Beantwortet von der Redaktion von Business.Digital Stand
Make ist eine cloudbasierte No-Code-Plattform für Workflow-Automatisierung. Du verbindest Apps und Systeme auf einer visuellen Canvas, definierst Auslöser und Aktionen, und Make führt die Abfolge automatisch aus.
Früher hieß das Tool Integromat. Seit 2022 läuft es unter dem Namen Make. Das Grundprinzip ist dasselbe geblieben.
Was du mit Make automatisieren kannst
Stell dir eine typische E-Commerce-Situation vor: Neue Bestellung geht in Shopware ein. Make erkennt das, überträgt die Bestelldaten ins ERP, erstellt einen Versandauftrag beim Logistikdienstleister, sendet eine Bestätigungs-E-Mail an den Kunden und protokolliert die Transaktion im CRM. Alles in Sekunden, ohne manuellen Eingriff.
Make unterstützt über 2.000 App-Integrationen, von Google Sheets bis Shopware, von Slack bis Xentral. Für Standardszenarios ist meistens schon ein fertiges Modul vorhanden.
Make vs. andere Tools
Gegenüber Zapier ist Make deutlich mächtiger und flexibler, aber auch etwas steiler in der Lernkurve. Dafür ermöglicht Make komplexere Szenarien mit Bedingungen, Schleifen und Fehlerbehandlung.
Gegenüber n8n läuft Make vollständig in der Cloud, kein eigener Server notwendig. Wer dagegen Daten nicht in der Cloud halten will, ist mit n8n oder einer selbst gehosteten Lösung besser aufgehoben.
Was Make kostet
Make rechnet nach Operations ab, also nach der Anzahl der Aktionen, die in einem Szenario laufen. Der Free-Plan reicht für Testszenarien (1.000 Operations pro Monat), die kommerziell sinnvollen Pläne starten bei rund 10 bis 30 Euro pro Monat. Für KMU-Workloads sind 50 bis 100 Euro pro Monat ein realistischer Rahmen. Wichtig: Schleifen und Filter sind ebenfalls Operations. Wer unbedacht baut, treibt die Kosten schnell hoch.
Typische Pitfalls in der Praxis
Erstens: fehlendes Error-Handling. Wenn eine API einmal nicht antwortet, soll das Szenario nicht stumm scheitern. Make bietet Retry- und Fallback-Routen, die unbedingt genutzt werden sollten. Zweitens: zu viele kleine Szenarien statt eines durchdachten. Wer für jeden Trigger ein neues Szenario baut, verliert irgendwann den Überblick. Drittens: keine Versionierung. Make speichert keine Historie nennenswerter Tiefe, also lohnt es sich, kritische Szenarien zu exportieren oder in Notion zu dokumentieren.
Bei unseren Automation-Projekten setzen wir Make regelmäßig ein, insbesondere für E-Commerce-Integrationen. Es ist schnell umzusetzen, gut wartbar und für die meisten KMU-Anforderungen mächtig genug. Was möchtest du bei dir automatisieren? Lass es uns besprechen.