Screenweave
Asynchrone Video-Plattform für Teams. Bildschirm und Webcam aufnehmen, Videos in Channels organisieren, automatische Transkription und Suche. Video Requests ermöglichen Aufnahmen von externen Personen ohne Account.
Übersicht zu Screenweave: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar.
Was ist Screenweave?
Screenweave ist eine asynchrone Video-Plattform für Teams mit Sitz in Minnesota, USA. Das Unternehmen firmiert als Screenweave, LLC und positioniert sich mit einem klaren Versprechen: “Record once, share instantly, stay aligned.” Die Idee dahinter ist simpel. Statt Meetings anzusetzen oder lange E-Mails zu schreiben, nehmen Teammitglieder kurze Videos auf und teilen sie sofort.
Das Besondere an Screenweave ist die Kombination aus Aufnahme, Organisation und Suche. Videos werden in Channels organisiert, vergleichbar mit Slack-Channels, nur eben für Videoinhalte. Jede Aufnahme wird automatisch transkribiert, sodass Inhalte per Volltextsuche auffindbar sind. Wer eine bestimmte Information sucht, springt direkt zur passenden Stelle im Video.
Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal sind die Video Requests. Damit lassen sich Aufnahmen von externen Personen anfordern, ohne dass diese einen Account benötigen. Das ist praktisch für Bewerbungsprozesse, Kunden-Feedback oder Schulungsvideos von Fachexperten.
Für wen eignet sich Screenweave?
Screenweave richtet sich an Teams, die regelmäßig Wissen teilen, Prozesse erklären oder Updates kommunizieren. Besonders geeignet für Unternehmen, die viele remote oder hybrid arbeitende Mitarbeiter haben und ihre Meeting-Last reduzieren wollen.
Der pauschale Teampreis ohne Pro-Nutzer-Abrechnung macht Screenweave interessant für größere Teams. Ob 10 oder 100 Nutzer, der Preis bleibt gleich. Das unterscheidet Screenweave von Wettbewerbern wie Loom, die pro Nutzer abrechnen.
Für Einzelpersonen oder sehr kleine Teams, die nur gelegentlich ein Bildschirmvideo aufnehmen, ist Screenweave vermutlich überdimensioniert. Wer keine Channel-Organisation oder Video Requests braucht, kommt mit einfacheren Tools günstiger weg.
Screenweave im Arbeitsalltag
Ein mittelständisches Unternehmen mit 40 Mitarbeitern an drei Standorten nutzt Screenweave für die interne Wissensdokumentation. Abteilungsleiter nehmen Prozesse per Bildschirmvideo auf und sortieren sie in Channels: “Buchhaltung”, “IT-Onboarding”, “Produktschulung”. Neue Mitarbeiter durchsuchen die Videobibliothek per Stichwort und finden Antworten, ohne Kollegen aus der Arbeit zu reißen.
Das HR-Team nutzt Video Requests im Bewerbungsprozess. Kandidaten erhalten einen Link, nehmen ein kurzes Vorstellungsvideo auf und senden es ab. Kein Account-Zwang, kein technischer Aufwand. Die Videos landen direkt im entsprechenden Channel. Wer solche Prozesse im Unternehmen strukturiert aufsetzen will, findet in einer professionellen Prozessoptimierung den passenden Rahmen.
Preise und Pläne
Der Lite-Plan ist kostenlos und umfasst bis zu 10 Videos mit maximal 5 Minuten Aufnahmelänge. Enthalten sind Bildschirm- und Webcam-Aufnahme, einfache Trimming-Tools und Team-Sharing. Eine Kreditkarte ist nicht erforderlich.
Der Pro-Plan kostet 250 $/Monat pauschal, unabhängig von der Nutzeranzahl. Dafür gibt es unbegrenzte Nutzer, unbegrenzte Videos, unbegrenzte Aufnahmelänge, Video-Uploads, Submission Workflows, erweiterte Sharing-Kontrollen, Team-Management, Analytics und Priority Support.
Enterprise-Konditionen für spezifische Anforderungen auf Anfrage. Stand: März 2026.
