Beantwortet von Matthias Hinsche Stand
WordPress betreibt einen erheblichen Teil des Webs, und das aus guten Gründen. Trotzdem ist es nicht für jeden Fall die beste Wahl, und die Gründe dafür sind praktischer Natur.
Wo WordPress stark ist
Wenn viele Personen regelmäßig Inhalte pflegen, wenn ein Blog im Zentrum steht, wenn Funktionen über fertige Erweiterungen abgedeckt werden sollen. Der Markt an Themes und Plugins ist unschlagbar groß, und fast jede Anforderung hat eine fertige Antwort.
Was es an Aufwand erzeugt
Updates. Kern, Theme und jedes Plugin brauchen regelmäßig Aktualisierungen. Jedes Update kann etwas anderes brechen, deshalb gehört ein Testlauf dazu.
Angriffsfläche. Ein System, das im Browser Code ausführt und eine Datenbank befragt, ist angreifbar. Die meisten erfolgreichen Angriffe laufen nicht über den Kern, sondern über veraltete Plugins.
Geschwindigkeit. Jede Seite wird bei jedem Aufruf zusammengesetzt. Mit Caching lässt sich das entschärfen, aber es bleibt Arbeit.
Das alles ist beherrschbar, kostet aber laufend Geld. Ohne Betreuung wird aus einem Kostenposten ein Risiko.
Die Alternative für viele Unternehmensseiten
Statisch erzeugte Seiten. Die Inhalte werden beim Bauen in fertiges HTML verwandelt und ausgeliefert. Es gibt keine Datenbank im Betrieb, keine Ausführung von Code beim Aufruf und entsprechend wenig Angriffsfläche. Die Seiten laden schneller, und die Betriebskosten sind niedriger.
Redaktionell arbeiten kann man damit trotzdem, über ein angebundenes Redaktionssystem.
Wann welches passt
WordPress oder ein vergleichbares System: täglicher Redaktionsbetrieb, viele Autoren, hoher Bedarf an fertigen Funktionen.
Statisch erzeugt: Unternehmensseiten mit überschaubarer Änderungsfrequenz, hohem Anspruch an Ladezeit und Sicherheit, kleinem Betriebsbudget.
Diese Website läuft aus genau diesen Gründen statisch erzeugt. Welche Systeme es sonst gibt, steht in Was ist ein CMS?.
Beratung dazu: Webentwicklung.