Zum Inhalt springen
Business.Digital Business.Digital
Junico
E-Commerce freemium 🇪🇺 EU

Junico

Junico vermittelt geprüfte Freelancer aus dem deutschsprachigen Raum an Unternehmen. Ausschreiben ist kostenlos, Freelancer zahlen 10 bis 15 % Community Fee. Handpicked mit Vorauswahl kostet 5 %, Plus mit Rahmenvertrag 10 % Service Fee. Anbieter ist die Junico GmbH in Hamburg.

Übersicht zu Junico: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 23.10.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.

Was ist Junico?

Junico ist eine Plattform aus Hamburg, die Unternehmen mit selbstständigen Fachleuten zusammenbringt. Betreiber ist die Junico GmbH, Versmannstraße 4, eingetragen beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 158203 B. Die AGB nennen als Vorgänger Freelance Junior.

Der Anbieter wirbt damit, die besten 10 % der Freelancer aus dem deutschsprachigen Raum zu vermitteln. Auf der Startseite nennt er 6.502 geprüfte Freelancer, 3.657 Unternehmen und 11.586 erfolgreiche Projekte. Das sind Angaben des Anbieters. Die Community deckt sechs Bereiche ab: Programmierung, Design & Kreatives, Business & Consulting, Künstliche Intelligenz, Marketing & Sales und Content.

Der Unterschied zu einer offenen Projektbörse ist die Aufnahmeprüfung. Freelancer richten ein Konto ein, füllen ihr Profil aus, schreiben ein Motivationsschreiben und unterzeichnen das Nice Person Agreement. Junico prüft die Bewerbung und darf ablehnen. Erst mit dem unterschriebenen Fair Work Contract können sie sich auf Aufträge bewerben. Auf deiner Seite als Auftraggeber stehen vier Modelle: Self-Service, Handpicked, Plus und Enterprise.

Für wen eignet sich Junico?

Junico passt zu Unternehmen, die einen Auftrag an selbstständige Fachleute vergeben wollen und dafür keine eigene Suche aufbauen möchten. Der Anbieter nennt vier Anlässe: Kapazität oder einen fehlenden Skill im Team ergänzen, eine Schlüsselrolle als Interim besetzen, wiederkehrende Aufgaben wie Buchhaltung, Content-Produktion oder IT-Support auslagern und neue Geschäftsfelder in einem Pilotprojekt testen. Wer die Vorauswahl nicht selbst machen will, gibt sie gegen eine Service Fee an Junico ab.

Laut AGB können Auftraggeber nur Unternehmer im Sinne von § 14 BGB sein. Verbraucher und Privatpersonen sind ausgeschlossen. Freelancer brauchen seit Dezember 2025 einen Unternehmens- oder Freiberufssitz in der EU oder der Schweiz.

Nicht geeignet ist Junico für Aufträge, die der Anbieter laut AGB ablehnen kann: Tätigkeiten, die ausschließlich oder überwiegend provisionsbasiert sind, Aufträge ohne angemessenes Honorar, Bezüge zu Parteien oder Rüstung und Heilversprechen ohne Evidenz. Personalvermittlungen, die für Endkunden handeln, brauchen eine vorherige Genehmigung, ebenso Agenturen, die ein Freelancer-Profil anlegen wollen. Und wer einen Freelancer später fest anstellen will, sollte die Provision für diesen Fall kennen. Sie steht weiter unten bei den Preisen.

Junico im Arbeitsalltag

So beschreibt der Anbieter den Ablauf in seiner Hilfe und auf der Angebotsseite. Du erstellst kostenlos einen Auftrag. Darin wählst du bis zu zehn aus über 400 Skills, das gewünschte Erfahrungslevel (Junior, Fortgeschrittene, Expert) und optional Interessen und Persönlichkeitsmerkmale. Das Team von Junico prüft den Auftrag persönlich und gibt ihn frei. Beim ersten Auftrag will Junico dein Unternehmen vorher kennenlernen.

