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Meiro CDP
Analytics & Webanalyse auf-anfrage 🌍 Drittland Singapur

Meiro CDP

Customer Data Platform der Meiro Pte. Ltd. aus Singapur in drei Modulen: Pipes erfasst Events und führt Identitäten zusammen, Audiences baut Profile und Segmente, Engage spielt Kampagnen aus. Betrieb on-premise, im eigenen Cloud-Konto oder bei Meiro. Preise nur auf Anfrage.

Übersicht zu Meiro CDP: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 28.10.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.

Was ist Meiro CDP?

Meiro ist eine Customer Data Platform. Sie sammelt Kundendaten aus Website, App, CRM und Data Warehouse, führt sie zu Profilen zusammen und stellt sie für Kampagnen bereit. Im eigenen Schema beschreibt sich der Anbieter als „composable customer data platform that can be deployed on-premise, in private cloud, or inside a customer’s own cloud account”. Verkauft wird die Plattform heute als drei Module: Pipes erfasst Events und führt Identitäten zusammen, Audiences baut die Profile und Segmente, Engage spielt E-Mail, Push, SMS und WhatsApp aus. Über allen dreien sitzt der KI-Agent Piper.

Das Unterscheidungsmerkmal ist der Betriebsort. Meiro läuft laut FAQ on-premise oder in einer privaten Cloud im eigenen AWS-, Azure- oder Google-Cloud-Konto des Kunden, wahlweise auch in der Meiro Cloud. Das KI-Modell gibt es laut Startseite ebenfalls als lokale Variante, die innerhalb der eigenen Infrastruktur läuft.

Hinter dem Produkt steht laut Datenschutzerklärung die MEIRO PTE. LTD., „a company incorporated in Singapore”, mit Anschrift 53 Jalan Rumia in Singapur und der Registernummer 201716898D. Gegründet wurde Meiro laut Über-uns-Seite 2017 in Singapur. Bezüge nach Tschechien gibt es mehrere: Mitgründer Vojtech Kurka verantwortet die Produktentwicklung „in Central Europe”, die Kundenveranstaltung 2026 fand in Prag statt, und die Fußzeile führt neben Saudi-Arabien, Singapur und Australien eine Länderseite für Tschechien.

Für wen eignet sich Meiro CDP?

Meiro nennt als Zielgruppe Marketing- und Datenteams „in banking, telco, fintech, pharma, travel, e-commerce and others”. Die Branchenseiten führen Banking & Finance, Retail & E-Commerce, Health & Beauty, Media & Publishers und iGaming. Die Referenzen auf der Startseite passen dazu: Komerční Banka, DER Touristik, die Apothekenkette Dr.Max und Megapixel.

Die Module sprechen zwei Gruppen an. Pipes adressiert der Anbieter an Data-Engineering- und Produktteams, Audiences und Engage an Marketing- und Growth-Teams. Den Betriebsort nennt Meiro selbst als Hauptgrund für die Wahl: Auf die Frage, ob Meiro in der eigenen Infrastruktur laufen kann, antwortet die FAQ „Yes. That is the reason most customers choose it.” Komerční Banka betreibt Meiro laut Anbieter on-premise in einer Kubernetes-Umgebung, um die tschechischen Finanzvorschriften einzuhalten.

Für wen es nicht passt, sagt Meiro in der eigenen FAQ selbst: „If deployment control is not a requirement for you, the cloud-native platforms are genuinely easier.” Einen Tarif ohne Jahresbindung gibt es nicht: Alle Stufen laufen als Jahresabo, Preise nennt Meiro nur auf Anfrage. Ob sich eine eigene CDP überhaupt lohnt, klären wir in der Beratung & Betreuung.

Meiro CDP im Arbeitsalltag

Den Weg eines Events dokumentiert Meiro in der technischen Referenz zu Pipes als sieben Stufen. Die ersten drei laufen synchron im Request, die übrigen vier in Hintergrundprozessen:

  1. Collect: Events kommen per Webhook, über das Web-SDK oder per zeitgesteuertem Import an.
  2. Transform: Eine JavaScript-Funktion der Quelle bringt die Rohdaten in typisierte Events.
  3. Validate: Ein JSON-Schema prüft jedes Event. Fehlerhafte Payloads lehnt Pipes mit Angabe des Feldes ab.
  4. Deduplicate: Doppelte Events nach Typ, Zeit und Identifiern überspringt Pipes stillschweigend.
  5. Resolve: Identifier werden Profilen zugeordnet. Würde ein Profil die Obergrenze eines Identifier-Typs überschreiten, legt Pipes ein Overflow-Profil an, statt zu verschmelzen. Dieses Profil startet leer und erbt keine Historie.
  6. Route: Aktive Pipes filtern die Events und reichen sie an das jeweilige Ziel weiter.
  7. Deliver: Jede Zustellung wird je Pipe und je Ziel protokolliert.

