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Grammarly
KI-Tools & Chatbots freemium 🌍 Drittland USA

Grammarly

Schreibassistent der Superhuman Platform Inc. aus San Francisco. Prüft Grammatik, Ton und Klarheit direkt im Schreibfeld, schreibt Sätze um und erkennt Plagiate sowie KI-Texte. Kostenloser Plan, Pro ab 12 Euro je Mitglied und Monat bei Jahreszahlung.

★★★★½ 4.7 / 5 (G2)

Übersicht zu Grammarly: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 08.09.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.

Was ist Grammarly?

Grammarly ist ein Schreibassistent, der direkt in dem Feld arbeitet, in dem geschrieben wird. Er prüft Tippfehler, Zeichensetzung, Grammatik und häufig verwechselte Wörter, zeigt den Ton eines Textes an und passt ihn auf Wunsch von förmlich zu freundlich an. Ganze Sätze und Absätze lassen sich per Klick umschreiben. Dazu kommen eine Plagiatserkennung und eine Prüfung auf KI-erzeugten Text.

Hinter dem Produkt steht inzwischen die Superhuman Platform Inc. mit Sitz 2261 Market Street STE 85232, San Francisco, Kalifornien. Der Fußzeilen-Hinweis auf der Website lautet folgerichtig auf Superhuman Platform, und der Enterprise-Plan wird laut Anbieter über Superhuman Go bereitgestellt. Wer den Namen Grammarly kennt, sollte diesen Wechsel im Vertragsrahmen kennen.

Der Unterschied zu einer reinen Rechtschreibprüfung liegt in der Reichweite und in den Agenten. Grammarly läuft nach Anbieterangaben in mehr als einer Million Apps und Websites, darunter Gmail, Outlook, Google Docs, Slack und die Microsoft-Office-Programme. Die Agenten für Paraphrase, Korrektur und Leserreaktionen nutzen laut Anbieter den Bildschirminhalt als Kontext, statt eine Eingabe zu verlangen. Und die Sprachunterstützung reicht über Englisch hinaus: Der Anbieter nennt mehr als 20 Sprachen samt Inline-Übersetzung.

Für wen eignet sich Grammarly?

Grammarly zielt auf alle, die beruflich schreiben, und der Anbieter sortiert seine Angebote entsprechend nach Teamfunktion: Kundenservice, Marketing, IT, Vertrieb, Personal und Bildung. Für Einzelpersonen reicht der kostenlose Plan zur Fehlerprüfung; wer täglich formuliert, landet schnell bei Pro.

Für Teams wird es ab dem Enterprise-Plan interessant. Style Guide, Brand Tones, Knowledge Share für Abkürzungen und Fachbegriffe, Snippets für wiederkehrende Antworten und ein Analytics-Dashboard sind die Bausteine, mit denen mehrere Leute denselben Ton treffen. Im Pro-Plan gibt es davon jeweils genau einen, Nutzergruppen sind auf zwei begrenzt.

Weniger passend ist Grammarly für Organisationen mit strenger Governance-Anforderung im mittleren Budget. SAML Single Sign-on, SCIM, Managed Mode, Data Loss Prevention, eigene Rollen und die Audit-Logs-API stehen ausschließlich im Enterprise-Plan, und für den nennt der Anbieter keinen Preis. Wer personenbezogene Daten aus rechtlichen Gründen nicht in die USA geben will, prüft vorab die Transfergrundlage: Der Anbieter ist unter dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert, der Rechtsträger sitzt trotzdem in Kalifornien.

Grammarly im Arbeitsalltag

Der dokumentierte Ablauf beginnt mit der Installation dort, wo geschrieben wird. Browser-Erweiterungen gibt es für Chrome, Safari, Firefox und Edge, dazu Desktop-Programme für Windows und Mac sowie Apps für iPhone, iPad und Android und eine Anbindung an Microsoft Office und Google Docs. Danach läuft die Prüfung im Hintergrund mit: Fehler werden markiert, der Ton wird angezeigt, und für ganze Absätze schlägt Grammarly eine Neufassung vor.

