BigCommerce
Open-SaaS-E-Commerce-Plattform für wachstumsorientierte Händler. Keine Transaktionsgebühren, starke B2B-Funktionen, headless-ready und auf Multichannel-Verkauf ausgelegt.
Übersicht zu BigCommerce: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar.
Was ist BigCommerce?
BigCommerce ist eine gehostete E-Commerce-Plattform, die sich selbst als „Open SaaS” positioniert. Das bedeutet: Du bekommst die Infrastruktur, Hosting, Sicherheit und Updates eines SaaS-Systems, behältst aber über offene APIs und eine headless-fähige Architektur die Kontrolle über dein Frontend und deine Integrationen. Das Unternehmen wurde 2009 gegründet und hat seinen Hauptsitz in Austin, Texas, USA.
Bekannt ist BigCommerce vor allem für eine Eigenheit, die in der Branche selten ist: Die Plattform erhebt keine Transaktionsgebühren, egal welchen Zahlungsanbieter du nutzt. Bei Shopify beispielsweise fallen Gebühren an, sobald du nicht Shopify Payments verwendest. Bei BigCommerce nicht.
Die Plattform richtet sich an Händler im mittleren bis oberen Segment und ist besonders stark im B2B-Bereich. Kunden wie Skullcandy, Ben & Jerry’s und OGIO nutzen BigCommerce. G2 zeichnete BigCommerce 2025 als eines der besten Commerce-Software-Produkte aus.
Für wen eignet sich BigCommerce?
BigCommerce passt gut zu Unternehmen, die über den reinen B2C-Shop hinausdenken. Wenn du Kundengruppen mit unterschiedlichen Preisen, Angebotsprozesse im B2B oder Multi-Storefront-Setups für verschiedene Märkte brauchst, ist BigCommerce eine ernstzunehmende Option.
Auch für Händler, die auf eine headless Architektur setzen wollen, ist BigCommerce interessant. Das Catalyst-Framework auf Basis von Next.js und React ermöglicht individuelle Storefront-Entwicklung bei gleichzeitiger Nutzung des BigCommerce-Backends.
Weniger geeignet ist BigCommerce für kleine Shops, die auf ein großes Ökosystem an günstigen Apps angewiesen sind. Der App-Marktplatz ist kleiner als bei Shopify. Und die Umsatzgrenzen pro Plan, die automatische Upgrades auslösen, können je nach Wachstumskurve zu unerwarteten Mehrkosten führen. Wer BigCommerce evaluiert, sollte die eigenen Umsatzziele realistisch einschätzen.
BigCommerce im Arbeitsalltag
Ein Händler mit mehreren Produktlinien für B2C und B2B nutzt BigCommerce folgendermaßen: Im Backend verwaltet er zwei Storefronts aus einem einzigen Admin-Bereich, eine für Endkunden, eine für Wiederverkäufer mit abweichenden Preisen und Nettozahlungskonditionen. Bestellungen aus Amazon und dem eigenen Shop laufen zentral in der Bestellverwaltung zusammen. Versandkosten werden in Echtzeit berechnet und direkt im Checkout angezeigt.
Für das Frontend nutzt das Team das Catalyst-Framework mit Next.js. Das Marketing kann Inhalte über den eingebauten Editor anpassen, während das Entwicklungsteam die vollständige Kontrolle über die Komponentenstruktur behält. Die Produktbewertungsfunktion, Gutschein-Verwaltung und Multi-Währung sind ohne zusätzliche Apps verfügbar.
Für Unternehmen mit komplexen E-Commerce-Anforderungen kann BigCommerce ein guter Ausgangspunkt sein, besonders wenn auch ein durchdachtes ERP und Warenwirtschaft-Setup mitgedacht werden muss.
Preise und Pläne
BigCommerce bietet eine 15-tägige kostenlose Testphase, ohne Kreditkarte. Die Preise werden in US-Dollar berechnet.
Der Standard-Plan kostet 29 USD pro Monat bei jährlicher Abrechnung (39 USD monatlich) und deckt Händler mit bis zu 50.000 USD Jahresumsatz ab. Enthalten sind alle Grundfunktionen inklusive Bewertungen, Coupons und Echtzeit-Versandpreisen.
