IZBERG
IZBERG ist eine modulare SaaS-Plattform für den Aufbau und Betrieb eigener Marktplätze. Unternehmen aus B2B und B2C können damit ihr Produktangebot erweitern, externe Verkäufer einbinden und einen vollständig digitalisierten Vertriebskanal aufbauen.
Übersicht zu IZBERG: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar.
Was ist IZBERG?
IZBERG ist eine modulare SaaS-Plattform, die Unternehmen dabei hilft, ihren eigenen Online-Marktplatz aufzubauen und zu betreiben. Die Grundidee: Statt selbst das gesamte Produktsortiment vorzuhalten, können Betreiber externe Verkäufer auf ihrer Plattform einbinden und so ihr Angebot ohne zusätzliche Lagerkosten erweitern.
Das Unternehmen wurde 2014 gegründet und hat seinen Sitz in Frankreich. 2023 wurde IZBERG vom französischen ERP-Anbieter LUNDI MATIN übernommen, der auf Software-Lösungen für den Handel spezialisiert ist und rund 200 Mitarbeiter beschäftigt. Diese Übernahme hat IZBERG in ein breiteres Ökosystem eingebettet: Die Plattform profitiert seitdem von direkten ERP- und Omnichannel-Integrationen.
IZBERG setzt konsequent auf eine API-First-Architektur. Alle Kernfunktionen, darunter Bestellmanagement, Katalog-Import, Zahlungsabwicklung und Vendor-Onboarding, sind über REST-APIs ansprechbar. Das erlaubt die Integration in nahezu jede bestehende E-Commerce- oder Systemumgebung, unabhängig vom eingesetzten CMS oder Framework.
Zu den bekannten Kunden zählen Asos, Veepee, TotalEnergies, Suez und Groupe ADP. Diese Referenzen zeigen, dass die Plattform für komplexe, volumensstarke Marktplätze ausgelegt ist.
Für wen eignet sich IZBERG?
IZBERG richtet sich an mittelständische und große Unternehmen, die ein bestehendes digitales Angebot um einen Marktplatz erweitern wollen. Typische Anwendungsfälle sind:
Distributoren und Hersteller, die ihren Händlern oder Endkunden einen zentralen digitalen Einkaufskanal anbieten wollen. Retailer, die ihr Sortiment über externe Verkäufer erweitern, ohne selbst zusätzliches Lager aufzubauen. Industrieunternehmen, die digitale Beschaffungsprozesse modernisieren und E-Procurement einführen. Unternehmen, die Disintermediation verhindern wollen, indem sie alle Akteure in einem eigenen Ökosystem bündeln.
Für kleine Unternehmen oder Start-ups ohne größeres Entwicklerteam ist IZBERG kaum der richtige Einstieg. Der API-First-Ansatz setzt technische Kompetenz für die Integration voraus. Einfachere Multi-Vendor-Lösungen sind dort besser geeignet.
IZBERG im Arbeitsalltag
Ein Industriekonzern mit eigenem Online-Shop will sein Angebot erweitern, ohne selbst neue Produktkategorien einzukaufen. Mit IZBERG bindet das Team externe Lieferanten als Verkäufer ein. Jeder Lieferant bekommt ein eigenes Seller Back-Office, pflegt dort seinen Katalog und bearbeitet seine Bestellungen. Der Marktplatz-Betreiber sieht über das zentrale Dashboard alle KPIs auf einen Blick: Bestellvolumen, Verkäufer-Performance und Katalogqualität. Die Rechnungsstellung für Transaktionen zwischen Käufer, Verkäufer und Plattform läuft automatisiert über das integrierte Zahlungsmodul.
Für ein B2B-Szenario im Einkauf lässt sich IZBERG als Procurement-Plattform nutzen. Einkäufer finden alle Lieferanten an einem Ort, können Bestellungen direkt aufgeben, und das ERP-System von LUNDI MATIN synchronisiert Bestände und Rechnungen automatisch.
Preise und Pläne
IZBERG veröffentlicht keine Preislisten. Die Konditionen werden individuell vereinbart. Eine kostenlose Testversion ist laut einigen Verzeichnissen verfügbar, Details dazu sind aber nicht öffentlich. Stand: März 2026.
