Warehouse Star (Bitergo WMS)
Warehouse Star ist das Cloud-WMS von Bitergo aus Dortmund für kleine bis mittelgroße Lagerbetriebe. Mobile-first, mit Android-App und Web-Oberfläche. Seit April 2025 gehört Bitergo zum dänischen Logistikkonzern DSV.
Übersicht zu Warehouse Star (Bitergo WMS): Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar.
Was ist Warehouse Star?
Warehouse Star ist der Produktname, unter dem Bitergo sein Cloud-Warehouse-Management-System (WMS) vermarktet. Das Unternehmen sitzt in Dortmund und hat sich auf digitale Lagerverwaltung für kleine bis mittelgroße Betriebe spezialisiert. Seit April 2025 gehört Bitergo zum dänischen Logistikkonzern DSV, einer der weltgrößten Speditionsgruppen. Das Produkt selbst wird weiterhin unter der Marke Bitergo WMS betrieben und weiterentwickelt.
Das System deckt alle typischen Lagerprozesse ab: Wareneingang, Einlagerung, Kommissionierung, Verpackung, Versand und Inventur. Die Bedienung erfolgt über eine Web-Oberfläche im Browser sowie eine Android-App, die auf handelsüblichen Smartphones läuft. Dadurch entfällt der Bedarf an teuren, proprietären Handscannern.
Für wen eignet sich Warehouse Star?
Warehouse Star richtet sich an Startups, E-Commerce-Händler und KMUs, die ihre Lagerprozesse digitalisieren oder von papierbasierter Lagerführung auf ein strukturiertes WMS umsteigen wollen. Der kostenlose Plan für bis zu drei User macht das System besonders attraktiv für kleinere Teams, die noch nicht bereit sind, hohe Lizenzkosten zu tragen.
Auch Third-Party-Logistics-Anbieter (3PL), die für mehrere Auftraggeber lagern, sowie Produktionsunternehmen mit angeschlossenem Lager finden in Warehouse Star einen passenden Einstieg. Für Unternehmen, die ihren E-Commerce skalieren und dabei die Lagerprozesse strukturieren wollen, ist das System eine prüfenswerte Option im mittleren Preissegment.
Weniger geeignet ist Warehouse Star für Großlager mit sehr komplexen Anforderungen, internationalen Multi-Standort-Strukturen oder spezifischen Compliance-Anforderungen, die eine Enterprise-Lösung erfordern.
Warehouse Star im Arbeitsalltag
Die Bedienung folgt einem klaren, prozessorientierten Aufbau. Jeder Lagerschritt hat eine eigene App innerhalb des Systems: Wareneingang, Einlagerung, Kommissionierung, Verpackung und Versand laufen separat ab und können je nach Mitarbeiterrolle individuell freigeschaltet werden. Das reduziert Fehlerquellen, weil jeder nur die Funktionen sieht, die er wirklich braucht.
Die Kommissionierung unterstützt mehrere Strategien: FIFO für verderbliche Waren, Batch-Picking für effizientes Sammeln mehrerer Aufträge gleichzeitig und Multi-Order-Processing für besonders hohe Durchsätze. Für Produkte mit Chargen- oder Seriennummernpflicht, etwa im Bereich Medizintechnik oder Elektronik, gibt es entsprechendes Tracking auf Artikelebene.
Die Integration in bestehende Systeme läuft über eine offene REST-API sowie vorgefertigte Konnektoren zu Versanddienstleistern wie DHL und UPS. Für die Anbindung an Shopsysteme oder ERP-Systeme empfiehlt Bitergo den API-Weg. Fertige Plug-and-Play-Konnektoren für spezifische Plattformen sind auf der Website nicht transparent dokumentiert.
Preise und Pläne
Bitergo WMS bietet vier Stufen:
Der Free-Plan ist kostenlos für bis zu drei User und läuft laut Anbieter bis zu drei Jahre lang ohne Kosten. Er enthält alle Kernfunktionen des WMS und ist damit ein echtes Einstiegsangebot, kein abgespeckter Teaser.
Basic kostet 149 Euro pro User pro Monat ab fünf Usern. Professional ist bei 229 Euro pro User pro Monat angesiedelt und ergänzt die Basis um Reporting, Zollabwicklung und Value-Added Services. Enterprise ist individuell kalkuliert und beinhaltet individuelle Entwicklungen und Anpassungen.