Stärken und Schwächen
Die größte Stärke von Screenweave ist das Preismodell. 250 $/Monat für unbegrenzte Nutzer bedeutet: Je größer das Team, desto günstiger wird es pro Kopf. Bei 50 Nutzern sind das 5 $ pro Person. Bei Loom zahlt man im Business-Plan 18 $/Nutzer/Monat, bei 50 Nutzern also 900 $/Monat.
Die Channel-Organisation ist durchdacht. Videos verschwinden nicht in einer endlosen Timeline, sondern haben eine feste Struktur. Die automatische Transkription macht Inhalte durchsuchbar, was den Wert der Videobibliothek über die Zeit steigert. Video Requests sind ein Feature, das viele Wettbewerber nicht bieten.
Auf der Schwächenseite ist der kostenlose Plan mit 10 Videos und 5 Minuten Limit kaum mehr als eine Demo. Der Sprung von kostenlos auf 250 $/Monat ist steil, ein Zwischenplan fehlt. Das Produkt ist noch vergleichsweise jung, was sich in einem überschaubaren Funktionsumfang und fehlenden Integrationen zeigt. Auf Bewertungsplattformen wie G2 oder Capterra gibt es noch keine nennenswerten Nutzerbewertungen. Server stehen in den USA, eine DSGVO-konforme Infrastruktur mit EU-Hosting ist nicht dokumentiert.
Alternativen zu Screenweave
Loom ist der etablierte Marktführer für asynchrone Videokommunikation mit starken KI-Features und tiefer Atlassian-Integration, rechnet aber pro Nutzer ab. Clypp ist ein deutscher Anbieter, der Bildschirmaufnahmen automatisch in strukturierte Prozessdokumentationen umwandelt, ISO 27001-zertifiziert. Vidyard fokussiert sich auf Video-Messaging im Sales-Kontext mit CRM-Anbindungen. Microsoft Stream bietet ähnliche Video-Sharing-Funktionen für Unternehmen im Microsoft-365-Ökosystem.
Überblick
Screenweave ist eine interessante Alternative für Teams, die asynchrone Videokommunikation nutzen wollen, ohne pro Nutzer zu zahlen. Das pauschale Preismodell, die Channel-Organisation und die Video Requests sind klare Differenzierungsmerkmale. Gleichzeitig muss man ehrlich sagen: Das Produkt ist noch jung, die Nutzerbasis überschaubar und der Funktionsumfang im Vergleich zu Loom kleiner. Für größere Teams, die vor allem auf den Preisvorteil setzen und keine tiefe Tool-Integration brauchen, kann Screenweave die richtige Wahl sein. Wer Video-Kommunikation als Teil einer umfassenden Content-Strategie oder Digitalisierungsinitiative plant, sollte die Plattform als einen Baustein unter mehreren betrachten.
Überblick
- ✓ Bildschirm- und Webcam-Aufnahme direkt im Browser
- ✓ Automatische Transkription und Volltextsuche über alle Videos
- ✓ Channels zur Organisation nach Team, Projekt oder Thema
- ✓ Video Requests: Externe nehmen Videos auf, ohne eigenen Account
- ✓ Passwortschutz und Ablaufdaten für kontrolliertes Teilen
- ✓ Analytics und Engagement-Insights pro Video
- ✓ Team-Management mit Berechtigungssystem
- ✓ Trimming-Tools für einfache Nachbearbeitung
Vorteile
- + Pauschaler Teampreis statt Pro-Nutzer-Abrechnung
- + Unbegrenzte Nutzer und Videos im Pro-Plan
- + Video Requests ermöglichen Aufnahmen von externen Personen
- + Automatische Transkription mit Suchfunktion
Nachteile
- - Kostenloser Plan sehr eingeschränkt (10 Videos, 5 Minuten)
- - 250 $/Monat als Einstiegspreis für den Pro-Plan relativ hoch
- - Noch junges Produkt mit überschaubarem Funktionsumfang
- - Serverstandort USA, keine EU-spezifische Infrastruktur
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