ATAMYA
PIM-System der ATAMYA GmbH aus Bochum, vormals eggheads. Vier Editionen mit unbegrenzten Produkt-SKUs, gestaffelt nach Nutzern, Fachdomänen, Kanälen und Datensprachen. Nur Basic trägt einen Preis: ab 599 € pro Monat für einen Nutzer und einen Kanal.
In eigener Sache: Wir sind Partner von ATAMYA und setzen das System für Kunden ein. Eine Provision erhalten wir dafür nicht. An der Einschätzung oben ändert das nichts: Wir empfehlen nach Eignung, nicht nach Marge.
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Übersicht zu ATAMYA: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar. Alle Angaben wurden am 12.10.2026 einzeln gegen die Herstellerseite geprüft.
Was ist ATAMYA?
ATAMYA ist ein System für Produktdatenmanagement, kurz PIM. Der Anbieter beschreibt es als multidomainfähiges PIM auf Microservice-Basis, API-first, cloud-native und headless, mit der Möglichkeit, ein eigenes Sprachmodell anzubinden. Alle Produktdaten laufen zentral ein, werden strukturiert, geprüft und in die angebundenen Kanäle ausgespielt.
Hinter dem Produkt steht die ATAMYA GmbH, vormals eggheads GmbH, Alte Wittener Straße 50, 44803 Bochum, eingetragen beim Amtsgericht Bochum unter HRB 7274. Geschäftsführung sind Thomas Knauf und Markus Pichler. Die strukturierten Daten der Website nennen als Gründungsdatum den 7. Februar 1990. Neben Bochum führt ATAMYA Standorte in München und in der Schweiz, dort über die ATAMYA Swiss GmbH.
Die Software trägt das Siegel Software Made in Germany des Bundesverbands IT-Mittelstand. Für Teams, die Produktdaten täglich pflegen und über mehrere Kanäle verteilen, ist das der klassische Fall für ein PIM. In unserer Arbeit rund um E-Commerce taucht das Thema meist dann auf, wenn Excel-Listen und Shop-Backend anfangen, sich zu widersprechen.
Für wen eignet sich ATAMYA?
Die Editionen sagen die Zielgruppen selbst. Basic beschreibt ATAMYA für kleine Unternehmen und Einzelhändler, die ihre Produkte online verkaufen und in einem PIM organisieren wollen. Professional zielt auf wachsende Mittelständler, Hersteller und Distributoren mit größeren Sortimenten und mehreren Vertriebskanälen. Advanced richtet sich an den gehobenen Mittelstand mit großen Produktportfolios und mehreren beteiligten Teams. Ultimate ist für weltweit tätige Großunternehmen gedacht, die Produktdaten über Marken, Geschäftsbereiche und Regionen hinweg verwalten.
Passend ist ATAMYA für Unternehmen, deren Produktdaten in mehrere Sprachen und Kanäle müssen und bei denen Datenqualität nachweisbar sein soll. Qualitätsregeln, Scoring und Reports sind in allen Editionen enthalten, nicht erst in der teuersten.
Weniger passend ist der Einstiegsplan für Teams. Basic erlaubt genau einen Nutzer, eine Fachdomäne, einen Kanal und drei Datensprachen. Wer zu zweit an Produktdaten arbeitet, ist damit schon draußen. Auch die Werkzeuge, die den Alltag beschleunigen, fehlen dort: Massenbearbeitung, Query-Suche, Übersetzungseditor, DeepL-Übersetzung und KI-Texterstellung beginnen erst mit Professional.
ATAMYA im Arbeitsalltag
Der dokumentierte Ablauf beginnt beim Import. Stammdaten und Medien werden strukturiert in bestehende Domänen geladen, ab Professional auch automatisiert über WebDAV-URIs oder per Smart Import KI aus Datenblättern. Ebenfalls ab Professional legst du für wiederkehrende Importe Vorlagen an, in Basic sind Importvorlagen laut Featureliste nicht verfügbar.
