WooCommerce
Quelloffene Shop-Software für WordPress, herausgegeben von Woo, einem Unternehmen von Automattic. Der Kern ist kostenlos und ohne Umsatzbeteiligung, Kosten entstehen für Hosting und Erweiterungen: 25 bis 350 $ im Monat fürs Hosting, 29 bis 299 $ im Jahr je Erweiterung.
Übersicht zu WooCommerce: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 08.09.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.
Was ist WooCommerce?
WooCommerce ist eine quelloffene Shop-Software für WordPress. Herausgeber ist Woo, ein Unternehmen aus dem Automattic-Verbund. Die Geschichte erklärt einiges am heutigen Zuschnitt: Mark Forrester, Magnus Jepson und Adii Pienaar starteten im November 2007 mit WordPress-Themes, WooThemes entstand daraus, das erste Plugin namens WooCommerce kam 2011, und 2015 übernahm Automattic das Unternehmen. Seit 2017 liegt der Fokus ausschließlich auf E-Commerce. Woo arbeitet vollständig verteilt und nennt über 400 Mitarbeitende.
Der Kern ist kostenlos herunterzuladen und zu nutzen. Woo verlangt weder eine Monatsgebühr noch eine Umsatzbeteiligung und legt seine Preislogik offen: Der Shop selbst kostet nichts, Geld fließt für Hosting, Erweiterungen und die Gebühren des Zahlungsdienstleisters.
Das ist der wesentliche Unterschied zu gehosteten Plattformen. Woo stellt diesen Vergleich auf der eigenen Preisseite selbst an und rechnet dabei Plattformgebühren, Transaktionszuschläge, Umsatzbeteiligungen und Marktgebühren der Wettbewerber gegen die eigenen null Dollar. Ehrlich ist daran, dass der Anbieter die Kosten für Hosting und Erweiterungen im selben Atemzug beziffert.
Für wen eignet sich WooCommerce?
Woo richtet sich an alle, die den Shop selbst in der Hand behalten wollen. Der Anbieter nennt kleine und mittlere Unternehmen als Zielgruppe, hat aber eine eigene Enterprise-Ansprache und beziffert die Skalierung mit 1 bis über 100.000 Bestellungen am Tag.
Besonders passend ist Woo, wenn Grenzen anderer Plattformen stören. Produktvarianten sind unbegrenzt, während die auf derselben Seite verglichenen Systeme bei 600, 1.000 oder 2.048 Varianten je Produkt aufhören. Der Verkauf in weitere Märkte kostet nichts, während Wettbewerber laut dieser Aufstellung 59 $ im Monat je zusätzlichem Markt verlangen. Und beim Zahlungsdienstleister gibt es keine Strafgebühr für die freie Wahl.
Weniger passend ist Woo, wenn niemand die Technik betreuen soll. Hosting, Aktualisierungen und Betrieb liegen bei dir oder deinem Dienstleister, und der Funktionsumfang jenseits der Grundlagen kommt aus dem Marktplatz. Wer eine Rundum-sorglos-Plattform mit einer Rechnung im Monat sucht, ist woanders besser aufgehoben.
WooCommerce im Arbeitsalltag
So beschreibt der Hersteller den Ablauf. Steht bereits eine WordPress-Website, ist Woo in Minuten ergänzt. Danach fallen die ersten Entscheidungen zu Startseite, Menüs, Seitenstruktur sowie Zahlungs- und Versandarten.
Zahlungen sind ab Werk dabei: Kreditkarten, Banküberweisung, Scheck und Nachnahme. Für alles Weitere stehen 140 regionale Anbindungen bereit, darunter WooPayments, Stripe, PayPal, Square und Amazon Pay, dazu Apple Pay, Google Pay, Abonnements und Anzahlungen. Mehrere Anbieter lassen sich parallel betreiben, und mit steigendem Volumen verhandelst du deine Konditionen direkt mit dem Zahlungsdienstleister.
Verwaltet wird im gewohnten WordPress-Bereich. Steuern rechnet das System automatisch, Versandkosten kommen live von den Zusteldiensten, Etiketten druckst du zu Hause, und für unterwegs gibt es die App für iOS und Android. Verkaufen lässt sich vom einfachen physischen Produkt über Termine bis zu digitalen Inhalten für Mitglieder.
Alles Weitere kommt aus dem Marktplatz: Marketing-Anbindungen, Mehrkanalvertrieb, Kassensysteme. Für den internationalen Verkauf gibt es mehrsprachige Inhalte und Preise in mehreren Währungen, die Oberfläche selbst ist in 24 Sprachen übersetzt. Über die REST-API hängst du Warenwirtschaft, Buchhaltung oder eine eigene Storefront an. Genau diese Kette bauen wir in Projekten zu E-Commerce und ERP & Warenwirtschaft regelmäßig zusammen.
