Reptor
Reputations- und Medienmonitoring aus Amsterdam. Verfolgt 31 Kanäle von Google-SERP über News, Social und Podcasts bis zu den Antworten von acht KI-Assistenten. Ab 129 EUR/Monat, sieben Tage kostenlos.
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Übersicht zu Reptor: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 25.08.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.
Was ist Reptor?
Reptor ist eine Monitoring-Plattform aus Amsterdam, die beobachtet, was öffentlich über ein Unternehmen gesagt wird. Nach Angaben des Anbieters deckt sie 31 Kanäle ab: Google-Suchergebnisse, News und Blogs, Bewertungsplattformen wie Trustpilot und Glassdoor, soziale Netzwerke von LinkedIn bis Telegram, Wikipedia-Änderungen, Google-Autocomplete und Podcasts. Jeder Treffer bekommt eine Sentiment-Bewertung zwischen 0,0 und 1,0.
Der eigentliche Grund, warum sich ein Blick lohnt, steckt in einem anderen Kanal. Reptor fragt täglich ChatGPT, Gemini, Perplexity, Grok, Google AI Mode, Google AI Overviews, Claude und Microsoft Copilot mit deinen Markenbegriffen ab und protokolliert die Antworten. Zu jeder Antwort speichert das System die zitierten Quellen, laut Herstellerangabe bis zu 15 Stück. Weil dieselbe Plattform auch das Medienmonitoring erledigt, steht neben der zitierten Quelle direkt, was diese Quelle über dich veröffentlicht hat und in welchem Ton. Das ist die Verbindung, die klassische Listening-Werkzeuge nicht herstellen.
Reptor kommt nicht aus dem Nichts. Auf der Über-uns-Seite schreibt der Anbieter, das Produkt sei aus MediaMaze hervorgegangen, einer Agentur, die jahrelang einen internen Reputationsmonitor für ihre Kunden betrieben hat. Angefangen hat das als Liste der zehn ersten Google-Treffer, händisch rot oder grün markiert. Für ein Werkzeug, das heute acht Sprachmodelle abfragt, ist das eine ehrliche Herkunftsgeschichte.
Für wen eignet sich Reptor?
Die Plattform zielt auf Kommunikationsabteilungen und PR-Agenturen, also auf Leute, die morgens wissen müssen, ob über Nacht etwas passiert ist. Besonders passend wird es, wenn der Ruf einer Firma an einzelnen Personen hängt. Kanzleien, Steuerberatungen, Arztpraxen, Beratungshäuser: Reptor überwacht Personennamen gleichberechtigt neben dem Firmennamen, und der Hersteller argumentiert zu Recht, dass „Partnername plus Betrug” genauso schädlich ist wie „Kanzleiname plus Beschwerden”.
Für wen es nicht taugt: Wer Beiträge planen und veröffentlichen will, ist hier falsch. Reptor hört zu, es sendet nicht. Ein Redaktionsplan, eine Beitragsvorschau, ein Freigabeprozess, all das fehlt. Dafür brauchst du weiterhin ein Publishing-Werkzeug.
Und noch eine Einschränkung, die im Verkaufsgespräch gern untergeht: Essential und Professional überwachen jeweils nur eine Kombination aus einem Land und einer Sprache. Wenn du in Deutschland, Österreich und der Schweiz gleichzeitig beobachten willst, landest du im Enterprise-Plan, für den der Anbieter keinen Preis nennt. Für einen Mittelständler mit DACH-Vertrieb ist das die entscheidende Frage, nicht die Kanalzahl.
Reptor im Arbeitsalltag
So beschreibt der Hersteller den Ablauf. Du legst eine Entität an, also einen Firmen- oder Personennamen, und wählst die Kombination aus Land und Sprache. Der Anbieter begründet das damit, dass Suchergebnisse und KI-Antworten sich je Land und Sprache unterscheiden: was ChatGPT auf Niederländisch über dich sagt, sagt es auf Deutsch nicht zwangsläufig auch.
