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Mercateo (Unite)
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Mercateo (Unite)

Mercateo, heute unter der Dachmarke Unite, ist Europas größte B2B-Beschaffungsplattform. Unternehmen kaufen Bürobedarf, IT-Hardware, Werkzeug, Verpackungen und Betriebsmittel von über 16.000 Lieferanten zentral ein.

Übersicht zu Mercateo (Unite): Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar.

Was ist Mercateo?

Mercateo ist eine B2B-Beschaffungsplattform, die im Jahr 2000 von Sebastian Wieser und vier ehemaligen McKinsey-Kollegen in Deutschland gegründet wurde. Seit 2021 tritt das Unternehmen unter der Dachmarke Unite auf, der eigentliche Marktplatz läuft weiterhin unter mercateo.com. Mit über 25 Millionen Artikeln von mehr als 16.000 Lieferanten und Herstellern ist Unite nach eigenen Angaben der größte europäische B2B-Marktplatz.

Das Modell ist einfach: Unternehmen beschaffen ihren gesamten indirekten Bedarf, also Bürobedarf, IT-Hardware, Werkzeug, Verpackungsmaterial, Reinigungsmittel, Sicherheitsausrüstung und mehr, über eine zentrale Plattform. Statt Dutzende Lieferantenbeziehungen zu pflegen, kaufen Einkaufsabteilungen alles an einem Ort mit standardisierten Prozessen.

Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Leipzig, beschäftigt über 700 Mitarbeiter und ist in 12 europäischen Ländern aktiv. 2023 erzielte Unite einen Umsatz von rund 441 Millionen Euro. Zu den Kunden zählen BMW, Merck und RWE.

Für wen eignet sich Mercateo?

Mercateo richtet sich ausschließlich an Unternehmen, Gewerbetreibende und Freiberufler. Privatpersonen können nicht einkaufen.

Besonders profitieren Unternehmen ab mittlerer Größe, die einen strukturierten Einkaufsprozess mit Freigabe-Workflows und ERP-Integration benötigen. Für Einkaufsabteilungen, die regelmäßig Betriebsmittel bestellen, spart die Plattform Zeit: statt bei mehreren Lieferanten anzufragen, gibt es eine einheitliche Benutzeroberfläche, eine Rechnung und einen standardisierten Prozess.

Branchenspezifische Lösungen machen Mercateo auch für Unternehmen aus Automotive, Chemie, Pharma, Energie und dem öffentlichen Sektor interessant. Kleine Betriebe mit geringem Beschaffungsvolumen und ohne ERP-Integration ziehen hingegen weniger Nutzen aus den Prozessfunktionen.

Mercateo im Arbeitsalltag

Eine mittelständische Produktionsfirma mit 80 Mitarbeitern benötigt regelmäßig Werkzeug, Schutzausrüstung und Büromaterial. Früher pflegte der Einkäufer fünf verschiedene Lieferantenaccounts, verglich Preise manuell und stellte einzelne Rechnungen in die Buchhaltung. Mit Mercateo läuft das anders: Der Einkäufer sucht im zentralen Katalog, legt einen Warenkorb an und schickt ihn mit einem Klick durch den Freigabe-Workflow an den Abteilungsleiter. Nach Freigabe wird die Bestellung direkt ausgelöst, die Rechnung landet einheitlich formatiert in der Buchhaltung, und das ERP-System wird automatisch befüllt.

Lieferanten wiederum können ihre Produkte über die Unite Connect-Plattform listen und direkt an die 1,5 Millionen gewerblichen Kunden verkaufen. Für Hersteller und Händler ist Mercateo damit ein Kanal, der den eigenen Vertrieb ergänzt.

Preise und Pläne

Einkäufer nutzen die Plattform kostenlos. Preise werden als Nettopreise ausgewiesen, was die buchhalterische Verarbeitung vereinfacht. Für Lieferanten entstehen Kosten in Form von Provisions- oder Listingmodellen, die individuell vereinbart werden.

Enterprise-Konditionen für große Unternehmen mit hohem Bestellvolumen werden direkt verhandelt. Einen Process Cost Calculator bietet Unite an, um Einsparpotenziale im Vergleich zur aktuellen Beschaffung zu ermitteln. Stand: März 2026.

