EPWR
EPWR ist eine Software für Amazon Ads: Reporting für Sponsored Ads, DSP und AMC, KI-gestütztes Bid- und Budgetmanagement sowie Kampagnenverwaltung mit Keyword-Harvesting. Anbieter ist die solute GmbH aus Karlsruhe. Preise stehen nicht auf der Website, der Weg führt über eine Demo.
Übersicht zu EPWR: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 22.10.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.
Was ist EPWR?
EPWR ist eine Software für Amazon-Werbung. Der Anbieter beschreibt sie im Seitentitel als Amazon Ads Tool für Reporting, Bidding und Management, und genau diese drei Module tragen das Produkt. Das Reporting bündelt Sponsored Ads, Amazon Marketing Stream (AMS), Amazon DSP und die Amazon Marketing Cloud (AMC). Das Bid und Budget Management optimiert Gebote, Budgets und Placements laut Anbieter KI-gestützt und vollautomatisch. Das Kampagnenmanagement legt Kampagnen per Template oder Bulk an und sucht über ein automatisches Harvesting nach neuen Keywords und Product Targets. Dazu nennt die Startseite vier Zusatzfunktionen: Listing Audit, Retail-Daten mit organischem Reporting und Total ACOS, einen Repricer und einen Buy Box Analyzer.
EPWR läuft als Webanwendung mit eigenem Login. Wie die Anbindung funktioniert, beschreiben die AGB allgemein: Die Plattformen laufen servergestützt und sprechen über API-Schnittstellen mit den Werbeplattformen. Damit das klappt, verknüpfst du EPWR mit deinen Werbekonten, und zwar nur auf deine eigene Veranlassung.
Hinter EPWR steht die solute GmbH, Zeppelinstraße 15 in Karlsruhe, eingetragen beim Registergericht Mannheim unter HRB 748044, mit Bernd Vermaaten und Dr. Thilo Gans als Geschäftsführern. Die Fußzeile sagt es knapp: „EPWR ist ein Produkt der solute Group”. Daneben verlinkt sie repricing.com und den Datafeedmanager aus derselben Gruppe. Der LinkedIn-Link derselben Fußzeile führt dagegen auf eine Firmenseite namens advalue-group. Rechtsträger ist laut Impressum trotzdem die solute GmbH.
Für wen eignet sich EPWR?
Für Unternehmen, Marken und Agenturen, die ihre Amazon-Werbung zentral steuern wollen. So beschreibt der Anbieter seine Zielgruppe selbst, und auf der Unternehmensseite ergänzt er: „Ob Start-up, Mittelstand oder Enterprise”. Vertraglich ist das Angebot ein reines B2B-Geschäft. Die AGB richten sich an gewerbliche Online-Händler und Gewerbetreibende, der Kunde bucht als Unternehmer im Sinne des § 14 BGB.
Für Agenturen ist eine Klausel besonders wichtig. Der Kunde darf die Leistungen ganz oder teilweise an Dritte weitergeben, etwa an einen Werbekunden, und für diese eigene Accounts anlegen. Vertragspartner und Schuldner bleibt dabei die Agentur. Dazu passt die Website: Alle vier Kundenstimmen kommen aus Agenturen, nämlich von ad agents, GroupM Deutschland, explido und Plan.net. Eine davon hebt hervor, dass das Reporting Seller- und Vendor-Konten abdeckt.
Nicht passend ist EPWR, wenn du Werbung auf mehreren Plattformen aus einem Werkzeug steuern willst. Alle Funktionsseiten drehen sich um Amazon Ads, andere Werbenetzwerke nennt die Website nicht. Und wer schon ein zweites Werkzeug auf denselben Konten einsetzt, muss genau hinschauen: Die AGB untersagen die Verwendung der Dienste zusammen mit Software Dritter, sofern solute nicht vorher schriftlich zustimmt.
EPWR im Arbeitsalltag
Der dokumentierte Ablauf beginnt mit der Verknüpfung. Du verbindest deine Amazon-Werbekonten und, falls vorhanden, dein AMC-Konto mit EPWR. Im Reporting stellst du dir aus über 160 KPIs und mehr als 25 Visuals eigene Dashboards zusammen, richtest Alerts für Performance-Änderungen ein und abonnierst Berichte per Mail. Die Daten aus Amazon Marketing Stream zeigen Stunden-Trends. Mit diesen AMS-Insights steuerst du Gebote, Budgets und Placements nach Tageszeit. Für DSP-Kampagnen gibt es eigene Kennzahlen wie Viewability, VCR und NTB, für AMC Auswertungen entlang der Customer Journey.
Im Bid Management legst du ein Ziel fest: Ziel-ACoS, Ziel-CTR, Maximierung der Klickanzahl oder Erhöhung der Conversion. Für Deal-Events wie den Prime Day hebt ein eigener Modus Gebote und Budgets dynamisch an. Der Budget Manager arbeitet mit Tages-, Monats- oder Portfolio-Budgets. Du definierst Budgetgrenzen und bekommst automatische Warnmeldungen oder pausierst Kampagnen, bevor unerwünschte Kosten entstehen. Jede Anpassung landet in einer Optimierungs-Historie, die laut Anbieter zeigt, wann, was und warum geändert wurde.