Nach dem ersten Scan läuft eine Namensvetter-Analyse. Sie gruppiert die Fundstellen nach tatsächlicher Firma oder Person, zeigt, welche Namensgleichen existieren, und schlägt Ausschlüsse vor, die du per Klick übernimmst. Dazu kommen Boolean-Operatoren für die Suchbegriffe, also UND, ODER, NICHT, exakte Wortgruppen und Ausschlüsse. Wer schon einmal ein Listening-Werkzeug für eine Firma mit Allerweltsnamen eingerichtet hat, weiß, wie viel Arbeit an dieser Stelle hängt.
Danach läuft der Scan standardmäßig täglich über alle Kanäle. Jeder Treffer bekommt Relevanz- und Sentiment-Bewertung, Alerts gehen per E-Mail, Slack oder Webhook raus, wöchentlich kommt ein Digest. Videos auf TikTok und X werden automatisch transkribiert, Podcasts ebenfalls, dort mit Deeplink auf die genaue Stelle in der Folge. Bei Wikipedia bekommst du den vollständigen Diff jeder Änderung an Seiten, die deine Marke betreffen.
Eine Sache lohnt sich zu wissen, bevor du „KI-Engine” liest und dir etwas Eigenes darunter vorstellst. In der FAQ auf der Preisseite schreibt der Anbieter, die Sentiment-Analyse laufe mit Claude von Anthropic. Auf der Funktionsseite heißt dieselbe Komponente „unsere proprietäre KI-Engine”. Beides steht auf der Website des Herstellers, und beides kann stimmen, wenn die Eigenleistung in der Aufbereitung und nicht im Modell liegt. Als Käufer solltest du wissen, welche der beiden Beschreibungen gemeint ist.
Preise und Pläne
Reptor nennt seine Preise offen. Essential kostet 129 Euro pro Monat, Professional 299 Euro pro Monat, Enterprise gibt es nur auf Anfrage. Alle Beträge verstehen sich zzgl. Mehrwertsteuer und werden laut den Geschäftsbedingungen monatlich im Voraus abgerechnet. Bei jährlicher Zahlung nennt der Anbieter bis zu 20 Prozent Nachlass. Eine Mindestlaufzeit gibt es nicht, gekündigt wird monatlich zum Monatsende. Stand: August 2026.
Die Abrechnungseinheit ist wichtiger als der Preis, und sie heißt hier Entität. Gemeint ist ein überwachter Firmen- oder Personenname, nicht ein Nutzerkonto. Essential deckt eine Entität ab, Professional zwei verwandte Namen, etwa Firma plus Geschäftsführer. Ab drei Namen bist du im Enterprise-Plan.
Der Punkt, an dem du genau hinsehen solltest: Essential enthält für 129 Euro ausdrücklich nur Google-SERP, Bing-SERP, drei KI-Plattform-Abfragen und die Bewertungsaggregation. Kein Social Media, keine News, keine Blogs, keine Foren. Alle Kanäle gibt es erst ab Professional. Wer Reptor als Social-Listening-Werkzeug kauft, kauft im Einstiegsplan also kein Social Listening. Der Anbieter schreibt das korrekt in die Preistabelle, aber es steht klein über den Häkchen und nicht darin.
Auch die KI-Abfragen sind gestaffelt: drei Plattformen bei Essential, sieben bei Professional. Beworben werden acht. Google AI Overviews zählt laut FAQ nicht gegen dieses Kontingent, weil es beim täglichen Google-Scan mitkommt. Historie: 30 Tage bei Essential, 365 Tage ab Professional. PDF-Export, Wettbewerbsvergleich, API-Zugang und White-Label-Dashboard bleiben den oberen Stufen vorbehalten.
Beim Testzeitraum widerspricht sich der Anbieter selbst. Sieben Tage kostenlos stehen auf der Preisseite, so weit eindeutig. In den Geschäftsbedingungen steht allerdings, dass bei der Kontoeröffnung die Zahlungsdaten mit einem Cent verifiziert werden. Auf der Markenfakten-Seite heißt es dagegen, der Testzeitraum brauche keine Zahlungsdaten im Voraus. Rechne damit, dass du eine Karte hinterlegst.
