Beantwortet von der Redaktion von Business.Digital Stand
Eine gute Lagerverwaltung mit ERP-Unterstützung ist einer der größten Hebel für operative Effizienz. Die Verbesserungen sind oft sofort messbar.
Echtzeit-Bestandsführung
Der erste und wichtigste Schritt: Bestände werden in Echtzeit im ERP geführt. Jede Wareneingangsbuchung, jeder Versand, jede Retoure aktualisiert den Bestand automatisch.
Das klingt selbstverständlich, ist es aber nicht. Viele Unternehmen kennen ihren echten Lagerbestand nur nach einer aufwendigen manuellen Inventur. Mit ERP ist er jederzeit abrufbar, für jeden Artikel, jede Variante, jeden Lagerort.
Automatische Bestellvorschläge
Ein ERP-System kann automatisch Bestellvorschläge generieren, wenn ein Artikel unter den Mindestbestand fällt. Basis sind Verkaufsdaten (wie schnell dreht sich der Artikel?), Lieferzeiten (wie lange dauert Nachschub?) und definierte Mindestbestände.
Das verhindert Unterbestände (und damit Umsatzverluste durch nicht lieferbare Artikel) und Überbestände (und damit gebundenes Kapital und Lagerkosten).
Lagerplatzverwaltung
In größeren Lagern weiß das ERP, auf welchem Lagerplatz welcher Artikel liegt. Kommissionierer bekommen optimierte Pick-Listen, die unnötige Wege im Lager minimieren. Das spart Zeit pro Bestellung, was bei hohem Volumen erheblich ist.
Inventur erleichtern
Mit korrekter Bestandsführung im ERP wird die Jahresinventur zur Differenzprüfung statt zur Vollzählung. Du prüfst, ob der tatsächliche Bestand mit dem buchhalterischen übereinstimmt. Das spart Stunden.
ABC-XYZ-Analyse als Steuerungsinstrument
Ein gutes ERP unterscheidet nicht nur zwischen “im Lager” und “nicht im Lager”, sondern bewertet Artikel nach Wert (ABC) und Vorhersagbarkeit (XYZ). A-Artikel mit hoher Drehung und gleichmäßiger Nachfrage brauchen knappe Bestände und schnelle Nachbestellung. C-Artikel mit niedriger Drehung dürfen längere Lagerzeiten haben. So bindest du Kapital nur dort, wo es nötig ist. Xentral, Sage und ähnliche Systeme bieten diese Auswertung als Standardreport.
Barcode-Scanner und mobile Erfassung
Wer Bestandsbewegungen über handgeschriebene Listen oder manuelle Eingabe in den PC erfasst, baut Fehler in den Prozess ein. Barcode-Scanner direkt am Lagerplatz, idealerweise mit mobilem Tablet oder MDE-Gerät, machen Buchungen unmittelbar und fehlerfrei. Die Investition liegt bei wenigen hundert Euro pro Gerät, der Effekt auf Bestandsgenauigkeit ist deutlich messbar. In Kombination mit FEFO/FIFO-Steuerung wird auch die Chargenkontrolle bei verderblichen oder seriennummer-pflichtigen Artikeln zuverlässig.
Wenn du dein Lager mit einem passenden ERP-System effizienter machen willst, helfen wir dir bei der Auswahl und Einführung: ERP & Warenwirtschaft. Für eine erste Einschätzung reicht ein kostenloser Termin.