Beantwortet von der Redaktion von Business.Digital Stand
Wer ohne Redaktionsplan Content produziert, kennt das Muster: am Anfang viel Motivation, dann dünner werdende Veröffentlichungsfrequenz, dann unregelmäßige Inhalte ohne roten Faden. Ein Redaktionsplan löst das.
Was ein Redaktionsplan leisten muss
Er gibt dir für jeden geplanten Zeitraum eine Antwort auf diese Fragen: Was wird veröffentlicht? Wann? Auf welchem Kanal? Für wen? Welches Keyword wird bedient? Wer ist verantwortlich?
Damit wird Content-Produktion planbar, wiederholbar und messbar.
Wie du ihn aufbaust
Basis: Keyword-Recherche. Bevor du planst, was du schreibst, weißt du, wonach deine Zielgruppe sucht. Keyword-Daten liefern dir Themen mit Suchvolumen und geben deinem Plan eine SEO-Grundlage.
Themenbereiche definieren. Welche Themenschwerpunkte hat dein Unternehmen? Für eine Marketing-Agentur könnten das SEO, Social Media, Content und Analytics sein. Je Themenbereich planst du regelmäßig Inhalte.
Veröffentlichungsfrequenz festlegen. Realistisch statt ambitioniert. Wer wöchentlich einen Artikel plant, aber nur die Ressourcen für zwei pro Monat hat, verfehlt seinen Plan ständig. Besser zweimal pro Monat mit gutem Inhalt als viermal mit mittelmäßigem.
Das Werkzeug. Notion, Airtable oder ein einfaches Google-Spreadsheet mit den Spalten: Veröffentlichungsdatum, Thema, Keyword, Format (Artikel/Video/Social), Kanal, Status, Verantwortlicher. Das reicht für die meisten Teams vollständig aus.
Regelmäßige Pflege
Ein Redaktionsplan nützt nichts, wenn er einmal angelegt und nie wieder geöffnet wird. Plane eine monatliche Redaktionssitzung ein, um neue Themen hinzuzufügen, abgeschlossene zu markieren und Prioritäten anzupassen.
Was in den Plan gehört
Die Minimalversion besteht aus Datum, Thema, Kanal und Verantwortlichem. In der Praxis kommen Status (in Arbeit, im Review, veröffentlicht), Ziel-Keyword, Zielgruppe und die interne Verlinkung dazu, also die Leistungsseite, auf die der Beitrag einzahlen soll.
Planungshorizont: drei bis sechs Monate reichen. Wer weiter plant, plant an Ereignissen vorbei; wer kürzer plant, produziert unter Druck.
Das Werkzeug ist zweitrangig. Für Einzelpersonen genügt eine Tabelle oder ein Notion-Dokument, Teams mit Freigaben sind mit Trello, Asana oder ClickUp besser bedient. Das beste Werkzeug ist das, das tatsächlich benutzt wird.
Der häufigste Fehler
Zu viel auf einmal einplanen. Wer für ein Quartal jeden zweiten Tag einen Beitrag vorsieht, obwohl das Team realistisch zwei pro Woche schafft, sorgt dafür, dass der Plan nach zwei Wochen aufgegeben wird. Vier Beiträge im Monat, konsequent geliefert, schlagen zwölf in der Theorie.
Wenn du Hilfe beim Aufbau einer Content-Strategie und eines Redaktionsplans brauchst: Content-Erstellung und SEO & Marketing.