Beantwortet von Matthias Hinsche Stand
Du musst kein SEO verstehen, um die Arbeit einer Agentur zu beurteilen. Es reichen ein paar Fragen, deren Antworten nichts Fachliches voraussetzen.
Die drei Prüfsteine
1. Der Bericht zeigt Ergebnisse. „Zwölf Beiträge veröffentlicht” und „400 Backlinks aufgebaut” sind Aktivitäten. „Diese fünf Suchbegriffe von Seite drei auf Seite eins, daraus 14 zusätzliche Anfragen” ist ein Ergebnis. Wenn im Bericht nur Tätigkeiten stehen, fehlt die Verbindung zum Geschäft.
2. Du hast Zugriff auf alles. Google Ads, Analytics, Search Console, Tag Manager, Meta Business Manager. Auf deinen Namen, mit Administratorrechten. Details dazu in Wem gehört mein Google-Ads-Konto?.
3. Es wird auch Schlechtes berichtet. Kein Kanal läuft dauerhaft nach oben. Eine Agentur, die nie ein Problem meldet, filtert entweder oder schaut nicht hin.
Fünf Fragen, die du stellen kannst
„Welche Suchbegriffe haben letzten Monat Budget verbraucht, ohne zu konvertieren?” Wer das nicht in fünf Minuten beantworten kann, sieht sich den Suchbegriffsbericht nicht an.
„Wie viele Anfragen kamen aus welchem Kanal?” Erfordert sauberes Tracking. Die Antwort „das lässt sich nicht sagen” ist ein Befund.
„Was sind die nächsten drei Maßnahmen und warum diese?” Prüft, ob es einen Plan gibt oder nur eine Routine.
„Was habt ihr in den letzten drei Monaten getestet, das nicht funktioniert hat?” Wer nichts nennen kann, testet nicht.
„Was würdet ihr tun, wenn ich das Budget halbiere?” Zeigt, ob die Agentur Prioritäten kennt.
Was kein gutes Zeichen ist
Ranking-Garantien, monatliche Berichte ohne Kommentar, wechselnde Ansprechpartner und Erklärungen, die aus Fachbegriffen bestehen. Woran du eine passende Agentur von vornherein erkennst, steht in Wie finde ich einen digitalen Dienstleister?.