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ShipBob
Lagerverwaltung auf-anfrage 🌍 Drittland USA

ShipBob

ShipBob ist ein Fulfillment-Dienstleister (3PL) aus Chicago: Wareneingang, Lagerung, Kommissionierung, Verpackung und Versand aus über 50 Fulfillment-Centern in USA, Kanada, EU, Großbritannien und Australien. Die Software ist für Kunden kostenlos, Preise gibt es nur auf Anfrage.

Übersicht zu ShipBob: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 28.10.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.

Was ist ShipBob?

ShipBob ist ein Fulfillment-Dienstleister, im Fachjargon ein 3PL (Third-Party Logistics). Du schickst deine Ware in ein Lager von ShipBob, dort wird sie angenommen, gezählt und eingelagert. Kommt eine Bestellung in deinem Shop an, wird sie kommissioniert, verpackt und an einen Versanddienstleister übergeben. So beschreiben es die Nutzungsbedingungen. Ausführen dürfen das laut denselben Bedingungen auch Drittlager, sogenannte SFN Providers, die mit ShipBobs Lagersoftware arbeiten.

ShipBob ist damit in erster Linie eine Dienstleistung und keine Software, die du kaufst. Die Software gehört dazu: ein Dashboard für Aufträge, Bestände, Retouren und Auswertungen, das laut Preisseite für alle Kunden kostenlos ist. Separat verkauft ShipBob ein Lagerverwaltungssystem (WMS) für Händler mit eigenem Lager in den USA und eine White-Label-Fassung der Plattform für andere 3PLs.

Anbieter ist die ShipBob, Inc. mit Sitz in Chicago, gegründet 2014 von Dhruv Saxena und Divey Gulati. Laut Anbieter umfasst das Netz über 50 Fulfillment-Center, über 300 Millionen abgewickelte Bestellungen und eine Genauigkeit von 99,97 Prozent. Standorte nennt ShipBob in den USA, Kanada, der EU, Großbritannien und Australien. Die Seite zu Zollfragen verlinkt das Stichwort EU auf einen Hilfeartikel zum Fulfillment in den Niederlanden. Wer im Länderwähler der Website „European Union“ anklickt, landet auf der britischen Seite.

Für wen eignet sich ShipBob?

ShipBob nennt als Ziel Fulfillment für kleine und mittlere Unternehmen, die Preisseite spricht von Direct-to-Consumer-Fulfillment. Für größere Marken gibt es ShipBob Plus mit individuell rabattierten Versand- und Fulfillment-Tarifen, Executive Sponsor und Support vor Ort. Die Fallstudien stammen aus Gesundheit und Wellness, Beauty, Lebensmitteln, Bekleidung und Wohnen. Für Marken mit Verbrauchsgütern relevant: Laut Trust Center gibt es Chargen- und MHD-Verwaltung, FIFO und FEFO sowie temperaturgeführte Lager.

Das WMS richtet sich an Marken mit eigenem Lager in den USA und 3.500 bis 120.000 Bestellungen im Monat. Laut Anbieter lagert etwa ein Drittel der WMS-Kunden zusätzlich bei ShipBob aus, meist in Europa, Australien und Kanada.

Weniger passend ist ShipBob, wenn du einen Vertragspartner in der EU brauchst. Die Nutzungsbedingungen nennen die ShipBob, Inc. und ihre verbundenen Unternehmen, das Recht von Illinois und Gerichte in Chicago. Die Datenschutzerklärung führt neben der ShipBob, Inc. die ShipBob UK Limited in Bristol und die ShipBob Australia Pty Ltd. als Kontakt, eine Gesellschaft in der EU nennt sie nicht. Wer seine Ware selbst im Lager sehen will, braucht laut Nutzungsbedingungen vorher eine schriftliche Zustimmung. Wer im DACH-Raum ein Fulfillment mit Anbindung an ERP und Warenwirtschaft sucht, sollte die Integrationsliste genau prüfen. Genannt werden Shopify, WooCommerce, BigCommerce, Squarespace, Wix und Square, für ShipBob Plus dazu NetSuite und SAP.

