Gravity Forms
Gravity Forms ist ein WordPress-Plugin zum Erstellen von Formularen, Workflows und E-Mail-Zustellungen. Es gilt als Industriestandard für anspruchsvolle Formular-Lösungen auf WordPress-Basis.
Übersicht zu Gravity Forms: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar.
Was ist Gravity Forms?
Gravity Forms ist ein WordPress-Plugin-Ökosystem rund um drei Kernprodukte: Gravity Forms für den Formular-Aufbau, Gravity Flow für die Prozessautomatisierung und Gravity SMTP für die sichere E-Mail-Zustellung. Das Unternehmen hinter dem Tool bezeichnet es als “the gold standard in WordPress” und belegt das mit einer Nutzerliste, die Organisationen wie Yale, UNICEF, Google und Airbnb umfasst.
Der Fokus liegt nicht auf simplen Kontaktformularen, sondern auf komplexen Formular-gesteuerten Prozessen: Bewerbungsformulare mit automatischen Weiterleitungen, Zahlungsabwicklung mit bedingter Logik, mehrstufige Genehmigungsworkflows oder Lead-Capture mit direkter CRM-Anbindung.
Für wen eignet sich Gravity Forms?
Gravity Forms richtet sich an:
- WordPress-Entwickler und Agenturen, die leistungsfähige Formular-Lösungen für Kundenprojekte brauchen
- Unternehmen mit WordPress-Websites, die über einfache Kontaktformulare hinausgehen wollen
- Teams, die formulargesteuerte Workflows abbilden müssen, z.B. Onboarding, Anfrageprozesse oder interne Genehmigungen
- Shop-Betreiber, die Zahlungen über Formulare abwickeln wollen (Stripe, PayPal, Square)
Wer kein WordPress nutzt oder eine plattformunabhängige Lösung sucht, ist mit Typeform, Tally oder Jotform besser bedient.
Gravity Forms im Arbeitsalltag
Der typische Einsatz beginnt mit dem Drag-and-drop-Builder: Felder werden auf einer Oberfläche angeordnet, Conditional-Logic-Regeln steuern, welche Felder wann erscheinen. Bei der Übermittlung greifen Benachrichtigungen, Weiterleitungen und optional Gravity-Flow-Schritte für mehrstufige Prozesse.
Gravity SMTP sorgt dafür, dass alle E-Mails aus WordPress zuverlässig zugestellt werden, unabhängig vom Hosting. Das ist ein häufig unterschätztes Problem auf schlecht konfigurierten WordPress-Installationen.
Preise und Pläne
Gravity Forms ist ausschließlich als Jahresabo erhältlich:
- Basic: 59 USD/Jahr, 1 Website, Standard-Support, grundlegende Integrationen (HubSpot, Mailchimp, ActiveCampaign)
- Pro: 159 USD/Jahr, 3 Websites, Standard-Support, Payment-Integrationen (Stripe, PayPal, Square), Zapier, Trello
- Elite: 259 USD/Jahr, unbegrenzte Websites, Priority-Support, alle Add-ons, WordPress Multisite, Gravity SMTP inklusive
Stand: April 2026. Alle Preise in USD, Zahlung jährlich im Voraus.
Stärken und Schwächen
Stärken:
- Fast zwei Jahrzehnte am Markt, stabiles und gepflegtes Plugin
- Barrierefreiheit nach WCAG 2.1 AA ist standardmäßig enthalten
- Gravity Flow und Gravity SMTP machen aus dem Form-Builder eine vollständige Prozessplattform
Schwächen:
- Ausschließlich für WordPress. Wer die Plattform wechselt, verliert das Investment
- Die Lernkurve für komplexe Workflows ist nicht trivial
- Kein dauerhaft kostenfreier Plan
Alternativen zu Gravity Forms
Für einfachere Formulare auf WordPress eignen sich WPForms (einsteigerfreundlicher) oder Fluent Forms (günstiger). Plattformunabhängige Alternativen sind Typeform (starkes UX), Tally (kostenloser Einstieg) oder Jotform (umfangreiches Template-Angebot). Für reine Workflow-Automatisierung bietet n8n mehr Flexibilität.
Überblick
Gravity Forms ist die erste Wahl, wenn WordPress und leistungsfähige Formularlogik zusammenkommen müssen. Der Preis ist im Kontext von Entwicklungsprojekten gering, der Funktionsumfang erheblich. Wer nur ein einfaches Kontaktformular braucht, greift zu einer günstigeren oder kostenlosen Alternative. Wer komplexe, prozessgesteuerte Formulare auf WordPress baut, kommt an Gravity Forms kaum vorbei.
Überblick
- ✓ Drag-and-drop Formular-Builder ohne Code-Kenntnisse
- ✓ Conditional Logic für dynamische Formularfelder und Verzweigungen
- ✓ Zahlungsverarbeitung via Stripe, PayPal, Square und weiteren Anbietern
- ✓ WCAG 2.1 AA-konform: barrierefreie Formulare ohne Konfigurationsaufwand
- ✓ Gravity Flow: visuelles Workflow-Mapping mit Genehmigungsrouting und Aufgabenzuweisung
- ✓ Gravity SMTP: zuverlässige E-Mail-Zustellung über SendGrid, Mailgun, Postmark
- ✓ Integrationen mit HubSpot, Mailchimp, Zapier, Slack, Dropbox, ActiveCampaign
- ✓ Audit-Trails und Compliance-Protokollierung für Genehmigungsprozesse
- ✓ WordPress Multisite-Unterstützung im Elite-Plan
- ✓ Über 40 offizielle Add-ons für Drittanbieter-Integrationen
Vorteile
- + Etablierter Industriestandard mit fast 20 Jahren Marktpräsenz
- + Sehr breites Add-on-Ökosystem für nahezu jeden Anwendungsfall
- + Barrierefreiheit ist eingebaut und kein nachträgliches Feature
- + Gravity Flow und Gravity SMTP ergänzen den Kern zu einer vollständigen Automatisierungslösung
Nachteile
- - Nur für WordPress einsetzbar, kein eigenständiges SaaS
- - Elite-Plan deutlich teurer als vergleichbare einfache Form-Builder
- - Komplexere Workflows erfordern Einarbeitungszeit und technisches Verständnis
- - Kein dauerhaft kostenfreier Plan, lediglich Testversion auf Anfrage