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Make
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Make

Make ist eine visuelle No-Code-Automationsplattform, mit der du Apps und Dienste über sogenannte Szenarien verbindest. Geeignet für Teams, die komplexe mehrstufige Workflows ohne Programmierkenntnisse aufbauen wollen.

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Screenshots

Make Workflow-Builder mit verbundenen App-Modulen
Make Preisvergleich der verfügbaren Pläne
Make Szenario-Editor mit Modulkette

Was ist Make?

Make (bis 2022 unter dem Namen Integromat bekannt) ist eine visuelle Automationsplattform aus Tschechien. Du verbindest damit Webanwendungen und Dienste zu sogenannten Szenarien. Ein Szenario besteht aus einem Auslöser und einer Kette von Aktionen, die automatisch ablaufen, sobald das Auslöseereignis eintritt.

Was Make von einfacheren Tools wie IFTTT oder dem Einstiegsniveau von Zapier unterscheidet: Du kannst im Workflow verzweigen, Bedingungen setzen, Fehler gezielt abfangen und Daten transformieren, bevor sie an den nächsten Schritt übergeben werden. Die Plattform positioniert sich damit zwischen simplen Trigger-Action-Diensten und Entwicklertools wie n8n. Seit 2020 gehört Make zum deutschen Prozessmining-Anbieter Celonis, operiert aber weiterhin eigenständig.

Technisch basiert die Abrechnung auf einem Credit-Modell: Jeder Schritt in einem Szenario verbraucht Credits. Die Anzahl hängt nicht nur von der Zahl der Läufe ab, sondern auch davon, wie komplex der Workflow ist. Das erfordert etwas Planung, vor allem bei Loops und häufigen Triggern.

Für wen eignet sich Make?

Make ist gut geeignet für Solopreneure und Freelancer, die wiederkehrende Aufgaben automatisieren wollen, sowie für kleine und mittelgroße Marketing- oder IT-Teams, die CRM, E-Mail-Tools, Projektmanagement und andere Dienste verbinden wollen. Auch Agenturen, die Workflows für mehrere Kunden betreiben, kommen mit Make gut zurecht. Der visuelle Editor spricht Nutzer an, die keine Programmierkenntnisse haben, aber trotzdem komplexere Logik brauchen.

Weniger geeignet ist Make für sehr große Enterprise-Umgebungen mit Bedarf an On-Premise-Lösungen und nativen Genehmigungsworkflows. Wer Robotic Process Automation mit Screen-Scraping benötigt, sollte zu spezialisierten RPA-Tools greifen. Und Nutzer ohne jedes technische Grundverständnis werden die Einarbeitungszeit unterschätzen.

Make im Arbeitsalltag

Ein typischer Einsatzfall im E-Commerce: Ein Online-Shop erhält eine neue Bestellung. Make erkennt das per Webhook, prüft per Filter, ob der Bestellwert über einem bestimmten Schwellenwert liegt, schreibt den Kontakt ins CRM, sendet eine Nachricht an das Fulfillment-Team und erstellt parallel einen Eintrag in der Buchhaltungssoftware. Schlägt ein Schritt fehl, greift der Fehlerhandler und löst eine E-Mail-Benachrichtigung aus, statt das gesamte Szenario zu unterbrechen.

Solche mehrstufigen Workflows sind das Kerngeschäft von Make. Wer mit Automation & Prozessoptimierung anfängt, findet in Make ein Werkzeug, das mit den Anforderungen wächst: vom einfachen Datentransfer bis hin zu verzweigten Prozessen mit Fehlerbehandlung und Datenvalidierung.