Danach kommt die Pflege. Im Multi-Editor bearbeitest du mehrere Geschäftsobjekte gleichzeitig, mit Qualitätsanzeige, Filtern und Vergleichsansicht. Qualitätsregeln prüfen Vollständigkeit und Korrektheit, ein Scoring rechnet den Wert je Objekt in Echtzeit aus, und du kannst gezielt nach Qualitätsstufe filtern, etwa nach Produkten mit fehlenden Beschreibungen. Ab Professional übersetzt eine integrierte DeepL-KI die Produktdaten und erzeugt eine KI Produktbeschreibungen aus den vorhandenen Merkmalen.
Ausgespielt wird über Kanäle, denen du Produktdaten zuordnest und die du kontrolliert steuerst. Die Prozesse dahinter modellierst du in einer BPMN-Workflow-Engine mit grafischem Editor, inklusive User- und Service-Tasks. Sie ist ab Advanced enthalten und in Professional als Add-on verfügbar, in Basic fehlt sie. Workflows lassen sich zusätzlich per REST-Endpunkt aus externen Systemen starten. Diese Prozessautomatisierung über REST-API hakt die Featureliste in allen vier Editionen ab, also auch in Basic, das laut derselben Liste keine Workflow-Engine hat. Diesen Widerspruch auf der Herstellerseite klärst du vor dem Kauf am besten direkt mit ATAMYA. Genau an dieser Stelle setzt in unseren Projekten die Automation und Prozessoptimierung an, weil PIM, Shop und ERP sonst drei Wahrheiten führen.
Preise und Pläne
Von vier Editionen trägt eine einen Betrag. Unbegrenzte Produkt-SKUs gibt es in allen.
Basic kostet ab 599 € pro Monat. Enthalten sind 1 Nutzer, 1 Fachdomäne, 1 Kanal, 3 Datensprachen und 100 GB Speicher im integrierten DAM, dazu das konfigurierbare Datenmodell, Datenqualitätsmanagement, Daten-Onboarding und die REST-API.
Professional läuft über ein Angebot. Enthalten sind 5 Nutzer, 3 Fachdomänen, 3 Kanäle, 10 Datensprachen und 500 GB Speicher. Dazu kommen automatisierter Datenimport, Übersetzungsmanagement und KI-gestützte Textgenerierung. Workflow und Automatisierung, kanalspezifische Klassifizierung, KI-Integrationen und Custom-LLM-Anbindung sind hier Add-ons.
Advanced läuft ebenfalls über ein Angebot. Enthalten sind 25 Nutzer, 10 Fachdomänen, 10 Kanäle, 25 Datensprachen und 1.000 GB Speicher. Workflow und Automatisierung, KI-Integrationen, KI-Agenten und Custom-LLM-Anbindung sind hier fest enthalten, dazu Personalisierung nach Zielgruppe, Region und beliebigem Kontext. Kanalspezifische Klassifizierung, KI Sidekick Chat und KI Memory bleiben Add-ons.
Ultimate ist frei konfiguriert. Nutzerzahl, Fachdomänen und Kanäle vereinbarst du individuell, KI Sidekick Chat und KI Memory sind enthalten. Bei der kanalspezifischen Klassifizierung widerspricht sich die Seite: Die Editionsbeschreibung nennt sie für Ultimate als enthalten, die Featureliste führt sie dort als „Auf Anfrage“.
Für die Connectoren setzt die Featureliste in keiner Edition ein Häkchen. Der Shopware Connector ist in Basic, Professional und Advanced als Add-on verfügbar, in Ultimate auf Anfrage. Dasselbe gilt für die PDF-Datenblattgenerierung samt Templates Editor. Die Connectoren für Shopify, commercetools, Emporix und den Microsoft Azure Event Hub sind in Basic nicht verfügbar, in Professional und Advanced als Add-on und in Ultimate auf Anfrage. Nach demselben Muster stehen die Anbindungen externer DAM-Systeme und die Print-Connectoren für priint:cloud, priint:comet und InBetween in der Liste. Was ein Add-on kostet, nennt die Seite nicht. Preisstand ist Oktober 2026.
