Mailchimp All-in-One Marketing Platform
Marketingplattform für E-Mail, Automatisierung, Formulare und Berichte, betrieben von The Rocket Science Group LLC aus Atlanta, Tochter von Intuit. Abgerechnet wird nach Kontaktzahl in vier Tarifen von Free bis Premium, SMS gibt es nur als Add-on.
Übersicht zu Mailchimp All-in-One Marketing Platform: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 08.09.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.
Was ist Mailchimp?
Mailchimp ist eine Marketingplattform für E-Mail, Automatisierung, Formulare, Berichte und Leadgenerierung. Vertragspartner ist The Rocket Science Group LLC, 675 Ponce de Leon Ave NE, Suite 5000, Atlanta, Georgia. Das Unternehmen gehört zur Intuit-Gruppe, Muttergesellschaft ist Intuit Inc.
Abgerechnet wird nach der Zahl der Kontakte. Die Staffel auf der Preisseite beginnt bei 0 bis 500 und geht in achtzehn Schritten bis über 1.000.000. Daneben stehen vier Tarife: Free, Essentials, Standard und Premium. Der Preis, den du siehst, ist also immer die Kombination aus Tarif und Kontaktstufe, und genau das macht den Vergleich mit anderen Anbietern mühsam.
Der zweite Hebel ist der Versand. Jeder Tarif hat neben dem Kontaktlimit ein monatliches E-Mail-Limit, im Standard-Tarif der kleinsten Stufe sind das 6.000 E-Mails, im Premium-Tarif 150.000. Wird eines der beiden Limits überschritten, entstehen Mehrkosten. Im kostenlosen Tarif passiert etwas anderes: Dort pausiert der Versand.
Für wen eignet sich Mailchimp?
Mailchimp adressiert auf seinen Seiten Restaurants, Unterhaltung und Freizeit, gemeinnützige Organisationen, E-Commerce, kleine Unternehmen, professionelle Dienstleistungen und das mittlere Marktsegment. Der kostenlose Tarif mit 250 Kontakten ist ein ehrlicher Einstieg für Vereine, Einzelunternehmer und alles, was gerade erst eine Liste aufbaut. Pop-up-Formulare und vorgefertigte E-Mail-Vorlagen sind dort enthalten, Automatisierungen dagegen nicht.
Wer automatisieren will, braucht mindestens Essentials, und dort enden die Abläufe nach vier Schritten. Erst Standard und Premium erlauben Flows mit bis zu 200 Flow-Punkten. Multivariate Tests, prädiktive Segmentierung, Telefon- und Priority-Support sowie personalisiertes Onboarding hängen am Premium-Tarif.
Weniger passend ist Mailchimp, wenn SMS ein fester Kanal sein soll. SMS ist kein Tarifbestandteil, sondern ein kostenpflichtiges Add-on, verfügbar in ausgewählten Ländern, und Credits lassen sich nur auf Antrag und nach Zustimmung kaufen. MMS gibt es ausschließlich in Standard und Premium und nur für Kontakte in den USA und Kanada. Wer telefonischen Support auf Deutsch erwartet, wird ebenfalls enttäuscht: Das Support-Team beantwortet Anrufe derzeit nur auf Englisch.
Mailchimp im Arbeitsalltag
So beschreibt der Hersteller den Ablauf. Du wählst zuerst deine Kontaktstufe, dann den Tarif. Beide zusammen ergeben den Monatspreis, und die Währung stellst du separat ein, zur Auswahl stehen unter anderem Euro, Schweizer Franken, US-Dollar und britisches Pfund.
Danach baust du die Zielgruppe auf. Pop-up-Formulare sammeln Adressen, die Segmentierung teilt die Liste, im Premium-Tarif kommt prädiktive Segmentierung dazu. Für die Aussendung stehen vorgefertigte Vorlagen bereit, ab Standard auch selbst programmierte. Ob eine Variante besser läuft, klärst du mit A/B- und multivariaten Tests, die allerdings zum Premium-Tarif gehören.
Wiederkehrende Strecken laufen über Marketing Automation Flows. Essentials begrenzt sie auf vier Schritte je Ablauf, Standard und Premium erlauben bis zu 200 Flow-Punkte. Die KI-Funktion Intuit Assist ist in Standard und Premium ohne Zusatzkosten enthalten, läuft aber als Beta, in ausgewählten Ländern und nur auf Englisch.
Angebunden wird über mehr als 300 Integrationen, darunter Shopify, WooCommerce, Canva, Zapier, Square, Wix, Squarespace, Stripe, Salesforce, LinkedIn, WordPress und Facebook. Für eigene Anbindungen gibt es die Marketing-API, die Transaktions-API und Webhooks. Wenn ein Shop und ein Newsletter-Werkzeug sauber zusammenspielen sollen, sitzt genau hier die Arbeit, und wir übernehmen sie in Projekten zu E-Commerce und Automation & Prozessoptimierung.