Die zweite Ebene sind die Agenten. Der Paraphraser justiert die Stimme eines Textes, ohne den Inhalt zu verändern. Der Proofreader arbeitet an Struktur und Formulierung, während geschrieben wird. Reader Reactions lässt dich eine Zielgruppe festlegen, vom Kollegen bis zur Lehrkraft, und gibt sofort Rückmeldung, wie der Text bei dieser Gruppe ankommt. Für längere Arbeiten gibt es Docs, einen eigenen Editor, der laut Anbieter vom ersten Gedanken bis zur Endfassung begleitet.

Im Team kommt die Markenebene dazu. Du hinterlegst eigene Stilregeln oder lädst den kompletten Style Guide hoch, definierst Brand Tones für unterschiedliche Situationen und legst Firmen- und Branchenabkürzungen ab, die sich per Mouseover erklären. Snippets halten wiederkehrende Antworten vor. Über das Analytics-Dashboard sieht die Führung, wo das Team stark ist und wo nicht.

Zum Nutzen veröffentlicht der Anbieter Stimmen aus Kundenunternehmen. Neil Hamilton, dort Head of Editorial, sagt laut Anbieter, er habe früher 20 bis 30 Stunden pro Woche mit Prüfen, Umschreiben und Coaching verbracht und Grammarly habe das mindestens halbiert. Debbie Cotton, Internal Communications Lead, nennt weniger Zeitaufwand beim Durchsehen von Texten. Beides sind vom Anbieter ausgewählte Aussagen und keine unabhängig geprüften Messwerte.

Preise und Pläne

Der kostenlose Plan kostet 0 Euro im Monat. Enthalten sind die Fehlerprüfung, die Tonanzeige und 100 KI-Prompts pro Monat. Für Konto und Nutzung fällt nichts an.

Pro kostet 12 Euro je Mitglied und Monat bei jährlicher Abrechnung. Wer monatlich zahlt, zahlt 30 Euro je Mitglied und Monat. Der Aufschlag für die kürzere Bindung ist damit der größte Einzelposten der Preisgestaltung. Enthalten sind zusätzlich zum Gratis-Umfang das Umschreiben ganzer Sätze, die Tonanpassung, unbegrenzte personalisierte Vorschläge, die Erkennung von Plagiaten und KI-Text sowie laut Tarifseite 2.000 KI-Prompts je Mitglied und Monat. Hier widerspricht sich der Anbieter selbst: Die FAQ auf der Funktionsseite nennt für Pro 1.000 KI-Prompts pro Monat. Wer die Zahl braucht, sollte sie schriftlich bestätigen lassen.

Enterprise hat keinen Listenpreis und läuft über den Vertrieb. Dort kommen proaktive KI über alle Anwendungen hinweg, fester Support, eigene Schlüsselverwaltung, eigene Rollen und Rechte, Data Loss Prevention und Kostenstellen-Auswertung dazu. Auffällig ist die zweite Unstimmigkeit: Die Tarifübersicht listet Free, Pro und Enterprise, während dieselbe FAQ auf einen Business-Plan verweist und die Zahlungsbedingungen einen Rechnungskauf ab 10 Mitgliedern im Jahresplan nennen.

Der Einstieg läuft über 7 Tage kostenlose Testphase, am ersten Tag ohne Zahlung und mit einer Erinnerungsmail zwei Tage vor Ablauf. Bezahlt wird per Visa, American Express, Mastercard, Discover oder PayPal. Für Rechnungen gilt eine Ausnahme: Sie lassen sich per Banküberweisung, Kreditkarte, Apple Pay und Google Pay begleichen, ausdrücklich aber nicht per PayPal. Für Bildungseinrichtungen gibt es Rabatte. Stand: August 2026.