Der Plus-Plan kostet 79 USD monatlich (jährlich) bzw. 105 USD monatlich und unterstützt bis zu 180.000 USD Jahresumsatz. Er ergänzt Kundengruppen und den Warenkorb-Abandonment-Saver.
Der Pro-Plan schlägt mit 299 USD (jährlich) bzw. 399 USD monatlich zu Buche und deckt bis zu 400.000 USD Jahresumsatz ab. Darüber hinaus kommen 150 USD pro Monat für je 200.000 USD zusätzlichen Umsatz hinzu.
Enterprise wird individuell kalkuliert und startet laut Marktbeobachtungen bei rund 1.000 USD pro Monat.
Auf allen Plänen fallen keine Transaktionsgebühren an. Stand: März 2026.
Stärken und Schwächen
BigCommerce ist eine ausgereifte Plattform mit echten Stärken im B2B-Segment und bei headless Setups. Dass keine Transaktionsgebühren anfallen, ist ein konkreter finanzieller Vorteil, der bei wachsendem Umsatzvolumen spürbar wird.
Die Kehrseite: Wer design- und themenseitig flexibel sein will, kommt ohne Entwickler-Know-how kaum weiter. Und die umsatzabhängigen Planlimits können ein Faktor sein, der auf Dauer die Kalkulation erschwert. Auf Trustpilot zeigt BigCommerce eine schwache Bewertung (1.3/5), was auf Unzufriedenheit im Kundensupport hinweist. Auf G2 und Capterra, wo vor allem die Plattform selbst bewertet wird, liegt die Note deutlich besser bei 4.2 und 4.4.
Alternativen zu BigCommerce
Shopify ist die direkteste Alternative mit größerem App-Ökosystem und einfacherer Einrichtung, aber mit Transaktionsgebühren und weniger nativen B2B-Funktionen.
Shopware ist die stärkste europäische Alternative, besonders für Händler mit DSGVO-Anforderungen und komplexen B2B-Prozessen. Sitzt in Deutschland, Open-Source-Version verfügbar.
Commercetools ist für Enterprise-Setups mit vollständig compositer Architektur relevant, erfordert aber mehr Entwicklungsaufwand und deutlich höhere Budgets.
Überblick
BigCommerce ist eine ernstzunehmende Alternative zu Shopify, besonders wenn B2B-Funktionen, headless Architektur oder der Verzicht auf Transaktionsgebühren strategisch wichtig sind. Für rein transaktionale B2C-Shops ohne besondere technische Anforderungen ist Shopify oft der einfachere Einstieg. Wer BigCommerce im Kontext seiner E-Commerce-Strategie einordnen möchte, kann das gerne mit uns besprechen.
Bewertungen im Überblick
Überblick
- ✓ Unbegrenzte Produkte, Speicher und Bandbreite auf allen Plänen
- ✓ Keine Transaktionsgebühren bei keinem Drittanbieter-Payment
- ✓ Multi-Storefront-Management aus einem Backend
- ✓ Headless Commerce mit Catalyst (Next.js-Framework)
- ✓ B2B-Suite mit Kundengruppen, Angebotsfunktion (CPQ) und Net-Payment
- ✓ Multichannel-Verkauf: Amazon, eBay, Instagram, TikTok, Google
- ✓ Echtzeit-Versandpreise und internationaler Verkauf in über 100 Ländern
- ✓ Eingebaute SEO-Funktionen inkl. anpassbare URLs und strukturierte Daten
- ✓ KI-gestützte Inhalte in Partnerschaft mit Google Cloud
- ✓ Über 1.000 App-Integrationen im Marketplace
Vorteile
- + Keine Transaktionsgebühren, unabhängig vom genutzten Payment-Anbieter
- + Starke B2B-Funktionen bereits in Standardplänen enthalten
- + Headless-Architektur für maximale Frontend-Freiheit
- + Solide SEO-Grundfunktionen ohne zusätzliche Apps notwendig
Nachteile
- - Umsatzlimits pro Plan erzwingen automatische Plan-Upgrades
- - Anpassungen am Design erfordern oft Entwickler-Know-how
- - Kleinerer App-Marktplatz als Shopify
- - Berichts- und Analysetools gelten als ausbaufähig
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