Auf den aufgelösten Profilen baut Audiences die Segmente, Engage spielt sie über Journeys aus. Piper überwacht laut Referenz die Warteschlangen und schlägt Änderungen vor, darf sie aber nicht selbst anwenden: Jede Änderung braucht eine menschliche Freigabe. Wie solche Datenflüsse zwischen Systemen sauber aufgesetzt werden, beschreiben wir unter Automation & Prozessoptimierung.

Zwei Referenzen nennt der Anbieter mit Zahlen. Bei DER Touristik brachte die Zusammenführung von Identitäten über sechs Marken und Domains laut Meiro 200.000 US-Dollar Zusatzumsatz in 30 Tagen und 92 Prozent mehr Return on Ad Spend. Für Komerční Banka nennt die Pipes-Seite „400M+ events processed monthly”, die E-Mail-Seite 400 Millionen, die Seite für Marketingteams dagegen „40M events processed monthly”. Alle Zahlen stammen vom Anbieter und sind nicht unabhängig geprüft.

Preise und Pläne

Meiro veröffentlicht keine Beträge. Die Preisseite beschreibt das Modell ausführlich, jede der drei Stufen endet aber mit „Contact Us”, und das Formular heißt „Request custom pricing”.

StufeBeschreibung laut Preisseite
Startkleineres Jahreskontingent, Standard-Support, Betrieb bei Meiro
Progrößeres Jahreskontingent, weitere Betriebsarten, dedizierter Support
Enterprisesouveräne Anforderungen, große Datenmengen, komplexe Multi-Region-Infrastruktur

Abgerechnet wird als Jahresabo, das Kontingent zählt über das ganze Jahr. Die Preisseite spricht nur von „A single licensing parameter”, welche Kennzahl das ist, sagt die Startseite: Das Abo ist „priced on monthly active users”. Auf der Pipes-Seite grenzt sich Meiro zugleich von „MTU-based pricing traps” ab.

Nicht berechnet werden laut Preisseite Nutzerplätze, Identity Resolution und Konnektoren je Ziel. Optional kosten ein Premium-Support und Anpassungen am Deployment extra. Überschreitungen lösen keine sofortige Nachzahlung aus: „Licensing is tiered, not metered”, und bei 90 Prozent des Jahreskontingents meldet sich Meiro. Compliance-Funktionen wie SSO, unveränderliche Logs und Einwilligungssteuerung sind laut Preisseite in Enterprise-Verträgen enthalten.

Mit Einsparungen von 60 bis 80 Prozent gegenüber Altanbietern wirbt Meiro, schreibt aber selbst dazu: „An indicative range, not a quote.” Für Meiro Pipes gibt es eine kostenlose Testversion. Stand: Oktober 2026.

Stärken und Schwächen

Für Meiro spricht die Wahl des Betriebsorts. Self-Hosting on-premise, im eigenen Cloud-Konto oder bei Meiro bietet der Anbieter laut Preisseite mit identischem Funktionsumfang an, und als verwalteten Dienst nach eigener Aussage in über 100 Ländern. Das Preismodell verzichtet auf Gebühren je Nutzerplatz und auf Aufpreise für Identity Resolution, die Module lassen sich einzeln buchen. Die technische Referenz legt die Grenzen offen: 1 MB je Request, 10.000 Events je Request, 10 MB je Einzelevent.

Dagegen stehen die fehlenden Preise und die Jahresbindung. Die Einstiegsstufe Start nennt nur den Betrieb bei Meiro, weitere Betriebsarten nennt erst Pro. Rechtsträger ist eine Gesellschaft in Singapur, die Datenschutzerklärung liegt als PDF auf Google Drive, und ihre Fußzeile sagt: „This document is not legally binding”.

Beim verwalteten Betrieb widerspricht sich der Anbieter. Die Seite für IT-Teams beschreibt den Managed Service als „deployed in your environment” und verspricht, dass Kundendaten die eigene Infrastruktur nie verlassen. Die Pipes-Seite führt Meiro Managed SaaS dagegen mit „Meiro-managed region” und beschränkt das Versprechen auf Self-Hosting und Any-Cloud. Auch die Liste der Data Warehouses schwankt: Die Pipes-Seite nennt Snowflake, BigQuery, Databricks, PostgreSQL, MySQL und MSSQL, die technische Referenz nur die ersten drei, die Startseite zusätzlich Microsoft Fabric.

Alternativen zu Meiro CDP

Meiro vergleicht Pipes auf der eigenen Produktseite mit Segment, RudderStack und Hightouch. In derselben Kategorie dieses Verzeichnisses stehen unter anderem:

Meiro CDP im Vergleich

Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst.

Meiro CDP nennt keine Beträge. Damit steht das Werkzeug in dieser Kategorie nicht allein: 22 von 82 Anbietern geben ihre Preise erst im Gespräch heraus.

Der Anbieter sitzt außerhalb der EU. In dieser Kategorie führt das Verzeichnis 36 Alternativen mit EU-Sitz, davon 17 aus Deutschland.

Einen dauerhaft kostenlosen Plan bietet Meiro CDP nicht. In der Kategorie haben 37 von 82 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.