ShipBob im Arbeitsalltag

Der Ablauf laut Hersteller in vier Schritten: Du verbindest deinen Shop und schickst deine Produkte, ShipBob lagert sie in seinen Fulfillment-Centern, dein Kunde bestellt, ShipBob kommissioniert, verpackt und versendet. Vor jeder Anlieferung legst du im Dashboard eine Warehouse Receiving Order an. Kommt Ware ohne diese Anmeldung, gilt sie als Unidentified Receiving Order, was laut Nutzungsbedingungen Verzögerungen und Zusatzgebühren nach sich zieht.

Bestellungen gehen über die Shop-Integration automatisch an die Lager. Bei verteilter Lagerhaltung wählt ein Algorithmus je Bestellung Lager und Versanddienstleister. B2C-Bestellungen, die bis zum Cut-off im Dashboard sind, werden laut Anbieter am selben Tag abgewickelt, der Cut-off liegt je nach Standort zwischen 12 und 18 Uhr Ortszeit. Sobald ein Paket unterwegs ist, schreibt ShipBob die Sendungsverfolgung in deinen Shop zurück. In den USA gibt es ein 2-Day-Express-Programm für alle Bestellungen innerhalb der zusammenhängenden Bundesstaaten.

Im Dashboard filterst du Aufträge nach Status, änderst Bestellungen nach dem Kauf und verwaltest Abos. Für den Bestand gibt es eine Übersicht je Standort, Nachbestell-Erinnerungen, Bundles und Umlagerungsanfragen. Das Analysewerkzeug zeigt unter anderem, wie viele Tage der Bestand noch reicht, was eine Bestellung im Fulfillment kostet und was die Lagerung je Einheit kostet. Retouren stoßen deine Kunden über Rücksendeetiketten an, die Ware geht danach zurück in den Bestand. ShipBob darf deine Ware laut Nutzungsbedingungen jederzeit in ein anderes Lager verlegen und informiert dich darüber im Konto.

Auf der Startseite wirbt ShipBob mit ShipBob AI. Über ShipBob MCP und Bobby sollen sich die Fulfillment-Daten im Dashboard, in Claude oder in anderen KI-Werkzeugen nutzen lassen. Wer solche Schnittstellen in eigene Abläufe einbinden will, findet bei uns Automation und Prozessoptimierung.

Preise und Pläne

ShipBob veröffentlicht keine Preise. Laut Preisseite wird jedes Angebot individuell erstellt, du forderst es über ein Formular an. Die Standardgebühren nennt die Seite trotzdem: Einrichtung, Wareneingang, Lagerung und Kommissionierung, Verpackung und Versand je Bestellung. Die Lagerseite präzisiert, dass Lagerung monatlich je Palette, Regal oder Fach abgerechnet wird und der Wareneingang pauschal. Versandkosten richten sich nach Gewicht, Maßen, Ziel und Serviceart, internationale Versandpreise gibt es auf Anfrage.

Kostenlos sind laut Preisseite die Software samt Standard-Integrationen und das Standardmaterial: braune Kartons, Versandtaschen, Luftpolstertaschen, Klebeband, Füllmaterial und Versandetiketten. Eigene Kartons mit deinem Branding sind möglich, du zahlst dann für deren Lagerung. Retouren kosten eine Pauschale je Rücksendung, die erst anfällt, wenn das Paket im Lager ankommt. Kitting und größere B2B-Aufträge kosten extra.

Das WMS hat laut WMS-Preisseite drei Kostenblöcke: eine einmalige Einrichtungsgebühr, eine monatliche Softwaregebühr und die Versandkosten je Bestellung. Nutzer und Lager sind unbegrenzt. Auch hier gibt es Preise nur auf Anfrage.

Die Nutzungsbedingungen verweisen für die Gebühren auf eigene „Pricing and Billing Policies“ im Hilfecenter. Beträge gelten in US-Dollar, sofern nichts anderes angegeben ist, und verstehen sich ohne Umsatzsteuer, Zölle und Abgaben. Ein angenommenes Angebot ist laut Nutzungsbedingungen eine Schätzung. Zuschläge der Versanddienstleister reicht ShipBob mit 15 Tagen Vorlauf weiter, andere Gebühren ändert ShipBob mit 30 Tagen Vorlauf. Bezahlt wird per Banküberweisung oder ACH ohne Gebühr, per Karte mit Aufschlag oder per Wire Transfer mit den üblichen Bankgebühren, abgewickelt über Stripe. Für überfällige Rechnungen fallen in den USA und Kanada 18 Prozent Zinsen im Jahr an, in allen anderen Ländern 10 Prozent. Für zurückkommende internationale Sendungen behält sich ShipBob Gebühren bis zur Höhe der ursprünglichen Versandkosten plus 15 Prozent Verwaltungsgebühr vor.

