cloudstock
Schnittstellen-Software der cloudstock GmbH aus Hamburg für Einzelhändler. Verbindet Warenwirtschaften wie Futura, Advarics, Hiltes oder Prohandel mit Amazon, Zalando, Check24, Shopify, Shopware und weiteren Kanälen. 0,85 % vom Monatsumsatz, mindestens 150 € im Monat.
Übersicht zu cloudstock: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 23.10.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.
Was ist cloudstock?
cloudstock ist eine Schnittstellen-Software für den Einzelhandel. Anbieter ist die cloudstock GmbH aus Hamburg, eingetragen beim Amtsgericht Hamburg unter HRB 157855. Die Geschäftsführung bilden die drei Gründer Ralf Jaacks, Tobias Lindenau und Niklas Günther. Vertragspartner ist laut Nutzungsbedingungen dieselbe GmbH, dort mit der Anschrift „c/o softwerft GmbH, Am Sandtorkai 54”. Auf der Startseite heißt das Produkt „Omni-Channel-Manager”, in der eigenen FAQ klingt es nüchterner: eine Schnittstelle zwischen dem Warenwirtschaftssystem eines Händlers und den digitalen Verkaufskanälen im Internet. Den Anlass nennt der Anbieter gleich mit. Stationäre Warenwirtschaftssysteme bieten nach seiner Darstellung normalerweise keine Verbindung zu Marktplätzen und Onlineshops.
Die Warenwirtschaft bleibt also, cloudstock ersetzt sie ausdrücklich nicht. Die Software sitzt in der Mitte, gleicht Bestände, Preise und Umsätze ab, lädt Artikel auf die Kanäle und erzeugt die Versandpapiere. Die Anbindungsliste nennt neun Warenwirtschaften: Futura, Advarics, Prohandel, Hiltes, Intelligix, Fee, Limmer Soft, Roqqio und Irics. Auf der anderen Seite stehen Amazon, Zalando, Check24, Farfetch, Miinto, Shopify, Shopware 5 und 6, WooCommerce und ein eigener Onlineshop. Breuninger ist nur für fünf der neun Systeme gelistet.
Die Hauptnavigation der Website führt kein zweites Produkt, nur Anbindungen, Preise, Referenzen, Kontakt, FAQ, Jobs, Demo und Login. Das LOCAL-WEBSHOP-Konzept auf der Anbindungsseite stellt der Anbieter als Kooperation von Fashion.Cloud, Hutter&Unger und cloudstock vor, nicht als eigene Software.
Für wen eignet sich cloudstock?
Laut FAQ für jeden Einzelhändler, der in den Onlinehandel einsteigen will, und für Händler, die schon online verkaufen und eine Verbindung zwischen Marktplatz und stationärer Warenwirtschaft suchen. Die veröffentlichten Kundenstimmen kommen überwiegend aus dem Modehandel: La Strada Fashion in Bad Honnef, Trendhouse Fashion in Lörrach, Modehaus Rummel in Ansbach, M+B Modehaus Münsterkötter in Münster und Das Modewerk in Walsrode. Die Stammdaten-Anreicherung aus der Fashion Cloud und Zielkanäle wie Zalando, Farfetch, Miinto und Breuninger passen ins selbe Bild.
Nicht passend ist cloudstock, wenn du die Warenwirtschaft selbst ablösen willst. Das schließt die FAQ ausdrücklich aus. Steht dein System nicht auf der Anbindungsliste, musst du nachfragen: Die FAQ hält weitere Anbindungen für „denkbar”, und die Startseite nennt etwa Clarity & Success, das in der Liste fehlt. Wer außerhalb des deutschsprachigen Raums verkaufen will, liest in der FAQ, dass an der Internationalisierung erst gearbeitet wird. Vertragssprache ist laut AGB nur Deutsch. Die Nutzungsbedingungen gelten für Unternehmer, nur sie können sich registrieren.
cloudstock im Arbeitsalltag
Der Anbieter beschreibt den Ablauf in drei Schritten. Du arbeitest weiter mit deiner Warenwirtschaft. Du listest die Produkte im eigenen Shop und auf Marktplätzen. cloudstock steht dazwischen: Artikel, die du stationär und online verkaufst, lädst du mit einem Klick in die Cloud. Bestände werden zwischen Warenwirtschaft und Onlineshop oder Marktplatz synchronisiert, die Verkaufspreise bestimmst du selbst. Geht eine Bestellung ein, wirst du laut den Schnittstellenseiten direkt an der Kasse informiert und versendest aus dem Geschäft heraus. Lieferschein, Rechnung und Paketaufkleber entstehen automatisch, Lieferscheine und Rechnungen werden archiviert. Paketscheine laufen über deinen DHL-Account, der im cloudstock-Backend unter dem Menüpunkt Paketdienste hinterlegt ist, auch für Packstationen. Den Bestellstatus in cloudstock nennt die FAQ eine reine Orientierungshilfe ohne Auswirkung auf Lieferung oder Retoure.