Im Kampagnenmanagement legst du SP-, SB- und SD-Kampagnen einzeln, über gespeicherte Templates oder per Bulk für beliebig viele Produkte an. Das Harvesting findet laut Anbieter Keywords und PATs, überträgt sie zwischen SP, SB und SD und bucht sie im Match Type ein, den du vorgibst. Irrelevante oder schwache Suchanfragen setzt es automatisch negativ. Wie weit die Automatik gehen darf, regelt der Performance Shift Konfigurator über KPIs wie ACoS, ROAS, Klickrate und Conversion Rate samt Schwellenwerten. Markenbegriffe schützt du per Whitelist oder Blacklist. Labels und Product Tags ordnen den Account nach deiner eigenen Systematik.
Eigene Ergebniszahlen zeigt der Anbieter unter der Überschrift „EPWR 2024 auf einen Blick” als Performance seiner Kunden: eine CTR von 0,36 Prozent, eine Conversion-Rate von 15,4 Prozent und einen ACoS-Wert von 12,17, dieser ohne Einheit. Die Zahlen stammen vom Anbieter und sind nicht unabhängig geprüft. Die Überschrift ordnet sie nur dem Jahr 2024 zu. Wie sie ermittelt wurden und über welche Konten, steht nicht dabei.
Preise und Pläne
Auf epwr.com stehen keine Preise. Das Hauptmenü führt zu Produkt, Report, Bid und Budget Management, Kampagnenmanagement und Unternehmen, daneben stehen nur Login und Demo Buchen. Einen Menüpunkt für Preise gibt es nicht. Jede deutschsprachige Seite endet mit derselben Einladung, EPWR in einer kostenlosen Demo zu erleben. Kostenlos ist also die Demo, nicht das Produkt. Eine Testphase oder einen Gratis-Plan bietet die Website nicht an.
Die AGB der solute GmbH beschreiben zwei Wege zum Preis. Es gibt verschiedene Preismodelle mit unterschiedlichen Leistungen, deren Bedingungen und Preise der Kunde „direkt vor Kaufabschluss online einsehen” kann, mit Verweis auf solute.de. Oder sie werden in einem separaten Kooperationsvertrag geregelt. Für EPWR führt die Website ausschließlich zur Demo. Nach welcher Einheit abgerechnet wird, nennt sie nicht.
Konkret sind die AGB bei den Zahlungsbedingungen. Rechnungen kommen elektronisch als PDF und sind vorfällig zu zahlen. Für jede Rücklastschrift berechnet solute eine Bearbeitungsgebühr von 25,00 Euro. Der Vertrag läuft auf unbestimmte Zeit, sofern nichts anderes vereinbart ist. Kündigst du einen online gebuchten Auftrag, geschieht das im Kundenkonto. Preisstand: Oktober 2026.
Stärken und Schwächen
Die Stärke liegt in der Breite unter einer Oberfläche. Sponsored Products, Brands und Display, Amazon DSP, AMC und Marketing Stream laufen zusammen. Erkenntnisse aus den verknüpften Berichten setzt du laut Anbieter direkt in Aktionen um. Automatische Änderungen bleiben über die Optimierungs-Historie nachvollziehbar, und die Automatik lässt sich über Regeln, Schwellenwerte und Ausnahmelisten begrenzen. Agenturen dürfen laut AGB Accounts für ihre Werbekunden anlegen. Laut Unternehmensseite liegt das Hosting in Deutschland.
Die Schwächen stehen vor allem im Vertrag. Preise und Abrechnungseinheit sind nicht veröffentlicht. Die AGB untersagen die Kombination mit Software Dritter ohne schriftliche Zustimmung. Nach Vertragsende hast du keinen Anspruch auf Herausgabe der erfassten Daten, sichern musst du vorher selbst. Gleichzeitig räumst du solute das uneingeschränkte Recht ein, deine Informationen anonymisiert zur Optimierung des Algorithmus zu verwenden. Für Ergebnisse übernimmt solute ausdrücklich keine Gewähr.
AGB und Datenschutzerklärung sind allgemeine Texte der solute GmbH. Die AGB sprechen von cloud-basierten Marketingplattformen im Plural, die Datenschutzerklärung von einem Online-Shop mit PayPal. Für die Website selbst nennt sie Google Analytics, dessen Daten in der Regel an einen Server von Google in den USA gehen.
Alternativen zu EPWR
In derselben Kategorie führen wir unter anderem BidX, Pacvue und Adspert. Prüfe bei jedem Kandidaten, ob DSP und AMC im selben Werkzeug stecken oder getrennt laufen, ob der Anbieter Preise veröffentlicht und was die AGB zur Kombination mit anderer Software sagen. Wie sich Amazon-Werbung in deine übrigen Shop-Prozesse einfügt, beschreiben wir unter E-Commerce.
EPWR im Vergleich
Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst: EPWR steht in der Kategorie mit 516 weiteren Werkzeugen.