Ein Widerspruch: Die Preisseite verspricht, du wüsstest genau, was dich das Fulfillment kostet, und die Lagerseite sagt, es gebe keine versteckten Gebühren. Die Lagerseite zählt das Verpackungsmaterial zum Fulfillment-Preis je Bestellung, die Nutzungsbedingungen sagen, angebotene Gebühren enthielten kein Verpackungsmaterial, sofern nicht ausdrücklich genannt. Stand: Oktober 2026.

Stärken und Schwächen

Stärken:

  • Software und Standard-Integrationen für alle Kunden kostenlos
  • Standardverpackung ohne Aufpreis
  • Fulfillment-Center auf drei Kontinenten, darunter in der EU und Großbritannien
  • SOC-2- und ISO-27001-Audits abgeschlossen, GMP- und GFSI-zertifizierte Standorte
  • Kündigung durch den Händler jederzeit möglich, sofern kein Saldo offen ist
  • WMS mit unbegrenzt vielen Nutzern und Lagern

Schwächen:

  • Keine öffentlichen Preise, Kalkulation erst mit Angebot
  • Vertrag nach dem Recht von Illinois, Gerichtsstand ausschließlich Chicago
  • Haftung für verlorene Sendungen höchstens 100 US-Dollar je Paket, für beschädigte Ware höchstens 1 US-Dollar je Pfund, insgesamt höchstens 10.000 US-Dollar oder die Gebühren der letzten drei Monate, je nachdem, was niedriger ist
  • Keine Versicherung der Ware durch ShipBob, Paketversicherung nur als Zukauf über Cabrella
  • ShipBob kann ohne Grund mit 30 Tagen Frist kündigen, Ware, die danach nicht binnen 30 Tagen abgeholt ist, darf ShipBob auf deine Kosten entsorgen
  • Datenverarbeitung in den USA, keine EU-Gesellschaft als Ansprechpartner genannt
  • Widersprüchliche Angaben, ob Verpackungsmaterial im Fulfillment-Preis enthalten ist

Alternativen zu ShipBob

Wer Lager und Versand auslagern will, findet im Verzeichnis weitere Fulfillment-Dienstleister, etwa byrd, Zenfulfillment und FIEGE Fulfillment. Wer ein eigenes Lager betreibt und nur die Software sucht, vergleicht ShipBobs WMS mit Lagerverwaltungssystemen wie TUP.WMS, wooms WMS oder infios Warehouse Management Systems.

ShipBob im Vergleich

ShipBob nennt keine Beträge. Damit steht das Werkzeug in dieser Kategorie nicht allein: 10 von 14 Anbietern geben ihre Preise erst im Gespräch heraus.

Der Anbieter sitzt außerhalb der EU. In dieser Kategorie führt das Verzeichnis 9 Alternativen mit EU-Sitz, davon 7 aus Deutschland.

Einen dauerhaft kostenlosen Plan bietet ShipBob nicht. In der Kategorie haben 0 von 14 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.

Überblick

ShipBob ist ein Logistikpartner mit einer ordentlichen Software obendrauf, kein Werkzeug, das du in dein eigenes Lager holst. Ausnahme ist das WMS, und das gibt es nur in den USA. Für einen Händler aus dem DACH-Raum halten wir ShipBob dann für einen Kandidaten, wenn er nennenswert in die USA, nach Kanada oder Australien verkauft und dort kein eigenes Lager aufbauen will. Für den rein deutschsprachigen Markt sehen wir einen europäischen Dienstleister mit Vertragspartner in der EU als naheliegender.

Vor der Unterschrift lohnen drei Dinge. Lass dir die Pricing and Billing Policies aushändigen und rechne mit deinen echten Mengen, Gewichten und Zielen, denn die Website nennt keine Preise. Klär, ob das Verpackungsmaterial im Angebot steckt, weil sich Lagerseite und Nutzungsbedingungen hier widersprechen. Und prüf die Haftungsgrenzen gegen den Warenwert: Bei hochwertigen, leichten Produkten deckt ein Dollar je Pfund fast nichts, eine eigene Versicherung ist dann Pflicht. Wenn du die Logistik mit Shop und Warenwirtschaft zusammendenken willst, sprich mit uns über E-Commerce.

