Unilog
Unilog CIMM2 ist eine Cloud-basierte B2B-E-Commerce-Plattform für Distributoren, Hersteller und Großhändler. PIM, CMS und Commerce sind in einer Lösung gebündelt, inklusive ERP-Integration und B2B-spezifischer Workflows.
Übersicht zu Unilog: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar.
Was ist Unilog?
Unilog ist ein US-amerikanischer Softwareanbieter, der sich auf B2B-E-Commerce für den Midmarket spezialisiert hat. Das Kernprodukt heißt CIMM2, später umbenannt in CX1 Platform, und richtet sich an Distributoren, Hersteller und Großhändler, die ihre Produkte und Bestellprozesse digital abbilden wollen.
Was Unilog von generischen E-Commerce-Systemen unterscheidet: Die Plattform wurde von Grund auf für die Komplexität des B2B-Handels entwickelt. Dazu gehören konfigurierbare Benutzerrollen, unternehmensweite Einkaufsgenehmigungen, kundenspezifisches Pricing und die enge Anbindung an ERP-Systeme wie SAP, Oracle oder Microsoft Dynamics. PIM, CMS und der eigentliche Commerce-Kanal sind nicht als separate Produkte konzipiert, sondern als integriertes System in einer Lizenz.
Paradigm B2B hat CIMM2 im unabhängigen Midmarket-Vergleich mit fünf Gold-Medaillen ausgezeichnet und damit die Plattformstärke im Wettbewerb mit anderen Midmarket-Lösungen bestätigt.
Für wen eignet sich Unilog?
Unilog ist für mittelgroße B2B-Unternehmen konzipiert, die einen vollständigen digitalen Vertriebskanal aufbauen wollen. Die Plattform ist besonders gut geeignet für:
Technische Distributoren und Großhändler mit umfangreichen Produktkatalogen, die strukturierte Produktdaten und Digital Asset Management benötigen. Hersteller, die Fachhändlern oder Direktkunden einen strukturierten Online-Bestellprozess anbieten wollen. Unternehmen, die bereits ein ERP-System im Einsatz haben und es eng mit dem Webshop verbinden müssen.
Für reine B2C-Händler oder kleinere Unternehmen ohne komplexe B2B-Anforderungen ist Unilog keine sinnvolle Wahl. Plattformen wie Shopware oder Shopify bieten dort einfacheren Einstieg und ein breiteres Ökosystem.
Unilog im Arbeitsalltag
Ein technischer Distributor mit 50.000 SKUs nutzt Unilog, um Großhandelskunden ein personalisiertes Einkaufserlebnis zu bieten. Jeder Kunde sieht nur seine vertraglich vereinbarten Preise, kann auf seine Kreditlinie zugreifen und Bestellungen direkt aus dem eigenen ERP-System über Punchout auslösen. Das Vertriebsteam greift über die Mobile App auf Kundendaten und Lagerbestände zu.
Das integrierte PIM pflegt die Produktdaten zentral und verteilt sie automatisch in den Shop, ohne dass separate Exporte nötig sind. Änderungen an Produktbeschreibungen oder Bildern wirken sich sofort auf die Katalogseite aus.
Preise und Pläne
Unilog veröffentlicht keine fixen Preislisten. Die Kosten richten sich nach gewählten Modulen, Anzahl der Benutzer und dem gewünschten Support-Level. Drittquellen nennen Einstiegspreise ab rund 100 USD pro Monat, Enterprise-Implementierungen liegen typischerweise deutlich höher. Für ein konkretes Angebot ist eine direkte Anfrage bei Unilog erforderlich. Stand: März 2026.
Stärken und Schwächen
Unilogs Stärke liegt in der Kombination aus B2B-Funktionstiefe und verhältnismäßig moderatem Preis für den Midmarket. PIM, CMS und Commerce in einer Plattform reduzieren den Integrationsaufwand erheblich. Die ERP-Konnektivität über CX1 Connect ist ein echter Wettbewerbsvorteil für Unternehmen mit komplexen Systemlandschaften.
Auf der anderen Seite berichten Nutzer von einer spürbaren Lernkurve bei der Einrichtung. Selten genutzte Features können fehlerbehaftet sein. Wer tiefgreifende Anpassungen benötigt, ist auf die Unterstützung des Unilog-Teams angewiesen, was die Reaktionsgeschwindigkeit zum Engpass machen kann.
Alternativen zu Unilog
Shopware B2B Suite ist für deutschsprachige Märkte eine starke Alternative mit großem Ökosystem. OroCommerce ist eine reine Open-Source-B2B-Plattform mit vergleichbarer Funktionstiefe. Optimizely Configured Commerce (ehemals Episerver) adressiert ebenfalls den Enterprise-Midmarket-B2B-Bereich. Für kleinere Unternehmen ist Shopify Plus mit B2B-Erweiterungen eine zugänglichere Option.
Überblick
Unilog CIMM2 ist eine solide B2B-E-Commerce-Plattform, die den Midmarket-Bereich besser bedient als viele generische Lösungen. Wer als Distributor oder Hersteller einen vollständigen digitalen Verkaufskanal mit PIM und ERP-Integration aufbauen will, bekommt hier viel Funktionstiefe zu einem im Enterprise-Vergleich moderaten Preis. Der Haken: Einrichtung und Customizing erfordern engen Kontakt zum Hersteller. Für Unternehmen, die ein schlankes Setup oder eine selbst betreibbare Lösung suchen, gibt es flexiblere Alternativen.
Bewertungen im Überblick
Überblick
- ✓ Product Information Management (PIM) mit integrierten Datenqualitätsprüfungen
- ✓ Content Management System (CMS) für produktreiche Online-Kataloge
- ✓ B2B-spezifische Workflows: Schnellbestellpads, Benutzerrollen, Kaufgenehmigungen
- ✓ Flexible Zahlungsoptionen inklusive Kreditlinien, Punchout und RFQ
- ✓ Tiefe ERP-Integration über CX1 Connect mit gängigen ERP- und POS-Systemen
- ✓ Kundenspezifisches Pricing und Echtzeit-Lagerbestandsanzeige
- ✓ Integriertes Digital Asset Management und Site Search Analytics
- ✓ Mobile App für Außendienst und Vertriebsmitarbeiter
Vorteile
- + Starkes Preis-Leistungs-Verhältnis für den Midmarket-B2B-Bereich
- + PIM, CMS und Commerce aus einer Hand, ohne mehrere Drittlösungen
- + Ausgezeichnet von Paradigm B2B mit fünf Gold-Medaillen im unabhängigen Midmarket-Vergleich
- + Gute ERP-Konnektivität, besonders relevant für Distributoren und Hersteller
Nachteile
- - Lernkurve bei der Einrichtung, Customizing erfordert Vendor-Unterstützung
- - Weniger genutzte Features können fehlerbehaftet sein
- - Keine öffentlichen Preise, Vergleichbarkeit eingeschränkt
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