Anbieter mit Sitz in Deutschland: 134 von 516 in dieser Kategorie. Aus der EU insgesamt 226.
EPWR nennt keine Beträge. Damit steht das Werkzeug in dieser Kategorie nicht allein: 300 von 516 Anbietern geben ihre Preise erst im Gespräch heraus.
Einen kostenlosen Einstieg bietet EPWR nicht. In der Kategorie haben 85 von 516 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.
Überblick
Für Agenturen und Marken, die neben Sponsored Ads auch DSP und AMC ernsthaft nutzen, halten wir ein Werkzeug dieser Art für sinnvoll. Reporting und Steuerung in einer Oberfläche sparen den Abgleich zwischen mehreren Konsolen. Den wichtigsten Punkt sehen wir in der Optimierungs-Historie und im Regelwerk: Automatisches Bidding ist nur so gut, wie du es nachvollziehen und begrenzen kannst.
Worauf wir vor Vertragsschluss achten würden: Lass dir die Klausel zur Software Dritter schriftlich auslegen, besonders wenn auf denselben Konten schon ein Repricer, ein Analytics-Werkzeug oder eine zweite Bid-Lösung läuft. Hol Preis, Abrechnungseinheit und Kündigungsfrist schriftlich ein, denn die Website nennt nichts davon. Plane den Datenexport vor dem Vertragsende ein. Frag nach Auftragsverarbeitungsvertrag und Unterauftragsverarbeitern, weil die öffentlichen Rechtstexte allgemeine solute-Texte sind. Die Kundenkennzahlen der Startseite taugen nicht als Benchmark für dein eigenes Konto.
Wenn du Amazon-Werbung in größere Automatisierungsabläufe einbinden willst, hilft dir unsere Automation & Prozessoptimierung.
Überblick
- ✓ Reporting mit Dashboards für Sponsored Ads, Amazon Marketing Stream (AMS), Amazon DSP und Amazon Marketing Cloud (AMC)
- ✓ Über 160 KPIs und mehr als 25 Visuals für eigene Dashboards und Berichte
- ✓ Alerts bei Performance-Änderungen, Berichte als Mail-Abo, Export und geteilte Live-Dashboards
- ✓ Stunden-Trends aus Amazon Marketing Stream als Grundlage für Dayparting
- ✓ DSP-Reporting mit Kennzahlen wie Viewability, VCR und NTB
- ✓ AMC-Anbindung mit Auswertungen zu Customer Journey und Cross-Channel-Performance
- ✓ KI-gestütztes Gebotsmanagement für Sponsored Products, Brands und Display mit den Zielen Ziel-ACoS, Ziel-CTR, Klick- oder Conversion-Maximierung
- ✓ Modus für Deal-Events wie Prime Day, der Gebote und Budgets dynamisch anhebt
- ✓ Budget Manager mit Budgetgrenzen, Warnmeldungen oder Pausieren, für Tages-, Monats- und Portfolio-Budgets
- ✓ Dayparting nach Stunden und Wochentagen für Gebote, Budgets und Placements
- ✓ Optimierungs-Historie, die zeigt, wann, was und warum angepasst wurde
- ✓ Kampagnenerstellung für SP, SB und SD mit Templates und Bulk-Erstellung
- ✓ Automatisches Harvesting von Keywords und Product Targets mit Transfer zwischen SP, SB und SD und automatischer Negativierung
- ✓ Regeln für Bid- und Budget-Shifting nach KPIs wie ACoS, ROAS, Klickrate und Conversion Rate, dazu Whitelist und Blacklist
- ✓ Zusatzfunktionen Listing Audit, Retail-Daten mit organischem Reporting und Total ACOS, Repricer und Buy Box Analyzer
Vorteile
- + Sponsored Ads, DSP, AMC und Amazon Marketing Stream laufen in einer Oberfläche zusammen
- + Die Optimierungs-Historie macht jede automatische Änderung an Geboten, Budgets und Placements nachvollziehbar
- + Die Automatik lässt sich über eigene Regeln, KPI-Schwellenwerte, Whitelist und Blacklist begrenzen
- + Agenturen dürfen die Leistungen laut AGB an Werbekunden weitergeben und für diese eigene Accounts anlegen
- + Anbieter mit Sitz in Karlsruhe, laut Unternehmensseite mit Hosting in Deutschland
Nachteile
- - Keine veröffentlichten Preise und keine Angabe zur Abrechnungseinheit, die Website führt nur zur Demo
- - Die AGB untersagen die Verwendung der Dienste zusammen mit Software Dritter, solange solute nicht vorher schriftlich zustimmt
- - Nach Vertragsende besteht laut AGB kein Anspruch auf Herausgabe der erfassten Daten, die Sicherung liegt beim Kunden
- - Der Kunde räumt solute das uneingeschränkte Recht ein, seine Daten anonymisiert zur Optimierung des Algorithmus zu verwenden
- - Die Kundenkennzahlen der Startseite stammen aus 2024 und nennen keinen Rechenweg, der ACoS-Wert steht ohne Einheit
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