DezemberHub
DezemberHub ist eine Multichannel-E-Commerce-Middleware für etablierte Einzelhändler. Sie verbindet bestehende Kassensysteme und ERP-Lösungen mit über 50 Online-Marktplätzen, synchronisiert Bestände in Echtzeit und bündelt alle Bestellungen zentral, ohne einen Systemwechsel zu erfordern.
Übersicht zu DezemberHub: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Die Angaben sind noch nicht einzeln gegen die Herstellerseite geprüft. Maßgeblich ist immer die Seite des Anbieters.
Was ist DezemberHub?
DezemberHub ist eine Multichannel-E-Commerce-Plattform, die als Middleware zwischen bestehenden Handelssystemen und Online-Marktplätzen fungiert. Das dahinterstehende Unternehmen, die Dezember Software GmbH, wurde 2017 gegründet. Die Plattform unter dem Namen DezemberHub wurde 2023 von den Gründern Chris Kopetschny und Robin Ambrosius offiziell auf den Markt gebracht.
Der zentrale Ansatz: Händler müssen ihre bewährten Kassensysteme oder ERP-Lösungen nicht aufgeben, um auf Marktplätzen wie Amazon, eBay, Otto oder Zalando zu verkaufen. DezemberHub verbindet das, was bereits im Unternehmen funktioniert, mit über 50 Vertriebskanälen und sorgt dafür, dass Produktdaten, Bestände und Bestellungen in Echtzeit synchronisiert werden. Das verhindert Überverkäufe und reduziert manuelle Pflegeaufwände erheblich.
Das Unternehmen betont die persönliche Partnerschaft als Differenzierungsmerkmal: Kunden kommunizieren direkt mit dem Entwicklerteam, nicht mit einem anonymen Support-Callcenter. Hosting und Datenhaltung erfolgen ausschließlich in ISO-zertifizierten Rechenzentren in Deutschland.
Für wen eignet sich DezemberHub?
DezemberHub richtet sich in erster Linie an etablierte Einzelhändler mit stationären Filialen oder Lagern, die ihren Online-Absatz ausbauen wollen, ohne ihre gewachsene IT-Infrastruktur zu ersetzen. Typische Nutzer sind Schuhfachhandel, Modehändler und andere Branchen mit komplexen Produktdaten und filialübergreifender Lagerhaltung.
Gut geeignet ist DezemberHub für Unternehmen, die bereits ein funktionierendes ERP- oder POS-System betreiben und dieses als führendes System behalten wollen. Wer von JTL, Sontec, Sage, IPOS, Diamod oder ähnlichen Systemen aus in den Marktplatz-Handel einsteigen will, findet in DezemberHub einen direkten Anknüpfungspunkt.
Reine Online-Händler ohne stationäre Basis oder Unternehmen, die ein vollständiges ERP-System suchen, sind mit anderen Lösungen besser bedient. DezemberHub ist Middleware, kein Warenwirtschaftssystem.
DezemberHub im Arbeitsalltag
Sobald DezemberHub eingerichtet ist, zieht die Plattform Produktdaten automatisch aus dem angebundenen ERP oder Kassensystem. Artikelstammdaten, Preise und Bestände werden auf allen verbundenen Marktplätzen synchron gehalten. Wenn ein Produkt in der Filiale oder im Lager entnommen wird, sinkt der verfügbare Bestand auf Amazon, Otto und allen anderen Kanälen sofort.
Eingehende Bestellungen von sämtlichen Marktplätzen laufen in einer zentralen Übersicht zusammen. Von dort aus können sie weiterverarbeitet und, bei aktiviertem Versandmodul, direkt mit Versandetiketten versehen werden. Der Rückfluss der Bestelldaten ins ERP-System schließt den Kreis.
Für E-Commerce-Projekte, bei denen ein Händler seinen Multichannel-Betrieb professionalisieren will, ohne die bestehende Systemlandschaft aufzubrechen, ist dieser Ansatz besonders attraktiv. Die Business-Intelligence-Funktionen erlauben darüber hinaus Vergleiche zwischen Marktplätzen und helfen dabei, Vertriebsentscheidungen auf Datenbasis zu treffen.
Preise und Pläne
DezemberHub legt alle Paketpreise offen. Der Preis setzt sich aus einer Grundgebühr im Monat und einem Betrag je gleichzeitig laufender Kasse zusammen. Ersatzkassen und Reservegeräte zählen nicht mit und kosten nichts.
Starter beginnt bei 50 EUR im Monat plus 50 EUR für die Kasse und deckt einen Standort mit maximal einer Kasse, die Kernfunktionen der Warenwirtschaft, KI-Basisfunktionen und E-Mail-Support ab. Business kostet 100 EUR plus 50 EUR je Kasse und bringt die volle Warenwirtschaft samt Einkauf und DATEV-Export, unbegrenzte Filialen und Mitarbeiter, ein faires KI-Kontingent und Telefon-Support.
Professional liegt bei 300 EUR plus 40 EUR je Kasse, mit erweitertem KI-Kontingent, der Option eine eigene KI mitzubringen, API-Zugang und priorisiertem Support. Premium kostet 1.800 EUR plus 25 EUR je Kasse und ergänzt das größte KI-Kontingent, einen festen Ansprechpartner und individuelle Workflows.
