sellerboard
sellerboard ist ein Profit-Analytics-Tool für Amazon-Händler. Es zeigt Umsatz, Kosten, Amazon-Gebühren, PPC-Ausgaben und Nettoprofit in Echtzeit und bietet zusätzlich Funktionen für Inventarverwaltung, Follow-up-E-Mails, FBA-Erstattungen und PPC-Optimierung.
Übersicht zu sellerboard: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar.
Was ist sellerboard?
sellerboard ist ein deutsches SaaS-Tool, das Amazon-Händler dabei unterstützt, ihre tatsächliche Profitabilität in Echtzeit zu verstehen. Das klingt einfacher als es ist: Der Amazon-Verkäufer-Alltag ist geprägt von einer Vielzahl an Kosten, die im Seller Central nur unübersichtlich dargestellt werden. Plattformgebühren, FBA-Lagergebühren, Werbeausgaben, Rücksendungen, Erstattungen und eigene Warenkosten (COGS) müssen zusammengeführt werden, um den echten Gewinn zu ermitteln.
sellerboard wurde 2017 in Deutschland gegründet und betreut heute nach eigenen Angaben mehr als 10.000 E-Commerce-Händler weltweit. Das Tool verbindet sich über die Amazon Selling Partner API direkt mit dem Seller-Central-Konto und importiert alle relevanten Transaktionsdaten automatisch. Der Nutzer muss lediglich seine Warenkosten eintragen, um ein vollständiges Bild seiner Marge zu erhalten.
Neben dem Kern-Dashboard für Profit-Analytics bietet sellerboard zusätzliche Werkzeuge: einen Autoresponder für Kunden-E-Mails und Bewertungsanfragen, ein Modul für FBA-Erstattungen bei verlorenen Sendungen, ein Inventarmanagement-Tool sowie eine PPC-Analyse. Das Ziel ist eine Plattform, die alle operativen Kernaufgaben eines Amazon-Händlers abdeckt.
Für wen eignet sich sellerboard?
sellerboard passt zu Amazon-Händlern, die ernsthaft mit Zahlen arbeiten wollen. Das betrifft sowohl private Label-Seller als auch Wholesaler und Agenturen, die mehrere Seller-Accounts verwalten. Besonders sinnvoll ist das Tool ab einem Verkaufsvolumen, bei dem das manuelle Zusammenrechnen in Excel zu fehleranfällig und zeitaufwändig wird.
Für Einsteiger mit sehr wenigen SKUs und kleinem Umsatz ist sellerboard möglicherweise zu umfangreich. Wer dagegen mehrere Produkte, aktive PPC-Kampagnen und wachsende FBA-Bestände managt, profitiert schnell vom strukturierten Überblick.
Nicht geeignet ist sellerboard für Händler, die primär auf anderen Marktplätzen außerhalb von Amazon aktiv sind. Das Tool ist konsequent auf Amazon ausgerichtet und unterstützt keine anderen Plattformen.
sellerboard im Arbeitsalltag
Ein Amazon-Händler mit 50 aktiven ASINs öffnet sellerboard morgens und sieht auf einen Blick, welche Produkte gestern Gewinn gemacht haben, welche durch hohe Werbekosten ins Minus gerutscht sind und welche Bestände in den nächsten Wochen nachbestellt werden müssen. Das Dashboard schlüsselt jeden Verkauf auf: Verkaufspreis abzüglich Amazon-Provision, FBA-Gebühren, Werbekosten und eigene Warenkosten ergibt den Nettoprofit pro Einheit.
Der Autoresponder versendet nach Bestelleingang automatisch eine persönliche E-Mail an den Käufer und fragt einige Tage später diskret nach einer Bewertung. Das läuft im Hintergrund, ohne dass der Händler jeden einzelnen Fall manuell bearbeiten muss.
Das Erstattungsmodul scannt regelmäßig den FBA-Bestand auf Differenzen zwischen eingelagerter und verfügbarer Menge. Fehlende Einheiten, für die Amazon verantwortlich ist, werden identifiziert, und der Händler kann direkt Erstattungsanträge stellen. Viele Nutzer berichten, dass sie so Gelder zurückbekommen, die sie ohne das Tool nie beantragt hätten.
Preise und Pläne
sellerboard arbeitet mit vier gestaffelten Plänen, die sich vor allem im monatlichen Bestellvolumen und der Anzahl der Follow-up-E-Mails unterscheiden. Alle Pläne beinhalten die vollständige Funktionspalette, inklusive Profit-Dashboard, Inventarmanagement, Autoresponder, Erstattungsmodul und PPC-Analyse.