Überblick

Preismodell
auf-anfrage
Keine öffentlichen Preise, jedes Angebot wird individuell erstellt. Fulfillment besteht aus Einrichtung, Wareneingang, Lagerung sowie Kommissionierung, Verpackung und Versand je Bestellung, Versandkosten nach Gewicht, Maßen und Ziel. Software und Standardverpackung kostenlos, Retouren pauschal je Rücksendung, Kitting und B2B gegen Aufpreis. WMS: einmalige Einrichtung, monatliche Softwaregebühr, Versandkosten je Bestellung. Beträge in US-Dollar, zzgl. Steuern. Stand: Oktober 2026.
Herkunft
🌍 USA Drittland
Übermittlung personenbezogener Daten nur mit zusätzlichen Garantien, etwa Standardvertragsklauseln.
Features
  • ✓ Fulfillment als Dienstleistung: Wareneingang, Zählung, Lagerung, Kommissionierung, Verpackung und Versandorganisation
  • ✓ Netz aus laut Anbieter über 50 Fulfillment-Centern in den USA, Kanada, der EU, Großbritannien und Australien
  • ✓ Verteilte Lagerhaltung: Ein Algorithmus wählt je Bestellung Lager und Versanddienstleister
  • ✓ Dashboard mit Auftragsverwaltung, Bestandsübersicht je Standort, Nachbestell-Erinnerungen, Bundles und Umlagerungsanfragen
  • ✓ Kostenloses Analysewerkzeug, etwa zur Reichweite des Bestands, zu Versandkosten und Fulfillment-Kosten je Bestellung
  • ✓ Anbindungen an Shopify, WooCommerce, BigCommerce, Squarespace, Amazon und Walmart, laut Startseite über 50 Integrationen im App Store plus API
  • ✓ Versand in über 250 Ziele, DDP-Versand für internationale Bestellungen aus den USA und Großbritannien
  • ✓ Retourenabwicklung mit Rücksendeetiketten, EDI-konforme Aufträge, dazu Kitting und B2B-Aufträge gegen Aufpreis
  • ✓ Chargen- und MHD-Verwaltung, FIFO und FEFO, temperaturgeführte Lagerung, GMP- und GFSI-zertifizierte Standorte
  • ✓ Eigenes WMS für Händler mit eigenem Lager in den USA und 3.500 bis 120.000 Bestellungen im Monat
  • ✓ ShipBob AI mit ShipBob MCP und Bobby, laut Startseite nutzbar im Dashboard, in Claude und anderen KI-Werkzeugen

Vorteile

  • + Die Software ist laut Preisseite für alle Kunden kostenlos, einschließlich der Standard-Integrationen
  • + Standardverpackung wie braune Kartons, Versandtaschen, Klebeband, Füllmaterial und Versandetiketten ohne Aufpreis
  • + Fulfillment-Center auf drei Kontinenten, darunter in der EU und in Großbritannien
  • + SOC-2- und ISO-27001-Audits laut Trust Center abgeschlossen
  • + Händler können laut Nutzungsbedingungen jederzeit kündigen, sofern kein offener Saldo besteht
  • + Das WMS erlaubt unbegrenzt viele Nutzer und Lager ohne Aufpreis

Nachteile

  • - Keine öffentlichen Preise, jedes Angebot wird laut Preisseite individuell erstellt
  • - Vertragspartner ist die ShipBob, Inc., es gilt das Recht von Illinois mit ausschließlichem Gerichtsstand Chicago
  • - Haftung für verlorene Sendungen höchstens 100 US-Dollar je Paket, für beschädigte Ware höchstens 1 US-Dollar je Pfund
  • - ShipBob versichert die Ware nicht, Paketversicherung gibt es nur als Zukauf
  • - Personenbezogene Daten verarbeitet ShipBob in den USA, Übermittlungen aus dem EWR laufen über Standardvertragsklauseln
  • - Widerspruch beim Verpackungsmaterial: laut Lagerseite im Fulfillment-Preis enthalten, laut Nutzungsbedingungen nur, wenn ausdrücklich genannt
  • - Das WMS gibt es nur für Lager in den USA

Tags

fulfillment 3pl lagerlogistik wms versand e-commerce

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