Stärken und Schwächen
Die Grundausstattung ist ungewöhnlich vollständig. Unbegrenzte Produkt-SKUs gelten in jeder Edition, das konfigurierbare Datenmodell ebenso, und das Datenqualitätsmanagement mit Regeln, Scoring und Reports steckt bereits in Basic. Die REST-Schnittstelle ist ebenfalls überall enthalten, was für die Anbindung an ERP und Shop der entscheidende Punkt ist. Den Start von Workflows über REST hakt die Featureliste zwar auch in jeder Edition ab, eine Workflow-Engine hat Basic laut derselben Liste aber nicht, sie beginnt in Professional als Add-on. Das integrierte DAM bringt im Einstieg 100 GB mit. Der Rechtsträger steht vollständig im Impressum, inklusive Umsatzsteuer-Identifikationsnummer DE199570152.
Die Grenzen liegen bei den Personen und bei den Add-ons. Basic ist ein Einzelplatz mit einer Domäne, einem Kanal und drei Sprachen. Sobald ein zweiter Mensch mitarbeitet, ist die Edition durch. Von den Funktionen, die in der Werbung vorne stehen, fehlen dort etliche: DeepL-Übersetzung, KI-Texterstellung, Massenbearbeitung, Query-Suche und Übersetzungseditor sind als nicht enthalten ausgewiesen, ebenso Importvorlagen, die Workflow-Engine, Rollen und Berechtigungen, das erweiterte Rechtemanagement und der Datenmodellexport. In Professional sind Workflows und KI-Integrationen Add-ons, keine Bestandteile. Und der Shopware Connector, für viele der eigentliche Grund für das System, ist in Basic, Professional und Advanced nur als Add-on verfügbar und in Ultimate auf Anfrage. Für Shopify, commercetools und Emporix gibt es in Basic keinen Connector. Die Editionen sind laut FAQ feste Pakete, einzelne Features lassen sich nicht zwischen ihnen kombinieren. Drei von vier Editionen nennen keinen Betrag, ein Vorabvergleich ist damit nicht möglich.
Alternativen zu ATAMYA
In derselben Kategorie führt das Verzeichnis mehrere PIM-Systeme. Akeneo ist der bekannteste internationale Wettbewerber, 4ALLPORTAL verbindet PIM und DAM in einem Produkt, crossbase kommt aus der technischen Ecke mit Schwerpunkt auf Print und mehrsprachigen Katalogen.
Der Vergleich lohnt an zwei Stellen: wie viele Personen gleichzeitig pflegen dürfen, und ob die Connectoren zu deinem Shop im Preis stecken oder extra kosten. Wir prüfen das in Projekten rund um KI-Einsatz mit, weil dort dieselben Datenmodelle gebraucht werden.
ATAMYA im Vergleich
Diese Einordnung rechnet sich aus dem Verzeichnis selbst: ATAMYA steht in der Kategorie mit 11 weiteren Werkzeugen.
Anbieter mit Sitz in Deutschland: 10 von 12 in dieser Kategorie. Aus der EU insgesamt 11.
ATAMYA nennt konkrete Preise. In der Kategorie tun das 1 von 12 Werkzeugen (8 Prozent).
Einen kostenlosen Einstieg bietet ATAMYA nicht. In der Kategorie haben 1 von 12 Werkzeugen einen Gratis- oder Freemium-Plan.
Überblick
Wir halten ATAMYA für die richtige Wahl, wenn Produktdaten bei dir eine eigene Disziplin sind und nicht ein Nebenprodukt des Shops. Dass Qualitätsregeln, Scoring und die REST-Schnittstelle in jeder Edition stecken, ist mehr wert als jede KI-Funktion darüber, weil sich daran entscheidet, ob die Daten am Ende stimmen.
Den Einstiegsplan würden wir trotzdem nicht empfehlen. Ein Nutzer, eine Domäne, ein Kanal, keine Massenbearbeitung und keine Workflow-Engine, das ist eher eine Demo-Lizenz als ein Arbeitsplatz. Unser Rat für das Angebotsgespräch: frag zuerst nach dem Preis für den Shopware- oder Shopify-Connector und nach dem Preis je zusätzlichem Nutzer. Beides steht nicht auf der Seite, beides entscheidet über die Gesamtkosten, und beides erfährst du sonst erst, wenn die Entscheidung schon gefallen ist. Frag dabei auch, ob mehr Nutzer ohne Editionswechsel gehen: Laut FAQ sind die Editionen feste Pakete, einzelne Features lassen sich nicht zwischen ihnen kombinieren, und für zusätzliche Funktionen verweist ATAMYA auf den Wechsel in eine höhere Edition.
