mining Platforms 2025, PEAK Matrix Assessment 2026

Nachteile

  • - Kein öffentlicher Preis für die Jahreslizenz, die Einrichtung kommt mit typisch 5 bis 12 Beratungstagen hinzu
  • - Die Testphase läuft in der mpmX Cloud über einen Connector, nicht nativ auf deiner Datenplattform
  • - Liste der Unterauftragsverarbeiter ohne Verarbeitungsorte, darunter AWS, Google Cloud, Snowflake Inc., Databricks Inc., MongoDB Inc., HubSpot und Microsoft, weitere für Nebenleistungen ohne Listung möglich
  • - Bei Hosting auf Drittinfrastruktur bestimmt das Standardmodell des Infrastrukturanbieters Standort und Datenresidenz, sofern nichts anderes vereinbart ist
  • - Wiederkehrende Leistungen verlängern sich automatisch, Kündigung drei Monate vor Laufzeitende, Preiserhöhungen mit 90 Tagen Vorlauf
  • - KI, Machine Learning und Automatisierung können separat lizenziert oder verbrauchsabhängig abgerechnet werden
  • - Kunden dürfen mit Name und Logo als Referenz genannt werden, solange sie nicht schriftlich widersprechen
  • - Widersprüchliche Kundenzahl auf der Startseite: „Dozens of companies“ und „trusted by >100 of Enterprises“

Tags

process-mining process-intelligence ki-agenten working-capital enterprise

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