Für ein Team mit fünf Usern im Basic-Plan fallen damit monatlich 745 Euro an. Das ist für kleine Unternehmen eine relevante Schwelle, die man im Vergleich zu Alternativen sorgfältig abwägen sollte.
Stärken und Schwächen
Die klare Stärke von Warehouse Star liegt im Preis-Leistungs-Verhältnis im Einstiegssegment. Ein kostenloser Plan mit vollem Funktionsumfang für drei User ist im WMS-Markt ungewöhnlich. Die mobile-first-Architektur auf Android senkt die Hardware-Einstiegshürde erheblich.
Auf der Schwachseite fällt auf, dass Warehouse Star in der breiten Marktöffentlichkeit kaum Bewertungen aufweist. Auf Capterra sind nur drei Reviews vorhanden, was eine belastbare Einschätzung der Nutzerzufriedenheit im Alltag schwierig macht. Zudem kommuniziert Bitergo kaum öffentlich, welche konkreten Shopsystem- oder ERP-Integrationen fertig verfügbar sind, was die Evaluierung für Automation-Projekte erschwert.
Die Übernahme durch DSV im April 2025 bringt strategisch Stabilität, wirft aber auch die Frage auf, wie sich das Produkt langfristig unter dem Dach eines großen Logistikkonzerns entwickelt.
Alternativen zu Warehouse Star
- Billbee: Stärker auf E-Commerce fokussiert, sehr gute Marktplatz-Anbindungen, ebenfalls DACH-nativ.
- Pickware WMS: Shopware-native Lagerverwaltung, ideal für Shopware-Händler.
- Xentral: ERP mit integrierter Lagerverwaltung, stärker in der Systemtiefe für wachsende KMUs.
- Odoo WMS: Open-Source-Basis, sehr flexibel, aber höherer Implementierungsaufwand.
Überblick
Warehouse Star ist ein solides, deutsches Cloud-WMS für Unternehmen, die ihre Lagerverwaltung ohne große Investition digitalisieren wollen. Der kostenlose Einstiegsplan macht das Tool besonders interessant für Startups und kleine E-Commerce-Händler, die ihren ersten Schritt in Richtung strukturiertes Lager gehen.
Wer darüber hinauswächst, sollte die Kosten im Professional-Segment sorgfältig gegen Alternativen abwägen. Für Unternehmen mit klarem DACH-Fokus, eigenem Lager und Bedarf an einer schnellen, DSGVO-konformen Lösung ist Warehouse Star eine ernsthafte Option, die mehr Aufmerksamkeit verdient als die bisher spärliche Bewertungslage vermuten lässt.
Bewertungen im Überblick
Überblick
- ✓ Cloud-WMS mit Android-App und Web-Oberfläche für alle Lagerprozesse
- ✓ Einlagerung, Kommissionierung, Verpackung und Versandabwicklung in einem System
- ✓ Flexible Lagerstrategien: Block-, Regal- und Hochregallager
- ✓ FIFO, Batch-Picking und Multi-Order-Processing
- ✓ Chargen- und Seriennummern-Tracking
- ✓ Cross-Docking und ASN-Verarbeitung
- ✓ Anbindung an Versanddienstleister (DHL, UPS) und ERP-Systeme via API
- ✓ Deutsche Rechenzentren für DSGVO-konforme Datenhaltung
Vorteile
- + Free-Plan für bis zu 3 User kostenlos für 3 Jahre, ideal für Startups und kleinere Lager
- + Sehr schnelle Inbetriebnahme, laut Anbieter innerhalb weniger Tage
- + Mobile-first mit Android-App, kein teures spezifisches Hardware-Scanner-Equipment nötig
- + Betrieb in deutschen Rechenzentren, hoher Datenschutzstandard
Nachteile
- - Sehr wenige öffentliche Nutzerbewertungen, Marktpräsenz noch begrenzt
- - Konkrete Plattform-Integrationen (Shopify, Shopware etc.) nicht transparent dokumentiert
- - Ab Basic-Plan mit 149 EUR/User/Monat wird es für kleinere Teams schnell teuer
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