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memoQ
Content & Medien kostenpflichtig 🇪🇺 EU

memoQ

Translation-Management-System und CAT-Tool der memoQ Zrt. aus Budapest. Verbindet Translation Memory, Terminologieverwaltung und die KI-Übersetzung memoQ AGT. Für Unternehmen, Sprachdienstleister und Einzelübersetzer. ISO/IEC 27001 und SOC 2 Type 2, Betrieb in der Azure-Cloud oder On-Premises.

★★★★½ 4.5 / 5 (G2)

Übersicht zu memoQ: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 02.09.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.

Was ist memoQ?

memoQ ist ein Translation-Management-System und CAT-Tool (Computer-Assisted Translation). Betreiber ist die memoQ Zrt. mit Sitz in der Rákóczi út 70-72 in Budapest, im Handelsregister des Hauptstädtischen Gerichts geführt.

Die Plattform besteht aus zwei Produkten. memoQ TMS steuert Übersetzungsprojekte im Team, memoQ translator pro ist die Einzelplatzlösung für Übersetzer. Beide arbeiten mit demselben Prinzip: Translation Memory für schon übersetzte Segmente, Termbanken für Fachbegriffe, dazu maschinelle Übersetzung. Für die KI-Seite gibt es memoQ AGT, das ein Large Language Model mit den eigenen Sprachressourcen kombiniert. Der Anbieter sagt selbst dazu, dass jede AGT-Ausgabe von einem Menschen geprüft und freigegeben werden muss.

Beim Thema Sicherheit betreibt memoQ nach eigenen Angaben ein Informationssicherheits-Managementsystem nach ISO/IEC 27001 und wirbt auf der Startseite mit SOC 2 Type 2. Auf der Produktseite nennt der Anbieter außerdem 20 Jahre Erfahrung und 112 Partner.

Für wen eignet sich memoQ?

memoQ adressiert drei Gruppen: Unternehmen, Sprachdienstleister und Übersetzer. Wer Produktdokumentation, Marketingtexte oder Software-Oberflächen laufend in mehrere Sprachen bringt, bekommt mit memoQ TMS eine zentrale Steuerung dafür. Einzelübersetzer nehmen translator pro.

Was du vor dem Kauf wissen solltest: Der leistungsfähige Teil ist der Windows-Desktop-Client. Dokumentvergleich, Versionierung und die PDF-Vorschau laufen laut Leistungstabelle nur dort. Auf dem Mac geht das nur über eine virtuelle Windows-Maschine, etwa VMWare Fusion oder Parallels. Ein reines Mac-Team sollte das vorher testen. Für gelegentliche Einzeltexte ohne Termbank und Wiederverwendung lohnt der Aufwand nicht.

memoQ im Arbeitsalltag

So läuft der Ablauf, den der Hersteller dokumentiert: Du übersetzt ein Segment, memoQ legt es im Translation Memory ab. Taucht dasselbe oder ein ähnliches Segment wieder auf, bietet das Programm die frühere Übersetzung an. Dabei bleibt der Kontext gespeichert, damit die Suche genau bleibt. Parallel läuft die Termbank mit: Benutzt du einen Begriff, der dort nicht steht, bekommst du eine Warnung. Ersetzen lässt sich über mehrere Dokumente auf einmal.

Auf der Qualitätsseite hängen QA-Profile, ein Regex-QA-Builder, Längenprüfungen und eigene LQA-Module daran, aus denen memoQ QA- und LQA-Reports erzeugt. Die Dokumentvorschau zeigt das Ergebnis im Layout, für InDesign-kompatible PDFs über ein separates PDF-Preview-Tool im Desktop-Client.

Wer maschinell vorübersetzen will, hängt DeepL, Google Translate oder Microsoft Azure Translator per Plugin an. Die Anbindung selbst kostet nichts, das Konto beim jeweiligen Dienst brauchst du trotzdem.