Stärken und Schwächen

Mercateo ist in seinem Kernversprechen stark: ein Ort für den gesamten indirekten Bedarf eines Unternehmens, mit strukturierten Prozessen und ERP-Anbindung. Für Einkaufsabteilungen, die Prozesseffizienz suchen, ist das ein klarer Vorteil gegenüber dem Wildwuchs aus vielen Einzellieferanten.

Die Schwäche liegt beim Preis. Bestehende Direktverträge mit Lieferanten schlagen Mercateo oft beim Einkaufspreis. Wer ausschließlich auf günstigen Einzelkauf optimiert, ist mit direkten Lieferantenbeziehungen oder Amazon Business besser bedient. Mercateo gewinnt, wenn Prozesskosten und Übersichtlichkeit wichtiger sind als der niedrigste Einzelpreis.

Alternativen zu Mercateo

Amazon Business ist die bekannteste Alternative für gewerbliche Einkäufer und punktet mit schneller Lieferung und breitem Sortiment, bietet aber weniger tiefe ERP-Integration. Onventis ist ein spezialisiertes E-Procurement-System mit stärkerem Fokus auf Lieferantenmanagement und Ausschreibungen. Punchout-Kataloge direkt beim Lieferanten sind eine Option für Unternehmen mit wenigen, aber voluminösen Lieferantenbeziehungen. Wer den Shopware-Kanal für B2B aufbauen will, findet in unserem Shopware-E-Commerce-Bereich passende Unterstützung.

Für Unternehmen, die eigene B2B-Beschaffungsprozesse digitalisieren oder einen eigenen Katalog aufbauen wollen, ist individuelle Softwareentwicklung oft der direktere Weg als eine externe Plattform. Mehr zum Thema digitale Einkaufsprozesse findest du auch in unserem Magazin.

Überblick

Mercateo (Unite) ist die richtige Wahl, wenn ein Unternehmen seinen indirekten Einkauf konsolidieren und prozessual entlasten will. Die Plattform liefert, was sie verspricht: ein breites Sortiment, Prozessintegration und europäische Reichweite. Wer jedoch primär Preisoptimierung sucht oder sehr spezifische Beschaffungsanforderungen hat, sollte den konkreten Mehrwert gegenüber Direktverträgen oder spezialisierten Plattformen abwägen.

Überblick

Preismodell
kostenlos
Die Nutzung als Einkäufer ist grundsätzlich kostenlos. Lieferanten zahlen eine Provision oder Listinggebühr. Individuelle Konditionen für Enterprise-Kunden auf Anfrage. Stand: März 2026.
Herkunft
🇪🇺 Deutschland DSGVO-Vorteil
Features
  • B2B-Marktplatz mit über 25 Millionen Artikeln aus 13+ Kategorien
  • Katalogbasierte Beschaffung mit Bestellhistorie und Einkaufslisten
  • ERP-Integration für automatisierte Bestellprozesse
  • Multi-Country-Support: 12 europäische Länder, mehrsprachig
  • Lieferantenanbindung über die Unite Connect-Plattform
  • Freigabe-Workflows und Compliance-Funktionen für Einkaufsabteilungen
  • Branchenspezifische Lösungen für Automotive, Chemie, Pharma und mehr
  • Process Cost Calculator zur Ermittlung von Einsparpotenzialen

Vorteile

  • + Größter europäischer B2B-Marktplatz mit über 1,5 Millionen gewerblichen Kunden
  • + Breites Sortiment aus einer Quelle statt vieler einzelner Lieferantenbeziehungen
  • + ERP-Integration reduziert manuellen Aufwand in der Bestellabwicklung
  • + Transparente Netto-Preise, geeignet für die Buchhaltung
  • + EcoVadis Gold-Zertifizierung, genutzt von BMW, Merck, RWE

Nachteile

  • - Preise nicht immer wettbewerbsfähig gegenüber direkten Lieferantenkonditionen
  • - Vorkasse für Neukunden wird von einigen als unpraktisch wahrgenommen
  • - Für Kleinstunternehmen mit wenig Beschaffungsvolumen kaum Vorteil gegenüber Amazon Business
  • - Wenige öffentliche Nutzerbewertungen auf gängigen Plattformen

Tags

B2B-Marktplatz E-Procurement Indirekte Beschaffung Supply Chain Einkauf

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