Technisch beschreiben die AGB zwei Wege: cloudstock verbindet sich per Schnittstelle direkt mit der Warenwirtschaft oder importiert die Daten in die eigene cloudstock-Datenbank. Synchronisiert werden Warenbestände und gegebenenfalls Bestell- und Kundendaten. Die Software bleibt auf dem Server des Anbieters, die Datenverbindung dorthin schuldet er nicht.
Der Start beginnt mit Schulungen. Im ersten Termin geht der Anbieter einen Fragebogen für seine Entwickler durch. Wie lange die Anbindung dauert, steht zweimal verschieden auf der Website: Die Schnittstellenseiten versprechen die Schnittstelle „Innerhalb von 24 Stunden”, die FAQ sagt „In der Regel ca. eine Woche”, je nach Zahl der Schnittstellen und Warenwirtschaft. Einen Stolperstein beim Upload nennt die FAQ selbst: Bei Stückident-Artikeln, deren Varianten unterschiedliche EAN oder SKU tragen, müssen doppelte Varianten deaktiviert werden.
Auf der Startseite zitiert der Anbieter Dr. Carsten Keller, VP Direct to Consumer bei Zalando. cloudstock sei „ein zentraler Partner bei der Verbindung der Händler mit der Plattform”, innerhalb weniger Tage verschicke der Händler die ersten Pakete. Die „mehr als 1.500 Geschäfte” im selben Zitat beziehen sich auf Händler, die sich bei Zalando gemeldet haben, nicht auf cloudstock-Kunden. Auf der Referenzseite schreibt das Modehaus Rummel, Umsatz- und Bestandsbuchungen liefen im eigenen Warenwirtschaftssystem automatisiert, auch bei Rücksendungen. Beides sind Stimmen, die der Anbieter veröffentlicht, unabhängig geprüft sind sie nicht.
Preise und Pläne
cloudstock hat ein einziges Preismodell, keine Pakete. Laut Preisseite zahlst du eine monatliche Gebühr von 0,85 % des Monatsumsatzes nach Retouren, mindestens 150 € pro Monat. Alle Features und Anbindungen sind darin enthalten. Einmalig kommen 299 € Einrichtungspauschale und 199 € für zwei Schulungen dazu. Stand: Oktober 2026.
Die Preise sind laut Nutzungsbedingungen Nettopreise zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer. Gezahlt wird monatlich per SEPA-Lastschrift, das Mandat ist laut FAQ verpflichtend. Offen bleibt die Bemessungsgrundlage. Die Preisseite spricht vom „Monatsumsatz nach Retouren”, die FAQ verkürzt von „0,85% vom Umsatz”, und die AGB verweisen für die Höhe der Vergütung nur auf die Leistungsbeschreibung. Ob nur der über cloudstock laufende Onlineumsatz zählt, sagt keine der drei Stellen.
Bei Laufzeit und Kündigung widerspricht sich der Anbieter selbst. Die FAQ nennt eine Kündigungsfrist von sechs Monaten, die Kündigung gehe per Mail an den Anbieter und werde erst mit dessen Bestätigung und einem festen Kündigungsdatum wirksam. Die AGB sagen in Ziffer 13.1 etwas anderes: Sofern nichts anderes vereinbart ist, läuft der Vertrag auf unbestimmte Zeit, mindestens einen Monat, und ist mit 14 Tagen Frist zum Monatsende kündbar. Kündigen darfst du laut Ziffer 13.4 schriftlich, per E-Mail oder durch Löschen des Nutzerkontos. Mit dem Vertragsende verlierst du den Zugriff auf das Konto, und die Pflicht des Anbieters, deine Daten zu speichern, erlischt. Im Kündigungsgespräch bietet der Anbieter laut FAQ an, sechs Monate zu pausieren.
Zwei weitere Regeln aus den AGB betreffen den Kern des Produkts. Eine Verfügbarkeit von 100 Prozent sichert der Anbieter ausdrücklich nicht zu. Und er haftet nicht für Schäden aus Überverkäufen, wenn eine Ware zeitgleich über verschiedene Kanäle an verschiedene Käufer geht und die Synchronisierung das wegen der engen zeitlichen Abfolge nicht verhindern kann. Das gilt nicht, wenn er die Verzögerung selbst zu vertreten hat. Es gilt deutsches Recht, Gerichtsstand für Kaufleute ist der Geschäftssitz des Anbieters.