Bewertungen im Überblick
Überblick
- ✓ Unbegrenzte Produkt-SKUs in allen Editionen
- ✓ Hochkonfigurierbares Stammdatenmodell mit eigenen Objekttypen und Merkmalen
- ✓ Multidomain-Datenmodell für getrennte Marken, Märkte oder Geschäftsbereiche
- ✓ Integriertes Digital Asset Management mit Metadaten, Labels und Formatgenerierung
- ✓ Datenqualitätsmanagement mit Qualitätsregeln, Scoring und automatischen Reports
- ✓ Smart Import per KI, etwa aus Datenblättern, ab Professional
- ✓ DeepL-Übersetzung und KI-gestützte Texterstellung, ab Professional
- ✓ BPMN-Workflow-Engine mit grafischem Editor, ab Advanced enthalten, in Professional als Add-on
- ✓ Bring your own LLM mit OpenAI, Claude und Gemini sowie selbst gehosteten Modellen, ab Advanced enthalten, in Professional als Add-on
- ✓ KI-Agenten mit eigenen Instruktionen, KI Sidekick Chat und KI Memory in den oberen Editionen
- ✓ Anbindung externer DAM-Systeme wie pixx.io, Cloudinary, Celum, Bynder, Aprimo und Canto, in Professional und Advanced als Add-on, in Ultimate auf Anfrage
- ✓ Shopware Connector in Basic, Professional und Advanced als Add-on, in Ultimate auf Anfrage
- ✓ Connectoren für Shopify, commercetools, Emporix und Microsoft Azure Event Hub, in Professional und Advanced als Add-on, in Ultimate auf Anfrage
- ✓ REST-Schnittstelle für Geschäftsobjekte, Workflows, KI-Integrationen und Stammdaten in allen Editionen, wobei Basic selbst weder Workflow-Engine noch KI-Integrationen hat
Vorteile
- + Unbegrenzte Produkt-SKUs in jeder Edition, auch im Einstieg
- + REST-Schnittstelle für Geschäftsobjekte und Stammdaten ist in allen Editionen enthalten
- + Datenqualitätsmanagement mit Regeln, Scoring und Reports steckt bereits in Basic
- + Rechtsträger vollständig ausgewiesen: ATAMYA GmbH, Alte Wittener Straße 50, 44803 Bochum, Amtsgericht Bochum HRB 7274
- + Siegel Software Made in Germany des Bundesverbands IT-Mittelstand
- + Eigenes DAM mit 100 GB Speicher schon im Einstiegsplan
Nachteile
- - Nur Basic nennt einen Betrag, Professional, Advanced und Ultimate laufen über ein Angebot
- - Basic ist auf 1 Nutzer, 1 Fachdomäne, 1 Kanal und 3 Datensprachen begrenzt
- - DeepL-Übersetzung, KI-Texterstellung, Massenbearbeitung und Query-Suche fehlen in Basic
- - Workflow-Engine, Importvorlagen sowie Rollen und Berechtigungen fehlen in Basic
- - Workflows und KI-Integrationen sind in Professional nur als Add-on verfügbar
- - Der Shopware Connector ist in Basic, Professional und Advanced nur als Add-on verfügbar, in Ultimate auf Anfrage
- - Connectoren für Shopify, commercetools und Emporix sowie externe DAM-Anbindungen gibt es in Basic nicht, in Professional und Advanced nur als Add-on
- - Personalisierung nach Zielgruppe, Region und Kontext gibt es erst ab Advanced
- - Kanalspezifische Klassifizierung, KI Sidekick Chat und KI Memory sind in Advanced nur Add-ons
- - Die Editionen sind feste Pakete, einzelne Features lassen sich laut ATAMYA nicht zwischen ihnen kombinieren
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