Mailchimp wirbt für den Standard-Tarif mit einem bis zu 24-fachen ROI. Die Fußnote dazu erklärt, worauf die Zahl beruht: auf dem gesamten E-Commerce-Umsatz, den Nutzer von Standard-Tarifen zwischen April 2023 und April 2024 im Rahmen von Mailchimp-Kampagnen erzielt haben. Die Angabe stammt vom Anbieter und ist nicht unabhängig geprüft.
Preise und Pläne
Für die kleinste Kontaktstufe weist Mailchimp folgende Beträge aus, jeweils als Monatspreis für zwölf Monate:
- Free, 0 € im Monat: Limit von 250 Kontakten, Pop-up-Formulare, vorgefertigte E-Mail-Vorlagen in begrenztem Umfang. Keine Automatisierungs-Flows, kein Intuit Assist. Der Versand pausiert, sobald das Kontakt- oder E-Mail-Sendelimit überschritten ist
- Essentials, 11,35 € im Monat: Automatisierungs-Flows mit bis zu 4 Schritten, SMS als Add-on
- Standard, 17,45 € im Monat: bis zu 6.000 E-Mails im Monat, Flows mit bis zu 200 Flow-Punkten, Intuit Assist ohne Zusatzkosten, generative KI-Funktionen, erweiterte Automatisierungen, selbst programmierte Vorlagen, eigene Pop-up-Formulare, personalisiertes Onboarding
- Premium, 305,45 € im Monat: bis zu 150.000 E-Mails im Monat, zusätzlich Telefon- und Priority-Support, multivariate und A/B-Tests, verbesserte Automatisierungsabläufe, prädiktive Segmentierung
Alle Preise steigen mit der Kontaktstufe. Ab 10.000 Kontakten gewährt Mailchimp 15 Prozent Nachlass für die ersten zwölf Monate, der bei einem Wechsel zu Premium oder Essentials erhalten bleibt. Für mehr als 250.000 Kontakte gibt es mehrere Tarifoptionen, um die monatlichen E-Mail-Limits anzupassen. Wer mehr Kontakte verwalten muss, wird an den Vertrieb verwiesen.
Testen kannst du den Standard-Tarif 14 Tage lang. Die ersten 100 E-Mails gehen ohne Zahlungsdaten raus, weitere 5.900 schaltet Mailchimp frei, sobald du eine Zahlungsmethode hinterlegst. Zwei Kostenfallen gehören in jede Kalkulation: Mehrkosten entstehen, sobald das Kontakt- oder das E-Mail-Sendelimit überschritten wird, und Customer Success ist nur in individuellen Tarifen enthalten, die mindestens 299 USD im Monat ausmachen. Stand: August 2026.
Stärken und Schwächen
Stärken:
- Dauerhaft kostenloser Tarif mit 250 Kontakten
- Pop-up-Formulare und vorgefertigte Vorlagen bereits im kostenlosen Tarif
- 14 Tage Test des Standard-Tarifs, erste 100 E-Mails ohne Zahlungsdaten
- 16 Währungen zur Auswahl, darunter Euro und Schweizer Franken
- Über 300 Integrationen mit gängigen Shop-, Zahlungs- und CRM-Systemen
- Marketing-API, Transaktions-API und Webhooks für eigene Anbindungen
- 15 Prozent Nachlass ab 10.000 Kontakten für zwölf Monate
Schwächen:
- Preis hängt an der Kontaktzahl, Staffel bis über 1.000.000 Kontakte
- Mehrkosten bei Überschreiten der Kontakt- oder Sendelimits, im Free-Tarif pausiert der Versand
- SMS nur als kostenpflichtiges Add-on und nur in ausgewählten Ländern
- MMS nur in Standard und Premium und nur für Kontakte in den USA und Kanada
- SMS-Credits nur auf Antrag und nach Zustimmung
- Telefonischer Support derzeit nur auf Englisch
- Customer Success erst ab 299 USD Monatsumsatz in individuellen Tarifen
- Intuit Assist als Beta, in ausgewählten Ländern und nur auf Englisch
Alternativen zu Mailchimp
Aus derselben Kategorie kommen MailerLite und kajomi MAIL infrage. Beim Vergleich lohnt weniger der Blick auf die Funktionsliste als auf die Abrechnung: Zahlst du nach Kontakten, nach versendeten E-Mails oder nach beidem, und was passiert beim Überschreiten. Genau daran unterscheiden sich die Anbieter am deutlichsten.
