Beantwortet von der Redaktion von Business.Digital Stand
Der Unterschied zu einem normalen Modellaufruf ist die Schleife. Du gibst ein Ziel statt einer Frage, der Agent zerlegt es in Schritte, führt sie über Werkzeuge aus, prüft das Ergebnis und startet bei Bedarf einen neuen Versuch.
Das Prinzip: Du gibst dem Agenten ein Ziel statt einer einzelnen Frage. Er bricht es in Teilaufgaben auf, führt diese aus, überprüft das Ergebnis und korrigiert seinen Kurs. Dabei kann er auf externe Tools zurückgreifen: Suche im Internet, Ausführung von Code, Lesen und Schreiben von Dateien, Aufrufe von APIs.
Wie unterscheiden sich Agenten von Chatbots?
Ein Chatbot antwortet. Ein Agent handelt. Das ist der Kernunterschied. Wenn du ChatGPT fragst, wie man einen Report erstellt, bekommst du eine Anleitung. Ein KI-Agent würde den Report tatsächlich erstellen. Er würde Daten beschaffen, sie analysieren, einen Entwurf schreiben und das Ergebnis zurückliefern.
Die technische Basis sind meist große Sprachmodelle. Was den Agenten ausmacht, ist die Schicht drumherum: ein Planungsmodul, der Zugang zu Tools und ein Mechanismus, der das Ergebnis bewertet und entscheidet, was als nächstes zu tun ist. Populäre Frameworks dafür heißen LangChain, AutoGPT oder Microsoft AutoGen.
Wo werden KI-Agenten heute eingesetzt?
Konkrete Einsatzfelder gibt es heute schon. Agenten, die E-Mails sortieren und Vorentwürfe schreiben, dann zur Prüfung vorlegen. Agenten, die täglich Preise von Wettbewerbern vergleichen und einen Bericht erstellen. Agenten, die auf Basis von Kundenanfragen CRM-Einträge anlegen. Die Technologie ist noch jung, aber nicht mehr experimentell.
Für Unternehmen ist das Potenzial erheblich, besonders für wiederkehrende, mehrstufige Aufgaben, die heute viel manuelle Arbeit erfordern. Wenn du wissen möchtest, ob KI-Agenten für deine Prozesse sinnvoll sind, ist das ein gutes Thema für eine Automation-Beratung.