Hygger
Hygger ist ein agiles Projektmanagement-Tool mit Fokus auf Priorisierung. Es kombiniert Kanban-Boards mit Scrum-Unterstützung, Backlog-Management und Value/Effort-Scoring, um Teams bei der Entscheidung zu helfen, was als nächstes umgesetzt wird.
Übersicht zu Hygger: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar.
Was ist Hygger?
Hygger ist ein Projektmanagement-Tool, das agile Methoden mit Priorisierungsfunktionen verbindet. Es richtet sich an Software-Teams und Produktmanager, die nicht nur Aufgaben verwalten, sondern auch entscheiden wollen, welche Aufgaben zuerst angegangen werden sollen.
Das Tool bietet klassische Kanban-Boards, vollständige Scrum-Unterstützung mit Sprint-Planung und Burndown-Charts sowie mehrere Priorisierungsrahmen wie das Value/Effort-Scoring und die Eisenhower-Matrix. Damit positioniert sich Hygger zwischen einfachen Kanban-Tools wie Trello und vollumfänglichen Projektmanagement-Plattformen wie Jira.
Für wen eignet sich Hygger?
Hygger passt gut zu Produkt- und Entwicklungsteams, die agil arbeiten und einen strukturierten Prozess zur Aufgabenpriorisierung aufbauen wollen. Besonders relevant ist das Tool für:
- Kleine bis mittelgroße Softwareteams, die Scrum oder Kanban einsetzen
- Produktmanager, die Feature-Backlogs bewerten und Roadmaps erstellen müssen
- Teams, die von Trello migrieren und mehr Funktionalität suchen, ohne auf Jira-Komplexität zu setzen
- Remote-Teams, die gemeinsam Prioritäten festlegen und Sprint-Planungen strukturieren wollen
Für Unternehmen mit strikten DSGVO-Anforderungen ist Hygger aufgrund fehlender EU-Serverstandorte mit Vorsicht zu bewerten.
Hygger im Arbeitsalltag
Der Kern von Hygger sind die Kanban-Boards. Sie unterstützen Swimlanes, um verschiedene Aufgabentypen oder Prioritätsstufen zu trennen, WIP-Limits (Work in Progress), die verhindern, dass zu viele Aufgaben gleichzeitig in Bearbeitung sind, und Sub-Spalten, die den Übergang zwischen “In Arbeit” und “Fertig” innerhalb einer Spalte abbilden.
Das Backlog-Modul erlaubt es, Aufgaben vor der Sprint-Planung zu bewerten. Das Value/Effort-Scoring zeigt auf einem Vierquadrantenraster, welche Aufgaben den höchsten Wert bei geringstem Aufwand bringen. Die Eisenhower-Matrix ergänzt das um die Dimension Wichtigkeit/Dringlichkeit.
Sprints laufen mit Story Points oder Stunden, Burndown-Charts und Velocity-Reports geben Rückmeldung über die Teamgeschwindigkeit. Roadmaps visualisieren die Planung über mehrere Sprints oder Quartale.
Preise und Pläne
Hygger bietet drei Pläne an:
- Free: Kostenlos, unbegrenzte Nutzer und Projekte, bis 50 Aufgaben, 100 MB Speicher.
- Standard: 7 USD pro Nutzer/Monat bei Jahresabrechnung, 9 USD monatlich. Unlimitierter Speicher, unbegrenzte Aufgaben, unlimitierte Integrationen.
- Enterprise: 14 USD pro Nutzer/Monat bei Jahresabrechnung, 18 USD monatlich. Zusätzlich mehrere Projekte pro Board, Branded Workspace, SAML SSO, Google Apps SSO und Zugang zur vollen API.
Es werden nur aktive, bestätigte Nutzer berechnet. Entfernte oder unbestätigte Nutzer zählen nicht. Stand: April 2026.
Stärken und Schwächen
Stärken:
- Sinnvolle Ergänzung von Kanban um Priorisierungswerkzeuge, die in dieser Kombination selten sind
- Einfacher Einstieg, vor allem für Teams mit Trello-Erfahrung
- Attraktives Preismodell für kleine Teams
Schwächen:
- Keine klare Information zu DSGVO und EU-Serverstandorten
- Kleinere Community als bei etablierten Tools wie Jira oder Asana
Alternativen zu Hygger
Wer ähnliche Funktionen sucht, kann Linear (modernes Tool für Entwicklerteams mit starkem Fokus auf Speed und Klarheit), Jira (umfangreich, aber komplex, der Platzhirsch für agile Softwareteams) oder Shortcut (ehemals Clubhouse, schlanker als Jira, für Entwicklerteams gut geeignet) prüfen. Wer den Trello-Nachfolger mit mehr Funktionen sucht, ist auch mit Planka (Open Source, selbst hostbar) oder Trello selbst mit Power-Ups gut bedient.
Überblick
Hygger ist ein solides Projektmanagement-Tool, das sich durch seine Priorisierungsfunktionen von reinen Kanban-Tools abhebt. Value/Effort-Scoring und Eisenhower-Matrix sind echte Mehrwerte für Teams, die nicht nur Aufgaben verwalten, sondern auch Entscheidungen strukturiert treffen wollen. Das Preismodell ist fair, der Einstieg unkompliziert. Für Teams in Deutschland oder mit strikten Datenschutzanforderungen sollte die DSGVO-Situation vor der Einführung jedoch geprüft werden.
Bewertungen im Überblick
Überblick
- ✓ Kanban-Boards mit Swimlanes, WIP-Limits und Sub-Spalten
- ✓ Scrum-Unterstützung mit Sprint-Planung, Story Points und Burndown-Charts
- ✓ Backlog-Management mit Priorisierungswerkzeugen
- ✓ Value/Effort-Scoring zur Identifikation der wichtigsten Aufgaben
- ✓ Eisenhower-Matrix zur Kategorisierung nach Wichtigkeit und Dringlichkeit
- ✓ Benutzerdefinierte Scoring-Frameworks für die Teampriorisierung
- ✓ Roadmap-Ansicht zur visuellen Planung von Vorhaben
- ✓ Zeiterfassung auf Aufgabenebene
- ✓ Sprint-Reports: Burndown-Charts und Velocity-Reports
- ✓ Integrationen mit gängigen Tools (Jira, GitHub, Slack u.a.)
- ✓ API-Zugriff im Enterprise-Plan
Vorteile
- + Priorisierungsfunktionen wie Value/Effort und Eisenhower-Matrix über Standard-Kanban hinaus
- + Kombiniert Kanban und Scrum in einem Tool ohne Medienbruch
- + Kostenfreier Plan für kleine Teams mit unbegrenzten Nutzern
- + Einfacher Umstieg von Trello durch ähnliche Bedienprinzipien
- + Klare und übersichtliche Oberfläche ohne überladene Menüstruktur
Nachteile
- - Anbieter und Serverstandorte außerhalb der EU, DSGVO-Konformität nicht dokumentiert
- - Verhältnismäßig kleine Nutzerbasis, weniger Community-Ressourcen als bei Jira oder Trello
- - Kostenfreier Plan auf 50 Aufgaben begrenzt
- - Enterprise-Funktionen wie SSO erst im teuersten Plan
- - Keine native mobile App, nur Browser-basierte Nutzung