Zum Inhalt springen
Business.Digital Business.Digital
Shopware
E-Commerce freemium 🇪🇺 EU

Shopware

Shopware ist eine führende Open-Source-E-Commerce-Plattform aus Deutschland. Sie bietet flexible Shop-Erstellung, B2B-Funktionen, ein starkes Plugin-Ökosystem und skaliert von mittelständischen Onlineshops bis zu Enterprise-Projekten.

Übersicht zu Shopware: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar.

Was ist Shopware?

Shopware ist eine deutsche E-Commerce-Plattform, die 2000 von Stefan und Sebastian Hamann in Schöppingen (Nordrhein-Westfalen) gegründet wurde. Heute ist Shopware eine der meistgenutzten Shop-Plattformen im deutschsprachigen Raum und hat sich international als starke Alternative zu Shopify und WooCommerce etabliert.

Der Kern der Plattform, die Community Edition, ist vollständig Open Source unter der MIT-Lizenz verfügbar. Das bedeutet: Du kannst Shopware kostenlos herunterladen, betreiben und nach Belieben anpassen. Über einen Plugin-Store mit mehr als 3.100 Erweiterungen lässt sich der Funktionsumfang flexibel erweitern.

Shopware 6, die aktuelle Generation, basiert auf Symfony und Vue.js und ist für Headless- und Composable-Commerce-Architekturen ausgelegt. Die Plattform wird von über 30.000 Unternehmen weltweit genutzt, darunter Marken wie Philips, Toyota und Stabilo.

Für wen eignet sich Shopware?

Shopware deckt eine breite Spanne ab: von ambitionierten KMU, die einen professionellen Onlineshop betreiben wollen, bis hin zu Enterprise-Unternehmen mit komplexen B2B-Anforderungen.

Die Community Edition eignet sich für Unternehmen, die technisches Know-how mitbringen oder eine Agentur einbinden, und beim Lizenzkosten sparen wollen. Der Einstieg ist günstig, die Betriebskosten entstehen vor allem durch Hosting, Entwicklung und Plugins.

Die kostenpflichtigen Pläne (Rise, Evolve, Beyond) richten sich an Unternehmen, die verwaltetes Hosting, SLA-gesicherten Support und erweiterte Funktionen wie die B2B Suite benötigen. Für kleine Shops mit geringem Umsatz sind die Preise ab 600 EUR/Monat jedoch ein erheblicher Kostenfaktor.

Shopware ist besonders stark in der DACH-Region, wo das Agentur-Ökosystem und die Community-Unterstützung besonders dicht sind.

Shopware im Arbeitsalltag

Ein mittelständischer Modeeinzelhändler betreibt seinen Onlineshop auf Shopware 6. Im Backend pflegt das Team Produkte mit Varianten, Größentabellen und Lagerbeständen. Über die Erlebniswelten gestaltet das Marketing-Team saisonale Landingpages per Drag-and-drop, ohne Entwickler einzubinden.

Der Flow Builder automatisiert wiederkehrende Aufgaben: Wenn ein Kunde eine Bewertung abgibt, geht automatisch eine Dankes-E-Mail raus. Bestellungen unter bestimmten Bedingungen werden automatisch in eine separate Bearbeitungsqueue geleitet.

Für B2B-Kunden mit Staffelpreisen und Freigabe-Workflows greift das Team auf die B2B Suite zurück, die kundenspezifische Preislisten und Bestellfreigaben ermöglicht. Alle Vorgänge werden über die REST-API auch im angebundenen ERP-System gespiegelt.

Preise und Pläne

Shopware bietet vier Einstiegspunkte:

Community Edition ist kostenlos und Open Source. Du trägst die Hosting-Kosten selbst, erhältst aber keinen offiziellen Support von Shopware. Entwicklerseitig ist die volle Flexibilität gegeben.

Rise startet bei 600 EUR/Monat (netto). Es enthält verwaltetes Hosting, professionellen Support und grundlegende kommerzielle Funktionen. Für wachsende B2C-Shops gedacht.

Evolve startet bei 2.400 EUR/Monat (netto) und ergänzt die B2B Suite, erweitertes Benutzer- und Rechtesystem sowie dedizierte Performance-Features.

Beyond startet bei 6.500 EUR/Monat (netto) und ist für Enterprise-Anforderungen ausgelegt: 24/7-Support, Multi-Inventory und individuelle SLAs.

Alle Preise sind abhängig vom Gross Merchandise Value (GMV) des Shops und werden individuell kalkuliert. Stand: März 2026.

Stärken und Schwächen

Shopware punktet vor allem durch seine Flexibilität und Offenheit. Die MIT-Lizenz der Community Edition gibt Entwicklern vollständige Kontrolle. Das Plugin-Ökosystem, die aktive Community und die starke Agentur-Landschaft in der DACH-Region machen Shopware zu einer gut unterstützten Wahl.

