Jamie
KI-Meeting-Assistent der wespond UG aus Rösrath. Jamie läuft lokal auf dem Gerät und schreibt Online- und Präsenzmeetings mit, ohne als Bot im Call zu erscheinen. Notizen und Transkripte in 99+ Sprachen, Verarbeitung laut Anbieter in EWR, Schweiz und UK, ISO 27001 und DORA in allen Plänen.
Übersicht zu Jamie: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 20.10.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.
Was ist Jamie?
Jamie schreibt Besprechungen mit, ohne selbst im Call aufzutauchen. Die Software läuft lokal auf dem Gerät und greift Mikrofon und Systemton direkt ab. Es geht keine Kalendereinladung an die Runde, und niemand sieht eine dritte Partei im Meeting. Hinter dem Produkt steht die wespond UG (haftungsbeschränkt) aus Rösrath, eingetragen beim Amtsgericht Köln unter HRB 100335 und vertreten durch Benedikt Böringer.
Nach dem Gespräch entsteht eine strukturierte Zusammenfassung mit Kernpunkten, Entscheidungen und Aufgaben. Notizen und Transkripte gibt es in 99+ Sprachen, Sprechererkennung mit Speaker Memory und Aufgabenerkennung sind in jeder Preisstufe enthalten. Über die Chat-Funktion Ask Jamie lassen sich Fragen über den gesamten Meeting-Bestand stellen. Workflows setzen die Schritte nach dem Termin zusammen, vom CRM-Update bis zum Entwurf der Follow-up-Nachricht. Technisch arbeiten laut Datenschutzerklärung Spracherkennung und große Sprachmodelle zusammen; die Transkription läuft über den Dienstleister Soniox mit Verarbeitung in der EU.
Der Schwerpunkt, den der Hersteller nach vorn stellt, ist der Rechtsraum. Verarbeitung und Speicherung bleiben laut Security-Seite innerhalb von EWR, Schweiz und Vereinigtem Königreich, Meeting-Audio wird nach der Transkription gelöscht, verschlüsselt wird mit TLS 1.2 im Transport und AES 256 im Ruhezustand. ISO 27001, DSGVO-Konformität und die Ausrichtung auf DORA stehen laut Preistabelle in allen Stufen. SOC 2 Type II führt dieselbe Tabelle mit dem Zusatz pending, das Audit läuft noch. Trainings auf Kundendaten schließt die Datenschutzerklärung für sich und für die eingesetzten Modellanbieter aus.
Für wen eignet sich Jamie?
Der Hersteller adressiert Teams, die vertrauliche Gespräche führen. Die Startseite nennt führende Häuser aus Private Equity, Banking, M&A, Recht und Beratung, die Security-Seite spricht von Deal-Teams in PE, IB und M&A-Beratung sowie von Kanzleien und Beratungen mit sensiblen Mandaten. Eigene Branchenseiten gibt es für Investing, Advisory und Tech. Als Selbstbeschreibung formuliert das Unternehmen, Jamie helfe Teams mit hohem Einsatz, schneller zu arbeiten, präsent zu bleiben und jedes Detail zu behalten.
Für Einzelpersonen und kleine Runden reicht der Free-Plan technisch aus: 10 KI-Notizen im Monat, 30 Minuten je Meeting, Ask Jamie und unbegrenzter Speicher. Wer länger tagt, braucht Plus mit 2 Stunden oder Pro mit 5 Stunden je Termin.
Weniger passend ist Jamie, wenn du CRM-Anbindung schon im Einstieg erwartest. Salesforce, HubSpot, Attio, Pipedrive, Microsoft Dynamics 365 und Asana schalten erst ab Pro frei, während Google Docs, Notion und OneNote in jeder Stufe dabei sind. Teams, die Vorlagen und Arbeitsbereich teilen oder Nutzer verwalten wollen, kommen am Team-Plan nicht vorbei. Wer SAML SSO, SCIM, Audit-Logs, granulare Zugriffsrechte, eigene Aufbewahrungsregeln oder eine IP-Allowlist braucht, landet in Enterprise, und dort nennt die Preisseite keinen Betrag. Wenn du vor dieser Entscheidung stehst, lohnt ein Blick auf die eigenen Prozesse vor dem Toolkauf; genau dort setzt unsere Beratung & Betreuung an.
Jamie im Arbeitsalltag
Der dokumentierte Ablauf hat vier Schritte. Zuerst wird die Vorlage im Programm unter Settings und Templates hinzugefügt. Dann startet das Meeting auf Zoom, Teams, Google Meet oder vor Ort, ohne Bot und ohne Meeting-Link. Innerhalb von Minuten nach dem Gesprächsende erscheinen die Notizen in der Struktur der Vorlage. Passt das Format nicht, lässt sich die Vorlage im Nachhinein wechseln, und die Zusammenfassung entsteht neu.