Stärken und Schwächen
Was für Reptor spricht: Der Anbieter sitzt in Amsterdam, De Lairessestraat 137, und rechnet nach niederländischem Recht ab. Für ein deutsches Unternehmen bedeutet das Auftragsverarbeitung innerhalb der EU, ohne Drittlandtransfer. Die Preise stehen auf der Website, was in dieser Kategorie keineswegs üblich ist. Es gibt keine Mindestlaufzeit. Podcasts und Videos werden transkribiert, gesprochene Erwähnungen fallen also nicht unter den Tisch. Und der Anbieter geht mit dem Urheberrecht sauber um: Er gibt nach eigenen Angaben keine Artikeltexte wieder, sondern liefert Relevanzurteil, Sentiment und eine kurze Zusammenfassung mit Link, und Quellen, die dem Text- und Data-Mining widersprochen haben, wertet er nicht aus.
Was dagegen spricht: Es gibt keinen kostenlosen Plan. Der Einstiegsplan lässt Social Media und News weg. Ein einzelner Markt pro Plan bis hinauf zur Enterprise-Stufe ist für exportierende Mittelständler eine echte Hürde. Wettbewerbsbeobachtung, die bei vielen Werkzeugen zum Standard gehört, gibt es hier nur ganz oben. Und es existieren derzeit keine unabhängigen Nutzerbewertungen auf G2, Capterra oder Trustpilot, an denen du dich orientieren könntest. Deshalb steht in diesem Eintrag auch keine Bewertungszahl.
Eine Angabe aus der Anbieterkommunikation konnten wir nicht bestätigen. Reptor wird uns gegenüber auch mit Rundfunk- und Fernsehbeobachtung beschrieben. In der Auflistung der 31 Kanäle taucht kein Sendermonitoring auf, Podcasts schon. Lediglich in den Geschäftsbedingungen fällt das Wort „broadcasts” in einer Aufzählung. Wenn du TV- und Radiobeobachtung brauchst, lass dir vor Vertragsschluss zeigen, was genau damit gemeint ist.
Alternativen zu Reptor
Brandwatch ist der Enterprise-Klassiker mit deutlich größerer Datentiefe und entsprechendem Preis. Talkwalker spielt in derselben Liga und gehört inzwischen zu Hootsuite. Mention liegt preislich näher an Reptor und ist ein guter Vergleichspunkt, wenn dir Social Listening wichtiger ist als KI-Antwortmonitoring. Für die reine Beobachtung von Markenerwähnungen im Mittelstand lohnt außerdem ein Blick auf Brand24 und Awario.
Zur Einordnung: Reptor nennt auf seiner eigenen Markenfakten-Seite Meltwater, Brandwatch, Talkwalker, Mention und Sprinklr als vergleichbare Anbieter. Was diese Werkzeuge im Einzelnen können, haben wir für diesen Eintrag nicht gegengeprüft, dafür stehen die jeweiligen Einträge im Verzeichnis.
Reptor im Vergleich
Das Verzeichnis führt in der Kategorie Social Media 75 Werkzeuge. Drei Zahlen daraus ordnen Reptor ein.
Reptor nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 44 von 75 Werkzeugen, also 59 Prozent. Der Rest rückt seine Beträge erst im Gespräch heraus, was den Vergleich für dich zur Fleißarbeit macht.
Anbieter aus der EU gibt es in dieser Kategorie 33 von 75, davon 20 aus Deutschland. Reptor gehört mit dem Sitz in Amsterdam dazu.
Einen kostenlosen Einstieg bietet Reptor nicht. In der Kategorie haben 27 von 75 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan. Wer erst einmal ohne Budget hineinschauen will, hat also Alternativen.
Überblick
Reptor löst ein Problem, das gerade erst entsteht und das die meisten Unternehmen noch nicht auf dem Schirm haben. Wenn ein Interessent heute ChatGPT nach deiner Firma fragt, bekommt er eine Antwort, die du nie zu sehen bekommst, und die aus Quellen gebaut ist, die du nicht ausgesucht hast. Dass ein Werkzeug diese Antworten protokolliert und gleichzeitig zeigt, welche Quelle sie speist, halten wir für den sinnvollsten Ansatz, den wir in dieser Kategorie bisher gesehen haben. Genau da liegt der Hebel, denn eine KI-Antwort korrigierst du nicht direkt, sondern über die Quellen, aus denen sie zitiert.