Woo veröffentlicht zur Kostenfrage drei Beispielrechnungen seines Agenturpartners StuntCoders. Eine europäische Marke für Luxusgüter mit 2 Millionen Dollar Jahresumsatz kommt danach im ersten Jahr auf rund 139.000 Dollar Gesamtkosten und danach auf rund 89.500 Dollar jährlich, wovon etwa 50.000 Dollar auf Zahlungsgebühren entfallen. Ein europäischer Händler für Medizinprodukte mit 10 Millionen Dollar Umsatz liegt bei rund 267.000 und danach 237.000 Dollar. Diese Zahlen stammen vom Agenturpartner des Anbieters und sind nicht unabhängig geprüft.
Preise und Pläne
Woo teilt die Kosten in vier Blöcke auf und beziffert drei davon:
- Kernsystem: kostenlos, ohne Monatsabo und ohne Umsatzbeteiligung. Enthalten sind unbegrenzt viele Produkte, Bestellungen und API-Zugriffe
- Hosting: frei wählbarer Anbieter, laut Woo 25 bis 350 $ im Monat für die meisten Shops, steigend mit Traffic und Leistungsbedarf
- Erweiterungen: einzeln zubuchbar, 29 bis 299 $ im Jahr je Erweiterung
- Zahlungen: eigener Anbieter ohne Zusatzkosten, es gelten dessen Gebühren. Mit WooPayments nennt Woo rund 2,50 bis 2,90 Prozent plus 30 Cent je Transaktion
Zwei Punkte macht Woo im eigenen Vergleich besonders deutlich. Für den Einsatz eines fremden Zahlungsdienstleisters fällt keine Zusatzgebühr an, und es gibt keine Umsatzbeteiligung. In derselben Tabelle stehen für die verglichenen Systeme Zuschläge von 0,2 bis 2 Prozent je Transaktion sowie Umsatzbeteiligungen ab bestimmten Schwellen. Der Verkauf in weitere Länder kostet bei Woo nichts, bei den verglichenen Anbietern teils 59 $ im Monat je Markt.
Für gekaufte Erweiterungen wirbt Woo mit einer 30-tägigen Geld-zurück-Garantie. Wer eine belastbare Zahl braucht, findet auf der Preisseite einen Kostenrechner und die Möglichkeit, ein individuelles Angebot anzufordern. Stand: August 2026.
Stärken und Schwächen
Stärken:
- Kostenloser Kern ohne Monatsgebühr
- Keine Umsatzbeteiligung
- Keine Strafgebühr für einen fremden Zahlungsdienstleister
- Unbegrenzte Produkte, Bestellungen und API-Zugriffe
- Keine Obergrenze bei Produktvarianten
- Unbegrenzte Märkte ohne Aufpreis
- 140 regionale Zahlungsanbindungen, Grundzahlarten ab Werk
- In 24 Sprachen übersetzt
- 30 Tage Geld-zurück-Garantie auf Erweiterungen
Schwächen:
- Hosting kostet laut Anbieter 25 bis 350 $ im Monat und liegt in eigener Verantwortung
- Erweiterungen kosten 29 bis 299 $ im Jahr, je Stück
- Zahlungsgebühren kommen obendrauf
- Vertragspartner ist im EU-Raum die irische Aut O’Mattic A8C Ireland Ltd., sonst die WooCommerce, Inc. in San Francisco
- Chat-Support nur mit WooCommerce.com-Konto
- Der Funktionsumfang hängt am Marktplatz
Alternativen zu WooCommerce
Aus derselben Kategorie kommen Shopware, Shopify und Squarespace infrage. Der Vergleich lohnt entlang der Frage, wer die Technik betreibt: Bei Woo bist du das selbst oder dein Dienstleister, bei gehosteten Plattformen der Anbieter, dafür mit dessen Grenzen und Gebührenmodell.
WooCommerce im Vergleich
Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst: WooCommerce steht in der Kategorie mit 26 weiteren Werkzeugen.
Der Anbieter sitzt außerhalb der EU. In dieser Kategorie führt das Verzeichnis 15 Alternativen mit EU-Sitz, davon 12 aus Deutschland.
WooCommerce nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 22 von 26 Werkzeugen (85 Prozent).
Überblick
WooCommerce ist aus unserer Sicht die richtige Wahl, wenn im Haus oder in der Agentur jemand die Technik verantwortet und der Shop wachsen soll, ohne dass die Rechnung mit dem Umsatz mitwächst. Genau das ist der eigentliche Vorteil, nicht der Preis von null. Rechne trotzdem ehrlich: Hosting, ein paar Erweiterungen und die Betreuung ergeben zusammen einen festen Monatsposten, der gegen ein gehostetes System durchaus verlieren kann. Die von Woo veröffentlichten Beispielrechnungen zeigen das offen, denn dort dominieren Entwicklung und Zahlungsgebühren, nicht die Lizenz. Wer nur ein paar Dutzend Artikel verkauft und niemanden für Updates hat, ist mit einer gehosteten Lösung besser bedient. Wer Sonderlogik braucht, viele Varianten führt oder in mehrere Länder verkauft, findet bei Woo die wenigsten Grenzen.