Danach greifen die Workflows. Sie bauen die Schritte nach dem Meeting zusammen, vom Aktualisieren des CRM bis zum Entwurf der Follow-up-Nachricht. Ab Pro kommen API, Webhook und die MCP-Anbindung hinzu: Der Webhook schickt Notizen, Action Items und Transkripte unmittelbar nach Meeting-Ende weiter, über MCP lassen sich Claude, ChatGPT oder andere Werkzeuge an den eigenen Meeting-Bestand hängen. Das Webinar zur CRM-Automatisierung beschreibt den Ablauf so, dass jede Änderung vor dem Schreiben in Attio, Affinity oder Pipedrive geprüft werden kann. Wer solche Ketten im eigenen Betrieb bauen will, findet den Rahmen dafür unter Automation & Prozessoptimierung.
Veröffentlichte Referenzen nennt der Hersteller mit Namen. Toni Stork, Founding Partner und CEO bei OMMAX, sagt, Jamie sei schneller Teil der Arbeitsweise geworden als erwartet und vergesse nichts. Simon Pellas, Chief of Staff bei Monument Bank, nutzt Jamie nach eigener Aussage mehrmals täglich und spart sich damit das Abtippen von Zusammenfassungen.
Bei den Zeitersparnis-Zahlen widerspricht sich der Anbieter von Seite zu Seite: Die Startseite nennt 5 Stunden pro Person und Woche, die Kundenstimmen und die Privacy-Landingpage nennen 6 Stunden und mehr, die Tech-Branchenseite 4 Stunden und mehr, die Advisory-Seite 13 Stunden je Analyst und die Investing-Seite 15 Stunden je Associate. Die Kundenstimmen beziffern den Rückgang der Nacharbeit zusätzlich mit 41 Prozent und die Zahl erfasster Meetings mit über 4 Millionen. Alle diese Werte sind Anbieterangaben und nicht unabhängig geprüft; dasselbe gilt für die Kundenzahlen, die zwischen 1.000 Firmen auf der Webinarseite und 10.000 Kunden auf der Über-uns-Seite auseinandergehen.
Preise und Pläne
Fünf Stufen, abgerechnet in Euro. Die Preisseite schaltet zwischen Monthly und Yearly um und weist für die Jahreszahlung 17 Prozent Nachlass aus. Die Karten tragen den Zusatz billed annually, die Vergleichstabelle nennt die Beträge ohne weitere Zusätze.
- Free, 0 EUR: 10 KI-Notizen im Monat, 30 Minuten je Meeting, Ask Jamie, unbegrenzter Speicher, 1 eigene Vorlage.
- Plus, 21 EUR im Monat: 20 KI-Notizen, 2 Stunden je Meeting, 3 eigene Vorlagen, Notion, Google Docs und OneNote.
- Pro, 39 EUR im Monat: unbegrenzte KI-Notizen, 5 Stunden je Meeting, unbegrenzte Vorlagen, Salesforce, HubSpot, Attio, Pipedrive, Microsoft Dynamics 365 und Asana, API und Webhook, MCP für Claude, ChatGPT und Cursor, Priority Support.
- Team, 33 EUR je Platz und Monat: alles aus Pro, dazu zentrale Abrechnung, geteilter Team-Workspace mit Tags, geteilte Vorlagen, Nutzerverwaltung und Admin-Rechte, DealCloud, 100 Custom-Vocabulary-Begriffe.
- Enterprise, Preis auf Anfrage, jährlich abgerechnet: Mengenrabatte, SAML SSO und Admin-Kontrollen, SCIM-Bereitstellung, DPAs, ISO 27001, persönliches Onboarding, dazu Nutzer-Analytics, Audit-Logs, granulare Zugriffsrechte, IP-Allowlist, eigene Aufbewahrungsregeln, Affinity, 250 Custom-Vocabulary-Begriffe und ein dedizierter Ansprechpartner.
Die Abrechnungseinheit unterscheidet sich zwischen den Stufen. Free, Plus und Pro stehen auf der Preisseite unter der Rubrik Individual und werden pro Monat ausgewiesen. Nur Team rechnet ausdrücklich je Platz ab, Enterprise wird jährlich abgerechnet.
Zwei Kontingente sind leicht zu überlesen. Die KI-Notizen pro Monat liegen bei 10 in Free und 20 in Plus, erst ab Pro sind sie unbegrenzt. Und die Custom-Vocabulary-Begriffe bleiben bis einschließlich Pro bei 50; mehr gibt es nur in Team mit 100 und Enterprise mit 250. Unbegrenzt ist dagegen in jeder Stufe der Speicher.