Ein Laden mit Business und einer Kasse zahlt also 150 EUR im Monat, voll funktionsfähig mit Warenwirtschaft, Kasse und KI-Assistent. Umsatz, Standortzahl und Mitarbeiterzahl spielen für den Preis keine Rolle.
Alle Pakete sind monatlich kündbar, ohne Vertragsbindung und ohne Einrichtungsgebühr. Der Start läuft über 30 Tage kostenlose Testphase, die von allein endet. Die E-Commerce-Schnittstelle ist optional zubuchbar. Für Enterprise-Anforderungen verhandelt DezemberHub eigene Konditionen.
Stärken und Schwächen
Stärken:
- Nahtlose Integration in bestehende ERP- und Kassensysteme ohne Systemwechsel
- Pay-as-you-go ohne Mindestlaufzeit senkt das finanzielle Einstiegsrisiko
- Sehr breite Marktplatz-Abdeckung mit über 50 Kanälen inklusive Nischen-Plattformen aus dem Fashion-Segment
- DSGVO-konformes Hosting in Deutschland, direkter Entwicklersupport statt Ticketsystem
- Echtzeit-Bestandssynchronisation verhindert Überverkäufe zuverlässig
Schwächen:
- Keine transparente Preisliste, individuelle Kalkulation erforderlich
- Plattform wurde erst 2023 gelauncht, unabhängige Langzeiterfahrungen fehlen noch weitgehend
- Nicht als vollständiges ERP oder Warenwirtschaftssystem konzipiert, reines Middleware-Tool
Alternativen zu DezemberHub
Billbee ist eine bekannte deutsche Multichannel-Lösung mit transparenten Preisen und einer breiten Nutzerbasis im kleinen und mittleren E-Commerce. Stärker auf kleinere Händler ausgerichtet, dafür mit klar kommunizierten Tarifen.
JTL-Wawi bietet als vollständiges ERP-System für den Multichannel-Handel ebenfalls tiefe Marktplatz-Anbindungen. Wer ein führendes System aufbauen will, anstatt ein bestehendes zu integrieren, ist mit JTL besser aufgestellt.
Channelengine ist eine internationale Middleware-Lösung mit ähnlichem Ansatz, jedoch stärker auf größere Unternehmen und internationale Marktplätze ausgerichtet.
Xentral kombiniert ERP-Funktionen mit Multichannel-Anbindung und eignet sich gut für wachsende E-Commerce-Unternehmen, die beides in einem System bündeln wollen.
DezemberHub im Vergleich
Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst: DezemberHub steht in der Kategorie mit 558 weiteren Werkzeugen.
Anbieter mit Sitz in Deutschland: 217 von 558 in dieser Kategorie. Aus der EU insgesamt 312.
DezemberHub nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 288 von 558 Werkzeugen (52 Prozent).
Einen kostenlosen Einstieg bietet DezemberHub nicht. In der Kategorie haben 125 von 558 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.
Überblick
DezemberHub löst ein konkretes Problem sehr direkt: Der Übergang in den Online-Marktplatz-Handel, ohne ein laufendes Geschäftssystem anfassen zu müssen. Der Ansatz ist pragmatisch, die Middleware-Architektur klar auf den stationären Einzelhandel mit Marktplatz-Ambitionen ausgerichtet.
Die fehlenden öffentlichen Preise und die kurze Marktpräsenz seit 2023 machen eine unabhängige Bewertung derzeit schwierig. Für Einzelhändler mit einem laufenden ERP oder Kassensystem, die schnell auf Amazon, Zalando und Co. sichtbar werden wollen, ist DezemberHub einen ernsthaften Test wert. Für Unternehmen, die ein vollständiges Handelssystem neu aufbauen, gibt es durchdachtere Gesamtlösungen.
Überblick
- ✓ Anbindung an über 50 Marktplätze (Amazon, eBay, Otto, Zalando, Kaufland, Etsy u.v.m.)
- ✓ Echtzeit-Bestandssynchronisation zwischen Filialen, Lager und allen Marktplätzen
- ✓ Zentrale Bestellverwaltung für alle angebundenen Vertriebskanäle
- ✓ Automatischer Datenabruf aus ERP- und Kassensystemen (JTL, Sage, Sontec, IPOS u.a.)
- ✓ Business Intelligence mit Kennzahlenerfassung und Marktplatzvergleichen
- ✓ Integriertes Versandmodul als optionale Erweiterung
- ✓ DSGVO-konformes Hosting in deutschen Rechenzentren (ISO-zertifiziert)
- ✓ Persönlicher Support direkt durch das Entwicklerteam
Vorteile
- + Kein Systemwechsel notwendig: bestehende ERP- und POS-Systeme bleiben erhalten
- + Flexibles Pay-as-you-go-Modell ohne versteckte Fixkosten oder Mindestlaufzeiten
- + Deutsches Unternehmen mit DSGVO-konformem Hosting und direktem Entwicklersupport
- + Breite Marktplatz-Abdeckung inklusive Nischenkanäle wie Fashionette, Breuninger und BestSecret
Nachteile
- - Keine öffentlichen Preise, Konditionen nur nach persönlichem Gespräch
- - Junge Plattform (Launch 2023), kaum unabhängige Nutzerbewertungen verfügbar
- - Fokus auf den stationären Einzelhandel, für reine Online-Händler nur bedingt geeignet
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