Bewerbungen landen im Messenger, jeweils mit einer Nachricht, einer verhandelbaren Honorarvorstellung und dem Link zum Profil. Ein Match Score in Prozent zeigt, wie gut jemand passt. Er berücksichtigt laut Hilfe Skills, Verfügbarkeit, Honorarvorstellungen, Branchenkenntnisse, Interessen und Persönlichkeit. Junico rät selbst dazu, die Bewerbungen trotzdem genau zu lesen, weil die Maschinen noch trainieren. Im Handpicked-Modell gehen alle Bewerbungen zuerst an Junico, du bekommst nur die vorausgewählten mit Empfehlung.

Mit dem Button „Zusammenarbeit starten“ beginnt das Projekt. Freelancer erfassen ihre Stunden im System, du siehst die Aufwände im Messenger. Die Rechnung erstellt Junico im Namen des Freelancers und schickt sie elektronisch an dich. Du zahlst auf ein Treuhandkonto, das über die MANGOPAY S.A. in Luxemburg läuft, per Kreditkarte, Überweisung oder Lastschrift. Danach geht das Honorar abzüglich Community Fee an den Freelancer. Die Haftpflichtversicherung bei Hiscox greift nur, wenn das Projekt über Junico abgewickelt wird.

Preise und Pläne

Junico veröffentlicht seine Gebühren als Prozentsätze auf der Angebotsseite und in den AGB mit Stand 01.10.2026. Alle Entgelte verstehen sich zuzüglich Umsatzsteuer. Preisstand: Oktober 2026.

Für Auftraggeber, berechnet auf das Rechnungsvolumen:

  • Self-Service: kostenfrei. Du zahlst nur die vereinbarten Honorare.
  • Handpicked: 5 % Service Fee, gesondert in Rechnung gestellt und nur im Erfolgsfall.
  • Plus: 10 % Service Fee. Junico ist alleiniger Vertragspartner, du zahlst das Honorar an Junico und bekommst eine Gesamtrechnung.
  • Enterprise: individuell verhandelt. Die AGB nennen dafür die früheren Modelle Pro und Teams.

Freelancer zahlen für Registrierung und Bewerbung nichts. Bei erfolgreicher Vermittlung behält Junico 10 bis 15 % des Rechnungsvolumens als Community Fee ein, je nach Rechnungshöhe und Level. Die Hilfe listet fünf Stufen: Newcomer 15 %, Promoter ab 10.000 Punkten 14 %, Botschafter ab 30.000 13 %, Superstar ab 70.000 12 % und Legende ab 150.000 10 %. Punkte (Junicoins) gibt es für Abrechnungen, Profilpflege, Magazinartikel, Empfehlungen und für Konten bei Partnern wie Finom, bunq oder sevdesk.

Für deine Kalkulation wichtig: Laut AGB enthalten die angegebenen Stundensätze der Freelancer die Community Fee bereits. Kostenfrei heißt im Self-Service also, dass keine Gebühr obendrauf kommt.

Drei Kostenpunkte stehen nicht in der Preisübersicht, sondern nur in den AGB:

  • Festanstellung: Wird aus einer Vermittlung eine Festanstellung, zahlst du 1 % des Bruttojahresgehalts pro Monat, höchstens 24 Monate, quartalsweise im Voraus. Rechenbeispiel der AGB: Wechsel nach 12 Monaten bei 60.000 € Jahresgehalt ergibt vier Raten zu je 1.800 €.
  • Werkstudenten, Praktikanten, Minijobber: 750 € Vermittlungsprovision.
  • Umgehung: Das Verbot gilt 24 Monate ab Start der Zusammenarbeit, auch für Folgeprojekte mit anderen Teams oder verbundenen Unternehmen. Die Vertragsstrafe beträgt 1.000 € oder das Dreifache der entgangenen Community Fee, je nachdem, was höher ist. Sie trifft beide Seiten.

Ein Widerspruch beim Anbieter selbst: Eine Antwort in der Hilfe verspricht nur 5 % Community Fee auf Rechnungen an Auftraggeber, die ein Freelancer selbst eingeladen hat. Die AGB nennen 10 bis 15 % unabhängig vom gewählten Paket. Wer als Freelancer eigene Kunden mitbringen will, sollte das vorher schriftlich klären.