Stärken und Schwächen

Stärken:

  • Kostenloser Plan mit Fehlerprüfung, Tonanzeige und 100 KI-Prompts pro Monat
  • Pro für 12 Euro je Mitglied und Monat bei Jahreszahlung
  • 7 Tage Testphase ohne Zahlung am ersten Tag, mit Erinnerungsmail vor Ablauf
  • Nach Anbieterangaben in mehr als einer Million Apps und Websites verfügbar
  • Nach Anbieterangaben 40 Millionen Nutzer und 50.000 Organisationen
  • Schreibunterstützung in mehr als 20 Sprachen samt Inline-Übersetzung
  • SOC-2-Type-2-Bericht, jährliche Sicherheitszertifizierungen und externe Penetrationstests
  • Zertifiziert unter dem EU-US Data Privacy Framework, der UK Extension und dem Swiss-US DPF

Schwächen:

  • Monatliche Zahlung kostet 30 Euro statt 12 Euro je Mitglied und Monat
  • Style Guide und Brand Tones im Pro-Plan auf je einen begrenzt, Nutzergruppen auf zwei
  • SAML Single Sign-on, SCIM, Managed Mode und Data Loss Prevention nur im Enterprise-Plan
  • Zwei Angaben zu den KI-Prompts im Pro-Plan: 2.000 je Mitglied und Monat auf der Tarifseite, 1.000 pro Monat in der FAQ
  • Die Tarifübersicht kennt Free, Pro und Enterprise, die eigene FAQ zusätzlich einen Business-Plan
  • Kein veröffentlichter Preis für Enterprise
  • PayPal ist für Abonnements zugelassen, für Rechnungen ausgeschlossen
  • Rechtsträger Superhuman Platform Inc. sitzt in San Francisco

Alternativen zu Grammarly

Aus derselben Kategorie kommen LanguageTool, ProWritingAid und neuroflash. Alle drei arbeiten ebenfalls an Sprache und Stil, unterscheiden sich aber in Sprachschwerpunkt, Herkunft des Anbieters und Preismodell. Belastbare Aussagen zu deren Konditionen gehören auf deren eigene Seiten, hier steht nur der Verweis.

Der praktische Vergleichspunkt ist der Rechtsrahmen, nicht die Korrekturqualität. Wenn wir Schreib- und Redaktionsprozesse als Content-Erstellung aufsetzen, klären wir zuerst, welche Texte überhaupt durch ein US-Werkzeug laufen dürfen und welche nicht. Erst danach zählt, wie gut ein Werkzeug formuliert. Wie sich so ein Assistent in bestehende Abläufe einfügt, gehört in die KI-Agentur, und die Frage der Datenweitergabe in die laufende Beratung und Betreuung.

Grammarly im Vergleich

Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst: Grammarly steht in der Kategorie mit 409 weiteren Werkzeugen.

Der Anbieter sitzt außerhalb der EU. In dieser Kategorie führt das Verzeichnis 128 Alternativen mit EU-Sitz, davon 93 aus Deutschland.

Grammarly nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 217 von 409 Werkzeugen (53 Prozent).

Überblick

Grammarly ist für englischsprachige Geschäftskommunikation immer noch die pragmatischste Wahl, und der kostenlose Plan reicht für gelegentliches Korrekturlesen tatsächlich aus. Die Ausweitung auf über 20 Sprachen macht das Werkzeug auch für deutschsprachige Teams interessanter, als es die alte Wahrnehmung als Englisch-Tool nahelegt. Was uns überzeugt, ist die Reichweite: Ein Assistent, der überall mitläuft, wird benutzt. Einer, den man extra aufrufen muss, nicht.

Drei Dinge würden wir vor einer Teamlizenz klären. Erstens die Prompt-Grenze, weil der Anbieter dazu zwei verschiedene Zahlen veröffentlicht. Zweitens den Sprung von Pro auf Enterprise: Wer Single Sign-on oder Data Loss Prevention braucht, verlässt die Preisliste und verhandelt. Drittens den Datenweg. Die Zertifizierung unter dem EU-US Data Privacy Framework ist ein echtes Argument und ersetzt trotzdem nicht die eigene Prüfung, welche Texte ein US-Dienst überhaupt sehen darf. Für Angebote und Kundenkorrespondenz ist das eine Entscheidung, die vor dem Rollout fällt, nicht danach.