Stärken und Schwächen
IZBERG ist eine ausgereifte Marketplace-Plattform mit klaren technischen Stärken. Die API-First-Architektur und der modulare Aufbau ermöglichen eine hohe Flexibilität bei der Integration. Die Referenzliste mit globalen Unternehmen wie Asos und TotalEnergies belegt die Skalierbarkeit. Nach der Übernahme durch LUNDI MATIN profitiert die Plattform von einer breiteren Systemumgebung und mehr Ressourcen.
Auf der anderen Seite fehlen öffentliche Preise vollständig, und es gibt kaum unabhängige Nutzerbewertungen auf Plattformen wie G2 oder Capterra. Das erschwert eine objektive Einschätzung vor dem ersten Kontakt. Kleine Unternehmen ohne eigenes Entwicklerteam werden die Integration als aufwändig empfinden.
Alternativen zu IZBERG
Mirakl ist der bekannteste Enterprise-Anbieter für Marketplace-Technologie und direkter Wettbewerber im selben Marktsegment. Wizaplace (ebenfalls Teil von LUNDI MATIN) ist eine weitere Option im französischsprachigen Raum. Spryker bietet eine ähnlich technisch getriebene Plattform für B2B-Commerce und Marktplätze. Für kleinere Anforderungen eignen sich auch Sharetribe oder nativere Multi-Vendor-Erweiterungen bestehender Shop-Systeme.
Wer eine Shopware- oder Shopify-Umgebung betreibt und Marketplace-Funktionen ergänzen will, sollte zunächst prüfen, ob Erweiterungen die Anforderungen abdecken können, bevor eine eigenständige Marketplace-Plattform evaluiert wird.
Überblick
IZBERG ist eine solide Wahl für Unternehmen, die einen eigenen Marktplatz mit hohem Individualisierungsgrad aufbauen wollen und über die technischen Ressourcen verfügen, eine API-First-Plattform zu integrieren. Die Referenzen sprechen für Stabilität und Skalierbarkeit.
Wer eine vollständige E-Commerce-Strategie aufbaut oder prüft, ob ein Marktplatz-Modell zur eigenen Wachstumsstrategie passt, findet hier ein leistungsfähiges Werkzeug, aber keinen einfachen Einstieg. Fehlende Preistransparenz und wenige öffentliche Nutzerstimmen machen eine Evaluierung ohne direkten Herstellerkontakt schwierig.
Für Unternehmen, die digitale Prozesse automatisieren und mehrere Vertriebskanäle zentralisieren wollen, ist der Omnichannel-Ansatz von IZBERG in Verbindung mit dem LUNDI MATIN ERP ein interessantes Gesamtpaket.
Überblick
- ✓ API-First-Architektur mit vollständig dokumentierten REST-APIs
- ✓ Modulares Backend für B2B- und B2C-Marktplätze
- ✓ Vendor Management: Onboarding, Bewertung und Verwaltung externer Verkäufer
- ✓ Katalog-Management mit automatisierter Import- und Sync-Logik
- ✓ Order Management mit Versand, Steuer und Promotions
- ✓ Integriertes Zahlungsmanagement mit KYC, Rechnungsstellung und Gutschriften
- ✓ KPI-Dashboard für Marktplatz-Betreiber und Verkäufer
- ✓ ERP-Integration über Muttergesellschaft LUNDI MATIN für Omnichannel-Szenarien
Vorteile
- + API-First-Ansatz ermöglicht tiefe Integration in bestehende Systemlandschaften
- + Modularer Aufbau: nur benötigte Funktionen lizenzieren
- + Bewährte Referenzen: Asos, Veepee, TotalEnergies, Suez, Groupe ADP
- + Teil des LUNDI MATIN-Ökosystems mit ERP- und Omnichannel-Anbindung
Nachteile
- - Keine öffentlichen Preise
- - Keine Bewertungen auf G2 oder Capterra
- - Eher für mittlere bis große Unternehmen geeignet, weniger für KMU
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