Stärken und Schwächen

Für Auftraggeber ist der Einstieg ohne Service Fee möglich, und bis auf Enterprise stehen alle Gebührensätze offen auf der Angebotsseite und in den AGB. Die Zahlungen laufen über die MANGOPAY S.A., ein E-Geld-Institut in Luxemburg, das auch die KYC-Prüfung der Freelancer übernimmt. Junico hat laut AGB keinen Zugriff auf diese Dokumente. Für alle über die Plattform abgewickelten Projekte besteht ein Haftpflichtschutz über Hiscox. Die Compliance-Beratung ist kostenfrei, Musterverträge und NDA-Vorlagen stellt Junico bereit.

Die Schwächen stecken in den AGB. Das Umgehungsverbot bindet dich 24 Monate, eine Festanstellung kostet bis zu 24 Monatsraten, und die Community Fee ist im Stundensatz schon enthalten. Die Plattform steht nur Unternehmern offen, Freelancer brauchen einen Sitz in der EU oder der Schweiz. Die Seite zur Rechtssicherheit wirbt trotzdem mit korrekter Rechnungsstellung „weltweit“.

Beim Datenschutz lohnt ein zweiter Blick. Als Serverhoster führt die Datenschutzerklärung die DigitalOcean, LLC aus New York, für das CDN Cloudflare und Cloudinary, beide mit Anschrift in Kalifornien. Die Erklärung trägt den Stand 05.10.2022, die AGB den Stand 01.10.2026. Auch die Kennzahlen gehen auseinander: Die Startseite nennt 11.586 erfolgreiche Projekte, die Hilfe zur Haftung spricht von über 6.000 vermittelten Projekten.

Alternativen zu Junico

Im Verzeichnis findest du weitere Wege zu externen Fachleuten, etwa freelancermap, GULP, FRATCH und Upwork. Deren Gebühren und Bedingungen stehen in den jeweiligen Einträgen.

Vergleiche vor allem die drei Punkte, die bei Junico erst in den AGB auftauchen: wer die Gebühr trägt, wie lange ein Umgehungsverbot gilt und was eine spätere Festanstellung kostet.

Junico im Vergleich

Junico nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 290 von 558 Werkzeugen (52 Prozent).

Anbieter mit Sitz in Deutschland: 217 von 558 in dieser Kategorie. Aus der EU insgesamt 312.

Überblick

Junico ist für Unternehmen interessant, die gelegentlich Freelancer brauchen und die erste Auswahl entweder selbst machen oder für 5 % abgeben wollen. Die Aufnahmeprüfung, die Haftpflicht über Hiscox und die saubere Abrechnung über ein Treuhandkonto nehmen dir Arbeit ab, die du bei einer direkten Beauftragung selbst erledigen müsstest.

Wir halten die AGB aber für den eigentlichen Prüfstein. Das Umgehungsverbot über 24 Monate und die Provision bei Festanstellung spürst du erst, wenn du mit einem Freelancer dauerhaft arbeiten willst. Genau dann zählt jeder Prozentpunkt. Wenn du planst, eine Rolle über einen Freelancer zu testen und später fest zu besetzen, rechne die Provision vorher durch.

Für Projekte in der Webentwicklung oder rund um KI und Automatisierung ist Junico ein brauchbarer Weg zu einzelnen Fachleuten. Wer ganze Teams statt einzelner Personen sucht, landet laut Hilfe im Enterprise-Modell, und dessen Preise sind nicht veröffentlicht.