Preise und Pläne

memoQ translator pro kostet 44 € pro Monat je Lizenz oder 396 € pro Jahr je Lizenz. Der Anbieter weist beide Preise zuzüglich Mehrwertsteuer aus, abgerechnet wird über Stripe in Euro oder US-Dollar. Beim Monatsabo verlängert sich die Laufzeit monatlich, beim Jahresabo jährlich, solange du nicht kündigst.

Für Teams beginnt memoQ TMS mit dem Starter-Tarif ab 2.904 € pro Jahr, jährlich abgerechnet, für eine Projektmanager-Lizenz mit fünf Linguisten-Abos. Essential (ab einer PM-Lizenz), Professional (ab fünf PM-Lizenzen) und Enterprise (ab zehn PM-Lizenzen) haben keine öffentlichen Preise, dort steht überall “Contact Sales”. Jede dieser Stufen enthält zehn Linguisten-Abos je PM-Lizenz. Ein volumenabhängiges Preismodell gibt es nicht.

Der Haken beim Einstieg steht in der Vergleichstabelle, nicht im Preisblock: Starter läuft nur in der Azure Multitenant Cloud und bringt 10 GB Speicher mit. Azure Private Server und On-Premises gibt es erst ab Essential, Single Sign-on ebenfalls nur mit Private Server oder On-Premises. Monatliche Abrechnung bietet memoQ nur bei Starter an, Essential und Professional laufen ausschließlich jährlich.

Eine kostenlose 14-Tage-Testphase gibt es für beide Produkte. Stand: September 2026.

Stärken und Schwächen

Stark ist die Preistransparenz am Einstieg: translator pro und TMS Starter stehen mit konkreten Zahlen auf der Seite, und das übersetzte Volumen kostet nichts extra. memoQ schreibt dazu ausdrücklich, es gebe keine versteckten Kosten und alle Konditionen würden im Verkaufsgespräch offengelegt. Support gibt es rund um die Uhr in jedem Tarif, laut Anbieter mit 97 Prozent Zufriedenheit und einem festen Customer Success Manager je Kunde. Die Daten gehören dem Kunden, auch wenn sie in memoQ-Cloud-Datenbanken liegen.

Schwächer sieht es bei der Plattform aus. Der Desktop-Client setzt Windows 10 oder 11 in 64 Bit voraus, dazu 8 GB RAM als Minimum und 16 GB als Empfehlung; der Prozessor soll höchstens fünf Jahre alt sein. ARM-Rechner testet memoQ nach eigener Aussage nicht. Für Mac nennt der Hersteller nur den Umweg über eine virtuelle Maschine. Und die Preisstufen oberhalb von Starter sind eine Blackbox: Wer Essential, Professional oder Enterprise will, muss telefonieren.

Die Bewertungsportale zeichnen ein stabiles Bild: G2 4,5 von 5 bei 121 Bewertungen und Capterra 4,4 von 5 bei 34 Bewertungen, beides erhoben im März 2026.

Alternativen zu memoQ

Trados Studio von RWS ist der bekannteste Wettbewerber im selben Segment. Phrase, früher Memsource, ist die Cloud-orientierte Alternative. Wer einen Marktplatz für Übersetzer gleich mitgebucht haben will, schaut sich Smartcat an; für reine Cloud-Szenarien ohne On-Premises-Anspruch kommt XTM Cloud in Frage. Belastbare Zahlen zu diesen beiden haben wir nicht geprüft, deshalb nennen wir sie hier nur als Startpunkt für deine eigene Recherche.

memoQ im Vergleich

Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst: memoQ steht in der Kategorie mit 449 weiteren Werkzeugen.

Anbieter aus der EU: 156 von 449 in dieser Kategorie.

memoQ nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 225 von 449 Werkzeugen (50 Prozent).

Einen kostenlosen Einstieg bietet memoQ nicht. In der Kategorie haben 216 von 449 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.

