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Was ist ein Listicle?

Ein Listicle ist ein Artikel im Format einer nummerierten Liste: '10 Tipps für besseres SEO'. Leicht konsumierbar und gut teilbar, aber nicht für jedes Thema geeignet. Funktioniert gut für Einsteiger-Content.

Robot zeigt auf eine nummerierte Liste in einem Blogartikel

Ein Listicle ist ein Artikel, der als nummerierte oder aufzählungsartige Liste aufgebaut ist. Der Name ist eine Mischung aus “List” und “Article”. Das klassische Beispiel: “7 Tipps für mehr Conversions in deinem Onlineshop” oder “5 Fehler, die du bei der SEO-Optimierung vermeiden solltest.”

Das Format ist eines der ältesten im Webschreiben und eines der meistgenutzten, aus einem einfachen Grund: Es funktioniert.

Warum Listicles funktionieren

Die Klickwahrscheinlichkeit einer Überschrift mit Zahl ist messbar höher als eine ohne. Nutzer wissen vor dem Lesen genau, was sie erwartet: eine definierte Anzahl von Punkten, übersichtlich strukturiert, ohne großen Lese-Aufwand. Das entspricht dem Konsumverhalten vieler Online-Leser, besonders auf mobilen Geräten.

Listicles lassen sich leicht überfliegen. Wer in einem langen Fließtext nach einem bestimmten Punkt sucht, muss alles lesen. In einem gut strukturierten Listicle mit klaren Überschriften pro Punkt findet man direkt, was relevant ist. Das ist kein Qualitätsmerkmal des Artikels an sich, aber ein nutzungsfreundliches Format.

Wann ein Listicle das richtige Format ist

Für Einsteiger-Content und Übersichtsartikel ist das Listicle-Format gut geeignet. “Die 10 wichtigsten Tools für Content-Marketing” oder “8 Dinge, die du über E-Commerce-Recht wissen solltest.” Es funktioniert, wenn der Inhalt tatsächlich in separate, gleichwertige Punkte aufgeteilt werden kann.

Es funktioniert nicht, wenn ein Thema eine narrative Entwicklung braucht oder wenn die Punkte nicht eigenständig stehen können. “5 Schritte bei der ERP-Einführung” ist kein Listicle, wenn die Schritte aufeinander aufbauen und der zweite ohne den ersten nicht verständlich ist.

Die Kritik am Listicle

Das Format wird oft mit oberflächlichem Content gleichgesetzt. Zu Recht, wenn die einzelnen Punkte nicht ausgearbeitet sind und nur Aufzählungen ohne Substanz bleiben. Ein Listicle mit zehn zwei-Satz-Punkten ist kein guter Artikel. Ein Listicle mit zehn Punkten, die jeweils erklärt und mit Beispielen belegt werden, schon.

Listicles sind ein Werkzeug im Content-Marketing, keine Garantie für Qualität. Wer hochwertige, rankende Inhalte will, kombiniert das Format mit echtem inhaltlichen Mehrwert. Lass uns über deine Content-Strategie sprechen.

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