airfocus
airfocus ist ein modulares Produktmanagement-Tool für Roadmapping, Priorisierung und Portfoliomanagement. Teams nutzen es, um Initiativen zu bewerten, Roadmaps zu erstellen und Stakeholder auf dem Laufenden zu halten.
Übersicht zu airfocus: Funktionen, Preise und Alternativen. Alle Angaben basieren auf frei verfügbaren Informationen und stellen keine eigene Bewertung oder Test dar.
Was ist airfocus?
airfocus ist ein Produktmanagement-Tool, das sich auf Roadmapping und Priorisierung spezialisiert hat. Das Tool wurde ursprünglich in Hamburg gegründet und ist inzwischen Teil von Lucid, dem Anbieter von Lucidchart und Lucidspark. Das Produktteam entwickelt airfocus als eigenständige Plattform weiter.
Der Kerngedanke hinter airfocus: Produktteams brauchen nicht ein weiteres starres Projektmanagement-Tool, sondern ein System, das sich an ihre spezifischen Priorisierungsmethoden anpasst. Ob RICE, ICE, Kano oder ein eigenes Scoring-Modell. airfocus lässt sich entsprechend konfigurieren.
Für wen eignet sich airfocus?
airfocus richtet sich an Produktmanager und Teams, die regelmäßig Entscheidungen darüber treffen müssen, was als nächstes gebaut oder umgesetzt wird. Besonders relevant ist das Tool für:
- Produktteams in wachsenden Unternehmen, die mehrere Features oder Initiativen gleichzeitig verwalten
- Organisationen mit mehreren Produkten oder Produktlinien, die eine gemeinsame Portfolioübersicht brauchen
- Teams, die Roadmaps nicht nur intern nutzen, sondern auch Stakeholdern und Führungsebene präsentieren
- Unternehmen, die OKRs eingeführt haben und die Verbindung zwischen strategischen Zielen und operativer Planung herstellen wollen
Für Teams, die hauptsächlich Aufgaben verwalten und keinen Fokus auf Priorisierung oder Roadmaps legen, sind Tools wie Jira, Linear oder Asana besser geeignet.
airfocus im Arbeitsalltag
Ein typischer Ablauf: Das Produktteam sammelt Ideen und Feature-Anfragen in airfocus. Jede Idee bekommt eine Bewertung nach einem definierten Scoring-Modell, zum Beispiel nach Impact und Aufwand. Auf Basis dieser Bewertungen entsteht automatisch eine priorisierte Liste, aus der das Team die Roadmap für das nächste Quartal ableitet.
Die Roadmap lässt sich mit einem Link teilen oder als PDF exportieren. Stakeholder sehen immer den aktuellen Stand, ohne Zugang zum gesamten Tool zu brauchen. Bei der kollaborativen Priorisierung hilft das Feature „Priority Poker”, bei dem Teammitglieder Initiativen gemeinsam bewerten, ähnlich wie Planning Poker in Scrum.
Preise und Pläne
airfocus bietet drei Pläne an:
- Core: 59 USD pro Monat (bei Jahresabrechnung) für ein Team. Enthält 5 Workspaces, unbegrenzte Contributors, grundlegende Roadmapping- und Priorisierungsfunktionen.
- Scale: Preis auf Anfrage. Fügt unbegrenzte Workspaces, Gantt-Ansichten und erweitertes Portfolio-Management hinzu.
- Enterprise: Preis auf Anfrage. Enthält zusätzlich OKR-Tracking, SAML SSO und erweiterte Sicherheits- und Compliance-Funktionen.
Alle Pläne beinhalten eine 14-tägige kostenlose Testphase. Stand: April 2026.
Stärken und Schwächen
Stärken:
- Flexibles, modulares System, das sich an viele verschiedene Priorisierungsmethoden anpassen lässt
- Gute Eignung für Portfoliomanagement über mehrere Produkte hinweg
- Solide Nutzerbewertungen auf unabhängigen Plattformen
Schwächen:
- Einstieg erfordert Zeit und Konfigurationsaufwand
- Für kleine Teams ohne dedizierten Produktmanager oft überdimensioniert
- Ursprünglich europäischer Anbieter, nun US-amerikanisch durch Übernahme durch Lucid
Alternativen zu airfocus
Wer ähnliche Funktionen sucht, kann Productboard, Aha! oder Craft.io prüfen. Productboard bietet einen stärkeren Fokus auf Kundenfeedback und ist gut für Teams geeignet, die Features direkt aus Nutzeranfragen ableiten. Aha! ist umfangreicher und richtet sich eher an größere Produktorganisationen. Wer eine schlankere Lösung sucht, findet mit Linear oder Shortcut pragmatischere Alternativen, die stärker auf Entwicklungsteams ausgerichtet sind.
Überblick
airfocus ist ein gut durchdachtes Tool für Produktteams, die Priorisierung ernstnehmen und ihre Roadmaps strukturiert kommunizieren wollen. Die Flexibilität ist ein echtes Unterscheidungsmerkmal gegenüber starreren Lösungen. Wer bereit ist, Zeit in die initiale Konfiguration zu investieren, bekommt ein System, das sich langfristig an die eigenen Prozesse anpasst, statt umgekehrt.
Bewertungen im Überblick
Überblick
- ✓ Modulares Priorisierungs-Framework mit eigenen oder vorgefertigten Scoring-Modellen
- ✓ Anpassbare Roadmaps, die in Echtzeit mit Stakeholdern geteilt werden können
- ✓ Priority Poker für kollaborative Team-Priorisierung
- ✓ Portfoliomanagement über mehrere Produkte oder Projekte hinweg
- ✓ OKR-Tracking auf Team- und Unternehmensebene (Enterprise)
- ✓ Gantt-Ansicht für zeitliche Planung (ab Scale)
- ✓ Integrationen mit Jira, GitHub, Slack, Azure DevOps und weiteren Tools
- ✓ Rollenbasierte Zugriffssteuerung und SAML SSO (Enterprise)
- ✓ KI-gestützte Funktionen für Roadmap-Empfehlungen und Priorisierungs-Insights
Vorteile
- + Sehr flexibel und modular: Priorisierungsmethoden, Felder und Ansichten lassen sich individuell konfigurieren
- + Gut geeignet für Teams, die mehrere Produkte oder Projekte in einer Übersicht verwalten wollen
- + Starke Bewertungen auf G2 (4.4/5 aus über 140 Bewertungen, Stand April 2026)
- + 14-tägige Testphase ohne Kreditkarte senkt die Einstiegshürde
Nachteile
- - Umfangreiche Konfigurationsmöglichkeiten können den Einstieg erschweren, Onboarding ist wichtig
- - Core-Plan mit 59 USD/Monat (Team, nicht pro Nutzer) ist für sehr kleine Teams vergleichsweise teuer
- - Reporting und erweiterte Analysen sind weniger ausgereift als bei spezialisierten BI-Tools
- - Anbieter sitzt in den USA (vormals Hamburg, jetzt Teil von Lucid), DSGVO-Konformität sollte geprüft werden