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Favro
Projektmanagement kostenpflichtig USA

Favro

Favro ist eine kollaborative Planungsplattform aus Schweden für agile Teams, Produktentwicklung und Spielestudios. Sie kombiniert Boards, Backlogs, Roadmaps und Automatisierungen in einer flexiblen Lösung, die als Ersatz für Trello, Jira, Asana und Confluence zugleich positioniert wird.

Übersicht zu Favro: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar.

Was ist Favro?

Favro ist eine kollaborative Planungsplattform des schwedischen Unternehmens Favro AB, die seit 2016 von den Gründern von Hansoft entwickelt wird. Hansoft war eines der ersten agilen Projektmanagement-Tools speziell für die Spieleentwicklung. Dieses Erbe ist heute noch deutlich spürbar: Favro ist eine der wenigen Plattformen, die explizit auf die komplexen Planungsanforderungen von Spielestudios ausgerichtet ist und gleichzeitig SaaS-Produktteams und Enterprises bedient.

Das Herzstück ist das Card-Relations-Konzept: Eine Aufgabe kann in mehreren Boards gleichzeitig erscheinen, ohne kopiert zu werden. Das klingt nach einem Detail, ist in der Praxis aber einer der größten Produktivitätsgewinne für crossfunktionale Teams.

Für wen eignet sich Favro?

Favro passt besonders gut für:

  • Spielestudios, die Feature-Entwicklung, LiveOps, Art-Pipelines und Kapazitätsplanung in einem Tool abbilden wollen
  • SaaS-Produktteams, die OKRs, Roadmaps und Sprint-Management gemeinsam steuern
  • Unternehmen, die mehrere Einzeltools wie Trello, Jira und Confluence ablösen wollen
  • Agile Coaches und Scrum Master, die SAFe oder OKR-Frameworks mit Tool-Unterstützung umsetzen

Für sehr kleine Teams ohne agile Prozesse ist Favro oft überdimensioniert. Wer einfache To-do-Listen oder klassisches Aufgabenmanagement braucht, findet mit Trello, Todoist oder Asana leichter zugängliche Alternativen.

Favro im Arbeitsalltag

Ein Produktmanager öffnet Favro und sieht in seiner Collection alle relevanten Boards: das Sprint-Board des Entwicklerteams, das Roadmap-Board für die Quartalspräsentation und das Backlog. Eine Aufgabe, die er im Backlog anlegt, taucht über Card Relations automatisch im Sprint-Board auf, sobald sie geplant wird, ohne dass sie doppelt gepflegt werden muss.

Der Teamleiter wechselt in die Kapazitätsansicht und sieht, wer überlastet ist und wo Puffer vorhanden sind. Die Automatisierungen sorgen dafür, dass abgeschlossene Tasks in Slack gemeldet werden und der Fortschritt im Dashboard aktuell bleibt. Für externe Stakeholder werden Gastaccounts eingerichtet, die nur relevante Collections sehen.

Pläne und Preise

Favro rechnet in Nutzerpaketen ab (Stufen: 2, 5, 10, 25, 50+). Für ein Team von 10 Nutzern gelten Stand April 2026 folgende Preise:

  • Lite: ab 5,10 USD/Nutzer/Monat (jährlich), 5 Collections, unlimitierte Boards, OAuth via Google und GitHub
  • Standard: ab 6,80 USD/Nutzer/Monat (jährlich), unlimitierte Collections, 5.000 Automationsaktionen, Gastaccounts
  • Enterprise: individuelles Angebot, inkl. Timesheet-Reporting, SAML SSO, SCIM, 24h-Support und erweiterter Sicherheits-Governance

14-tägige kostenlose Testphase für alle Paid-Pläne, keine Kreditkarte erforderlich. Stand: April 2026.