Kostenlos sind eine Demo und eine einstündige Beratung. Die Demo läuft als begleitete Sitzung per Screensharing von etwa einer halben Stunde, einen eigenen Demozugang gibt es nach Angabe des Anbieters bewusst nicht. Die Buttons „Kostenlos testen” auf den Schnittstellenseiten führen also zu dieser Demo, nicht zu einem Testkonto.
Stärken und Schwächen
Stärken:
- Ein Preismodell ohne Paketstufen, alle Features und Anbindungen sind in der Umsatzgebühr enthalten
- Die Einmalkosten stehen offen auf der Preisseite: 299 € Einrichtung, 199 € für zwei Schulungen
- Die Warenwirtschaft bleibt führend, cloudstock ist laut FAQ ausdrücklich eine Ergänzung
- Neun Warenwirtschaften auf der Anbindungsliste, je System mit bis zu elf Zielkanälen
- Zwei Schulungen und persönlicher Support zum Start
- Namentliche Kundenstimmen mit Firma und Ort, dazu ein Zitat von Zalando
- Vollständiges Impressum mit Registernummer und USt-IdNr. DE325209197
- Vertrag nach deutschem Recht, Preise laut AGB ausdrücklich netto zuzüglich Umsatzsteuer
Schwächen:
- Kein kostenloser Plan, mindestens 150 € im Monat
- Kündigungsregeln widersprechen sich: sechs Monate Frist und Wirksamkeit erst nach Bestätigung laut FAQ, ein Monat Mindestlaufzeit und 14 Tage Frist laut AGB-Ziffer 13.1
- Laut AGB keine Haftung für Überverkäufe, die bei zeitgleichem Verkauf über mehrere Kanäle trotz Synchronisierung entstehen
- Keine zugesicherte Verfügbarkeit
- Die Bemessungsgrundlage der Umsatzgebühr ist weder auf der Preisseite noch in FAQ oder AGB genau definiert
- Kein eigener Testzugang, nur eine begleitete Demo
- SEPA-Mandat ist Pflicht
- Die Einrichtungsdauer widerspricht sich: 24 Stunden auf den Schnittstellenseiten, ca. eine Woche in der FAQ
- Die Startseite nennt eBay und Magento als Kanäle und Clarity & Success als Warenwirtschaft, die Anbindungsliste führt keines davon
- Laut FAQ auf den deutschsprachigen Raum ausgerichtet
- Zwei Kundenstimmen auf der Referenzseite sind Wort für Wort gleich, unterschrieben von Michael Eberle (the rokker company) und Johannes Becker (Das Modewerk Walsrode)
- Die Website nennt zwei Anschriften in Hamburg: Am Sandtorkai 54 im Impressum, in den AGB als „c/o softwerft GmbH”, und Großer Grasbrook 9 in der Fußzeile der Referenzseite
Alternativen zu cloudstock
In derselben Kategorie lohnt der Blick auf DezemberHub, Tradebyte und brickfox. Was sie kosten, welche Warenwirtschaften sie anbinden und wie lange man sich bindet, steht in ihren eigenen Einträgen. Beim Vergleich zählt vor allem eine Frage: Steht deine Warenwirtschaft auf der jeweiligen Anbindungsliste, oder beginnt dort erst ein Integrationsprojekt?
cloudstock im Vergleich
Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst. cloudstock steht in der Kategorie mit 557 weiteren Werkzeugen.
cloudstock nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 289 von 558 Werkzeugen (52 Prozent).
Anbieter mit Sitz in Deutschland: 217 von 558 in dieser Kategorie. Aus der EU insgesamt 312.
Einen dauerhaft kostenlosen Plan bietet cloudstock nicht. In der Kategorie haben 124 von 558 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.
Überblick
Für einen Modehändler mit Ladengeschäft und einer der neun gelisteten Warenwirtschaften halten wir cloudstock für einen naheliegenden Kandidaten. Das Preismodell ist leicht zu verstehen, die Einmalkosten sind überschaubar, und die Zielkanäle sind genau die, auf denen Mode online verkauft wird. Dass das Warenwirtschaftssystem führend bleibt, ist für Händler, die ihre Kasse nicht anfassen wollen, der eigentliche Punkt.