Mailchimp All-in-One Marketing Platform im Vergleich
Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst: Mailchimp All-in-One Marketing Platform steht in der Kategorie mit 558 weiteren Werkzeugen.
Der Anbieter sitzt außerhalb der EU. In dieser Kategorie führt das Verzeichnis 312 Alternativen mit EU-Sitz, davon 217 aus Deutschland.
Mailchimp All-in-One Marketing Platform nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 288 von 558 Werkzeugen (52 Prozent).
Überblick
Mailchimp ist für den Start immer noch schwer zu schlagen: 250 Kontakte kostenlos, Formulare inklusive, in zehn Minuten läuft der erste Newsletter. Der Ärger kommt später, und er kommt zuverlässig. Weil der Preis an zwei Größen hängt, an Kontakten und an versendeten E-Mails, wächst er in Sprüngen, und beim Überschreiten wird nachberechnet statt gebremst. Wer plant, sollte deshalb nicht den heutigen Monatspreis vergleichen, sondern den bei doppelter Listengröße. Für deutschsprachige Unternehmen kommt ein zweiter Punkt dazu: SMS ist hier praktisch kein Kanal, Telefon-Support gibt es nur auf Englisch, und die KI-Funktion ist auf englische Oberflächen begrenzt. Wenn diese drei Dinge für dich zählen, schau dir vorher an, was du dafür wirklich bekommst.
Bewertungen im Überblick
Überblick
- ✓ E-Mail-Marketing mit vorgefertigten und selbst programmierten Vorlagen
- ✓ Marketing-Automatisierung mit bis zu 200 Flow-Punkten in Standard und Premium
- ✓ Pop-up-Formulare in allen vier Tarifen, inklusive dem kostenlosen
- ✓ Segmentierung der Zielgruppe, prädiktive Segmentierung im Premium-Tarif
- ✓ Multivariate Tests und A/B-Tests im Premium-Tarif
- ✓ Intuit Assist als KI-Funktion ohne Zusatzkosten in Standard und Premium
- ✓ SMS-Marketing als kostenpflichtiges Add-on in ausgewählten Ländern
- ✓ Berichte und Analysen sowie eine Plattform zur Leadgenerierung
- ✓ Mehr als 300 Integrationen, darunter Shopify, WooCommerce, Zapier, Stripe, Salesforce und WordPress
- ✓ Marketing-API und Transaktions-API mit Webhooks für Entwickler
- ✓ Oberfläche und Website in sechs Sprachen, darunter Deutsch
- ✓ Personalisiertes Onboarding und Customer Success als Dienstleistungen
Vorteile
- + Dauerhaft kostenloser Tarif mit bis zu 250 Kontakten
- + Pop-up-Formulare und vorgefertigte E-Mail-Vorlagen auch im kostenlosen Tarif
- + Standard-Tarif 14 Tage kostenlos testen, die ersten 100 E-Mails ohne Zahlungsdaten
- + Preise in 16 Währungen wählbar, darunter Euro und Schweizer Franken
- + Über 300 Integrationen mit den gängigen Shop- und Zahlungssystemen
- + Ab 10.000 Kontakten 15 Prozent Nachlass für die ersten zwölf Monate
Nachteile
- - Der Preis hängt an der Kontaktzahl, die Staffel reicht von 0 bis über 1.000.000
- - Bei Überschreiten der Kontakt- oder Sendelimits fallen Mehrkosten an, im kostenlosen Tarif pausiert der Versand
- - SMS ist kein Bestandteil der Tarife, sondern ein Add-on, und nur in ausgewählten Ländern verfügbar
- - MMS gibt es nur in Standard und Premium und nur für Kontakte in den USA und Kanada
- - Der Kauf von SMS-Credits ist nur auf Antrag und nach Zustimmung möglich
- - Telefonischer Support wird derzeit nur auf Englisch geleistet
- - Customer Success ist nur in individuellen Tarifen ab 299 USD Monatsumsatz enthalten
- - Intuit Assist läuft als Beta, nur in ausgewählten Ländern und nur auf Englisch
Tags
Mehr zu E-Commerce
Diese Seite gehört zum E-Commerce-Leitfaden: Onlineshop aufbauen und skalieren
Im Leitfaden findest du den vollständigen Überblick zum Thema. Hier sind die wichtigsten weiterführenden Pfade.
Mailchimp All-in-One Marketing Platform im Einsatz
Noch nicht sicher, ob es das richtige Tool ist?
Der Aufruf oben passt, wenn deine Entscheidung steht. Wenn du noch vergleichst, hilft dir eher eins von beiden.