Stand: Oktober 2026.
Stärken und Schwächen
Stärken:
- Kein Bot im Call, keine Kalendereinladung an die Teilnehmer, keine dritte Partei im Meeting.
- Free-Plan mit 10 KI-Notizen, 30 Minuten je Termin, Ask Jamie und unbegrenztem Speicher.
- ISO 27001, DORA, EU-Hosting, DSGVO-Konformität und der Verzicht auf Modelltraining stehen laut Preistabelle in allen fünf Stufen.
- Die Datenschutzerklärung nennt jeden Unterauftragsverarbeiter mit Zweck, Serverstandort und Transfergrundlage, dazu einen externen Datenschutzbeauftragten.
- Rechtsträger, Register und Geschäftsführung sind im Impressum vollständig ausgewiesen.
Schwächen:
- 30 Minuten Meeting-Dauer im Free-Plan, 2 Stunden in Plus, 5 Stunden ab Pro.
- CRM-Integrationen erst ab Pro, DealCloud ab Team, Affinity nur in Enterprise.
- Geteilte Vorlagen, geteilter Workspace und Nutzerverwaltung erst ab Team.
- SAML SSO, SCIM, Audit-Logs, granulare Zugriffsrechte, eigene Aufbewahrungsregeln und IP-Allowlist nur in Enterprise, dort ohne veröffentlichten Preis.
- SOC 2 Type II steht in jeder Stufe mit dem Zusatz pending, das Audit läuft noch.
- Die Zusage, Daten verließen EWR, Schweiz und UK nie, deckt sich nicht mit der eigenen Unterauftragsliste: vier der dort genannten Dienstleister verarbeiten in den USA, darunter WorkOS für Authentifizierung und Identität. Die Marketing-Website selbst liegt auf einer Plattform mit Servern in den USA.
Alternativen zu Jamie
In derselben Kategorie des Verzeichnisses stehen Otter.ai, tl;dv und Tactiq.io. Was dort an Funktionen, Plänen und Herkunft belegt ist, steht in den jeweiligen Einträgen.
Auf Jamie-Seite sind für den Vergleich drei Punkte belegt: die Aufnahme ohne Bot im Call, die Verarbeitung in EWR, Schweiz und Vereinigtem Königreich laut Security-Seite und ISO 27001 in allen Preisstufen.
Jamie im Vergleich
Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst. Jamie steht in der Kategorie “ki” neben 408 weiteren Werkzeugen.
Jamie nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 218 von 409 Werkzeugen (53 Prozent).
Anbieter mit Sitz in Deutschland: 93 von 409 in dieser Kategorie. Aus der EU insgesamt 128.
Überblick
Wir halten Jamie für die naheliegende Wahl, wenn zwei Dinge zusammenkommen: Gespräche, in denen ein zusätzlicher Bot im Teilnehmerfeld unangenehm auffällt, und eine Compliance-Abteilung, die nach Rechtsraum und Zertifikaten fragt. Dass ISO 27001 und DORA nicht hinter der Enterprise-Stufe eingesperrt sind, ist ungewöhnlich und spricht für den Anbieter.
Beim Datenschutz würden wir trotzdem genauer hinsehen, als die Werbezeile nahelegt. Zwischen dem Versprechen, Daten verließen EWR, Schweiz und UK nie, und der eigenen Unterauftragsliste mit vier US-Standorten liegt eine Lücke, die man vor der Unterschrift klären sollte. Das ist kein Vorwurf, sondern eine Frage für das Verarbeitungsverzeichnis. Lobenswert ist, dass der Anbieter diese Liste überhaupt so detailliert veröffentlicht; die meisten tun das nicht.
Preislich wird es interessant, sobald das CRM mitspielen soll. Unter Pro geht in dieser Richtung nichts, und wer im Team arbeitet, zahlt je Platz. Für die Zeitersparnis-Zahlen des Herstellers würden wir keine Geschäftsplanung aufsetzen, solange sie je Unterseite anders ausfallen. Rechne stattdessen mit der eigenen Meeting-Zahl und der eigenen Nacharbeit, dann trägt die Entscheidung. Wer beides nicht kennt, klärt besser zuerst, welcher Schritt nach dem Meeting wirklich Zeit kostet. Genau dort setzen wir als KI-Agentur an.