Als deutsches Unternehmen mit europäischem Hosting ist die DSGVO-Konformität strukturell verankert, was gegenüber US-amerikanischen Plattformen ein relevanter Vorteil ist.

Die Schwächen liegen vor allem im Preismodell der kommerziellen Pläne: 600 EUR/Monat für Rise ist für viele mittelständische Shops eine erhebliche Hürde. Wer auf den kommerziellen Plänen aufbaut und dann wechseln möchte, steht vor einem aufwändigen Migrationsprozess. Zudem berichten Nutzer immer wieder von Plugin-Inkompatibilitäten nach Versionsupdates, die zusätzlichen Entwicklungsaufwand verursachen.

Alternativen zu Shopware

Shopify ist die meistgenutzte Alternative, besonders für B2C-Shops ohne hohe technische Eigenentwicklung. Die gehostete Infrastruktur macht den Einstieg einfach, dafür ist die Flexibilität begrenzt und die Kosten durch App-Gebühren steigen schnell.

WooCommerce ist die WordPress-basierte Open-Source-Alternative. Einstieg kostenlos, aber bei hohem Traffic und komplexen Anforderungen schnell an Grenzen.

Magento (Adobe Commerce) ist der direkte Enterprise-Konkurrent. Ähnlich flexibel, aber noch stärker auf große Organisationen ausgerichtet und entsprechend aufwändig im Betrieb.

OXID eSales ist eine weitere deutsche Open-Source-Plattform, die besonders im B2B-Segment stark ist.

Überblick

Shopware ist die erste Wahl, wenn du einen flexiblen, DSGVO-konformen und in der DACH-Region bestens unterstützten Onlineshop aufbauen willst. Die Community Edition ermöglicht einen kostengünstigen Einstieg mit voller technischer Kontrolle. Für B2B-Commerce und Enterprise-Anforderungen liefert die Plattform mit ihren kommerziellen Plänen ausgereifte Werkzeuge.

Der Haken: Ohne technisches Know-how oder eine erfahrene Agentur an der Seite ist Shopware kein Selbstläufer. Und wer auf die kostenpflichtigen Pläne setzt, muss erhebliche monatliche Kosten einplanen. Wer bereit ist, in Entwicklung und Betrieb zu investieren, bekommt dafür eine der leistungsfähigsten und flexibelsten E-Commerce-Plattformen auf dem Markt.

Überblick

Preismodell
freemium
Community Edition kostenlos (Open Source, MIT-Lizenz). Kostenpflichtige Pläne: Rise ab 600 EUR/Monat, Evolve ab 2.400 EUR/Monat, Beyond ab 6.500 EUR/Monat. Preise netto, abhängig vom GMV. Stand: März 2026.
Herkunft
🇪🇺 Deutschland DSGVO-Vorteil
Features
  • Community Edition kostenlos und Open Source (MIT-Lizenz)
  • Erlebniswelten (Shopping Experiences) für flexibles Content-Management
  • Rule Builder für regelbasierte Preise, Versandlogik und Aktionen
  • B2B Suite mit Budgets, Rollen und Rechten (ab Evolve)
  • Flow Builder für automatisierte Workflows ohne Code
  • Headless-Commerce-API für Composable-Commerce-Architekturen
  • Plugin-Store mit über 3.100 Erweiterungen
  • Multi-Channel-Verkauf über Sales Channels (Shop, App, Marktplätze)

Vorteile

  • + Deutsches Unternehmen, DSGVO-konform, starke EU-Compliance
  • + Sehr flexibel und erweiterbar dank Open-Source-Kern und Plugin-Ökosystem
  • + Kostenloser Einstieg über Community Edition möglich
  • + Etablierte Plattform mit breiter Agentur- und Entwickler-Community in der DACH-Region

Nachteile

  • - Kostenpflichtige Pläne ab Rise sehr teuer (ab 600 EUR/Monat)
  • - Technische Komplexität erfordert Entwickler-Expertise oder Agenturunterstützung
  • - Plugin-Inkompatibilitäten bei Versionsupdates können zum Problem werden

Tags

E-Commerce Shopsystem B2B-Commerce Open Source Headless Commerce

Mehr zu E-Commerce

Diese Seite gehört zum E-Commerce-Leitfaden: Onlineshop aufbauen und skalieren

Im Leitfaden findest du den vollständigen Überblick zum Thema. Hier sind die wichtigsten weiterführenden Pfade.

Weiterführende Ressourcen

Alles was du brauchst, um dein Business zu digitalisieren – von praktischen Tools bis hin zu tiefgehendem Expertenwissen.

Tools & Services

Nützliche Helfer für deinen Geschäftsalltag.

Magazin

Praxiswissen zu Digitalisierung, E-Commerce und Automation.

FAQ

Antworten und Erklärungen zu digitalen Themen.