B2B Wave
B2B-E-Commerce-Plattform für Großhändler, Hersteller und Distributoren. Individuell gestalteter Onlineshop mit kundenspezifischen Preislisten, Angebotsverwaltung, Bestellhistorie und Integrationen zu QuickBooks, Xero und mehr.
Übersicht zu B2B Wave: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar.
Was ist B2B Wave?
B2B Wave ist eine E-Commerce-Plattform, die ausschließlich für das B2B-Geschäft gebaut wurde. Großhändler, Hersteller und Distributoren richten darüber einen geschlossenen Onlineshop für ihre Geschäftskunden ein, mit individuellen Preisen, kundenspezifischen Produktsortimenten und einem vollständigen Bestell- und Angebotsprozess.
Der Unterschied zu Standard-Shopsystemen liegt in der Tiefe der B2B-Logik. Jeder Kunde kann eigene Preislisten, eigene Sichtbarkeitsregeln für Produkte, eigene Versandkonditionen und eigene Steuerregeln bekommen. Das ist in einem klassischen B2C-Shop entweder unmöglich oder erfordert umfangreiche Anpassungen.
Für wen eignet sich B2B Wave?
B2B Wave richtet sich an Unternehmen, die regelmäßige Bestellprozesse mit festen Geschäftskunden abwickeln und diesen Prozess digitalisieren wollen. Typische Nutzer sind Großhändler mit einem festen Kundenstamm, Hersteller, die direkt an den Handel verkaufen, oder Distributoren mit unterschiedlichen Preisvereinbarungen pro Kunde.
Voraussetzung ist ein gewisses Bestellvolumen. Der Einstiegspreis von 270 GBP pro Monat rechnet sich erst ab einer bestimmten Anzahl regelmäßiger Bestellungen. Für sehr kleine Betriebe oder Händler mit nur wenigen B2B-Kunden sind einfachere Lösungen oder eine B2B-Erweiterung des bestehenden Shopsystems wirtschaftlicher.
B2B Wave im Arbeitsalltag
Kunden loggen sich in den gebrandeten Shop ein und sehen ausschließlich die Produkte und Preise, die für sie freigegeben sind. Sie können Bestellungen aufgeben, frühere Bestellungen wiederholen, Backorders einplanen und Angebote anfordern. Der gesamte Prozess läuft ohne manuelle Eingriffe seitens des Vertriebsteams.
Im Backend verwaltest du Preislisten pro Kunde oder Kundengruppe, pflegst Produktdaten mit Varianten und Beständen und erzeugst bei Bedarf PDF-Kataloge für einzelne Segmente. Für Außendienstmitarbeitende gibt es eine eigene App, über die sie Bestellungen für ihre Kunden aufgeben können.
Die Integrationen zu QuickBooks, Xero und Stripe sorgen dafür, dass Buchhaltungsdaten nicht manuell übertragen werden müssen. Wer komplexere Automationen benötigt, kann über Zapier oder die REST-API eigene Verbindungen bauen. Das lässt sich gut mit einer durchdachten Automation & Prozessoptimierung-Strategie kombinieren.
Für Shops, die neben B2B auch B2C betreiben, bietet B2B Wave keine vollständige Lösung. Es ist eine spezialisierte Plattform, kein Allround-Shopsystem. Wer beides unter einem Dach betreiben will, muss B2B Wave neben einem bestehenden E-Commerce-System betreiben oder auf eine Plattform setzen, die beides nativ unterstützt.
Preise und Pläne
B2B Wave bietet drei Pläne:
- Pro: 270 GBP pro Monat. Bis zu 20.000 Produkte, 10 Nutzer, 20 individuelle Preislisten, unbegrenzte Bestellungen und Kunden. Standard-E-Mail-Support.
- Scale: Gleicher Einstiegspreis, aber mit bis zu 100.000 Produkten, 100 Nutzern, 100 Preislisten, erweiterten Versand- und Validierungsregeln sowie Telefon-Support.
- Enterprise: Individuelle Preise, bis zu 500.000 Produkte, 200 Nutzer, vorrangige Featureanfragen.
Die Preise werden in GBP angegeben, was für DACH-Kunden einen zusätzlichen Wechselkursfaktor bedeutet. Für die ersten drei Monate gibt es 50 Prozent Rabatt. Eine 14-tägige Testphase ist ohne Kreditkarte verfügbar.
Stärken und Schwächen
Die Stärke von B2B Wave liegt in der konsequenten B2B-Ausrichtung. Die Preisgestaltung pro Kunde, die Produktsichtbarkeit nach Gruppen und die Angebotsverwaltung sind tief in die Plattform eingebaut und nicht nachträglich angeflickt. Das macht einen spürbaren Unterschied im täglichen Betrieb.
Schwäche ist der Einstiegspreis. 270 GBP pro Monat ist kein kleiner Betrag für ein Werkzeug, das ausschließlich den B2B-Bestellkanal abdeckt. Wer die Plattform nicht vollständig auslastet, zahlt für Potenzial, das er nicht nutzt. Außerdem gibt es keine öffentlich zugänglichen, verifizierten Bewertungen auf den großen Review-Plattformen, was die Einschätzung ohne eigene Testphase schwierig macht.
Alternativen zu B2B Wave
Im B2B-E-Commerce-Bereich konkurriert B2B Wave mit Orderchamp, Faire (für Marktplatzmodelle), Zoho Commerce und natürlich mit B2B-Erweiterungen bestehender Shopsysteme wie Shopware oder Shopify Plus. Wer bereits einen Shopware-Shop betreibt, sollte prüfen, ob der integrierte B2B-Bereich für die eigenen Anforderungen ausreicht, bevor er ein separates System einführt.
Überblick
B2B Wave ist ein durchdachtes Werkzeug für Unternehmen, die ihren Bestellprozess mit Geschäftskunden professionalisieren wollen. Die Funktionen treffen genau die Anforderungen, die B2B-Händler brauchen, und der Einstieg ist durch die kostenlose Testphase ohne großes Risiko möglich.
Der Preis ist der entscheidende Filter. Wer das Volumen hat, um 270 GBP im Monat zu rechtfertigen, bekommt eine solide Plattform. Wer noch in der Aufbauphase ist oder nur wenige B2B-Kunden betreut, sollte erst prüfen, ob eine einfachere Lösung oder eine B2B-Erweiterung des bestehenden Systems nicht ausreicht.
Überblick
- ✓ Gebrandeter B2B-Onlineshop mit Zugangskontrolle
- ✓ Kundenspezifische Preislisten und gestaffelte Rabatte
- ✓ Angebotsverwaltung mit PDF-Versand
- ✓ Bestellhistorie, Nachbestellungen und Backorder-Unterstützung
- ✓ Lieferantenportal mit Produktfreigabe-Workflow
- ✓ PDF-Kataloge für verschiedene Kundensegmente
- ✓ Reporting zu Umsatz, Produktperformance und Außendienstmitarbeitern
- ✓ Integrationen mit QuickBooks, Xero, Stripe, ShipStation, Zapier u.a.
Vorteile
- + Konsequent auf B2B ausgerichtet, kein Kompromiss mit B2C-Logik
- + Kundenspezifische Preisgestaltung und Sichtbarkeitsregeln sehr granular konfigurierbar
- + 14-tägige Testphase ohne Kreditkarte, gut geführtes Onboarding
Nachteile
- - Preise in GBP und keine EUR-Angabe, für DACH-Kunden intransparent
- - Einstiegspreis von 270 GBP/Monat ist für kleine Betriebe hoch
- - Keine öffentlichen Bewertungen auf großen Plattformen leicht zugänglich
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