This is Marketing 2025: Was wir aus Frankfurt mitgenommen haben
Unser Rückblick auf die This is Marketing 2025 in Frankfurt: KI im Marketing, Social Commerce und die Learnings, die wir direkt in Kundenprojekte einbringen.
Zwei Tage Frankfurt, über 10.000 Teilnehmer, dutzende Sessions. Die This is Marketing 2025 liegt hinter uns, und wir haben mehr Inputs mitgenommen, als wir in einer Woche verarbeiten konnten. In dieser Rückschau teilen wir die Dinge, die uns tatsächlich weitergebracht haben.
KI im Marketing: Zwischen Hype und ernsthafter Anwendung
Das Thema war unvermeidlich. Jede zweite Session hatte KI irgendwo im Titel. Nach zwei Tagen lässt sich aber ein klares Bild ziehen: Die Unternehmen, die ernsthaft mit KI im Marketing arbeiten, tun das nicht mit einem einzigen Tool und einer großen Ankündigung. Sie tun es methodisch. Content-Erstellung, A/B-Testing-Automation, personalisierte E-Mail-Flows. Alles in Bereichen, wo ein klares Input-Output-Verhältnis messbar ist.
Was wir mitgenommen haben: Der Nutzen von KI im Marketing ist real, aber nicht dramatisch. Er entsteht durch konsequente Integration in bestehende Prozesse, nicht durch das Ersetzen ganzer Abteilungen. Das ist die Botschaft, die wir unseren Kunden auch geben.
Social Commerce: Was wirklich funktioniert und was nicht
Die Sessions zu TikTok Shopping und Instagram Checkout waren die ehrlichsten des Events. Mehrere Speaker haben klar gesagt: Wer Social Commerce als reinen Sales-Kanal betrachtet, wird enttäuscht. Wer es als Discovery-Kanal nutzt und den Kaufprozess danach gestaltet, hat eine Chance.
Konkret bedeutet das für viele unserer E-Commerce-Kunden: Der TikTok-Kanal bringt nicht direkt Bestellungen. Er bringt Nutzer auf die Produktseite, die dann eine andere Kaufentscheidung treffen als der klassische Google-Traffic. Die Customer Journey sieht anders aus, und das erfordert andere Landingpages, andere Produktbeschreibungen und ein anderes Tracking-Setup.
Das klingt nach Mehraufwand, und das ist es auch. Aber der Traffic ist real und wächst.
Was sich gelohnt hat und was wir anders machen würden
Lohnenswert: Die Workshops am zweiten Tag waren deutlich praxisnäher als die großen Keynotes. Kleine Gruppen, echte Fallbeispiele, Fragen die beantwortet wurden. Wer auf die This is Marketing geht und hauptsächlich auf der Main Stage sitzt, lässt den größten Teil des Wertes liegen.
Weniger lohnenswert: Ein guter Teil der Ausstellerfläche hat die Zeit der Teilnehmer nicht respektiert. Demos, die fünf Minuten dauern sollten und zwanzig gedauert haben. Wir haben das nach dem ersten Tag anders priorisiert.
Drei Erkenntnisse, die wir direkt umgesetzt haben
Erstens: Unser eigenes E-Mail-Marketing läuft auf einem Setup, das wir auf der Konferenz als überholt eingestuft hätten. Wir haben noch im November begonnen, die Segmentierung zu überarbeiten.
Zweitens: Eine Methode zur Content-Performance-Analyse, die ein Speaker aus einer mittelgroßen Agentur vorgestellt hat, hat uns überzeugt. Wir haben sie auf unsere eigene Redaktionsplanung angewendet und seitdem ein klareres Bild davon, welche Inhalte tatsächlich Anfragen generieren.
Drittens: Der Begriff “First-Party-Data” ist kein Buzzword mehr. DSGVO-konforme Datenstrategien ohne Cookies werden ernsthaft diskutiert und von Unternehmen umgesetzt, die vorher noch gezögert haben. Das hat Auswirkungen auf Analytics-Setups, die wir für Kunden betreiben.
Wie es weitergeht
Die This is Marketing war ein guter Reminder, dass Marketing-Kompetenz kein statisches Wissen ist. Was im letzten Jahr funktioniert hat, funktioniert dieses Jahr anders. Das gilt für Plattformen, für Algorithmen, für das Nutzerverhalten.
Wenn du dein Marketing-Setup hinterfragen oder überarbeiten willst, sprich uns an. Die Eindrücke aus Frankfurt fließen direkt in unsere Beratung ein.