Überblick
- ✓ Aufnahme ohne Meeting-Bot: Jamie läuft lokal auf dem Gerät, greift Mikrofon und Systemton ab, verschickt keine Kalendereinladung und erscheint für die Teilnehmer nicht als dritte Partei
- ✓ Arbeitet auf Zoom, Teams, Google Meet und weiteren Online-Plattformen, Präsenzmeetings werden über Laptop oder Telefon erfasst
- ✓ Notizen und Transkripte in 99+ Sprachen, Sprechererkennung mit Speaker Memory und Aufgabenerkennung in allen Plänen enthalten
- ✓ Ask Jamie: Chat über den gesamten Meeting-Bestand, ebenfalls ab dem Free-Plan
- ✓ Eigene Vorlagen, gestaffelt mit 1 in Free, 3 in Plus und unbegrenzt ab Pro; die Vorlage lässt sich nach dem Meeting wechseln, die Zusammenfassung entsteht dann neu
- ✓ Custom-Vocabulary-Begriffe für Fachsprache und Eigennamen: 50 bis Pro, 100 in Team, 250 in Enterprise
- ✓ Workflows, die die Schritte nach dem Meeting automatisieren, vom CRM-Update bis zum Entwurf der Follow-up-Nachricht
- ✓ CRM- und Dokumentenanbindung: Google Docs, Notion und OneNote in jedem Plan, Salesforce, HubSpot, Attio, Pipedrive, Microsoft Dynamics 365 und Asana ab Pro
- ✓ MCP-Anbindung für Claude, ChatGPT und Cursor ab Pro, dazu API und Webhook, der Notizen, Action Items und Transkripte direkt nach Meeting-Ende weiterschickt
- ✓ Spracherkennung und große Sprachmodelle erzeugen Transkript, Sprecherzuordnung und Zusammenfassung; die Transkription läuft laut Unterauftragsliste über Soniox mit Verarbeitung in der EU
- ✓ Audio wird nach der Transkription gelöscht, Verschlüsselung mit TLS 1.2 im Transport und AES 256 im Ruhezustand
- ✓ Anmeldung über Google-, Microsoft- oder Apple-SSO oder per Einmalcode per E-Mail, Aufbewahrungsregeln steuerbar, Verteilung im Unternehmen über Microsoft Intune
- ✓ Desktop-Apps für macOS und Windows, mobile App für iOS seit Oktober 2025; die strukturierten Daten der Website nennen Windows, macOS, iOS und Web
Vorteile
- + Kein Bot im Call: es geht keine Kalendereinladung an die Runde, und die Teilnehmer sehen keinen zusätzlichen Gast im Meeting
- + Free-Plan mit 10 KI-Notizen im Monat, 30 Minuten je Meeting, Ask Jamie und unbegrenztem Speicher, laut Preisseite jederzeit aufrüstbar
- + Speicher ist in allen fünf Stufen unbegrenzt, auch im Free-Plan
- + ISO 27001, DORA, EU-Hosting und DSGVO-Konformität stehen laut Preistabelle in jeder Stufe, nicht erst ab Enterprise
- + Kein Modelltraining auf Kundendaten: die Datenschutzerklärung schließt Training, Nachtraining und Fine-Tuning auch für die eingesetzten Modellanbieter aus
- + Rechtsträger offen ausgewiesen: wespond UG (haftungsbeschränkt) in Rösrath, HRB 100335 beim Amtsgericht Köln, vertreten durch Benedikt Böringer, dazu ein externer Datenschutzbeauftragter
- + Die Datenschutzerklärung listet jeden Unterauftragsverarbeiter mit Name, Zweck, Serverstandort und Transfergrundlage auf, statt nur von EU-Hosting zu sprechen
Nachteile
- - Der Free-Plan begrenzt ein Meeting auf 30 Minuten; 2 Stunden gibt es erst in Plus, 5 Stunden ab Pro
- - Unbegrenzte KI-Notizen beginnen bei Pro, Free deckt 10 und Plus 20 Notizen im Monat
- - Salesforce, HubSpot, Attio, Pipedrive und Microsoft Dynamics 365 fehlen in Free und Plus, DealCloud beginnt erst im Team-Plan, Affinity gibt es nur in Enterprise
- - Priority Support gibt es erst ab Pro, einen dedizierten Ansprechpartner nur in Enterprise
- - Nutzer-Analytics, Audit-Logs, granulare Zugriffsrechte, eigene Aufbewahrungsregeln und IP-Allowlist sind der Enterprise-Stufe vorbehalten, und die nennt keinen Betrag
- - SOC 2 Type II führt die Preistabelle in allen Stufen mit dem Zusatz pending, das Audit läuft laut Security-Seite noch
- - Die Security-Seite sagt, Daten verließen EWR, Schweiz und UK nie; in der eigenen Unterauftragsliste stehen vier Dienstleister mit Verarbeitung in den USA, darunter WorkOS für Authentifizierung und Identität
- - Die Marketing-Website selbst liegt laut Datenschutzerklärung auf einer Plattform mit Servern in den USA
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