Überblick

Wir halten Meiro für eine ernsthafte Option, wenn Kundendaten aus regulatorischen Gründen im eigenen Rechenzentrum oder im eigenen Cloud-Konto bleiben müssen. Das ist der Kern des Produkts, und die technische Dokumentation ist für diese Klasse ungewöhnlich offen. Für einen Shop, der einfach Segmente an seinen Newsletter schicken will, ist das zu viel Plattform.

Wer wegen des Self-Hostings kommt, sollte nicht mit der kleinsten Stufe rechnen, denn Start nennt nur den Betrieb bei Meiro. Vor einem Vertrag würden wir drei Dinge schriftlich klären. Erstens die Abrechnungsgröße: Die Startseite nennt monatlich aktive Nutzer, die Pipes-Seite warnt vor MTU-basierten Preisfallen. Wie Meiro einen aktiven Nutzer zählt, entscheidet über die Stufe. Zweitens den Betriebsort im verwalteten Modus, weil die eigenen Seiten dazu zwei Antworten geben. Drittens das Vertragswerk: Wer mit einem Anbieter in Singapur Kundendaten verarbeitet, braucht einen sauberen Vertrag zur Auftragsverarbeitung, und eine Datenschutzerklärung mit dem Vermerk „not legally binding” ersetzt den nicht.

Die tschechischen Wurzeln und die Referenzen in Europa sprechen dafür, dass Meiro den europäischen Markt kennt. Am Rechtsraum des Rechtsträgers in Singapur ändert das nichts.

Überblick

Preismodell
auf-anfrage
Keine veröffentlichten Beträge, alle drei Stufen (Start, Pro, Enterprise) nur über Anfrage. Jahresabo mit einer einzigen Lizenzkennzahl, laut Startseite monatlich aktive Nutzer. Keine Gebühren je Nutzerplatz. Kostenlose Testversion für Meiro Pipes. Stand: Oktober 2026.
Herkunft
🌍 Singapur Drittland
Übermittlung personenbezogener Daten nur mit zusätzlichen Garantien, etwa Standardvertragsklauseln.
Features
  • ✓ Meiro Pipes (CDI): Events per Webhook, Web-SDK mit über 40 automatisch erfassten Ereignistypen und zeitgesteuerten Importen erfassen
  • ✓ Identity Resolution mit selbst definierten Identifier-Typen, Merge-Prioritäten und Obergrenzen, laut Anbieter 184 ms Median-Latenz
  • ✓ Routing über JavaScript-Transformationen an beliebige HTTPS-Ziele, Secrets mit AES-256-GCM verschlüsselt
  • ✓ Anbindung an Snowflake, BigQuery und Databricks ohne Datenkopie, dazu Reverse ETL per SQL-Abfrage
  • ✓ Meiro Audiences (CDP): Single Customer View, No-Code-Segmente, prädiktive Segmente und Lookalike-Audiences
  • ✓ Meiro Engage (CEP): E-Mail über beliebigen SMTP-Anbieter, Push für iOS, Android und Web, SMS, WhatsApp und Web-Banner
  • ✓ Journey Canvas für mehrstufige Abläufe über mehrere Kanäle, mit A/B- und multivariaten Tests
  • ✓ KI-Agent Piper für Überwachung, Konfigurationsvorschläge mit menschlicher Freigabe und Kampagnenerstellung
  • ✓ Betrieb self-hosted auf Kubernetes, im eigenen AWS-, Azure- oder GCP-Konto oder als Meiro Managed SaaS
  • ✓ REST-API und Kommandozeile mpcli für CI/CD
  • ✓ Integrationsliste mit 301 Einträgen

Vorteile

  • + Self-Hosting on-premise oder im eigenen Cloud-Konto, laut Preisseite mit identischem Funktionsumfang
  • + Keine Gebühren je Nutzerplatz, Identity Resolution und KI-Funktionen laut Preisseite ohne Aufpreis
  • + Keine sofortigen Überziehungsgebühren: Meiro meldet sich laut Preisseite bei 90 Prozent des Jahreskontingents
  • + Module einzeln buchbar, Einstieg mit Pipes oder Audiences
  • + Kostenlose Testversion für Meiro Pipes
  • + Technische Grenzen öffentlich dokumentiert, etwa 1 MB und 10.000 Events je Request

Nachteile

  • - Keine veröffentlichten Beträge, alle drei Stufen nur über Anfrage
  • - Die Stufe Start nennt nur Meiro-gehosteten Betrieb, weitere Betriebsarten erst die Stufe Pro
  • - Rechtsträger Meiro Pte. Ltd. sitzt in Singapur, außerhalb der EU
  • - Die Datenschutzerklärung liegt als Google-Drive-PDF vor, dessen Fußzeile sie als vertraulich und rechtlich unverbindlich bezeichnet
  • - Widersprüchliche Angaben zum verwalteten Betrieb: einmal in der Umgebung des Kunden, einmal in einer von Meiro verwalteten Region

Tags

cdp customer-data identity-resolution journey-orchestration on-premise

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