Wir würden Reptor empfehlen, wenn du in einem Markt arbeitest, eine überschaubare Zahl an Namen beobachten musst und in der Kommunikation jemanden sitzen hast, der die Meldungen morgens auch wirklich liest. Ein Monitoring ohne Zuständigen ist rausgeworfenes Geld, unabhängig vom Werkzeug.
Wir würden abraten, wenn du DACH-weit unterwegs bist und die Enterprise-Stufe nicht im Budget hast. Ein Werkzeug, das dir Deutschland auf Deutsch zeigt und Österreich nicht, erzeugt ein Sicherheitsgefühl, das nicht gedeckt ist. Und wenn du hauptsächlich Social-Media-Erwähnungen suchst, rechne mit dem Professional-Plan für 299 Euro, nicht mit dem beworbenen Einstiegspreis.
Ein Wort zur Reife: Das Produkt ist jung, unabhängige Bewertungen gibt es noch nicht, und ein Teil der Angaben auf der Website widerspricht sich an den Rändern. Nichts davon ist ein Ausschlussgrund, aber es ist ein Grund, den Testzeitraum ernst zu nehmen und mit dem eigenen Firmennamen zu prüfen, was tatsächlich ankommt. Nutze die sieben Tage, bevor du ein Jahr buchst.
Wenn du wissen willst, wie deine Firma aktuell in KI-Antworten dasteht, ohne gleich ein Abo abzuschließen, ist das ein Thema für unsere KI-Agentur. Für die Frage, welche Quellen deine Sichtbarkeit in Suche und KI-Antworten tatsächlich tragen, sind wir in SEO und Online-Marketing unterwegs.
Überblick
- ✓ 31 Monitoring-Kanäle in einem Dashboard
- ✓ Antwortmonitoring für ChatGPT, Gemini, Perplexity, Grok, Google AI Mode, Google AI Overviews, Claude und Copilot
- ✓ Zitierte Quellen je KI-Antwort, bis zu 15 pro Scan
- ✓ Tägliches Google- und Bing-SERP-Tracking inklusive SERP-Features
- ✓ Autocomplete-Überwachung bei Google und Bing
- ✓ Podcast-Transkription mit Deeplink auf die Fundstelle
- ✓ Wikipedia-Überwachung mit vollständigem Diff je Änderung
- ✓ Sentiment-Bewertung von 0,0 bis 1,0 auf jedem Treffer
- ✓ Namensvetter-Analyse und Boolean-Operatoren zur Rauschunterdrückung
- ✓ Alerts per E-Mail, Slack und Webhook, PDF-Export ab Professional
Vorteile
- + Anbieter sitzt in Amsterdam, Abrechnung und Vertrag nach niederländischem Recht
- + Preise stehen offen auf der Website, in dieser Kategorie nicht selbstverständlich
- + Antwortmonitoring und Medienmonitoring laufen im selben System, die zitierte Quelle ist also mit ihrer eigenen Berichterstattung verknüpft
- + Keine Mindestlaufzeit, monatlich kündbar
- + Podcasts und Videos werden transkribiert, gesprochene Erwähnungen werden dadurch auffindbar
Nachteile
- - Kein Gratis-Plan, nur sieben Tage Testzeitraum
- - Essential für 129 EUR enthält weder Social Media noch News, sondern nur Google-SERP, Bing-SERP, drei KI-Plattformen und Reviews
- - Essential und Professional überwachen nur eine Kombination aus Land und Sprache, mehrere Märkte gibt es erst im Enterprise-Plan
- - Abgerechnet wird je überwachter Entität, nicht je Nutzer: Essential deckt einen Namen ab, Professional zwei
- - Wettbewerbsbeobachtung und API-Zugang sind dem Enterprise-Plan vorbehalten
- - Keine unabhängigen Nutzerbewertungen auf G2, Capterra oder Trustpilot auffindbar
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