Bewertungen im Überblick

★★★★½ 4.7 / 5 (9523 Bewertungen)

Stand: 2026-03-19

Überblick

Preismodell
freemium
Free: 0 Euro im Monat mit Fehlerprüfung, Tonanzeige und 100 KI-Prompts monatlich. Pro: 12 Euro je Mitglied und Monat bei Jahreszahlung, 30 Euro bei monatlicher Zahlung. Enterprise auf Anfrage. 7 Tage kostenlos testen. Stand: August 2026.
Herkunft
🌍 USA Drittland
Übermittlung personenbezogener Daten nur mit zusätzlichen Garantien, etwa Standardvertragsklauseln.
Features
  • ✓ Prüfung auf Tippfehler, fehlende Zeichensetzung, Grammatikfehler und häufig verwechselte Wörter
  • ✓ Tonanzeige und Tonanpassung von förmlich bis freundlich
  • ✓ Umschreiben ganzer Sätze und Absätze mit einem Klick
  • ✓ Erkennung von Plagiaten und von KI-erzeugtem Text ab dem Pro-Plan
  • ✓ KI-Prompts zur Texterzeugung, im kostenlosen Plan 100 pro Monat
  • ✓ Agenten für Paraphrase, Korrektur und die Einschätzung von Leserreaktionen
  • ✓ Docs als eigener KI-Dokumenteneditor für längere Arbeiten
  • ✓ Schreibunterstützung in über 20 Sprachen mit Inline-Übersetzung und Absatz-Umschreibungen
  • ✓ Für Teams: Style Guide, Brand Tones, Knowledge Share, Snippets und Analytics-Dashboard
  • ✓ Erweiterungen für Chrome, Safari, Firefox und Edge, Desktop-Apps für Windows und Mac, Apps für iPhone, iPad und Android
  • ✓ Anbindung an Microsoft Office, Google Docs und Microsoft Teams
  • ✓ Im Enterprise-Plan SAML Single Sign-on, SCIM, Managed Mode, Data Loss Prevention und Audit-Logs-API

Vorteile

  • + Kostenloser Plan mit Fehlerprüfung, Tonanzeige und 100 KI-Prompts pro Monat
  • + Pro kostet 12 Euro je Mitglied und Monat bei jährlicher Abrechnung
  • + 7 Tage kostenlos testen, ohne Zahlung am ersten Tag und mit Erinnerungsmail zwei Tage vor Ablauf
  • + Nach Anbieterangaben in mehr als einer Million Apps und Websites nutzbar
  • + Nach Anbieterangaben 40 Millionen Nutzer und 50.000 Organisationen
  • + SOC-2-Type-2-Bericht liegt vor, der Anbieter beauftragt jährlich externe Penetrationstests
  • + Unter dem EU-US Data Privacy Framework zertifiziert, dazu UK Extension und Swiss-US DPF
  • + Schreibunterstützung in über 20 Sprachen statt nur Englisch

Nachteile

  • - Monatliche Zahlung kostet 30 Euro statt 12 Euro je Mitglied und Monat
  • - Style Guide und Brand Tones sind im Pro-Plan auf je einen begrenzt, Nutzergruppen auf zwei
  • - SAML Single Sign-on, SCIM, Managed Mode und Data Loss Prevention gibt es nur im Enterprise-Plan
  • - Widersprüchliche Angaben zu den KI-Prompts: 2.000 je Mitglied und Monat laut Tarifseite, 1.000 pro Monat laut FAQ auf der Funktionsseite
  • - Die Tarifübersicht zeigt Free, Pro und Enterprise, die eigene FAQ verweist zusätzlich auf einen Business-Plan
  • - Für Enterprise steht kein Preis auf der Seite
  • - PayPal wird für Abonnements akzeptiert, für Rechnungen dagegen nicht
  • - Rechtsträger ist die Superhuman Platform Inc. in San Francisco, die Verarbeitung findet damit im Drittland statt

Tags

schreibassistent grammatik ki-texterstellung

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