- Standard: 19 $/Monat (15 $ bei Jahreszahlung, 179 $ p.a.) für bis zu 3.000 Bestellungen/Monat und 150 Follow-up-E-Mails
- Professional: 29 $/Monat (23 $ p.a., 279 $ p.a.) für höheres Bestellvolumen und mehr E-Mails
- Business: 39 $/Monat (31 $ p.a., 369 $ p.a.) für noch größere Volumen
- Enterprise: 79 $/Monat (63 $ p.a., 759 $ p.a.) für Händler mit sehr hohem Durchsatz oder Agenturen
Alle Pläne können einen Monat kostenlos und ohne Kreditkarte getestet werden. Für EU-Nutzer werden die Preise als Nettopreise ausgewiesen, es kann Mehrwertsteuer hinzukommen. Stand: März 2026.
Stärken und Schwächen
sellerboard überzeugt vor allem durch die Genauigkeit der Profitberechnung. Viele Amazon-Händler unterschätzen ihre tatsächlichen Kosten, weil sie Amazon-Gebühren und PPC-Ausgaben nicht vollständig gegenrechnen. sellerboard schließt diese Lücke zuverlässig. Die Kombination aus Analytics, Autoresponder, Erstattungsmodul und Inventarverwaltung in einem Tool spart zudem Kosten für Einzellösungen.
Die klare Schwäche ist die Plattformbeschränkung auf Amazon. Wer auch auf anderen Kanälen verkauft, braucht dafür separate Tools. Außerdem erfordert die initiale Einrichtung, insbesondere das Erfassen der Warenkosten für alle SKUs, etwas Aufwand. Wer das nicht sorgfältig macht, bekommt auch keine aussagekräftigen Margen.
Alternativen zu sellerboard
Wer eine Alternative sucht, hat im Amazon-Analytics-Bereich einige Optionen:
- Helium 10 Profits: Teil der Helium-10-Suite, die auch Keyword-Recherche und Listing-Optimierung umfasst. Teurer, aber breiter aufgestellt für Seller, die alle Tools aus einer Hand wollen.
- SellerApp: Ähnlicher Funktionsumfang mit etwas stärkerem Fokus auf PPC-Optimierung und Automatisierung.
- Jungle Scout: Stärker auf Produktrecherche ausgerichtet, bietet aber auch Profit-Analytics. Eher für Einsteiger geeignet, die noch in der Produktrecherchephase sind.
- ManageByStats: Etablierte Alternative mit gutem Autoresponder, aber weniger modernem Interface.
sellerboard positioniert sich in diesem Vergleich als schlanke, präzise und preislich attraktive Option für Händler, die primär Profitabilität und operative Prozesse im Fokus haben.
Überblick
sellerboard ist eines der stärksten Werkzeuge für Amazon-Händler, die ihre Zahlen wirklich verstehen wollen. Das Tool liefert, was Seller Central nicht kann: eine vollständige, übersichtliche Profitabilitätsrechnung in Echtzeit, ergänzt durch praktische Automatisierungen für Follow-ups und Erstattungen.
Für seriöse Amazon-Händler ab mittlerem Verkaufsvolumen ist sellerboard eine klare Empfehlung. Der Preis ist für den Funktionsumfang sehr attraktiv, und der monatliche Testzeitraum macht den Einstieg risikolos. Die Einschränkung auf Amazon ist der einzige echte Kritikpunkt, aber wer primär auf Amazon verkauft, wird davon kaum berührt.
Bewertungen im Überblick
Überblick
- ✓ Echtzeit-Profit-Dashboard mit Umsatz, Bestellungen, Rückgaben und Nettogewinn
- ✓ Vollständige Kostenaufschlüsselung: Amazon-Gebühren, Werbekosten, COGS und Versand
- ✓ Inventarverwaltung mit Bestandsprognosen und Nachbestellungsempfehlungen
- ✓ Autoresponder für Follow-up-E-Mails und automatische Bewertungsanfragen
- ✓ FBA-Erstattungsmanagement für verlorene oder beschädigte Waren
- ✓ PPC-Optimierungstools mit Kampagnen-Performance-Analyse
- ✓ Listing-Change-Alerts bei unautorisierten Produktänderungen
- ✓ LTV-Dashboard und Datenexport nach Excel, Google Sheets und CSV
Vorteile
- + Sehr präzises Profit-Tracking, das alle Amazon-Gebühren und Werbekosten korrekt einrechnet
- + Breites Funktionsspektrum: Analytics, Inventar, E-Mail-Automation und Erstattungen in einem Tool
- + Deutsches Unternehmen mit DSGVO-konformem Betrieb und gutem Support
- + Günstige Einstiegspreise für den Funktionsumfang, insbesondere bei Jahreszahlung
Nachteile
- - Ausschließlich auf Amazon ausgerichtet: kein Support für andere Marktplätze wie eBay oder Shopify
- - Mobile App bietet weniger Funktionstiefe als die Web-Oberfläche
- - Einrichtung und COGS-Pflege erfordert anfangs manuelle Arbeit
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