Beantwortet von der Redaktion von Business.Digital Stand
Internes Linking bezeichnet die Verlinkung zwischen Seiten innerhalb deiner eigenen Website. Wenn ein Blogbeitrag auf eine Leistungsseite verlinkt, oder eine Kategorieseite auf Produktseiten, das ist internes Linking.
Es klingt nach einem Nebenaspekt von SEO. Es ist keiner.
Warum internes Linking so wichtig ist
Google folgt Links um Seiten zu entdecken und zu bewerten. Interne Links zeigen Google welche Seiten auf deiner Website wichtig sind. Eine Seite mit 50 internen Links bekommt mehr Aufmerksamkeit als eine mit einem einzigen Link.
Außerdem fließt Rankingkraft durch Links. Eine starke Startseite kann “Link Juice” an wichtige Unterseiten weitergeben. Wer das ignoriert, lässt Rankingpotenzial liegen.
Die Ankertext-Optimierung spielt ebenfalls eine Rolle. Wenn du auf eine Seite verlinkst mit dem Text “Shopware Agentur” statt “hier klicken”, versteht Google worum es auf der Zielseite geht.
Häufige Fehler beim internen Linking
Viele Websites verlinken hauptsächlich über die Navigation. Das reicht nicht. Interne Links im Content, also im eigentlichen Text, sind besonders wertvoll weil sie im Kontext stehen.
Orphan Pages, also Seiten ohne einen einzigen internen Link, werden von Google kaum gefunden. Wir sehen das regelmäßig bei Audits: wichtige Leistungsseiten mit null internen Links, weil sie nach dem Relaunch vergessen wurden.
Link-Struktur in Silothemen ist effektiv: Alle Seiten zu einem Thema verlinken aufeinander, die Hauptseite bekommt die meisten Links.
Internes Linking ist einer der einfachsten und am häufigsten vernachlässigten SEO-Hebel. Bei unseren Content-Projekten ist es immer Teil der Umsetzung.
Eine Strategie statt zufälliger Links
Der erste Schritt ist eine Rangfolge: Welche Seiten tragen dein Geschäft? Das sind in der Regel Leistungsseiten, nicht Blogbeiträge. Diese Seiten sind das Ziel der internen Verlinkung.
Der zweite Schritt: Beiträge konsequent auf die passende Leistungsseite verlinken. Ein Artikel über Shopware-Migration verlinkt auf die E-Commerce-Seite, ein Artikel über SEO-Grundlagen auf die SEO-Seite.
Der dritte Schritt: Beiträge untereinander verlinken, wo inhaltlich Verwandtschaft besteht. Das baut das Themencluster auf und hält Leser länger auf der Seite.
Verwaiste Seiten, also Seiten ohne einen einzigen eingehenden internen Link, werden schlechter gecrawlt und verlieren Ranking-Potenzial. Jede neue Seite braucht mindestens einen Link von einer bestehenden.
Und der Ankertext zählt: Statt “hier klicken” gehört der beschreibende Begriff in den Link.
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