Überblick

Preismodell
freemium
Für Auftraggeber: Ausschreibung und Self-Service kostenfrei. Handpicked 5 % und Plus 10 % Service Fee auf das Rechnungsvolumen, Enterprise individuell. Freelancer zahlen 10 bis 15 % Community Fee je nach Level, die Stundensätze enthalten sie bereits. Festanstellung nach Vermittlung: 1 % des Bruttojahresgehalts pro Monat, höchstens 24 Monate; Werkstudenten, Praktikanten, Minijobber: 750 €. Zzgl. USt. Stand: Oktober 2026.
Herkunft
🇪🇺 Deutschland EU
Anbieter mit Sitz in der EU — die DSGVO gilt unmittelbar.
Features
  • ✓ Self-Service: Auftrag kostenlos erstellen, Bewerbungen geprüfter Freelancer selbst sichten und auswählen
  • ✓ Handpicked: Eine Ansprechperson von Junico führt Erstgespräche und legt eine kuratierte Shortlist vor
  • ✓ Plus mit Rahmenvertrag, Compliance-Check, individuellen Abrechnungsprozessen und Zufriedenheitsgarantie; Junico ist dann alleiniger Vertragspartner
  • ✓ Enterprise für Großunternehmen mit skalierbaren Freelancer-Teams, eigenen Governance- und Compliance-Modellen und dediziertem Beratungsteam
  • ✓ Auftrag mit bis zu zehn aus über 400 Skills, Erfahrungslevel und optional Interessen und Persönlichkeitsmerkmalen
  • ✓ Match Score je Bewerbung aus Skills, Verfügbarkeit, Honorarvorstellung, Branchenkenntnis, Interessen und Persönlichkeit
  • ✓ Messenger mit Zeiterfassung: Freelancer buchen Stunden im System, die Aufwände siehst du laufend
  • ✓ Rechnungsstellung im Namen der Freelancer, Zahlung über ein Treuhandkonto der MANGOPAY S.A. per Kreditkarte, Überweisung oder Lastschrift
  • ✓ Betriebs- und Berufshaftpflicht der Freelancer über eine Gruppenversicherung bei Hiscox für alle über Junico abgewickelten Projekte
  • ✓ Musterverträge, NDA-Vorlagen, Whitepaper zur Scheinselbstständigkeit und kostenfreie Compliance-Beratung
  • ✓ Honorar Navigator mit Honorarspannen je Rolle und Erfahrungslevel

Vorteile

  • + Ausschreibung und Self-Service kosten Auftraggeber keine Service Fee, Gebühren fallen nur bei erfolgreicher Vermittlung an
  • + Gebührensätze für Self-Service, Handpicked, Plus und die Community Fee stehen öffentlich auf der Angebotsseite und in den AGB
  • + Haftpflichtschutz über Hiscox für alle über Junico abgewickelten Projekte
  • + Zahlungsabwicklung und KYC-Prüfung über die MANGOPAY S.A., ein E-Geld-Institut in Luxemburg; Junico selbst hat keinen Zugriff auf die KYC-Dokumente
  • + Deutscher Anbieter, AGB nach deutschem Recht mit Gerichtsstand Hamburg
  • + Kostenfreie Compliance-Beratung, dazu Musterverträge und NDA-Vorlagen von Junico

Nachteile

  • - Umgehungsverbot für 24 Monate ab Start der Zusammenarbeit, auch für Folgeprojekte und verbundene Unternehmen; Vertragsstrafe mindestens 1.000 € für beide Seiten
  • - Festanstellung eines vermittelten Freelancers kostet 1 % des Bruttojahresgehalts pro Monat, höchstens 24 Monate
  • - Die Community Fee von 10 bis 15 % steckt laut AGB bereits in den angegebenen Stundensätzen
  • - Nur für Unternehmer, Freelancer brauchen seit Dezember 2025 einen Sitz in der EU oder der Schweiz
  • - Serverhosting bei der DigitalOcean, LLC und CDN bei Cloudflare und Cloudinary, alle mit US-Anschrift; Datenschutzerklärung mit Stand 05.10.2022

Tags

Freelancer-Plattform Freelancer-Vermittlung Projektvergabe Interim-Management

Mehr zu E-Commerce

Diese Seite gehört zum E-Commerce-Leitfaden: Onlineshop aufbauen und skalieren

Im Leitfaden findest du den vollständigen Überblick zum Thema. Hier sind die wichtigsten weiterführenden Pfade.

Weiterführende Ressourcen

Alles, was du brauchst, um dein Business zu digitalisieren. Von praktischen Tools bis zu tiefgehendem Expertenwissen.

Tools & Services

Nützliche Helfer für deinen Geschäftsalltag.

Magazin

Praxiswissen zu Digitalisierung, E-Commerce und Automation.

FAQ

Antworten und Erklärungen zu digitalen Themen.