Stärken und Schwächen

Stärken:

  • Card-Relations reduzieren redundante Datenpflege in Teams mit mehreren Planungsebenen
  • Sehr flexible Anpassbarkeit für unterschiedlichste Planungsframeworks
  • Spezialstärke für Spielestudios und komplexe Produktportfolios

Schwächen:

  • Einarbeitung dauert länger als bei einfacheren Alternativen
  • Lite-Plan schnell zu eng für Teams, die wachsen
  • Hosting-Transparenz und deutschsprachiger Support ausbaufähig

Alternativen zu Favro

Wer ein ähnliches Konzept mit stärkerem Enterprise-Ökosystem sucht, sollte Jira (Atlassian) prüfen. Für leichtgewichtigere Planung ohne steile Lernkurve bieten sich Linear (für Entwicklerteams) oder Height an. Als europäische Alternativen mit vergleichbarem Anspruch auf agile Planung sind Targetprocess und Stackfield erwähnenswert.

Überblick

Favro ist ein durchdachtes, flexibles Tool, das seinen Ursprung in der Welt der Spieleentwicklung nicht verleugnet und genau daraus seinen stärksten Mehrwert zieht. Das Card-Relations-Konzept ist ein echter Differenziator für Teams, die crossfunktional planen. Wer bereit ist, die Lernkurve zu investieren, bekommt eine Plattform, die viele Einzeltools ersetzen kann. Wer schnell und unkompliziert starten will, sollte sich die Zeit für eine ehrliche Evaluierung nehmen, denn einfach ist Favro nicht auf den ersten Blick.

Überblick

Preismodell
kostenpflichtig
14-tägige kostenlose Testphase ohne Kreditkarte für alle Paid-Pläne. Lite: ab 5,10 USD/Nutzer/Monat (jährlich), 5 Collections, unlimitierte Boards, OAuth via Google und GitHub. Standard: ab 6,80 USD/Nutzer/Monat (jährlich), unlimitierte Collections, 5.000 Automationsaktionen, Gastaccounts. Enterprise: individuelles Angebot, inkl. Timesheet-Reporting, SAML SSO, SCIM und 24h-Support. Abrechnung in Nutzerpaketen (2, 5, 10, 25, 50+). Stand: April 2026.
Herkunft
USA
Features
  • Flexible Boards und Backlogs für Kanban, Scrum und eigene Workflows
  • Card Relations: Aufgaben können in mehreren Boards gleichzeitig erscheinen, ohne dupliziert zu werden
  • Roadmaps und Executive Dashboards für unternehmensweite Planung
  • Sheets und Datenbanken mit individuellen Spalten, Berechnungen und Hierarchien
  • Workflow-Automatisierungen für wiederkehrende Prozesse ohne Code
  • OKR-Unterstützung für zielbasierte Teamplanung
  • Echtzeit-Kollaboration mit Live-Synchronisation aller Änderungen
  • Kapazitätsplanung und Ressourcenübersicht für Teamleiter
  • Gastzugänge für externe Partner und Stakeholder (Standard und Enterprise)
  • Integrationen mit Slack, Jira, GitHub, GitLab, Zapier und mehr
  • Timesheet-Reporting für Zeiterfassung und Auslastungsanalyse (Enterprise)
  • SAML-SSO und SCIM-Benutzerbereitstellung für Enterprise-Sicherheitsanforderungen

Vorteile

  • + Card-Relations-Konzept reduziert Datenduplizierung in crossfunktionalen Teams erheblich
  • + Sehr flexibel einsetzbar: von einfachem Kanban bis zu komplexer Portfoliosteuerung
  • + Besonders stark für Spielestudios und SaaS-Produktteams mit spezialisierten Templates
  • + 14-tägige kostenlose Testphase ohne Kreditkarte senkt die Hemmschwelle

Nachteile

  • - Lernkurve höher als bei einfacheren Tools wie Trello oder Asana wegen des umfangreichen Konzepts
  • - Lite-Plan stark eingeschränkt auf 5 Collections, für wachsende Teams schnell zu eng
  • - Preise in USD ohne EU-Mehrwertsteuerhinweis, Hosting-Standort nicht transparent auf der Website
  • - Community und deutschsprachiger Support kleiner als bei etablierten Marktführern

Tags

agiles-projektmanagement kanban backlog roadmap produktentwicklung gamedev okr kollaboration

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