Überblick

Wir halten memoQ für die richtige Wahl, wenn du regelmäßig in mehrere Sprachen übersetzt und deine Termbank ernst nimmst. Der Hebel liegt nicht im Editor, sondern in der Wiederverwendung: Ab dem zweiten Dokumentationsstand rechnet sich das Translation Memory, davor nicht. Der Einstieg ins TMS mit knapp 2.900 € im Jahr ist für ein Fünf-Personen-Team eine bewusste Entscheidung, kein Nebenbei-Kauf. Wer nur zwei Sprachen und wenig Wiederholung hat, fährt mit einem einfacheren Werkzeug günstiger.

Ein Punkt, den wir in Projekten immer wieder sehen: Die Windows-Bindung des Desktop-Clients wird unterschätzt. Prüf vorher, wer im Team tatsächlich auf dem Mac arbeitet. Wenn du memoQ an dein CMS, PIM oder ERP anbinden willst, unterstützen wir dich bei der Automation und Prozessoptimierung; die redaktionelle Seite deckt unsere Content-Erstellung ab.

Bewertungen im Überblick

★★★★½ 4.5 / 5 (121 Bewertungen)

Stand: 2026-03-19

★★★★☆ 4.4 / 5 (34 Bewertungen)

Stand: 2026-03-19

Überblick

Preismodell
kostenpflichtig
memoQ translator pro: 44 €/Monat oder 396 €/Jahr je Lizenz, zzgl. MwSt. memoQ TMS Starter ab 2.904 €/Jahr für eine Projektmanager-Lizenz, jährlich abgerechnet, fünf Linguisten-Abos inklusive. Essential, Professional und Enterprise auf Anfrage. Kein Volumenpreis. 14 Tage Testphase. Stand: September 2026.
Herkunft
🇪🇺 Ungarn EU
Anbieter mit Sitz in der EU — die DSGVO gilt unmittelbar.
Features
  • ✓ Translation Memory: memoQ merkt sich jedes übersetzte Segment und schlägt es bei Wiederholungen erneut vor
  • ✓ Terminologieverwaltung mit Warnung, sobald ein Begriff nicht in der Termbank steht
  • ✓ memoQ AGT: KI-Übersetzung im TMS aus einem Large Language Model plus den eigenen Sprachressourcen
  • ✓ MT-Plugins für DeepL, Google Translate und Microsoft Azure Translator, Anbindung kostenlos, Konto beim Drittanbieter nötig
  • ✓ Language Quality Assurance mit eigenen LQA-Modulen, QA-Profilen und QA-Reports
  • ✓ Dokumentvorschau plus PDF-Vorschau (InDesign-kompatibel) über das PDF-Preview-Tool
  • ✓ Drei Betriebsarten: Azure Multitenant Cloud, Azure Private Server oder On-Premises
  • ✓ Support rund um die Uhr, in jedem Tarif enthalten

Vorteile

  • + Öffentliche Preise für translator pro und den TMS-Einstieg
  • + Kein volumenabhängiges Preismodell, das übersetzte Volumen ist nicht gedeckelt
  • + Ab dem Tarif Essential wahlweise Azure Private Server oder On-Premises statt Multitenant-Cloud
  • + Support 24/7 in jedem Tarif, laut Anbieter mit 97 Prozent Zufriedenheit
  • + Firmensitz in Budapest, Informationssicherheit nach ISO/IEC 27001, dazu SOC 2 Type 2

Nachteile

  • - Der Desktop-Client läuft nur unter Windows 10 oder 11, auf Mac nur in einer virtuellen Windows-Maschine
  • - Dokumentvergleich, Versionierung und PDF-Vorschau gibt es nur im Desktop-Client, nicht im Web
  • - Der Starter-Tarif läuft ausschließlich in der Azure Multitenant Cloud und ist auf 10 GB Speicher begrenzt
  • - Für Essential, Professional und Enterprise nennt memoQ keine Preise
  • - Hardware-Anforderung: 8 GB RAM Minimum, 16 GB empfohlen, Prozessor höchstens fünf Jahre alt

Tags

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