Preise und Pläne

Make rechnet nach Credits ab. Ein Credit entspricht einem Schritt in einem Szenario, nicht einem vollständigen Lauf. Die aktuellen Preise bei monatlicher Abrechnung, Stand März 2026:

  • Free: 0 $/Monat | 1.000 Credits, 15-Minuten-Intervall, max. 2 aktive Szenarien
  • Core: 10,59 $/Monat | 10.000 Credits, 1-Minuten-Intervall, unbegrenzte aktive Szenarien
  • Pro: 18,82 $/Monat | Prioritätsausführung, benutzerdefinierte Variablen, Volltextsuche in Protokollen
  • Teams: 34,12 $/Monat | Team-Rollen, geteilte Szenario-Vorlagen, Zusammenarbeit
  • Enterprise: Individuell | SAML SSO, erweiterte Sicherheit, dedizierter Support

Bei jährlicher Abrechnung sinken die Preise. Der Free-Plan reicht für erste Tests, ist aber für produktive Workflows zu begrenzt. Ein einfacher dreistufiger Workflow, der stündlich läuft, verbraucht rund 2.160 Credits pro Monat.

Stärken und Schwächen

Stärken:

  • Der visuelle Editor macht komplexe Workflows nachvollziehbar und wartbar
  • Deutlich günstiger als Zapier bei vergleichbarem Funktionsumfang
  • Fortgeschrittene Logik ohne Code: Routing, Filter, Iteratoren und Aggregatoren
  • Fehlerbehandlung direkt im Workflow einstellbar, kein stilles Fehlschlagen

Schwächen:

  • Das Credit-Modell kann bei Loops und häufigen Triggern schnell hohe Kosten erzeugen
  • Die Einarbeitungszeit ist merklich höher als bei einfacheren Automation-Tools
  • Kein Screen-Scraping oder native RPA-Funktionen

Alternativen zu Make

Wer einen einfacheren Einstieg sucht, ist mit Zapier besser bedient. Die Plattform ist intuitiver, aber teurer und bietet weniger Flexibilität bei komplexen Workflows. Für technisch versierte Teams ist n8n eine ernstzunehmende Open-Source-Alternative, die sich selbst hosten lässt und mehr Kontrolle über Daten und Infrastruktur erlaubt. Im Enterprise-Segment spielen Plattformen wie Workato eine Rolle, wenn native Genehmigungsworkflows und tiefere ERP-Integrationen gefragt sind, wie etwa bei ERP & Warenwirtschaft.

Unser Fazit

Make ist die richtige Wahl, wenn du komplexe, mehrstufige Automationen visuell aufbauen willst, ohne dafür Code zu schreiben. Für einfache Trigger-Action-Verbindungen ist es oft überdimensioniert. Für Teams und Agenturen, die ernsthaft Automation & Prozessoptimierung betreiben wollen, liefert Make das nötige Werkzeug zu einem fairen Preis.

Bewertungen im Überblick

★★★★½ 4.7 / 5 (238 Bewertungen)

Stand: 2026-03-03

★★★★½ 4.8 / 5 (387 Bewertungen)

Stand: 2026-03-03

Überblick

Preismodell
freemium
Free-Plan mit 1.000 Credits/Monat. Core ab 10,59 $/Monat. Pro ab 18,82 $/Monat. Teams ab 34,12 $/Monat. Enterprise auf Anfrage. Stand: März 2026.
Herkunft
🇪🇺 Tschechien DSGVO-Vorteil
Features
  • Visueller Szenario-Builder per Drag-and-Drop
  • 3.000+ App-Integrationen
  • Routing, Filter und Verzweigungen
  • Fehlerbehandlung direkt im Workflow
  • Daten-Transformation und -Mapping
  • Webhook- und Echtzeit-Trigger
  • Integrierte Datenspeicher
  • KI-Agenten und HTTP-Modul

Vorteile

  • + Visueller Editor macht komplexe Workflows nachvollziehbar
  • + Deutlich günstiger als Zapier bei vergleichbarem Funktionsumfang
  • + Fortgeschrittene Logik ohne Code: Routing, Filter, Iteratoren
  • + Fehlerbehandlung direkt im Workflow konfigurierbar

Nachteile

  • - Credit-Modell kann bei komplexen Workflows schnell teuer werden
  • - Einarbeitungszeit höher als bei einfacheren Automation-Tools
  • - Kein Screen-Scraping oder native RPA-Funktionen

Tags

automation workflow no-code integration ipaaas

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