Bewertungen im Überblick
Überblick
- ✓ Quelloffener Shop auf WordPress-Basis, kostenlos herunterzuladen und zu nutzen
- ✓ Unbegrenzt viele Produkte, Bestellungen und API-Zugriffe im kostenlosen Kern
- ✓ Keine Begrenzung der Produktvarianten, anders als bei den verglichenen Wettbewerbern
- ✓ Kreditkarten, Banküberweisung, Scheck und Nachnahme direkt eingebaut
- ✓ 140 regionale Zahlungsanbindungen, darunter WooPayments, Stripe, PayPal, Square und Amazon Pay, dazu Apple Pay und Google Pay
- ✓ Automatische Steuerberechnung, Live-Versandkosten der Zusteller und Etikettendruck
- ✓ Mobile App für iOS und Android für Produkte und Bestellungen
- ✓ Marktplatz mit hunderten kostenlosen und kostenpflichtigen Erweiterungen, von Marketing über Mehrkanalvertrieb bis Kasse
- ✓ Abonnements und Anzahlungen als eigene Erweiterungen
- ✓ REST-API für Anbindungen und Headless-Aufbauten
- ✓ Mehrsprachige Inhalte und Preise in mehreren Währungen, Oberfläche in 24 Sprachen übersetzt
- ✓ Verkauf in unbegrenzt vielen Märkten ohne Zusatzgebühr
Vorteile
- + Der Kern kostet nichts und verlangt keine Monatsgebühr
- + Keine Umsatzbeteiligung, auch nicht bei wachsendem Umsatz
- + Keine Zusatzgebühr für den Einsatz eines fremden Zahlungsdienstleisters
- + Unbegrenzte Produkte, Bestellungen und API-Zugriffe schon im kostenlosen Kern
- + Keine Obergrenze bei Produktvarianten
- + Verkauf in beliebig vielen Märkten ohne Aufpreis
- + Vollständig übersetzt in 24 Sprachen
- + 30 Tage Geld-zurück-Garantie auf gekaufte Erweiterungen
Nachteile
- - Hosting ist Sache des Betreibers und kostet laut Anbieter 25 bis 350 $ im Monat
- - Erweiterungen werden einzeln bezahlt, 29 bis 299 $ im Jahr je Stück
- - Die Zahlungsgebühren kommen zusätzlich, mit WooPayments rund 2,50 bis 2,90 Prozent plus 30 Cent je Transaktion
- - Für den EU-Raum ist die Aut O'Mattic A8C Ireland Ltd. Vertragspartner, außerhalb die WooCommerce, Inc. in San Francisco
- - Chat mit dem Support-Team steht nur Inhabern eines WooCommerce.com-Kontos offen
- - Der Funktionsumfang jenseits der Grundfunktionen hängt am Marktplatz, nicht am Produkt selbst
Tags
Mehr zu Shopsysteme
Diese Seite gehört zum E-Commerce-Leitfaden: Onlineshop aufbauen und skalieren
Im Leitfaden findest du den vollständigen Überblick zum Thema. Hier sind die wichtigsten weiterführenden Pfade.
Zum Themen-Hub
E-Commerce-Leitfaden: Onlineshop aufbauen und skalieren mit Magazin, Tools, FAQs und kostenlosem Leitfaden.
Leitfaden ansehenShopsysteme im Vergleich
Unsere Top-3-Empfehlungen mit Vergleichstabelle und Praxisbezug.
Vergleich ansehenWir setzen das um
E-Commerce – mit über 20 Jahren Erfahrung in Implementierung und Betrieb.
Zur LeistungsseiteWooCommerce im Einsatz
Noch nicht sicher, ob es das richtige Tool ist?
Der Aufruf oben passt, wenn deine Entscheidung steht. Wenn du noch vergleichst, hilft dir eher eins von beiden.
Software-Berater starten
Beantworte 6 Fragen und wir empfehlen dir aus über 4.500 Tools die besten Optionen für dein Unternehmen.
Empfehlung erhaltenKostenloses Erstgespräch
30 Minuten, in denen wir dein Setup, deine Anforderungen und passende Tools durchgehen. Ohne Verpflichtung.
Termin buchenNewsletter abonnieren
1× im Monat: KI- und Automations-Tipps für den Mittelstand. Kein Spam, jederzeit kündbar.
Zum Newsletter