Vor der Unterschrift würden wir vier Dinge schriftlich klären. Erstens, welche Kündigungsfrist gilt: die 14 Tage aus den AGB oder die sechs Monate aus der FAQ. Die AGB lassen mit „sofern nichts anderes vereinbart” Raum für Abweichungen, also gehört die Frist ausdrücklich in den Vertrag. Zweitens, welcher Umsatz die Bemessungsgrundlage für die 0,85 % ist: nur der Onlineumsatz über cloudstock oder mehr. Drittens, ob die automatische Umsatzbuchung mit deiner Warenwirtschaft funktioniert, denn die Startseite nennt dafür ausdrücklich advarics. Viertens, wie lange die Anbindung in deinem Fall wirklich dauert, weil die eigenen Angaben zwischen einem Tag und einer Woche schwanken.
Den Haftungsausschluss für Überverkäufe halten wir für ehrlich, er beschreibt eine echte Grenze jeder Synchronisierung. Er heißt aber auch: Bei Einzelstücken, die im Laden und online zugleich angeboten werden, bleibt das Risiko beim Händler. Wer dagegen ohnehin im E-Commerce wachsen will und die eigene Warenwirtschaft behalten möchte, bekommt hier einen schmalen, klar umrissenen Baustein statt eines ganzen Systems.
Überblick
- ✓ Bestandsabgleich zwischen Warenwirtschaftssystem und Onlineshop, Marktplatz oder beidem
- ✓ Abgleich von Warenbeständen, Preisen und Umsätzen zwischen Warenwirtschaft und Verkaufskanal
- ✓ Artikel-Upload auf die Kanäle per Klick, ohne Begrenzung der Produktzahl
- ✓ Lieferschein, Rechnung und Paketaufkleber entstehen automatisch, Versand aus dem Geschäft heraus
- ✓ Paketscheine über den eigenen DHL-Account, auch für Packstationen
- ✓ Automatische Archivierung von Lieferscheinen und Rechnungen in der Cloud
- ✓ Anreicherung der Artikelstammdaten mit Fotos und Texten, automatisiert aus der Fashion Cloud oder von Hand
- ✓ Verkaufspreise legt der Händler selbst fest
- ✓ Anbindungen für neun Warenwirtschaften: Futura, Advarics, Prohandel, Hiltes, Intelligix, Fee, Limmer Soft, Roqqio und Irics
- ✓ Zielkanäle laut Anbindungsliste: Amazon, Zalando, Check24, Farfetch, Miinto, Breuninger, Shopify, Shopware 5 und 6, WooCommerce und eigener Onlineshop
Vorteile
- + Ein Preismodell ohne Pakete: Alle Features und Anbindungen sind in der Umsatzgebühr enthalten
- + Einmalkosten offen ausgewiesen: 299 € Einrichtung und 199 € für zwei Schulungen
- + Die Warenwirtschaft bleibt führend, cloudstock versteht sich ausdrücklich als Ergänzung
- + Breite Anbindungsliste: neun Warenwirtschaften mit bis zu elf Zielkanälen je System
- + Zwei Schulungen und persönlicher Support zum Start sind vorgesehen
- + Namentliche Kundenstimmen aus dem Modehandel, dazu ein Zitat von Zalando auf der Startseite
- + Vollständiges Impressum: cloudstock GmbH, Hamburg, Amtsgericht Hamburg HRB 157855
- + Vertrag nach deutschem Recht, Preise ausdrücklich netto zuzüglich Umsatzsteuer
Nachteile
- - Kein kostenloser Plan, die Mindestgebühr beträgt 150 € im Monat
- - Widersprüchliche Kündigungsregeln: Die FAQ nennt sechs Monate Frist und Wirksamkeit erst nach Bestätigung, die AGB einen Monat Mindestlaufzeit, 14 Tage Frist und Kündigung auch per E-Mail
- - Laut AGB keine Haftung für Überverkäufe, die bei zeitgleichem Verkauf über mehrere Kanäle trotz Synchronisierung entstehen
- - Keine zugesicherte Verfügbarkeit, die AGB schließen 100 Prozent ausdrücklich aus
- - Kein eigener Testzugang, nur eine begleitete Demo per Screensharing
- - SEPA-Mandat ist Pflicht
- - Widersprüchliche Angaben zur Einrichtungsdauer: 24 Stunden auf den Schnittstellenseiten, in der Regel ca. eine Woche in der FAQ
- - Die Startseite nennt eBay, Magento und Clarity & Success, die Anbindungsliste führt keines davon
- - Laut FAQ auf den deutschsprachigen Raum ausgerichtet, die Internationalisierung ist erst in Arbeit
- - Zwei Kundenstimmen auf der Referenzseite sind wortgleich, aber zwei verschiedenen Firmen zugeschrieben
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